Fernreise mit dem i3 REX

Re: Fernreise mit dem i3 REX

Beitragvon Curio » Sa 19. Apr 2014, 12:21

Mein REX kommt zwar erst nächste Woche, ich habe aber nicht vor, mit einem Benzinkanister zu hantieren. REX an bei ca. 80%, oder sobald auf der Autobahn, leer fahren, dann tanken, ggf. kann man ja erst mal locker noch 20-30km oder mehr elektrisch fahren bis zur Tankstelle... Und wenn er nur fast leer ist, auch gut, und gegen eine Dorftankstelle direkt neben der Autobahn habe ich auch nichts :-)
Meine "Standard" Langstrecke (3-4x im Jahr) von 450 km plane ich im Moment mit genau einem Tank+Ladestopp in der Mitte...
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Re: Fernreise mit dem i3 REX

Beitragvon markusmuellerlv » Di 22. Apr 2014, 16:02

goldhamster hat geschrieben:
Bei Deiner Kanisteridee würde ich – gerade auf einer Urlaubsreise – die folgenden Faktoren nicht unterschätzen:

(1) den Platzbedarf des vollen Kanisters, der je nach Anzahl der Mitreisenden und deren Gepäckmengen das Packen zu einer größeren Herausforderung machen wird,

(2) die Unbequemlichkeit, an einem nicht überdachten Rastplatz bei strömendem Regen mit einem Reservekanister hantieren zu müssen,

(3) das Handling des Kanisters, ihn also zwischen all den Gepäckstücke herauszufischen und erneut hinein zu pfriemeln,

(4) und das sorgfältigen Abwischen des Kanisters und des Einfüllstutzens, weil beim Auffüllen doch ein paar Tropfen daneben gehen werden, denn es soll dann ja nun doch nicht nach Benzin riechen.
....


Hallo goldhamster, danke für deine Antwort.
Eigentlich hast du vollkommen recht, das Rumhantieren mit dem Kanister ist eine unnötige "Sauerei" (vor allem Punkte (4) und (2) ) und wahrscheinlich wäre der beste Kompromiss für den paranoiden Langstreckenfahrer z.B. nur einen 5l Kanister mit Benzin mitzuführen, den man effektiv wirklich nur im Notfall benutzt und, eben wie du erwähnt hast, versucht alle 100km an der Tankstelle zu tanken. Falls man eine Tankstelle versehentlich auslässt hat man immer noch 70-75km Batterieladung um die nächste zu erreichen und dann noch die 5 Liter im Reservekanister (60km).

Trotzdem wäre es interessant wenn der Benutzer Rexi hier schreiben würde wie es bei der Reise nach Sardinien mit dem Tankstopps lief.
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Re: Fernreise mit dem i3 REX

Beitragvon REXi » Mi 23. Apr 2014, 13:12

markusmuellerlv hat geschrieben:
Trotzdem wäre es interessant wenn der Benutzer Rexi hier schreiben würde wie es bei der Reise nach Sardinien mit dem Tankstopps lief.


Ich hatte einen 10l-Kanister dabei und habe alle oben beschriebenen Varianten durchprobiert. Fazit: Der Kanister ist in der Regel nicht nötig, aber eine beruhigende Rückversicherung für den Notfall. Beim nächsten Mal werde ich einen 5 l Kanister mitnehmen und nur im Extremfall benutzen. Die Tankstellendichte in Sardinien erscheint mir sehr hoch und vor einer Fahrt in menschenleere Bergregionen wird man sowieso noch einmal volltanken.

UNBEDINGT BEACHTEN: Wenn der Wagen in der Sonne steht wird es darin extrem heiß. Also keinesfalls den Kanister randvoll machen! In den 5l Kanister würde ich nur gut 4l füllen (was im Notfall absolut reicht) und den Kanister vor dem Verschrauben so gut es geht zusammendrücken. Dann steht er etwas zerquetscht im Kofferraum und hat so genügend Spiel um sich bei Hitze auszudehnen. Zudem beim Kauf des Kanisters auf gute Qualität achten.

Mir ist eine Flasche mit 750 ml ätherischem Rosmarin-Öl im heißen Auto geplatzt, der BMW wird noch in 10 Jahren wunderbar duften! Und der Benzinkanister war am ersten heißen Tag so prall aufgebläht, dass ich Angst hatte, er könnte hochgehen wie eine Bombe.
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Re: Fernreise mit dem i3 REX

Beitragvon Rogriss » Mi 23. Apr 2014, 13:24

Einfach dran denken: Nicht alle Ländern erlauben a) Einfuhr von Treibstoff in Kanistern oder b) überhaupt Kanister an Bord (vor allem auf Autobahnen.
Deutschland ist hier ja einmal mehr das toleranteste Land, wie bei den Geschwindigkeiten.
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Re: Fernreise mit dem i3 REX

Beitragvon Hasi16 » Mi 23. Apr 2014, 13:44

REXi hat geschrieben:
markusmuellerlv hat geschrieben:
UNBEDINGT BEACHTEN: Wenn der Wagen in der Sonne steht wird es darin extrem heiß. Also keinesfalls den Kanister randvoll machen! In den 5l Kanister würde ich nur gut 4l füllen (was im Notfall absolut reicht) und den Kanister vor dem Verschrauben so gut es geht zusammendrücken. Dann steht er etwas zerquetscht im Kofferraum und hat so genügend Spiel um sich bei Hitze auszudehnen. Zudem beim Kauf des Kanisters auf gute Qualität achten.

