Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon JuergenII » Fr 15. Nov 2013, 10:10

Parklückenzähler hat geschrieben:
– Einzelgeräte mit einer Nennleistung von mehr als 12 kW


Aber die Wallbox stellt doch nur den Strom zur Verfügung. Streng genommen ist die doch gar kein stromverbrauchendes Einzelgerät. Das ist doch der Akku des EV. Und da werden ja "nur" max. 7,4 kW gezogen. Sehe ich das zu einfach?

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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon Parklückenzähler » Fr 15. Nov 2013, 10:17

JuergenII hat geschrieben:
Streng genommen ist die doch gar kein stromverbrauchendes Einzelgerät.


Ja. das ist zu einfach ;)

Eine Ladestation ist nach VDE 0100 T722 Bestandteil der elektrischen Anlage. Die Mögliche ( :!: ) Stromaufnahme ist mit dem Faktor 1, also zu 100% bei der Dimensionierung der Elektroanlage zu berücksichtigen.
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon RegEnFan » Fr 15. Nov 2013, 12:52

Hallo Parklückenzähler,

so ganz verstehe ich noch nicht warum die Sekundärseite des Transformators kein TN-Netz bildet wenn eine Seite mit dem Nullleiter verbunden ist.
Der Netzbetreiber macht doch an seinen Umspannstationen auch nichts anderes durch seine Erdung, oder habe ich das falsch verstanden?
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon Parklückenzähler » Fr 15. Nov 2013, 13:54

Hallo RegEnFan,
ehrlich gesagt habe ich mir erst jetzt das Schaltbild richtig angesehen...
Es handelt sich um einen Trenntrafo. Das daraus resultierende wäre somit kein IT-Netz (da wäre der primäre und nicht der sekundäre Sternpunkt isoliert).
Mit Erdung der Sekundärseite wäre es wieder ein TN-C, bzw. mit separatem Schutzleiter ein TN-S Netz.
IT und TN-C Netze sind nicht zulässig, TN-S schon.
OK, die Schieflast wäre beseitigt, die Absicherung vor dem Trafo wäre 3x16A, die nach dem Trafo 1x32A.
Bleibt noch eine Frage: Gibt es eine Ladestation, die 1x32A kann???
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon RegEnFan » Fr 15. Nov 2013, 14:16

Wenn ich es richtig im Kopf habe will sogar BMW im zweiten Quartal nächsten Jahres eine solche Box anbieten. Ob es die für Deutschland gibt weiß ich nicht.
Da es aber in den USA kein Drehstrom Netz gibt, muss es so was ja geben. Teslar lädt ja sogar mit 70A einphasig.
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon Parklückenzähler » Fr 15. Nov 2013, 14:25

Hui, jetzt bin ich ans Grübeln gekommen... :o :) :)

Stromaufnahme 400V bei 8000VA: 20,8A => ca. 19A bei 7,3KW => aufgenommene Leistung (primär) 13000 VA :shock:

somit wieder anmeldepflichtig :D :D :D

54Kg Gewicht :shock:

ca. 1200,-€ :shock:

nee, mach ich nicht...

Aber grundsätzlich wäre das schon eine Lösung.
Trotzdem wäre es günstiger, die beiden internen Lader beim I3 einfach für D auf 2 Phasen zu verteilen...
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon multipladoc » Mi 20. Nov 2013, 12:46

Hallo,
laut Aussage meines Händlers soll ab 0414 die Wallbox pro kommen, die dann eine Ladezeit um die 3 Stunden bietet. Somit müsste das doch dann mit 7,4 kw gehen..oder ? ... Ist dann ein 2phasiger Anschluss mit jeweils einer 20 A Sicherung notwendig ?
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon krawuzi » Mi 20. Nov 2013, 21:11

multipladoc hat geschrieben:
Hallo,
laut Aussage meines Händlers soll ab 0414 die Wallbox pro kommen, die dann eine Ladezeit um die 3 Stunden bietet. Somit müsste das doch dann mit 7,4 kw gehen..oder ? ... Ist dann ein 2phasiger Anschluss mit jeweils einer 20 A Sicherung notwendig ?


Hallo,
das hängt in erster Linie einmal davon ab wie der Lader im i3 aufgebaut ist.
Wenn es sich um einen 1-phasigen Lader handelt, dann wird er vermutlich mit bis zu 32A laden können; verbessert aber das Thema der Schieflast nicht wirklich.
Bisher kenne ich nur die Daimler A-Klasse die zwei parallele 1-phasige Lader verbaut hatte, und die benötigt dann L1, L2 und N zum laden und kommt damit auch auf 7,4kW; war aber keine echte Serienlösung.

