Akku-Temperaturmanagement...

Re: Akku-Temperaturmanagement...

Beitragvon teneman » Fr 7. Jul 2017, 21:01

drilling hat geschrieben:
Und im Winter kann man so auch den Akku aufwärmen?

Bestimmt. Aber bei uns gibt es keinen richtigen Winter. Daher kann ich da nicht mitreden.
Außerdem kann ich zur Chademo Ladung wenig sagen. Gibt es bei uns auch nicht. Aber es ist sicherlich vorteilhaft, die Klappenstellung zu 100 % auf den Fußraum/Akku zu belassen. Zur Umluftstellung kann ich nichts sagen. Einfach ausprobieren.
Approposito, hat jemand ein belastbares Schema von der Anordnung der Temperatursensoren auf dem Akkupack ?
Bei Bedarf sehr gerne:http://ts.la/gunter177
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Re: Akku-Temperaturmanagement...

Beitragvon eidrien » Fr 7. Jul 2017, 21:06

Elko hat in seinem Blog schöne Fotos des Akkupacks: http://www.drive-electric.at/l/akkutausch-nach-100-000km-bei-einem-mitsubishi-i-miev/

Beste Grüsse, Adrian

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Re: Akku-Temperaturmanagement...

Beitragvon Tompressor » Di 17. Okt 2017, 11:47

Ich habe mal wieder eine doofe Frage zum Akku-Management. Also was ich bislang meine verstanden zu haben ist, der Akku ist insgesamt so leistungsfähig, wie seine schwächste Zelle. Ist also eine Zellenei 80 % (was auch immer), können alle anderen Zellen noch 100 % haben, insgesamt ist die Leistungsfähigkeit dann so, als wenn alle Zellen nur 80 % hätten. Korrigiert mich wenn ich das bereits falsch verstanden habe.

Mich hat eben der Händler angerufen bei dem ich unseren Drilling gebraucht gekauft habe und hatte gefragt, wie ich zufrieden bin (Grund des Anrufs war ein anderer). Ich hatte dann erwähnt, dass ich mit der Reichweite nicht so zufrieden bin, da unser letzter Drilling deutlich mehr Reichweite (versprochen) hatte. Und jetzt kommt der Teil, den ich technisch überhaupt nicht nachvollziehen kann und von dem ich denke, dass er quatsch ist.

Er meinte, er hätte mal einen I-Miev bei einem Mitsubishi Händler gehabt der konnte die Zellen "angleichen". Und nach diesem Eingriff hätte der Drilling wieder mehr Gesamtreichweite gehabt. Technische Details konnte er nicht wiedergeben.

Daher mal die Frage an die Experten. Liege ich falsch dass das Quatsch ist oder könnte er ggf. etwas völlig anderes damit gemeint haben was er nicht richtig wiedergegeben hat?
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Re: Akku-Temperaturmanagement...

Beitragvon AndiH » Di 17. Okt 2017, 13:58

Das nennt sich "Balancing" und bedeutet das die einzelnen Zellen in der Reihenschaltung auf die restlichen Zellen der Reihe angeglichen werden. Dadurch werden Ladungsunterschiede ausgeglichen, die Zelle an und für sich wird nicht besser.
Normalerweise sollte das BMS das automatisch durchführen, bei manchen Autos sind aber gewisse Vorrausetzungen zu erfüllen wie z.B. auf 100% vollladen oder ähnliches. Beim e-Up! wird z.B. folgendes ab und an empfohlen:

- Auto bis auf <30% leerfahren und mehrere Stunden stehen lassen ohne anzustecken

- Dann per Schuko oder Typ2 langsam vollladen und angesteckt länger stehen lassen

Damit kann sich das BMS besser auf den Akku kalibrieren und damit auch herausfinden wo Balancing notwendig ist. Das ist vor allem dann notwendig, wenn ansonsten nie vollgeladen, immer schnell geladen oder das Fahrzeug keine "Ruhepause" nach der Fahrt hat. Aber wie gesagt hilft das nur dem BMS den Akku besser einzuschätzen, an der eigentlichen Kapazität ändert sich nichts.

Gruß

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Re: Akku-Temperaturmanagement...

Beitragvon iOnier » Di 17. Okt 2017, 19:43

AndiH hat geschrieben:
Normalerweise sollte das BMS das automatisch durchführen, bei manchen Autos sind aber gewisse Vorrausetzungen zu erfüllen wie z.B. auf 100% vollladen oder ähnliches.

Die Drillinge legen AFAIK während der AC-Ladung bei knapp 30% SoC und nochmal bei um 70% SoC eine Balancierpause ein.

Je nach dem wie stark der Zelldrift ist kann die bis zu einer halben Stunde dauern (was zugleich bedeutet, dass die Zellen danach vielleicht noch nicht 100% ausbalanciert sind).

Die Bedienungsanleitung empfiehlt genau deswegen, spätestens alle 2 Wochen eine "Normalladung" durchzuführen. Also wer eine kostenlose CHAdeMO "um die Ecke" hat und die viel nutzt sollte das ggfs. beherzigen.
Gruß
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Re: Akku-Temperaturmanagement...

Beitragvon Firehowk » Mi 18. Okt 2017, 11:53

Tompressor hat geschrieben:
Ich habe mal wieder eine doofe Frage zum Akku-Management. Also was ich bislang meine verstanden zu haben ist, der Akku ist insgesamt so leistungsfähig, wie seine schwächste Zelle. Ist also eine Zellenei 80 % (was auch immer), können alle anderen Zellen noch 100 % haben, insgesamt ist die Leistungsfähigkeit dann so, als wenn alle Zellen nur 80 % hätten. Korrigiert mich wenn ich das bereits falsch verstanden habe.


