Langstreckenverbrauch des Rex

Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon bm3 » Mi 14. Mai 2014, 21:43

Soweit die Theorie und die Praxis. Am besten ist es wohl nicht nachzudenken drüber und einfach zu fahren. :lol:
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Baumisch » Mi 14. Mai 2014, 22:36

Schön die Erfahrungen der i3 Rex Fraktion zu lesen.
Ich hatte als Ampera Fahrer die Befürchtung dass der Wagen wegen des kleinen Tanks nicht komplett Langstreckenfähig ist - und im Prinzip ist er es, solange man (wie ich manchmal) nicht jeden Tag quer durch die Republik zu Kunden oder Projekten gehetzt wird :)

Ich bin auf den Ampera 2 gespannt - ich glaube GM/Opel bleibt beim Konzept der teilweisen Kraftkupplung und vollen Langstreckentauglichkeit mit großem Tank treu - aber ich bin auch gespannt wie sie auf den i3 Rex reagieren - vor allem muss eine "normale" E-Reichweite her, also in der Größenordnung 100km Winter.

Es bleibt spannend - aber das ist es ja immer :)

Euch viel Spaß beim Stromern im BMW :)

PS: Was mich am meisten Aufregt beim Ampera sind Tankstellenbesuche - ich tanke nie im Heimatort, ich will auf keinen Fall dass dort einer mein "Elektroauto" an der Zapfsäule am Nuckeln sieht - das ist so ein Schamgefühl, wie wenn man nackt durch die Stadt laufen würde oder so ... kennt ihr Rex'ler das auch?
(PS: ich tanke leider sehr oft, hab viel Langstrecke)
2011 GreenMover MTB 0,25 KW - 0,3 kwH - 27+ km/h - 2.100km
2012 Zero S ZF9 9 KW - 9kwH - 140 km/h - 6.400km
2013 Opel Ampera 111 KW - 16/10 kwH - 160km/h - 55.500km
2015 Tesla Model S P85 306 KW - 85 kwH - 210km/h
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Hasi16 » Mi 14. Mai 2014, 22:51

Baumisch hat geschrieben:
PS: Was mich am meisten Aufregt beim Ampera sind Tankstellenbesuche - ich tanke nie im Heimatort, ich will auf keinen Fall dass dort einer mein "Elektroauto" an der Zapfsäule am Nuckeln sieht - das ist so ein Schamgefühl, wie wenn man nackt durch die Stadt laufen würde oder so ... kennt ihr Rex'ler das auch?

Ich hätte es etwas anders ausgedrückt, aber genau so ist es! :lol:
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Karlsson » Fr 16. Mai 2014, 18:59

motoqtreiber hat geschrieben:
Ich hab da auch was im Hinterkopf, dass ein Ottomotor bei Vollgas den besten Wirkungsgrad hat. Also Beispiel mit Vollgas den Berg hoch und dann ohne Motorleistung wieder runter.

Jein. Mit viel Gas, aber niedriger Drehzahl.
Und runter darf es dann nicht zu steil sein, wenn man das nicht sinnvoll rekuperieren kann.


motoqtreiber hat geschrieben:
Es gab auch mal einen Verbrauchstest: Volle Beschleunigung auf 100 - Motor aus - Ab 40 wieder volle Beschleunigung auf 100. Osä.
Das mit halber Nenndrehzahl beim Benziner wußte ich aber nicht.
Also wäre Vollgas - aus - Vollgas - aus ideal?

Da muss man differenzieren - Energiebedarf und Wirkungsgrad der Wandlung / Erzeugung.
Also erst einmal ist es vom Geschwindikeitsprofil her schlecht, weil der Windwiderstand quadratisch steigt.
Statt zwischen 40 und 100 ständig zu wechseln, hat man die gleiche Durchschnittsgeschwindigkeit mit konstant 70 und dann einen geringeren Fahrwiderstand über die Gesamtstrecke. Also vom Energiebedarf her nicht sinnvoll.

Der Motor dagegen könnte insgesamt effizienter laufen - am Ende geht es dann aber evtl doch nach hinten los, wenn er ja auch mehr erzeugen muss.

Jetzt könnte man beim Plug in ja den Akku laden, statt die Geschwindigkeit zu variieren. Der Outlander kann das. Oder der i3 evtl auch, wenn er auf halten steht und den "eingefrorenen" Zustand wieder erreichen will, nachdem man vorher mehr verbraucht hat.
Dann könnte der Motor unter hoher Last einen höheren Wirkungsgrad haben, aber man hat auch wieder Verluste durch die Speicherung im Akku - das dürfte so im Bereich 4-10% sein.
Könnte unter Umständen ein höherer Verlust sein als die Effizienzeinbußen bei bedarfsgerechter Erzeugung. Kommt auf den Bedarf an.

