Langstreckenverbrauch des Rex

Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon endurance » Fr 12. Jun 2015, 06:19

Eco Pro Plus mit 120km/h?
Dreh die Klima nicht so weit runter - wie Du schreibst first impression - schwitzen oder frieren ist als first impression nicht so prickelnd.
Versuch einfach gleichmäßig zu fahren - nicht zuviele Sprints einbauen auch wenn es noch so juckt. Vor der Fahrt nochmals checken ob die Ladesäulen "online" sind - im schlimmsten Fall (säule tut nischt) wirst Du nochmals zwischentanken müssen.
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Hasi16 » Fr 12. Jun 2015, 08:13

Schalt nur immer den Rex frühzeitig an, dann hast du im Falle einer defekten Säule etwas mehr Spielraum, da es einfach mehr Tankstellen gibt. Auch wenn du so etwas mehr Sprit als nötig verbrennen solltest -> wenn man das erste Mal im Leben die "10 km Gesamtrestreichweite" sieht, dann wird einem schon etwas mulmig. Das legt sich aber nach ein paar Monaten! ;)
Und fahre auf keinen Fall schneller als 120 km/h, da der Energieverbrauch exponentiell steigt!

Viele Grüße
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon i300 » Fr 12. Jun 2015, 08:21

Ich würde mit Klima im EcoPlus fahren, aber nur 110km/h. Bei 120km/h hat der Rex es schwer und dann geht auch des Soc runter.
Die Tankhalte kann man ruhig getrennt von den Ladepausen machen, da es ohnehin nicht gleichzeitig geht ;-) - dadurch kannst du den Rex-Tank immer ganz leerfahren und anschließend in Ruhe eine Tankstelle ansteuern (der Vorgang dauert ja nur 5min., egal ob für 6 oder knapp 9l) und dann weiter elektrisch fahren bis der Rex (fast) anspringt. Dadurch hat man immer genügend Reserve, auch am defekten Schnelllader ohne Tankstelle.
Das Schnellladen geht schneller, wenn der Akku anfangs möglichst leer ist.
Beachte, dass der Akku nach 30min nicht bei 100% ist. Daher würde ich ggf. auch einen weiteren Schnelllader ansteuern und evt. nur 20min. laden - in jedem Fall noch einmal Linthe (ca. 60km vor Berlin)....
Wenn die Stimmung gut ist, könnte man Schkeudiz durch BMW-(i3)-Werk ersetzen (kleiner Umweg) - der i3 war teuer genug ;)
Klar, entscheidend ist letztlich die Stimmung der Mitfahrer :mrgreen:
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon JuergenII » Fr 12. Jun 2015, 08:44

Hallo niceguy,

um den großen Frust nicht beginnen zu lassen, brauchst Du aber unbedingt eine freigeschaltete ChargeNow-Karte oder zumindest eine "The New Motion" -Karte. Letzte gibt es relativ schnell. Denn es gibt bei Mc Do keine Ladekarten mehr zum ausleihen.

Beachte auch, dass an dieser "Schnelllademagistrale" auf der A9 immer nur eine Ladesäule vorhanden ist. Wenn Du Pech hast steht da bereits ein Fahrzeug. Da können aus 30 Minuten schnell Stunden werden. Und nicht vergessen, immer rückwärts einparken, da das CCS Ladekabel relativ kurz ist.

Du solltest auch ein TYP 2 Ladekabel dabei haben, falls die CCS Seite mal belegt sein sollte. Entweder direkt bei der BMW Welt - falls noch nicht geschehen - vorbestellen, oder aber über den procar Shop bestellen. Dort ist es etwas billiger und die versenden ziemlich schnell.

Fahren würde ich im Eco Pro Modus und die Empfehlungen von endurance berücksichtigen. Hat gegenüber dem Eco Pro+ den Vorteil, dass die Klimaanlage weiter funktioniert.

