Rex Betriebstrategie auf längeren Strecken

Rex Betriebstrategie auf längeren Strecken

Beitragvon zuhörer » Mo 28. Sep 2015, 16:47

Hallo i3-Rex Fahrer,

wie würdet ihr eine Langstrecke (ca. 500km) mit dem i3 Rex angehen?

Ich habe bereits hier im Forum gelesen, dass, wenn der Akku leer ist und sich der Rex zwangs-zuschaltet immer 120km/h möglich sind. (Ausnahme bergauf, habe ich auch ein Video dazu gesehen).

Angenommen ich würde den Rex bei 75% Akkustand zuschalten mit der Option "Ladezustand halten" und dann z.B. 130km/h oder 135km/h fahren und regelmäßig Benzin nachkippen, dann würde der Akku mit der Zeit auch leer, weil ich ja schneller als 120km/h fahre, die Leistungsdifferenz zwischen 120km/h und 130km/h bzw. 135km/h würde dem Akku entnommen und irgendwann wäre er leer. Einmal 1/2 Stunde nachladen mit CCS könnte ich akzeptieren, ansonsten würde ich gerne möglichst schnell ans Ziel kommen.

Wie wäre Eure Strategie? Würde das funktionieren, so wie ich mir das vorstelle?

Solche Langstrecken sind eher selten bei mir (2-3x im Jahr), trotzdem würde ich mir für diesen Fall gerne einen Plan machen. Mein restlichen Strecken wären mit dem Akku abgedeckt.

Letztlich möchte ich mich mit diesen Überlegungen für oder gegen einen Rex entscheiden.

Danke für Eure Antworten.

Zuhörer.
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Re: Rex Betriebstrategie auf längeren Strecken

Beitragvon amk » Mo 28. Sep 2015, 18:05

Hallo,

ja - das funktioniert problemlos. Du hast das genau richtig erfasst. Bis ~120 km/h schafft der Rex das einigermassen, d.h. der Ladestand des Akkus bleibt gleich. Wenn Du schneller fährst leerst Du nach und nach neben dem Rex-Tank parallel den Akku.
Ich bin damit neulich von FFM nach München mit exakt der Strategie gedüst, da ausnahmsweise mal keine Zeit für Öko-Speed war, d.h. immer 140km/h (darüber funktioniert die ACC nicht sondern nur der reine Tempomat) als Vorgabe und mit der linken Spur mitgeflossen.
Ergebnis: ging genauso schnell wie mit meinem Oberklasse-Benziner früher, aber außer alle 100 Km Tanken war in München dann auch der Akku fast leer.

Die Diskussion, ob die Strategie sinnvoll ist, weil man ggf. 1 x mehr Tanken muss (durch den ziemlich enormen Spritverbrauch) und dadurch Zeit verliert, kann jeder für sich selber beantworten, für mich hat die Rechnung absolut gepasst. Bemerkenswert übrigens, wie gut der i3 auch in seinem oberen Geschwindigkeitsbereich auf der Autobahn abgeht: Schnell wieder Speed aufholen nach blockierter Spur macht richtig Laune, der ist bis 150 Km/h echt spritzig unterwegs.

Empfehlung: Kaufen!
i3 Rex - es funktioniert...
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Re: Rex Betriebstrategie auf längeren Strecken

Beitragvon zuhörer » Mo 28. Sep 2015, 19:21

Danke, das klingt gut.

