rex wirklich notwendig?

Re: rex wirklich notwendig?

Beitragvon Hasi16 » Di 14. Jan 2014, 13:32

multipladoc hat geschrieben:
Hallo Hasi 16
..also während der Fahrt sehen ob der REX läuft ?


Genau, da stand aber nichts von Drehzahl oder Höhe der gerade abgerufenen Leistung, wenn ich mich recht erinnere.
Hasi16
 

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Re: rex wirklich notwendig?

Beitragvon Curio » Di 14. Jan 2014, 13:50

Hallo,
da kann ich nochmal auf meinen Beitrag hier verweisen, in dem ich das REX Verhalten und seine Möglichkeiten beschrieben habe, auf Basis glaubhafter Auskünfte der i3 Hotline.

Wer nicht klicken will, liest hier die leicht gekürzte Fassung:

Curio hat geschrieben:
Der REX kann beim i3 manuell zugeschaltet werden, wenn die Batterie unter 75% des nutzbaren Inhalts (netto) steht. Dann sorgt die Regelung dafür, dass der gerade benötigte Fahrstrom aus dem Generator kommt. Da hier maximal 23,5 kW elektrisch zur Verfügung stehen, wird der darüber hinausgehende Bedarf aus der Batterie entnommen. Wie bereits erwähnt kann das in der Ebene nicht viel sein, denn Beschleunigungszeiten sind bei dem Auto ja eher kurz und beim Langsamerwerden wird rekuperiert. Der REX hat aber hier nicht das Regelungsziel, genau den eingangs vorhandenen Batteriestand zu halten, sondern immer nur den aktuell benötigten Strom zum Fahren.
Auf spezifische Rückfrage kam die Antwort, dass es schon Fahrsituationen gibt, in denen auch Nachgeladen wird, aber als "Nebeneffekt". Ich male das mal mit einem fiktiven Beispiel aus: Wenn man mit moderater Energieanforderung unterwegs ist, zB im Flachland mit 80 km/h und der REX das liefern soll, kann folgende Situation entstehen: Das Auto braucht vielleicht (ganz willkürliche Annahme) 6 kW für diese Fahrleistung (inkl. Nebenverbraucher) - der REX aber soll ja effizient betrieben werden und liefert (wieder wild aus der Luft gegriffen) daher mindestens 8 kW. Die "übrigbleibenden" 2kW werden in dieser Situation natürlich zum Laden verwendet. Das Auto hat also logischerweise, wie schon anderweitig hier erwähnt, alle Bauteile um via REX die Batterie laden zu können. Dass er das nicht tut, ist einerseits eine Entscheidung, wie die Regelung aufgesetzt worden ist.

Man muss ggf. den REX manuell einschalten, etwa wenn man am Ende einer längeren Fahrt noch reine e-Reichweite haben will. Man bekommt die e-Reichweite ja angezeigt und kann den REX im rechten Moment von Hand zuschalten und dann wieder abschalten, wenn es zB im Endanflug aufs Ziel wieder in die Stadt geht und die e-Reichweite einen dann bis zum Ziel bringt.

Der zweite REX Modus ist der vollautomatische oder "erzwungene", wie man das sehen will. Bei e-Restenergie in Höhe von 6,5% (netto) schaltet sich der REX dazu, wieder mit dem Ziel den Fahrstrom zu erzeugen. Weitere 3% der verbleibenden Energie können für Beschleunigung etc verwendet werden, so dass es auch hier noch keine Einschränkungen gibt. Wenn der Rest dann allerdings auf 3,5% runter ist, dann kommen dringende Aufforderungen des Autos, doch auf Eco Pro oder EP Plus zu gehen, um Energie zu sparen. Ganz am Ende wird das Auto dann die Fahrleistungen einschränken und wirklich nur noch mit dem REX Strom fahren, denn das Batteriemanagement verhindert auf alle Fälle die ungebührliche Tiefentladung der Batterie. Das reine Batterieauto bleibt dann stehen, mit REX geht es aber weiter, solange Benzin da ist.