Achtung! Wenn der Rex komplett (!) leer ist, dann braucht man ein paar Liter, bis er merkt, dass er wieder laufen kann. Keine Ahnung, ob vier Liter da reichen.
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Re: Fernreise mit dem i3 REX

Beitragvon markusmuellerlv » So 27. Apr 2014, 13:23

Hallo REXi,
das mit dem heissen Kanister ist schon besorgniserregend! :shock:
Ich würde es vielleicht so machen: nur ein paar Liter mitführen während der Reise (Auto wird klimatisiert) und am Urlaubsort keinen Kanister mitführen, denn dort fährt man ja normalerweise nicht so viele km am Stück.

Meine Frage über die Tankstellendichte war eher bezogen auf die Stecke von deinem Zuhause bis nach Livorno.
Hast du bei der Reise nach Livorno immer den Tank leergefahren und dann bei der nächsten Gelegenheit getankt?
Stimmt es, dass wenn man den REX bei 75% Ladezustand einschaltet und dann fährt bis der Tank leer ist und z.B. man dann 10km mit Batterie fährt (Ladezustand sinkt auf 65%) und erst dann tankt, dann lädt der REX nicht mehr die Batterie auf 75% auf sondern hält die nur 65%? Falls dies stimmt ist der Nachteil, dass man bei jedem Tankvorgang (Tank leerfahren, noch etwas elektrisch fahren und Tanken bei der nächsten Tankstelle) einen Teil des Ladezustands der Batterie verliert.
D.h. bei längeren Fahrten sollte der REX also doch gleich bei 75% eingeschaltet werden, damit man noch genug elektrische Reichweite hat, um eventuell mehrmals die nächsten Tankstellen zu erreichen, ohne den Kanister benutzen zu müssen.

Danke nochmals für deine Informationen.
Markus

REXi hat geschrieben:
Ich hatte einen 10l-Kanister dabei und habe alle oben beschriebenen Varianten durchprobiert. Fazit: Der Kanister ist in der Regel nicht nötig, aber eine beruhigende Rückversicherung für den Notfall. Beim nächsten Mal werde ich einen 5 l Kanister mitnehmen und nur im Extremfall benutzen. Die Tankstellendichte in Sardinien erscheint mir sehr hoch und vor einer Fahrt in menschenleere Bergregionen wird man sowieso noch einmal volltanken.

UNBEDINGT BEACHTEN: Wenn der Wagen in der Sonne steht wird es darin extrem heiß. Also keinesfalls den Kanister randvoll machen! In den 5l Kanister würde ich nur gut 4l füllen (was im Notfall absolut reicht) und den Kanister vor dem Verschrauben so gut es geht zusammendrücken. Dann steht er etwas zerquetscht im Kofferraum und hat so genügend Spiel um sich bei Hitze auszudehnen. Zudem beim Kauf des Kanisters auf gute Qualität achten.

Mir ist eine Flasche mit 750 ml ätherischem Rosmarin-Öl im heißen Auto geplatzt, der BMW wird noch in 10 Jahren wunderbar duften! Und der Benzinkanister war am ersten heißen Tag so prall aufgebläht, dass ich Angst hatte, er könnte hochgehen wie eine Bombe.
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Re: Fernreise mit dem i3 REX

Beitragvon REXi » Mo 28. Apr 2014, 17:32

Hallo Markus,
ja, am Urlaubsort keinen Kanister mitzuführen ist definitiv besser!
Bis Livorno hab ich einmal auf einem Parkplatz mit dem Kanister getankt und kurz bevor der Tank wieder leer wurde, beides wieder an der Tankstelle befüllt. Meine Überlegung war nicht so viele einzelne Belege in die Buchhaltung geben zu müssen. Nachteil: lästiges Hantieren und trotz Sorgfalt Benzingeruch im Auto.
Dann bin ich dazu übergegangen immer nur den Tank zu befüllen und den Kanister unbenutzt als Notreserve mitzuführen. Im Normalfall hab ich schon getankt bevor das Benzin ganz leer war, um nicht zuviel Ladezustand zu verlieren. Tankstellendichte war auch entlang der Autobahn völlig ausreichend. Ich konnte ja erst am Abend des Tag 2 nach insgesamt etwa 1.400 km wieder Strom tanken.