Also man kann wohl nicht pauschal ja oder nein sagen.
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Thorsten » Fr 16. Mai 2014, 19:51

Der Rex hat (immer mindestens) einen Verlust von 80% bezogen auf den Energiegehalt seines Futters,
bis da was im Akku ankommt. Wollt ihr euch jetzt über die letzen 5% von den letzten 20% streiten ?
Weniger effektiv, als mit dem Rex zu fahren dürfte kaum noch möglich sein. Da braucht man sich über
die Fahrweise dann auch keine Gedanken mehr machen.

Was mich am meisten Aufregt beim Ampera sind Tankstellenbesuche - ich tanke nie im Heimatort, ich will auf keinen Fall dass dort einer mein "Elektroauto" an der Zapfsäule am Nuckeln sieht - das ist so ein Schamgefühl, wie wenn man nackt durch die Stadt laufen würde oder so.


Bravo. Das würde mir auch so gehen. Lieber würde ich den Twizy nach Hause schieben, als an 'ner Tankstelle nach
Strom zu fragen. Meingott, wär das peinlich. Mit 'nem E-Auto zur Tanke ? NIE !!
Ähm, doch, ja, für Steaks und Bier und Zigaretten. ;)

Thorsten
Und im Übrigen glaube ich an das reine E-Auto. Hybride sind eine vorübergehende Erscheinung.
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Re: AW: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Karlsson » Sa 17. Mai 2014, 07:35

Wir haben nicht gestritten, sondern interessiert überlegt. Im i3 hat man ja auch eh nicht die Möglichkeit, den Akku mit RE zu laden.

Wenn die Abwärme genutzt würde, könnte das allerdings hin und wieder eine interessante Option sein, wenn man mit ausgekühltem und nicht nachgeladenen Fahrzeug im Winter eine Rückfahrt antritt, bei der der RE gebraucht werden wird.
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Re: AW: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Hasi16 » Sa 14. Jun 2014, 22:27

Clamikra hat geschrieben:
Hasi16 hat geschrieben:
...
Der Satz "Wird er erst spät, z.B. bei 20% Batterie zugeschaltet, vergrößert sich die Reichweite nur gering, schalte ich den Rex früh (frühestens geht das ab 70%) ein, kann ich z.B. um die 150km dazu gewinnen" ist nach wie vor verkehrt! ;)

Nee, verkehrt ist der Satz nicht, denn genau so wird es bei mir im Display angezeigt.
.... Und völlig richtig, diese Diskussion gehört hier nicht hin, daher besser unterbdem von Dir verlinkten Thread dazu mehr...

Die Reichweite eines vollständig betanken Rex' steht bei 20% SOC genau so wie bei 70 % SOC zur Verfügung. Wenn man aber mit 120 km/h auf der Autobahn fährt, dann gibt es keinen Unterschied.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: AW: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Clamikra » Sa 14. Jun 2014, 23:24

Hallo Hasi 16, vielleicht verstehe ich etwas falsch, aber bei mir steht für die REX Reichweite anfangs bei zB soc90% eine größere km Zahl als wenn die Batterie leerer ist. Dann stehen beim REX auch weniger km.
Kann im Moment keine Fotos machen, da meiner wegen Defekt der Ladebuchse leider nach 14Tagen mit Totalausfall schon wieder zurück zum Händler musste (siehe hier: bmw-i3-antrieb-elektromotor/kurzer-fahrspass-t4567-20.html#p95419 ). Werde aber sobald er wieder zurück ist (hopefully nächste Woche) Fotos mit unterschiedlicher SOC machen um zu belegen was ich meine.
Geht hier nicht drum wer mehr recht hat, sondern darum die Arbeitsweise des REX möglichst gut zu verstehen, besonders für die, die sich überlegen ob sie einen i3 mit oder ohne ordern wollen.
Peace! :)
Zuletzt geändert von Knobi am So 15. Jun 2014, 08:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat
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Re: AW: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Hasi16 » Sa 14. Jun 2014, 23:33

Keine Angst, das meine ich ja nicht böse! 8-)

Die Kilometeranzeige des Rex habe ich ehrlich gesagt noch nie so genau beobachtet, wie die Batterieanzeige. Ich glaube, dass der Rex optimaler arbeiten kann, wenn die Batterie recht voll ist, da er dann nicht hektisch wird (so meine Beobachtung).
Ich widerspreche dir nur daher so ausdauernd, da der potentielle Käufer, der von Flensburg zum Gardasee fahren will, das auf jeden Fall schaffen wird - auch wenn er vergisst den Rex anzuschalten und der Wagen das selber macht.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: Langstreckenverbrauch des Rex

Beitragvon Schibulski » So 15. Jun 2014, 09:21

Einen Haken hat die frühzeitige Einschaltung des Rex in der Praxis: Man kann nur sehr schlecht abschätzen, wie lange man den Rex laufen lassen muss, um mit 7km Restreichweite (automatischer Rex Einschaltpunkt) am Ziel anzukommen. Wenn man mit MEHR Restreichweite ankommt, hat man den Stromspeicher nicht voll ausgenutzt und "zuviel" Benzin verbraucht.
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