Die Diskussion über "einmal mehr tanken" in einem Elektroauto möchte ich gar nicht führen, das ist nur ist müßig, reine Lehre gegen einen Kompromiss wegen kleinem Akku und schwacher Infrastruktur. Aber andererseits wegen 2-3 Fernfahrten pro Jahr ein zweites Auto hinstellen ist genauso unsinnig. Wäre noch Rex gegen Mietwagen abzuwägen. Das ist ein einfaches Rechenexempel bzw. der Rex wäre dann der Preis der persönlichen Bequemlichkeit ;)

Gruß

Zuhörer

PS - ich hatte vor einer Weile mal mit einem i3 Rex eine Probefahrt gemacht, allerdings hatte ich das Auto nur für eine Stunde, sodass ich sowas nicht durchspielen konnte.
Und mit dem größeren Akku, der in einem knappen Jahr kommen soll, wird eh alles besser... 8-)
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Re: Rex Betriebstrategie auf längeren Strecken

Beitragvon Lindum Thalia » Mo 28. Sep 2015, 19:37

Wenn Du den REX nur 2-3 mal im Jahr benötigst , da würde ich darauf verzichten , für die 5000,00 Euronen kannst Du wohl öfters einen Leihwagen von SIXT mit der i3 gelieferten Mietkarte renten . Und der REX nimmt immer einen kräftigen Schluck aus der Pulle . Habe ich mal für eine Wo N - B - HH - N getestet. i 3 ist Spass pur aber ohne BENZIN
BMW i 3 BEV ,Sion bestellt , kein Model 3 reserviert..Worte sagen viel, Taten die Wahrheit..
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Re: Rex Betriebstrategie auf längeren Strecken

Beitragvon chrispeter_pdm » Di 29. Sep 2015, 07:06

Wenn ich weitere Strecken fahren muss und nicht sicher sein kann, ob es genug Schnellladesäulen auf der Strecke gibt, rechtzeitig (also bei ca. 75%) den REX zuschalten. Im EcoPro+ schafft er es bei 120 nachzuladen, aber im Winter im Comfortmodus schafft er "nur" noch 100 km/h. Dann kannst du zwischendurch tanken und hast nicht das Problem, dass Du irgendwann nicht mehr genug Power hast. Du wirst sehen, dass wenn Du im Winter 120 km/h mit Heizung langsam trotzdem an Akku verlierst. Das reicht aber für 500 km locker.
Wenn Du hingegen eine CCS-Säule auf dem WEG hast, dann versuche ich den Akku so leer wie möglich zu bekommen am Ziel (also dem Lader), um möglichst viel laden zu können.

Ob man einen REX benötigt oder nicht, liegt doch immer am Fahrprofil. Ich benötige ca bei 1/3 aller meiner Strecken den REX. Da kommt ein Ersatzfahrzeug nicht mehr in Frage, da ich so wenigstens den Großteil einer Strecke elektrisch fahren kann. Mit einem Ersatzfahrzeug würde ich die gesamte Strecke mit Benzin fahren müssen. So konnte ich auf ein Fahrzeug verzichten und erledige alle meine Fahrten mit dem I3. Aber die Entscheidung sollte jeder selbst treffen.
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Re: Rex Betriebstrategie auf längeren Strecken

Beitragvon niceguy » Di 29. Sep 2015, 07:19

Hallo Zuhoerer,

bei einem Tempo von 140 km/h und eingeschaltetem Rex verliert der Akku pro Tankfüllung 20...25% und Du schaffst gleichzeitig 130...150 km.

Meine Strategie: Ich habe mir einen 10-Liter-Kanister besorgt. In diesen fülle ich exakt 9,2 Liter (so viel passt in den i3-Rex rein). So kann ich den Rex immer komplett leer fahren und fülle dann am erstenbesten Parkplatz den Rex wieder randvoll. Erst nach weiteren ca. 100km tanke ich dann erst den Kanister (mit 9,2 Litern) und anschließend den Rex wieder randvoll.

Diese Strategie spart nicht nur Tankstellenstops, sondern auch das Schlangestehen zum Bezahlen.

Wichtig ist, wenn der Rex leer ist baldmöglichst wieder aufzufüllen, da der Akkustand bei 140 km/h (ohne Rex) schnell runter geht.

Die Hardcore-Öko-Fraktion wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber der i3-Rex ist das einzige Auto in unserer 4-köpfigen Familie und wenn wir mit dieser Strategie 2x im Jahr 500km zurücklegen, so erscheint mir das vertretbar.