Vom Konzept her ist der REX also in der Tat mehr "Reichweitenversicherung". Und aufgrund der elektrischen Leistung von 23,5 kW kann der REX in der Tat die Höchsgeschwindigkeit von 150 km/h nicht alleine halten. Im äußersten Extremfall sind kontinuierliche ca. 110 bis 120 km/h drin. Das reicht meines Erachtens aber auch immer noch aus, um ggf. den hier gerne zitierten rumänischen LKWs zu entkommen.

Hier noch Worte seitens des Herstellers:
Andreas Feist, BMW i3 Projekleiter hat geschrieben:
Aus unserer Sicht ist der REX nur eine Lösung für Ausnahmefälle, wenn beispielsweise unerwartet viel gefahren werden muss oder die einzige Lademöglichkeit aus irgendeinem Grund nicht nutzbar ist. Wir wollen nicht, dass der BMW i3 REX-Kunde standardmäßig mit dem Verbrenner unterwegs ist und das elektrische Fahren zur Ausnahme wird

Es lohnt sich, die Quelle nachzulesen, ein Interview mit dem i3 Projektleiter mit Aussagen speziell zum Thema REX.


Edit: Ich habe eben aus den verschiedenen Postings einmal einen Wiki Eintrag gemacht, gerne auch dort nachlesen:
--> http://www.goingelectric.de/wiki/BMW_i3_-_REX
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Re: rex wirklich notwendig?

Beitragvon ccr65 » Di 14. Jan 2014, 18:55

ich war wirklich der meinung den einen oder anderen zum nachdenken anregen zu können, aber diejenigen die hier sind habe ihre festen Vorstellungen, abgesehen von denen die nur provozieren wollen
es ist aber gut, dass der Rex mehr interessenten anspricht, dass auch dadurch mehr köpfe sich mit dieser neuen, zukünftigen mobilitätsform beschäftigen. zurzeit ist die Reichweite eingeschränkt, da ist jeder mehrkilometer der zur verfügung steht ein plus. für den Bedarfsfall ist diese Möglichkeit einfach bequem und auch leistbar
es ist wahrscheinlich für jeden von uns eine neue Ära der Fortbewegung und als ersten schritt ist dieser i3 mehr als ein versuch. in einigen jahren haben wir ein anderes akku-Niveau und auch dann wird es auch noch einige geben die gerade nicht mit dieser Ladung auskommen und noch einen hilfsverbrenner benötigen
aber die zeit wird kommen und bis dahin hoffe ich dass alle an einem kabel ziehen :D
PS danke für das thema "I3: Erste Auslieferungen, erste Erfahrungen" das erleichtert mir das warten sehr
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Re: rex wirklich notwendig?

Beitragvon Hasi16 » Di 14. Jan 2014, 19:00

ccr65 hat geschrieben:
ich war wirklich der meinung den einen oder anderen zum nachdenken anregen zu können


Ich verspreche dir, beim zweiten EV ausgiebig darüber nachzudenken! ;)
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Re: rex wirklich notwendig?

Beitragvon motoqtreiber » Mi 15. Jan 2014, 21:37

Ich bin noch in keiner "Schublade". Mir macht E-Fahren einfach Spaß. Bin aber nicht der Windschattenfahrer. Ich überlege gerade zwei Einsatzgebiete eines EV

e-up als reiner Zweitwagen für lokale Fahrten und private Nutzung
+ klein, schnell, leicht, relativ günstig 27.000 Komplett plus 590 Euro Schnellladeoption
+Fahrleistungen absolut ausreichend, sogar begeisternd
80% Ersatz für den Zweitwagen
20% eine Grauzone, wo man mit dem e-up rechnen muss. Könnte klappen, ist aber nicht Wohlfühlzone (Was, wenn genau DIE Ladestation belegt ist, wenn es kälter ist...) Doch lieber den Diesel...
Keine Langstrecken / Autobahn (200-300 km Strecken sind auch mit Schnellader nicht realistisch, Kein Einsatz für Dienstfahrten)