Hast du Richtig verstanden!.

Tompressor hat geschrieben:
Mich hat eben der Händler angerufen bei dem ich unseren Drilling gebraucht gekauft habe und hatte gefragt, wie ich zufrieden bin (Grund des Anrufs war ein anderer). Ich hatte dann erwähnt, dass ich mit der Reichweite nicht so zufrieden bin, da unser letzter Drilling deutlich mehr Reichweite (versprochen) hatte. Und jetzt kommt der Teil, den ich technisch überhaupt nicht nachvollziehen kann und von dem ich denke, dass er quatsch ist.

Er meinte, er hätte mal einen I-Miev bei einem Mitsubishi Händler gehabt der konnte die Zellen "angleichen". Und nach diesem Eingriff hätte der Drilling wieder mehr Gesamtreichweite gehabt. Technische Details konnte er nicht wiedergeben.

Daher mal die Frage an die Experten. Liege ich falsch dass das Quatsch ist oder könnte er ggf. etwas völlig anderes damit gemeint haben was er nicht richtig wiedergegeben hat?


Mit dem Angleichen meinte er das bei dem Drilling (sowohl bei imiev als auch beu iOn und C-Zero) mit zunehmender Alterung mehr Kapazität frei gegeben wird. Im Neuzustand haben die Zellen eine Kapazität von 50Ah. Um die Zellen zu schonen werden aber nach meinen Beobachtungen nur ~45Ah frei gegeben. Wenn du nun mit deinem Auto in die Werkstatt fährst und bei der Batterieüberprüfung festgestellt wird das die Batterie nachgelassen hat, wird wieder Kapazität frei gegeben. Dies funktioniert natürlich nur so lange wie die Batterie noch in einem entsprechend gutem Zustand ist. Wenn also bei deinem Wagen lange keine Batteriemessung seitens Händler durchgeführt wurde ist es evtl. Ratsam dies zu tun.
Ich hoffe ich habe mich halbwegs verständlich ausgedrückt.

Gruß
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Re: Akku-Temperaturmanagement...

Beitragvon Tompressor » Mi 18. Okt 2017, 12:28

Also ich schätze, wenn ich zu meinem Citroen-Händler im Dorf fahre (der hat auch einen C-Zero am laufen seit einigen Jahren) wird der wissen was zu tun ist. Das mache ich vielleicht mal...
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Re: Akku-Temperaturmanagement...

Beitragvon i-MiEVBJ2010 » Mi 18. Okt 2017, 12:37

iOnier hat geschrieben:
AndiH hat geschrieben:
Normalerweise sollte das BMS das automatisch durchführen, bei manchen Autos sind aber gewisse Vorrausetzungen zu erfüllen wie z.B. auf 100% vollladen oder ähnliches.

Die Drillinge legen AFAIK während der AC-Ladung bei knapp 30% SoC und nochmal bei um 70% SoC eine Balancierpause ein.

Je nach dem wie stark der Zelldrift ist kann die bis zu einer halben Stunde dauern (was zugleich bedeutet, dass die Zellen danach vielleicht noch nicht 100% ausbalanciert sind).

Die Bedienungsanleitung empfiehlt genau deswegen, spätestens alle 2 Wochen eine "Normalladung" durchzuführen. Also wer eine kostenlose CHAdeMO "um die Ecke" hat und die viel nutzt sollte das ggfs. beherzigen.


Mein i-MiEV (bald 7 Jahre alt) macht nur eine Balancerpause wenn nötig. Nie zwei. Die Balancierpause ist zwar häufig bei vielleicht 30% SOC, aber ebenso häufig bei anderen SOC. Eine Regel gibt es da wohl nicht. Das BMS entscheidet nach Kriterien, die ich nicht kenne.
i-MiEV 88 LiMn2O4-Zellen, Akku seit November 2010 in Betrieb, WAECO MagicSpeed MS 880, Lithium POWERBLOC 12V / 18AH, DAB+-Radio,
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Re: Akku-Temperaturmanagement...

Beitragvon iOnier » Mi 18. Okt 2017, 17:41

i-MiEVBJ2010 hat geschrieben:
Mein i-MiEV (bald 7 Jahre alt) macht nur eine Balancerpause wenn nötig. Nie zwei. Die Balancierpause ist zwar häufig bei vielleicht 30% SOC, aber ebenso häufig bei anderen SOC. Eine Regel gibt es da wohl nicht. Das BMS entscheidet nach Kriterien, die ich nicht kenne.

Das Balancing wurde bereits in verschiedenen Threads diskutiert, unter anderem hier.
Was ich für mich aus den unterschiedlichen Angaben dazu geschlussfolgert hatte war:

- wenn unter 30% SoC mit dem Laden begonnen wurde wird bei ca. 30% SoC eine Balancierpause eingelegt
- wenn die Zellen dann nicht fertig ausbalanciert sind, dann noch mal bei ca. 70% SoC
- und evtl. ein weiteres "Top-Level-Balancing" bei knapp 100% SoC.
- wenn über 30% SoC mit dem Laden begonnen wurde wird halt nur bei bei ca. 70% SoC eine Balancierpause eingelegt (und vielleicht noch das "Top-Level-Balancing" bei knapp 100% SoC).

Mag falsch sein, ganz genaue Infos dazu gibt's wohl nicht und es kann ja auch noch Änderungen im Balancierverhalten über die Modelljahre gegeben haben ...
Gruß
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