12V Batterie kocht über. Umstieg auf AGM oder Gel ratsam ?

12V Batterie kocht über. Umstieg auf AGM oder Gel ratsam ?

Beitragvon CompuMedic » So 30. Aug 2015, 20:29

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Auto eingeschaltet Ready (Antriebsbatterie lädt 12V-Batterie )
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Batterie kocht

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Auto aus.
Hallo zusammen.

Seit 2 Tagen (Wochenende) habe ich eine kochende 12V-Batterie die sich mit beißendem Schwefelgeruch bemerkbar macht.
Erst war ich besorgt um die Antriebsbatterie bis ich realisierte, dass die einzige Batterie, die Säure enthält, die 12V-BATTERIE ist.

Gemessen habe ich bis zu 70°C wenn sie geladen wird
Also an Ziegel über Schuko oder an Chademo.
Auch wenn das Auto gestartet wird, riecht man nach wenigen Minuten deutlich die Säure kochen.
Ich gehe von einem Kurzschluss in den Zellen aus.
Das Kunststoffgehäuse hat sich an den Seiten bereits etwas nach aussen gewölbt.
Nun bin ich schnellstmöglich auf der Suche nach Ersatz. Bei der Gelegenheit frage ich mich nach der Ursache dieses Phänomens.

Ist die aktuelle Batterie zu klein und wird ständig überladen? 35Ah und 300A steht auf der 18×12x20cm großen Batterie von Citroen Peugeot. Sie ist wartungsfrei ohne Schrauben für das offenbahr entwichene Elektrolyt.

Eine AGM- oder sogar eine Gel-Batterie wären sicher besser, aber sollte ich vielleicht gleich nach einer höheren Kapazität bei gleicher Größe suchen?

Falls jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat, oder eine Erklärung dafür hat, was die Ursache sei, bzw einen Tipp, wie ich dem Problem begegne, dann bitte kurz einen Hinweis geben, oder hier schreiben.

So kurz nach Dille ist mir das etwas unheimlich.

;-)

Gruß,

Jan

PEUGEOT iOn
Zuletzt geändert von CompuMedic am So 30. Aug 2015, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 12V Batterie kocht über. Umstieg auf AGM oder Gel ratsam

Beitragvon TeeKay » So 30. Aug 2015, 20:40

Bei unseren 3 Drillingen kann ich von nichts derartigem Berichten. Eine größere Batterie brauchst du ganz sicher nicht, da der Drilling praktisch keine Elektronik hat, die während des Stillstands mit Strom versorgt werden müsste. Und beim Start brauchst du auch keine hohen Ströme - es muss nur das Schütz der Hauptbatterie geschaltet werden.

Wenn du noch Garantie hast, würde ich damit zum Händler gehen und ihm "Batterie = Verbrauchsgegenstand" nicht als Ausrede durchgehen lassen.

Das Problem wird sein, dass du nach dem Tausch eine permanent leuchtende Motorwarnlampe im Display siehst. Citroen wollte fürs Löschen von mir 30 Euro haben. Dem TÜV wars aber egal.
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Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: 12V Batterie kocht über. Umstieg auf AGM oder Gel ratsam

Beitragvon bm3 » So 30. Aug 2015, 20:45

Hallo Jan,

das ist jedenfalls nicht normal, es kann eigentlich nur zwei Ursachen dafür geben, die erste, Bordbatterie ist defekt, zum Beispiel hat eine Zelle Schluss, dann werden die anderen Zellen überladen oder,
die zweite, die Laderegelung hat ein Problem.
Zu klein dimensioniert ist die Batterie eigentlich nicht denn sie muss ja keine Starterbatterie wie bei einem Verbrenner sein, auch müsste die Laderegelung das dann sowieso immer begrenzen, sonst brauchte man auch keine.
Ich würde dir raten den Bordakku ziemlich schnell zu tauschen, gegen so einen Typ wie er auch schon verbaut ist.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: 12V Batterie kocht über. Umstieg auf AGM oder Gel ratsam

Beitragvon CompuMedic » So 30. Aug 2015, 20:48

Teekay danke,
Garantie ja. In Frankreich beim Händler. Hier werden sie rumzicken. ;-)
Hab sie ja bereits ausgebaut und extern geladen und wieder eingebaut. Gab keine Warnleuchte. ;-)
Ich muss kurzfristig Ersatz besorgen, damit ich wieder sicher unterwegs bin.

Einbau dauert 5 min. Und das Blabla von der lokalen Werkstatt, man dürfe da nicht selbst hantieren... mir wurscht.

@ Klaus ebenfalls danke.
Denke auch dass die defekt ist.