Ja, es stimmt: so bald du den Motor abstellst geht die Markierung "Ladezustand halten" verloren - so wie Du es schilderst.
Und bei "laufendem Motor" Aussteigen um zu Tanken geht nicht - da fängt der Wagen an zu protestieren und stellt sich ab.
Zuletzt geändert von Knobi am Mo 28. Apr 2014, 19:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat
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Re: Fernreise mit dem i3 REX

Beitragvon BMWFan » Mo 28. Apr 2014, 19:06

Ich kann nur stark davon abraten, Benzin im Auto mitzuführen, auch weil die Dämpfe sehr giftig sind. Hier ein Auszug für Benzol, in Benzin enthalten:

Akute Toxizität: Wirkungen auf das zentrale Nervensystem (ZNS), in schweren Fällen Bewusstlosigkeit und Tod infolge Atemlähmung; außerdem plötzliche Todesfälle nach kurzer Phase von Hyperaktivität, vermutlich durch Herzstillstand.

Chronische Toxizität: Knochenmarksschädigungen bis hin zu aplastischer Anämie (verminderte Zellbildung im Knochenmark), Beeinträchtigungen des Immunsystems, Blutbildveränderungen, gentoxische Wirkungen (Chromosomenschäden). Benzol zählt zu den erwiesenermaßen für den Menschen Krebs erzeugenden Stoffen; epidemiologische Studien erbrachten eindeutige Zusammenhänge zwischen beruflicher Benzolexposition und dem Auftreten von Leukämien und Lymphomen. Im Tierversuch führt Benzol auch zur Entstehung von Tumoren in anderen Geweben und Organen. Der Krebs erzeugenden Wirkung gehört das Hauptaugenmerk bei der Bewertung der Exposition des Menschen durch Umweltbelastungen mit Benzol.

Aufnahmewege
Inhalativ: Wichtigster Aufnahmeweg bei beruflicher und umweltbedingter Exposition. Benzol kommt als Luftverunreinigung vor, überwiegend aus dem Kraftfahrzeugverkehr (Betankung, Abgase), daneben aus Feuerungsanlagen, Kokereien und Kraftstofflagern;
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Re: Fernreise mit dem i3 REX

Beitragvon REXi » Sa 3. Mai 2014, 10:31

BMWFan hat geschrieben:
Ich kann nur stark davon abraten, Benzin im Auto mitzuführen, auch weil die Dämpfe sehr giftig sind. Hier ein Auszug für Benzol, in Benzin enthalten:


Danke, jetzt ist für mich alles klar: ich werde künftig keinen Reservekanister mehr mitnehmen - es geht ja auch ohne sehr gut!
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Mit dem i3-Rex nach Portugal

Beitragvon amk » Fr 31. Jul 2015, 10:26

... selbst das geht:

http://vizzoom.tv/elektroauto-langstrecke.html

Warum mit dem i3? Wir wollten wissen, ob das eigentlich praktisch funktioniert und welche Einschränkungen tatsächlich hinzunehmen sind. Außerdem waren wir etliche Wochen vor Ort und hatten dort zahlreiche geschäftliche Erledigungen und Recherchen vor, die recht viel Mobilität erforderten. Und unsereins fährt ja – zumindest im "Nahverkehr" – gerne elektrisch.

Fazit: Funktioniert recht gut, bei längeren Strecken ist man tatsächlich auf 110-120 Km/h limitiert, da sich der Akku sonst zu schnell leert und nur noch die bedingt ausreichende Leistung des Rex das Auto antreibt. Größter Wunsch: Tank mit mindestens 30 Litern Kapazität. Damit würde der i3 tatsächlich als Universalfahrzeug allen Bedürfnissen gerecht. Warum? Bei einer Strecke von ~400 Km zwischen den Tankstops ist die Wahrscheinlichkeit größer, das der Rex Streckenanteile mit höherem Energiebedarf durch solche mit weniger Energiebedarf besser kompensiert. Bei der aktuellen Lösung muss alle ~ 120 Km beim Tanken das Fahrzeug ausgeschaltet werden. Sollte der SOC niedriger als beim letzten Tankstop sein, versucht der Rex auch nur diesen zu halten. Man kann also von Tankstop zu Tankstop nur SOC verlieren, nie gewinnen. Ob man vielleicht einen Wunsch-SOC durch ein intelligentes Coding erreichen könnte?

Übrigens: Seit der Rückreise sind wir hier ca. 10.500 Km gefahren und haben in dieser Zeit gerade mal 55 Liter E10 verfahren. Die Lade-Infrastruktur muss halt da sein...
i3 Rex - es funktioniert...
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