Tendenziell würde ich persönlich solche Strecken eher mit dem REX durchfahren und nur max. 1 x nachladen. Denn alle 2 Stunden bei Mc Do aufschlagen ist eigentlich nur was für Hardcore Esser...... :lol:

Und noch ein kleiner Hinweis: Die Tankabdeckung öffnet sich nur, wenn sie im Innenraum (links unten auf der Fahrerseite) vor entriegelt wird! Das hat mich beim ersten Tankstopp "fast" zur Verzweiflung getrieben.

niceguy hat geschrieben:

Etappe 1:
München (BMW-Welt) bis Himmelkron (CCS an der A9)
241 km
Dort 30min Pause bei McDonald. Aufladen und REX volltanken.


Könnte - je nach Witterungsbedingungen - knapp werden, da es ab Nürnberg bergauf geht. Rechne da mal lieber eine Tankfüllung mehr ein, selbst wenn es theoretisch reichen würde. Es macht keinen Spaß, wenn der Akku leer wird mit 70 über die Autobahn zu schleichen. Denn er wird bei 120 km/h trotz REX Strom verbrauchen. Und Rekuperation gibt es auf der Strecke so gut wie keine und hie und da wird man dann doch schneller fahren. Wenn Du bei Himmelkron abfährst, fahre gleich rechts zur Tankstelle und dann erst zu Mc Do.

Die beiden anderen Etappen müssten eigentlich klappen.

Jedenfalls viel Spaß mit dem i3 und gute Fahrt nach Berlin. Berichte wie es war.

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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon niceguy » Sa 20. Jun 2015, 06:21

Vielen Dank für Eure Hinweise!

@i300: Dein Konzept mit dem wechselweisen Laden/Tanken finde ich smart.
@JürgenII: PlugSurfing-Tag und The-New-Motion-Tag habe ich mir schon besorgt. Zum BMW-Ladekabel habe ich hier eine weitere Frage. Tankabdeckung werde ich mir gleich bei der Übergabe zeigen lassen.

Ich berichte. Danke!
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Micky65 » Mi 2. Mär 2016, 11:39

Habe zur Zeit einen i3 Rex zur 3-tägigen Probefahrt.

Ich bin gestern mal "Langstrecke" gefahren (von Bonn nach Hamm und zurück, insgesamt 285km).

Morgens waren es gerade mal 1 Grad, ich habe natürlich vorkonditioniert und vorklimatisiert, REX-Tank war nur fast voll, und bin dann über Autobahn nach Hamm gefahren. Heizung auf 21 Grad. Sitzheizung meist an.

Tempomat auf 100km/h (meistens), und fast nur rechte Spur, was heißt dass ich immer so zwischen 70 und 100km/h gefahren bin, wo nicht gerade ein Stau war (auf der A3 bei Köln 30min. durch Stau verloren, auf der Rückfahrt vor Leverkusen auch nochmal). Immer schön stromsparend, keine schnellen Überholmanöver - alles 100% nach dem Öko-Lehrbuch.

Auf der Hinfahrt bei 74% SoC den REX angeworfen (km-Stand 30) und dann bis Hamm durchgefahren auf REX. In Hamm in 2 Stunden an der Schuko ca. 15% nachgeladen. Der REX-Tank war so bei 45%. Bei der Abfahrt stand dann der Akku wieder auf 88% SoC.

Dann wieder zurückgefahren, erst wieder mit REX, bis er ausging (ca. km-Stand 190). Dann weiter auf Akku, bin dann mit einem SoC von 10% wieder zuhause angekommen.

Ergebnis:
Bei meiner (zurückhaltenden) Fahrweise hat der Elektromotor ca. 15.5 kwh / 100km verbraucht.
Der REX reicht bei stromsparender Fahrweise über 160km weit, d.h. ein Verbrauch unter 6L/100km (!!) - finde ich toll!
Der Akku reicht auch für 120km, trotz widrigen Bedingungen - Außentemperatur zwischen 1 und 3 Grad.
Ich bin also ohne Nachzutanken und mit nur ein bisschen Nachladen 285km weit gefahren.
Will man weiter, muss man alle 160km für zwei Minuten an die Tankstelle, nachtanken.
Zurückhaltendes Fahren ist auf der Langstrecke der Reichweite sehr förderlich.
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Ladesäulen sind genug da, aber es gibt zu viele Verbrenner, die diese zuparken...
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon amk » Mi 2. Mär 2016, 13:04

Bei - wie beschrieben - Tempo 70-100 ein realistischer Wert.