Ich frage mal nach Ersatz.
Im Netz ab 60€
Wie check ich die Laderegelung?
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Re: 12V Batterie kocht über. Umstieg auf AGM oder Gel ratsam

Beitragvon bm3 » So 30. Aug 2015, 21:38

Laderegelung kannst du checken in dem du die maximale Ladespannung und den Ladestrom dabei misst. Den Strom am besten mit einer DC-Stromzange mit kleinem Messbereich messen. Mit klein meine ich maximal 40A oder so.
Der Ladestrom muss dann ab einem bestimmten Punkt bei etwa 14,x Volt deutlich zurückgeregelt werden um eine Überladung der Batterie zu verhindern, also das was im Moment bei deiner scheinbar passiert.

editiert: Was mich im Moment aber noch stutzig macht sind die gemessenen Spannungen auf den Bildern, das sieht recht normal aus und nicht nach einem Zellschluss.
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Re: 12V Batterie kocht über. Umstieg auf AGM oder Gel ratsam

Beitragvon CompuMedic » So 30. Aug 2015, 21:56

Naja, die Batterie ist hin. Das steht fest. Nur wodurch ist mir nicht klar.

Das Gehäuse hat sich nach aussen gewölbt als wäre da was drinnen verschmolzen un hat sich ausgedehnt...
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Re: 12V Batterie kocht über. Umstieg auf AGM oder Gel ratsam

Beitragvon Kalbi » Di 1. Sep 2015, 09:37

bm3 hat geschrieben:
Laderegelung kannst du checken in dem du die maximale Ladespannung und den Ladestrom dabei misst. Den Strom am besten mit einer DC-Stromzange mit kleinem Messbereich messen. Mit klein meine ich maximal 40A oder so.
Der Ladestrom muss dann ab einem bestimmten Punkt bei etwa 14,x Volt deutlich zurückgeregelt werden um eine Überladung der Batterie zu verhindern, also das was im Moment bei deiner scheinbar passiert.


Ne Ladestromregelung gibt's im Grunde nicht ...die Ladespannung ist normalerweise konstant, der Akku nimmt sich letztlich den Strom, den er meint zu brauchen ...und der ist eben vom Ladestand abhängig. Der Ladestrom geht kontinuierlich mit steigendem Ladestand zurück.

Ich tippe eben auch auf einen Zellenschluss mindestens einer Zelle, sprich dabei steigt dann die Ladespannung an den übrigen 5 Zellen um je ca. 0,5V an, was dann eben zum Kochen führt. Im Grunde wird es so sein, dass du 5 Zellen mit recht niedrigem Säurestand und eine Zelle mit normalem Säurestand hast ---> Zellenschluss.

Dennoch ist es seltsam, dass die Leerlaufspannung bei über 12,8V liegt, was eigentlich gegen einen Zellenschluss spricht.
Mess doch mal die Spannung, wenn du beispielsweise ne H4-Glühlampe an die Pole hängst. Dabei sollte die Spannung nicht wesentlich einbrechen ...vielleicht auf maximal 12,6V ...wenn die einbricht auf unter 11V, dann Zellenschluss einer Zelle. Kleiner 9,6V, dann Zellenschluss von zwei Zellen.
Sicherheitshalber würd ich an deiner Stelle dann mit ner neuen Batterie trotzdem die Ladespannung unter allen Betriebsbedingungen (auch während der Fahrt) überprüfen (kann man normalerweise auch übern Zigarettenstecker messen). Nicht dass der DC-DC-Wandler da irgend ne Macke hat?!

Neue Batterie drein und gut ist das.

Gruß Dieter
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Re: 12V Batterie kocht über. Umstieg auf AGM oder Gel ratsam

Beitragvon CompuMedic » Di 1. Sep 2015, 09:56

Nachdem ich bei Citroën /Peugeot einen Preis von 214€ für die Blei/Säure-Batterie bekommen habe, Mitsubishi das gleiche Teil für 109€ anbietet und ich letztlich das Teil im KFZ-Teilehandel für 57€ (Varta 40Ah 330A) kaufen konnte, bin ich über die Preispolitik nicht mehr wirklich erstaunt.

Bislang verhält sich alles normal.

Die alte Batterie wurde mit destilliertem Wasser aufgefüllt und nochmals extern geladen.

Ich werde mal Last anhängen und messen.
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Re: 12V Batterie kocht über. Umstieg auf AGM oder Gel ratsam

Beitragvon eDEVIL » Di 1. Sep 2015, 10:39

Würde ja eher auf Lipo gehen. Starter Batterie ist ja eigentlich quatsch im eAuto.
Geringe Selbstemladung unt zyklenfestigkeit sind ja eher wichtiger.

Ist wzar recht teuer, aber leichter und irgendwie eleganter. LiFePO geht im prinzip auch, aber nich so gut wenn ewig voll geladen.
Fertige PAcks mit Gehäuse sind halt rel. teuer (Lithium Powerbloc 12V 2500mAh , LiNANO®-start 2,5 Ah 12V Starter-Pack A123), aber im VErgleich zu >200 EUR orig. noch ok 8-)
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Re: 12V Batterie kocht über. Umstieg auf AGM oder Gel ratsam

Beitragvon Tho » Di 1. Sep 2015, 10:41

Das wird aber mit der vorhandenen Ladetechnik nicht gehen oder?
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