65Ah Zellen - 21,7 kWh Akku für i-MiEV, 19,2kWh für C-Zero u

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Beitragvon e-beetle » Fr 30. Okt 2015, 10:31

Hallo zusammen,

ich möchte hier ein Projekt vorstellen, über das ich gerade grübel.
Bei der Recherche nach E-Fahrzeugen mit dem alltäglichsten Nutzwert, haben sich für mich die Drillinge als das bisher bestes Paket gezeigt. Relativ günstige Anschaffung, keine Miete, scheinbar robuste Basis mit gutem Akku.

Aber dieser Akku wird natürlich nicht jünger, hat seine bekannten Temperatur-Einschränkungen und liefert nicht wirklich die angepeilten 160km. Spätestens nach 80.000km wird auch der letzte merken, dass der Akku etwas nachlässt.
Der Vorteil beim Drilling ist auch, dass man relativ leicht an die Zellen kommt und diese tauschen kann.
Leider gibt es die original Zellen kaum einzeln zu kaufen und wenn, dann hat man eine einzelne "gute" unter vielen gebrauchten.

Und da kommt meine Idee ins Spiel:
Ich möchte in dem vorhandenen Formfaktor der Yuasa LEV50 eine Ersatzzelle produzieren lassen, die
- eine stabilere Temperaturkurve hat (100% bei ca. 5°bis ca. 40°)
- 65Ah statt 50Ah
- -5% Gewicht
- gleichen Spannungsverlauf hat (1:1 Tausch, ohne BMS-Anpassung)

Um das zu realisieren müssen minimal ca. 1.000 Zellen produziert werden (Charge 1), zu erschwinglichen Preisen ca. 10.000 Zellen (Charge 2).

Angepeilter Preis pro Zelle (Charge 1): 100,- (88 Zellen = 8.800,-)
Angepeilter Preis pro Zelle (Charge 2): 80,- (88 Zellen = 7.040,-)
Einzelzellen werden sicher etwas teurer sein, da mehr Aufwand im Handling.

Das wäre auf jeden Fall weniger als bisher die ca. 10.000 der Hersteller, hätte ca. 30% Reichweite bei besserer Spannungslage.

Da keine Bank der Welt auf so einen Zug aufspringen würde, plane ich bei positivem Feedback konkretere Aussagen zu bekommen, persönliche Gespräche mit dem Hersteller zu führen und eine Kickstarter Kampagne, die auch den amerikanischen Markt abdecken soll, um höhere Stückzahlen zu erreichen.

Mit der Charge 1 wären 10/12 Fahrzeuge zu bestücken plus Zellen für den Labortest.

Ich habe auch Verbindungen zu einer Werkstatt, die den Umbau (ca. 4-8 Std) vornehmen könnte (ausgebildete Hochvolt-Mechaniker) und hier im Forum tummeln sich ja bereits welche, die defekte Zellen an Fahrzeugen getauscht haben.

Nun bin ich auf eure Rückmeldungen gespannt und eure Gedanken dazu :-)
Lohnenswerte Idee die man verfolgen sollte, oder wie seht ihr das?

Sind hier ein paar Verrückte, die sich an dem Projekt, der Planung und Umsetzung beteiligen würden?

Gruß,
Michael (der noch nicht einmal einen Drilling besitzt ;-) )
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Re: 65Ah Zellen - 21,7 kWh Akku für i-MiEV, 19,2kWh für C-Ze

Beitragvon AQQU » Fr 30. Okt 2015, 10:42

Einen noch grösseren Mehrwert würdest Du mit einem how-to Lösungsansatz (Komponenten, Ausführungsbeschreibung) bieten können welcher beschreibt wie die ausgebaute Batterie zu einem Hausspeicher umgebaut werden kann.
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Re: 65Ah Zellen - 21,7 kWh Akku für i-MiEV, 19,2kWh für C-Ze

Beitragvon Mei » Fr 30. Okt 2015, 10:47

ich hab kein MieV, aber würde eine Zelle für Labortests nehmen.
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Re: 65Ah Zellen - 21,7 kWh Akku für i-MiEV, 19,2kWh für C-Ze

Beitragvon e-beetle » Fr 30. Okt 2015, 11:01

Ich würde meinen, dass sich in den nächsten 3-5 Jahren die guten Zellen eines defekten Satzes noch einzeln verkaufen lassen, für alle die, die nur einzelne defekte Zellen im Pack haben.
Aber ja, die kann man natürlich auch als Hausspeicher nutzen, wenn man die eh hat.
Wenn man keine Zellen hat, würde ich eher auf Lithium Titanat oder Lithium Eisenphosphat setzen, da es im Haus nicht unbedingt auf das letzte Prozent Gewichtsersparnis oder Energiedichte ankommt, sondern auf Lebensdauer.