Bei "echten" Langstrecken, also ab ein paar hundert Kilometern und einer Geschwindigkeit von 110 - 120 Km/h reicht der Rex-Tank für ca. 120-140 Kilometer. Allerdings geht bei dem Tempo bei jeder Etappe auch spürbar die Batterieladung zurück. Gleichzeitig schluckt der Rex dann zwischen 7 - 7,5 Litern je 100 Km. Tatsächlich schafft man so beliebig lange Strecken mit einigermaßen vertretbaren Geschwindigkeit, man muss allerdings alle gut 1000 Km die dann leere Batterie nachladen. Mehr schafft man in dem Tempo aber je Tag eh kaum zu fahren.

Zumindest für mich unter der Voraussetzung, dass diese Konstruktion erst den alltäglichen Gebrauch eines EV als Erstwagen möglich macht, für die paar Langstrecken im Jahr ein völlig akzeptabler Deal...
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon lk77 » Do 10. Mär 2016, 08:28

Gestern habe ich es wissen wollen.
Etwas flotter (wie ich auch mit meinem Sharan gefahren bin) von Garching bei München nach Graz:

Diesen Stand hatte ich beim SL in Piding:
Bild

Und den beim SL in Deutschfeistritz (20km vor dem Ziel):
Bild

Ich bin mit dem Verkehr mitgeschwommen und wenn möglich mit 120 km/h gefahren.
Weitere Ladestationen am SL Irschenberg und beim SL McDonalds in Haus/Ennstal. (alles Smatrics)

Die hinfahrt habe ich leider nicht dokumentiert. Bin aber meist auch immer mit 110 km/h gefahren.
Selbe Ladestastionen - außer Deutschfeistritz.

Durchschnittsverbrauch vom Rex: 5,63l/100km. Insgesamt waren es 277 Rex-km und 15,6l Super.
Bei der HInfahrt war es winterlich bei Regen, Schnee, Wind und Kälte. Bei der Rückfahrt war es trocken, aber kühl.

Ich bin zufrieden.
Wenn ich nicht bei der Rückfahrt ein sehr nettes Ladesgespräch mit einem Kia-Fahrer aus Wien gehabt hätte, wäre ich auch zeitlich deutlich schneller gewesen als bei der Hinfahrt :lol:

LG
Lorenz

PS: ich habe versucht den Rex "sinnvoll" einzusetzen - sprich auf ebener oder abschüssiger Strecke ;)
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Weiss mit ein paar netten Spielereien...
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon endurance » Mo 14. Mär 2016, 21:13

aha noch so ein paar positive Berichte und wir kaufen einen next generation i3 mit Rex wenn unser alter Polo hopps geht. Dann wäre ich auch wieder für die spontane Langstrecke gerüstet.
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon JuergenII » Di 15. Mär 2016, 12:06

endurance hat geschrieben:
aha noch so ein paar positive Berichte und wir kaufen einen next generation i3 mit Rex wenn unser alter Polo hopps geht.

Ja, der gute REX, teuer aber doch irgendwie sinnvoll.

Bist Du Dir sicher mit dem i3? Immerhin gibt es bald den Bolt und das Model 3 mit einem sehr guten SC-Netz. Damit dürfte man auch gut leben. Der eine verursacht auf Langstrecken keine Kosten mehr und der andere dürfte dank Ausbau des CCS-Netzes auch problemlos lange Strecken überstehen. Dazu werden wir bis zum Ende des Jahrzehnts noch einige interessante EV's erleben.

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