i3 mit Range Extender mit erweitertem Einsatzbereich
-schleppt etwas mehr Gewicht rum
-Kostet wesentlich mehr als up
-höhere Wartungskosten wegen Rollermotor
-kein Batterie-schädigendes Schnelladen, kein Tiefentladen (ist etwas Spritverbrauch auf Langstrecke nicht sogar ökologischer, wenn dann der Akku länger lebt??) Ich weiss die Antwort nicht.
100% Ersatz des Zweitwagens, wo ich sonst aus Sicherheitsdenken eher den Diesel nehmen würde
Ich schaffe auch die fehlenden 20km sicher vermutlich sogar grad noch so elektrisch
-wegen Batterieschädlich und teuer (1590 Euro!) Verzicht auf die Schnelladefunktion?
Erweiterter Einsatzzweck
30-95???% Ersatz des Diesel Dann lässt sich evtl der hohe Preis rechtfertigen.
Wie weit kann ich damit den Diesel einschränken für Langstrecken?
-i3 BMW sagt: "ist nicht dafür ausgelegt", der BMW Händler empfiehlt dafür einen Diesel (hab ich schon)
+aber es scheint zu funktionieren: ein Mix aus Batterie und Extender sollte eine Fahrt von 200-300km komfortabel mit 120 - 150km/h ermöglichen. Laden tagsüber oder über Nacht am Ziel und dann zurück. Stadtfahrten rein elektrisch.
Eine Urlaubsfahrt mit 1000km ist laut BMW ohne Nachladen technisch möglich. Würde ich aber eher nicht machen. (Leihwagen / alter Diesel)
Ciao,
motoqtreiber

(Dieses Jahr wird es ein VW e-up, Golf GTE, i3Rex oder ...) -> Es wurde ein etron!
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Re: rex wirklich notwendig?

Beitragvon endurance » So 19. Jan 2014, 13:49

Ich möchte den Punkt Laustärke aus dem Erfahrungsthread
bmw-i3/i3-testberichte-bilder-und-videos-t2367-320.html#p58765

aufgreifen - es gab hier schonmal eine Diskussion dazu. Es haben ja auch einige den i3 mit Rex gefahren - wie fandet Ihr die LS des Rex innen und außen?

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BMW i3 60Ah (Verbrauch ca. 13,8kWh/100km; SW: I001-16-07-506) - Technikblog: https://okedv.dyndns.org/wbb/wcf/
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Re: rex wirklich notwendig?

Beitragvon Curio » So 19. Jan 2014, 14:04

Meine Meinung, ohne daß ich "erste Hand" Erfahrungen habe, war gestern leider wieder "nur" ein reines BEV...

Den REX würde ich, wenn, dann auf der Autobahn oder Landstraße einsetzen, niemals (oder nur wenn ich sonst wirklich liegenbleibe) wenn ich innerorts unterwegs bin. Dazu kann man den REX ja von Hand zuschalten, sobald man aus dem Ort raus ist (und unter 75% Batterieladung) - und dann rechtzeitig vor Zielerreichen, man hat ja die Anzeige der elektrischen Reichweite, schaltet man den REX dann ab und fährt die letzten Kilometer wieder rein elektrisch.

Daher ist aus meiner Sicht der Sound außen, wie genannt "für Passanten", nicht wirklicht wichtig, weil das bei meiner aniviserten Nutzung eigentlich nie vorkommen sollte, da immer auf der Autobahn oder Landstraße außerorts. Innen das Geräusch ist dann schon eher eine Frage, aber bitte dann auch bei mindestens Tempo 80, eher 100 - da ist dann auch schon einiges an Windgeräuschen zu vernehmen.