Aber klar, kann man das mit ins Auge fassen.
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Re: 65Ah Zellen - 21,7 kWh Akku für i-MiEV, 19,2kWh für C-Ze

Beitragvon Mei » Fr 30. Okt 2015, 11:17

hat den schon jemand den miev Akkus zerlegt? Bilder?
Wie sind die miteinander verbunden?
Wie sind die Zellen selbst mechanisch befestigt?
Lassen sich überhaupt einzelne Zelle tauschen?
Oder nur in Blöcken?
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Re: 65Ah Zellen - 21,7 kWh Akku für i-MiEV, 19,2kWh für C-Ze

Beitragvon eDEVIL » Fr 30. Okt 2015, 11:20

Interessantes Projekt, aber wie bei allen Umrüstung/Upgrades spielen die Kosten im Verhältnis zu Fahrzeug-Restwert eine große Rolle.
Der Preis je kwh ist da der entscheidende Faktor, wenn man einen Kompletttausch macht.

Klar sind ähnlich Zellen eleganter, aber wenn man sich den Ersatzteilpreis vom 30kwh Akku vom LEaf anschaut, kann man dafür auch anpassungen vor nehmen.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
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Re: 65Ah Zellen - 21,7 kWh Akku für i-MiEV, 19,2kWh für C-Ze

Beitragvon e-beetle » Fr 30. Okt 2015, 11:22

Ja, man kann einzelne Zellen tauschen, "relativ" einfach, verglichen mit anderen E-Fahrzeugen.
Wurde u.a. hier schon einmal beschrieben defekte Zelle C-Zero tauschen.
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Re: 65Ah Zellen - 21,7 kWh Akku für i-MiEV, 19,2kWh für C-Ze

Beitragvon PowerTower » Fr 30. Okt 2015, 11:32

Ab 2012 wurden bessere Zellen eingebaut, die einen größeren Temperaturbereich abdecken und längere Haltbarkeit aufweisen. Siehe dazu dieses Thema und Datenblatt Yuasa LEV50N.

Die Eigenschaften der neueren Zellen sind sehr gut, es würde also schon reichen auf dieser Basis "nur" die Kapazität zu erhöhen. Eigentlich sehe ich da schon Yuasa in der Pflicht, bald mal 65-70 Ah Zellen im gleichen Format nachzuschieben. Wenn du das natürlich organisieren kannst, auch nicht schlecht. Der Preis und die Qualität muss halt passen. Gewicht reduzieren sehe ich nicht als erstrebenswert an, weil man dann den Schwerpunkt des Fahrzeugs nach oben verlagert, was die Fahreigenschaften verschlechtern kann - aber natürlich auch den Verbrauch ein wenig reduziert.

Gruß
Micha
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Re: 65Ah Zellen - 21,7 kWh Akku für i-MiEV, 19,2kWh für C-Ze

Beitragvon e-beetle » Fr 30. Okt 2015, 11:36

eDEVIL hat geschrieben:
Interessantes Projekt, aber wie bei allen Umrüstung/Upgrades spielen die Kosten im Verhältnis zu Fahrzeug-Restwert eine große Rolle.
Der Preis je kwh ist da der entscheidende Faktor, wenn man einen Kompletttausch macht.

Klar sind ähnlich Zellen eleganter, aber wenn man sich den Ersatzteilpreis vom 30kwh Akku vom LEaf anschaut, kann man dafür auch anpassungen vor nehmen.

Charge (1) €/kWh = 405,-
Charge (2) €/kWh = 325,-

Das sind bisher nur ganz grobe Werte, als Anhaltspunkt wo es hingehen soll.
Sollte die Anfrage viel höher sein, sinkt natürlich der Preis für ein Pack.

Die Zelle hat auf der Verarbeitungsebene und der Zusammensetzung nicht mehr viel mit der LEV50 gemein, als Hersteller ist LG Chem im Visier.
Von daher ist das ein "Zellupgrade" auf eine aktuelle Technologie und nicht mit einem 1:1 Akkutausch vom Hersteller vergleichbar.
Michael
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Re: 65Ah Zellen - 21,7 kWh Akku für i-MiEV, 19,2kWh für C-Ze

Beitragvon e-beetle » Fr 30. Okt 2015, 11:39

PowerTower hat geschrieben:
Ab 2012 wurden bessere Zellen eingebaut, die einen größeren Temperaturbereich abdecken und längere Haltbarkeit aufweisen. Siehe dazu dieses Thema und Datenblatt Yuasa LEV50N.

Die Eigenschaften der neueren Zellen sind sehr gut, es würde also schon reichen auf dieser Basis "nur" die Kapazität zu erhöhen. Eigentlich sehe ich da schon Yuasa in der Pflicht, bald mal 65-70 Ah Zellen im gleichen Format nachzuschieben. Wenn du das natürlich organisieren kannst, auch nicht schlecht. Der Preis und die Qualität muss halt passen. Gewicht reduzieren sehe ich nicht als erstrebenswert an, weil man dann den Schwerpunkt des Fahrzeugs nach oben verlagert, was die Fahreigenschaften verschlechtern kann - aber natürlich auch den Verbrauch ein wenig reduziert.

Gruß
Micha

Als entscheidenden Vorteil sehe ich bei den, nennen wir sie mal LG Chem, gegenüber den Yuasa die höhere Energiedichte.
Die LEV50N bleibt ja eine 50Ah Zelle, mit LG Chem wäre 65Ah oder mehr drin (67Ah).
Das sind immerhin 30-33% mehr Reichweite bei voraussichtlich stabilerer Spannungslage, was noch zu beweisen wäre :-)
Michael
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