Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon endurance » Mo 12. Okt 2015, 21:55

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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon graefe » Mo 12. Okt 2015, 22:18

Der Konfigurator ist so ca. Stand 2014, also vor-vor-letzte Preisliste. Da gibt's noch nicht einmal das Business-Paket. Unfassbar, wie ein Konzern seine Web-Präsenz so vernachlässigen kann.

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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon Ahvi5aiv » Mi 23. Dez 2015, 01:11

Was passiert eigentlich wenn ich einfach eine 3Phasen-Sechspulsgleichrichter vor den 2-poligen Wechslespannungseingang hänge?
Abgesehen davon, das wohl die Gleichrichtung im Ladegerät überlastet ist (es werden dann ja nur 2 der 4 Gleichrichtungsteile, wie Dioden oder Thyristoren verwendet, der Strom und damit die Verlustleistung teilt sich also nicht auf) dürfte die Grenzspannung nicht überschritten werden. Die Scheitelspannung bleibt ja gleich.

Der Strom würde sich dann zumindest auf alle drei Phasen verteilen was einen Betrieb an einer 11kW Dose möglich machen würde. Allerdings müsste man die Oberwellen besser ausfiltern. Die aktive PFC im Ladegerät wohl nicht mehr funktionieren?

Alternativ könnte man vielleicht den Gleichrichtungsteil im Ladegerät so erweitern, das dieser auch 3 Phasen verwendet.

Das wäre dann sogar der sauberere Weg oder?

Edit: Der B6 Gleichrichter würde eine Scheitelspannung von ca. 538 V erzeugen. Da wären wohl nicht nur die Dioden/Thyristoren und Elkos des Zwischenkreises mit überfordert.
Also käme nur eine 3x B2 Gleichrichtung mit N-Leiteranschluß als Sternschaltung in Frage um die max. Scheitelspannung von 325 V nicht zu überschreiten, was dann auch der Zwischenkreisspannung entsprechen dürfte.
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon Mei » Mi 23. Dez 2015, 06:50

Ahvi5aiv hat geschrieben:
....
Also käme nur eine 3x B2 Gleichrichtung mit N-Leiteranschluß als Sternschaltung in Frage um die max. Scheitelspannung von 325 V nicht zu überschreiten, was dann auch der Zwischenkreisspannung entsprechen dürfte.


das funktioniert leider nicht ;)
Einfach mal aufmalen.
Da kommt am ende doch wieder eine B6 raus.

Aber warum haben alle so Angst vor der Schieflast?
Das sind doch nur 32A.
Das merkt das EVU doch garnicht.
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon Hasi16 » Mi 23. Dez 2015, 10:29

Mei hat geschrieben:
Aber warum haben alle so Angst vor der Schieflast?
Das sind doch nur 32A.
Das merkt das EVU doch garnicht.

Das sind die Ratschläge, wenn man kein Elektroauto hat und gar nicht vor der Entscheidung steht die Regeln zu brechen oder nicht... :roll: Aber natürlich hätten wir auch ein gutes Stromnetz, wenn sich keiner an die TAB halten würde... sicher...
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon Mei » Mi 23. Dez 2015, 10:37

Immerhin hab ich schonmal eine Trafostation von innen gesehen, und auch einen Leitstand ;)
Deshalb finde ich es ja so witzig, dass hier ängstlich von Schieflast geredet wird, bei 32A :D
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon Hasi16 » Mi 23. Dez 2015, 10:43

Oh, cool! Dann weist du ja viel mehr als ich und ich müsste schweigen! Also ist die Schieflastregel bei PV-Anlagen bei der Einspeisung sicher auch Quatsch?
Ach ne, das ist ja gar nicht vergleichbar, da es davon viel mehr gibt?! :lol:

Viele Grüße
Hasi
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon volker » Mi 23. Dez 2015, 11:39

Bei 32A Schieflast kann sich schon mal der Sternpunkt verschieben. Die belastete Phase bricht in der Spannung ein, die anderen Phasen gehen hoch. Das hängt natürlich von Länge und Art der Leitungen bis zum Trafo ab.
Kennt jemand die Grundlagen, mit denen die Grenze von 20A berechnet wurde? Vielleicht so was wie maximale Spannungsabweichung? Dann könnte man abschätzen oder messen, ob diese Grenzen bei 32A auch eingehalten werden.
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon mlie » Mi 23. Dez 2015, 11:57

Anbei mal die Grafik direkt hinter meinem Zähler, der env200 lädt mit bis zu 6,75 kW bei mir. Geladen wurde gegen 17 Uhr, dann ab kurz nach Mitternacht und gegen 6 gab es vorheizung mit ~ 4 kW anfangs. Mit weniger als 6,6kW laden geht bei mir nicht, dafür ist der Akku zu klein, es würde einfach nicht für die Resttouren des Tages reichen. am liebsten wäre mir natürlich ein Drehstromlader...

Schön zu sehen, dass L2 ein wenig angehoben wird, wenn auf L1 eine starke Last ist. Anhand des rumgeeiers von L1 kann man aber auch sehen, dass alle Wechselstromhäuser in meiner Straße an L1 hängen.
Auch schön zu sehen, dass im Umspannwerk wohl Mittelspannungsseitig die Spannung angepasst wird, das erklärt die 4Volt Sprünge z.B. kurz vor 22 Uhr.
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Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon bm3 » Mi 23. Dez 2015, 12:06

Wie bei allen festgelegten Grenzwerten kann man da auch eine gewisse Willkür unterstellen. :mrgreen:
Bei der maximal zulässigen Schieflast stand wohl im Vordergrund noch eine weitere Schikane für EE-Einspeiser und Gerätehersteller aufzubauen, die Geräte zu verteuern. Übrigens verbessert sich mit steigender Anzahl von EE-Anlagen am Netz auch wieder die statistische Aufteilung auf die einzelnen Außenleiter des regionalen Netzes , bei einer steigenden Anzahl an E-Fahrzeugen ganz genauso.
Dass man die E-Fahrzeuge damit nicht treffen wollte kann man aber wohl daraus ableiten dass man an öffentlichen Ladesäulen mit AC-22kW oder 43kW immer noch mit Billigung der Betreiber 32A auf einer Phase ziehen darf obwohl diese genauso direkt am öffentlichen Netz angeschlossen sind.
Ich behaupte jetzt mal, da verkaufen die Betreiber ja etwas und müssen nichts abnehmen, das macht scheinbar für deren Doppelmoral den Unterschied .
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