Gruß
niceguy
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Re: Rex Betriebstrategie auf längeren Strecken

Beitragvon brubbelh » Di 29. Sep 2015, 08:41

Hallo Zuhoerer,

da du bei weiten Fahrten meistens auf der Autobahn unterwegs bist und der Verbrauch dann bei ca 7 l/100km liegt solltest du den Akku als Puffer nutzen. Sonst kommst du bei 5% Ladezustand nicht mehr bis zur naechsten Tankstelle und musst immer schon bei 30-50km Restreichweite die naechste Tankstelle nutzen und bekommst nur 6-7l in den Tank rein.
Ich schalte bei weiten Strecken moeglichst frueh den Rex ein: Ladezustand halten im Menue. Gerade letzten Freitag und Sonntag bei mir so geschehen auf einer jeweils 400km Fahrt.
Dann fahre ich mit 125km/h auf der Autobahn bis der Tank leer ist(ca 120km), der Rex wird dann abgeschaltet. Und dann tanke ich bei der naechsten Tankstelle, im Schnitt nach 20km.
Wenn ich dann kurz vor dem Ziel bin fahre ich den Rest elektrisch und freue mich wenn wieder der Verbrauch auf der Landstrasse weniger wird und man locker das Ziel elektrisch erreicht. Hier versuche ich mit Restreichweite elektrisch < 20 km anzukommen.
Ich verstehe noch nicht, warum der i3 einen so kleinen Tank hat und man dauernd raus muss zum tanken. Man kann Langstrecke damit fahren, dafuer ist der i3 aber nicht so gut geeignet. Dafuer macht es in der Stadt umso mehr Spass...

Gruss,
Steffen.
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Re: Rex Betriebstrategie auf längeren Strecken

Beitragvon Semi » Di 29. Sep 2015, 08:57

Ich verstehe BMW auch nicht... sie sehen ja selber, wie gut sich der Rexi3 verkauft, wieso nicht ein 2016er Modell in Europa mit 25 Liter Tank auf den Markt bringen... ich meine, das Hantieren mit einem 10Liter Kanister würde ich selber ja auch machen, hätte ich einen i3Rex... aber im Grunde ist es doch eigentlich nur Dumm und Gefährlich... der 9 Liter Tank "verhindert" ja nicht, das Leute mit dem i3 trotzdem nicht weite Stecken fahren. (Und das die Behörde in Kalifornieren den i3 nicht mehr als E-Auto durchgehen lassen würde, kann hier in Europa ja egal sein.)

Irgendwie ist es schon witzig oder soll ich eher sagen traurig... einmal wird man schickaniert mit einem hohen Preis bei moderater E-Reichweite und dann noch künstlich beschnitten beim Tank damits noch "Benutzerunfreundlicher" wird, nur damit BMW auf der anderen Seite dann ihre dicken SUV Karren verkaufen kann. :roll:

Gruss
Semi
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Re: Rex Betriebstrategie auf längeren Strecken

Beitragvon eDEVIL » Di 29. Sep 2015, 09:10

Mittlerweile widert es mich richtig an, wenn ich mit benzin zu tun habe. Rasenmaeher im pachtgarten ist leider mit benzin, da kein stromanschluss.
Umfuellen mit kanister waere fuer mich ein nogo.
Waere noch irgerndwo platz fuer einen zusatztank?
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Re: Rex Betriebstrategie auf längeren Strecken

Beitragvon amk » Di 29. Sep 2015, 09:52

niceguy hat geschrieben:
Meine Strategie: Ich habe mir einen 10-Liter-Kanister besorgt. In diesen fülle ich exakt 9,2 Liter (so viel passt in den i3-Rex rein).


Ah - den Gedanken hatte ich auch schon. Sehr clever... Hast Du einen Kanister gefunden, der zusammen mit dem BMW-AC-Ladekabel in den Funk passt?

Danke!
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