Meine Kollegen hatten heute mal einen i3 im Haus; werde mich morgen mal schlau machen ob der dann 1- oder 3-phasig geladen hat und ob das mit den 32A klappte.
Bei einem 1-phasigen Lader könnte man dann auch eine handelsübliche 22kW Wallbox verbauen; der i3 verwendet dann nur eine Phase davon.
Wer sparen möchte schließt dann nur L1 und N an der Wallbox an und kommt mit einer Sicherung bzw. 1+N Leitungsschutzschalter (natürlich plus FI) aus.

PS: Der heutige Test in unserem Haus zeigte dass es nicht die Wallbox von BMW (Schneider-Electric) sein muss; funktioniert auch mit der KEBA Wallbox ;)
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon bm3 » Mi 20. Nov 2013, 22:33

Parklückenzähler hat geschrieben:
....
OK, die Schieflast wäre beseitigt, die Absicherung vor dem Trafo wäre 3x16A, die nach dem Trafo 1x32A.
Bleibt noch eine Frage: Gibt es eine Ladestation, die 1x32A kann???


Hier läuft es jetzt ein bisschen quer, denn so war das nicht gedacht. Der Trafo hat primärseitig eine Wicklung und nimmt damit die 400V Phase gegen Phase ab. Damit sollte er mit 20 oder 25A (träge) abgesichert werden können mit nur einer Sicherung primärseitig.
Bei maximaler Dauerlast am Trafo von 7,4 kW dürften primärseitig 18-18,5A fließen.

Parklückenzähler hat geschrieben:
....Stromaufnahme 400V bei 8000VA: 20,8A => ca. 19A bei 7,3KW => aufgenommene Leistung (primär) 13000 VA :shock:

somit wieder anmeldepflichtig :D :D :D
....


:shock: Das kann ich nun leider gar nicht mehr rechnerisch nachvollziehen. :mrgreen:
Auch allgemein zu Trafos mal ein Tip, wenn einer 7,3kW abgibt und 13kW aufnimmt, dann nennt man ihn auch besser "elektrischer Ofen" und nicht "Trafo". :lol:


Viele Grüße:

Klaus
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Re: Zuhause ohne Schieflast mit 7.4kW laden

Beitragvon Rumstromerer » Do 21. Nov 2013, 12:31

> wenn einer 7,3kW abgibt und 13kW aufnimmt

Erstens komme ich nicht auf 13KVA, und zweitens wären das dann trotzdem keine 13KW denn Scheinleistung <= Wirkleistung.

Wenn der Lader sekundärseitig 7,4KW in der Form von 230V*32A zieht, dann übersetzt der Trafo das auf 7,4KW in der Form von 400V*18,4A

Auf L1 sind das 18,4A*230V=4,2KVA Scheinleistung, auf L2 das gleiche

Auf L1 teilen sich diese zu 4,2KVA*Cos(-30°)=3,6KW Wirkleistung und 4,2KVA*Sin(-30°)=-2,1KVAr Blindleistung auf, negative Blindleistung da durch Phasenvoreilung kapazitiv erscheinend

Auf L2 sind es genauso 3,6KW Wirkleistung, da die Phasenverschiebung anders herum erscheint aber +2,1KVAr Blindleistung (induktiv)

Ohne weitere Kompensation sind es somit 7,4KW Wirkleistung und 2*230V*18,4A=8,6KVA Scheinleistung die wir dem Netz entnehmen würden.



Richtig interresant wird es wenn wir die Blindleistung mit Hilfe von L3 kompensieren, aber da habe ich noch einen Knoten in meinen Vektordiagrammen und muß noch etwas darüber brüten um die richtigen Zahlenwerte zu berechnen.

Eine Spule von L3 nach L1 kompensiert die kapazitive Blindleistung auf L1, zusätzlich wird Wirkleistung von L3 nach L1 transportiert.

Ein Kondensator von L3 nach L2 kompensiert die induktive Blindleistung auf L2, zusätzlich wird Wirkleistung von L3 nach L2 transportiert.

Auf L3 kompensieren sich beide Blindleistungen gegenseitig. N wird gar nicht benötigt.

Ich kann noch nicht sagen ob damit alle 3 Phasen völlig gleichmäßig belastet würde, aber selbst wenn nicht dann hätten wir zumindest eine noch bessere Aufteilung als mit dem Trafo alleine erreicht. Das ganze verfolge ich jetzt mal als Denksportaufgabe weiter.
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