Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon HerrK » Di 25. Okt 2016, 19:22

Lieber Frank,

schön, dass jemand meiner Meinung ist :)

Das mit dem Relais hört sich gut an! In meinem Umfeld jedoch werd ich kaum wo auf eine 1-phasige Versorgung stoßen, die mehr als 16A schafft.

Ein kleines Problem könnte es noch mit dem Pillot-Signal geben. Denn in der aktuellen Ausführung wird dem i3 mittgeteilt, dass er zB mit 32A laden darf. Nun interpretiert dieses Steuersignal das Ladeinterfacemodul (LIM), welches wiederum per CAN an die Elektromotor-Elektronik und an die Komfortlade-Elektronik angeschlossen ist. Das LIM wird somit diesen beiden Ladegeräten jeweils mitteilen, wie viel Strom sie der 1-phasigen Versorgung entnehmen dürfen, sodass die Summe als Grenze eingehalten wird.

Ich stell mir das nun primitiv vor, sodass im einfachsten Fall der Sollstrom einfach aufgeteilt wird. Also EME und KLE erhalten als Sollstrom je z.B. 10A primär, wenn die Wallbox 20A anbietet.
Baut man das nun einfach auf 2-phasig, L1+L2+N, um, und steckt an eine 11kW Ladestation (3x16A) an, so erhält das LIM 16A und schickt an seine beiden untertanen je 8A als Sollstrom. Man lädt daher auch wieder nur mit 2x8A=16A, 3.7kW anstatt der möglichen 2x16A, 7.4kW.

Um dieses Problem zu lösen, sehe ich zwei Möglichkeiten:

1) man baut in das Pilot-Signal einen "Stromverdoppler" ein, der dem LIM sozusagen immer den doppelten Strom vorgaukelt, wie die Wallbox oder AC-Ladestation vorgibt. Bei tatsächlichen 1-phasigen Versorgungen jedoch könnte es hier dann zur Überlastung kommen, nämlich dann, wenn die Wallbox z.B. nur 6A zulässt, und die KLE an L1 dann jedoch sich 12A gönnt, die EME jedoch erst gar nicht versorgt wird. Bei L1 wird dann ein Leitungsschutzschalter fallen. Dieser "Stromverdoppler" müsste also in Abhängigkeit einer evt. vorhandenen 2. phase L2 aktiviert werden. Hier wäre der Vorteil, dass man "genau weiß" was man tut. Vorausgesetzt, der Strom wird immer 50:50 auf beide Ladegeräte aufgeteilt - das sollte sich aber jedenfalls herausfinden lassen mit Stromzange und verstellbarem Pilot-Signal.

2) Man baut mit einer kleinen Elektronik die entsprechenden CAN-Nachrichten korrekt um.
Das stell ich mir ganz ohne Doku bez. der Nachrichten jedoch als sehr schwierig/zeitaufwändig vor. Anhand von Messwerten und einem verstellbaren Pilot-Signal lassen sich die entsprechenden Bits vielleicht sogar identifizieren!

Ich bezweifle sehr, dass die in der Werkstatt soetwas machen können - schließlich braucht man hierfür handgeschnitzte Elektronik, oder wenn zugänglich, zumindest angepasste Software.

Wie lange ist denn die Standard-Garantie? Und was beinhaltet denn diese?

LG, Karl
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Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon BMW EV » Mi 26. Okt 2016, 07:05

2 Jahre ist die Standartgarantie.
Deswegen wollte ich es ev. mit / in der Werkstatt probieren.
Nun habe ich natürlich noch nicht gefragt. Bis jetzt waren sie aber sehr kooperativ.
Die neue " Ladebuchse" müsste ja auch über diesen Weg bestellt werden.
Ich bin demnächst zum Winterräder wechseln. Da wewrde ich das Thema mal ansprechen. Fragen kostet erstmal nix.
Das mit der Ladestromvorgabe hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm.
Aber zum laden hatte ich eigentlich gedacht , das bis 16 A nur das normale Ladegerät alles macht und erst bei höheren Stromstärken die KLE zuschaltet.
Das würde auch in der Richtung Sinn machen , das eins mit besseren Wirkungsgrad arbeitet als zwei. Wegen z.B. zusatzlichen Energieverbrach der Elektronik rund herum , Kühlung , etc.

Grüße , Frank.
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Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon HerrK » Mi 2. Nov 2016, 16:52

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Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon SBlu » Fr 24. Mär 2017, 10:00

Guten Tag,

gibt es mittlerweile genauere Informationen dazu, welche 11 kW-Ladegerät BMW in den i3 verbaut?
Oder weiß man immer noch nur, dass ein Hersteller in Italien der Herstelelr ist.

LG
SBlu
 
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