Aber ich bin sehr gespannt auf die Praxis. Problem ist nur, die REXe werden wohl doch erst ab April ausgeliefert, denn entgegen anderslautender Meldungen hier im Forum hat sich bei meinem Termin nichts getan.
Oder haben wir hier auch schon REX Fahrer, die ihren i3 schon haben?
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Re: rex wirklich notwendig?

Beitragvon RegEnFan » So 19. Jan 2014, 18:13

Ich habe den Rex probegefahren. Ich war fast ausschließlich auf der Autobahn unterwegs.
Als ich da den Rex eingeschaltet habe war gerat ein Lastwagen auf der Spur neben mir. Daher konnte ich nur auf dem Display erkennen das der Rex wohl an war . Ich habe Ihn bei besten Willen nicht hören können.
Als ich dann langsamer fuhr und auch die Verkehrsdichte geringer war hat man Ihn dann schon gehört, aber für mich nicht störend.
Auf der Autobahn ab 130km/h ist meiner Meinung nach kaum ein Unterschied ob mit oder ohne Rex.
Auf der Landstraße war dann das konstante brummen eher ungewohnt als störend. Normalerweise nimmt das Motorgeräusch halt ab wenn man "ausrollen" lässt. Der Rex brummte konstant weiter. Erst beim Stillstand, oder kurz davor schaltete er komplett ab.
Im Stadtverkehr habe ich Ihn dann wieder ausgeschaltet. Darüber kann ich also keine Aussage treffen.
40 qm Solarthermie mit 10,5m3 Pufferspreicher. 26,6 kWp Photovoltaik mit 16,2 kWh LiIon-Speicher.
i3 Rex
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Re: rex wirklich notwendig?

Beitragvon energysaver » Fr 24. Jan 2014, 17:34

Mein Vorschlag: Sollte der Strom auf einer wirklich langen Strecke ausgehen, so kann ein 20 kg schwerer Generator (für wenige hundert Euro gebraucht erhältlich) im Kofferraum mitgeführt werden. Ist der i3 wirklich mal kurz vor der Ladestation 'out of juice', dann kann die Batterie mit dem (z.B. HONDA) Generator in < 60 Minuten soweit geladen werden, dass ein Dutzend Kilometer zurückgelegt werden können.

Ich durfte den BMW i3 über 573 km in 2 Tagen im Januar (bei ø-Temp. von +4°C) ausgiebig testen.
Die Strecke umfasste 4 Etappen mit insgesamt 4250 m HD. Dazwischen lud ich den Wagen bei verschiedenen BMW i-Agenten per Schnellladung auf. Die längste Etappe betrug 151.2 km (mit Anfang-Batteriestand 90% nach Schnellladung). Ich fuhr das Auto runter auf 2 Reichweitenkilometer. Sowohl Batterie- wie auch Range-Anzeige sind sehr verlässlich. Der ECO PRO+ Modus ist meine bevorzugter Fahr-Art. Diese Betriebsart lässt Vollbeschleunigung zu, limitiert aber das Tempo (z.B. auf Autobahnen/Landstrassen) auf LKW Tempo + 10%. Diese 90 Tacho-km/h entsprechen ungefähr dem NEFZ-Verbrauch von 12.9 kWh...
Eine Tonne Fahrgewicht resultiert bei 'energetischer' Fahrweise in einem Verbrauch von 10 kWh/100 km. 12.9 kWh entsprechen also einem i3 (1195 kg) mit ~100 kg Zuladung.
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Re: rex wirklich notwendig?

Beitragvon Guy » Fr 24. Jan 2014, 18:15

Ich finde den Range-Extender gar nicht mal so verkehrt. Klar, nichts für Puristen, wer jedoch regelmäßig mittellange Strecken - 200 - 300 km - zurücklegen muss und sich Ladepausen nicht leisten kann oder möchte, der erhält mit dem i3-Rex ein Auto, mit dem das möglich ist und zwar zu einem Großteil elektrisch.

Der Range-Extender ist doch nur eine Option, wo ist also das Problem? Wer ihn nicht mag, setzt einfach das Häkchen nicht und spart 5.000 Euro.
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