Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon WinnieW » Sa 22. Okt 2016, 21:03

BiEmDablju hat geschrieben:
Am einfachsten hierzu wäre wohl ein Trafo 400>230V den man zwischen zwei Phasen hängt.

Realistischerweise sind das eher um die 6 kW, bei dieser Methode, da ein Trafo max. 95% Wirkungsgrad hat.

Bleiben allerdings die Kosten für den Trafo u. ob man diesen so einfach am Netz eingeschaltet bekommt. Ein Trafo mit 8 kVA dürfte einen enormen Einschaltstrom haben. Weshalb 8 kVA? Naja, ein wenig Reserve muss sein weil man den sog. Blindstromanteil nicht kennt.
Ein solcher Trafo dürfte (mit Gehäuse) neuwertig sicherlich an die 2000 € kosten.

Das sollte man sich durchrechnen ob einem die realistisch rund 65% höhere Ladeleistung das wert ist.
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Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon Bernd_1967 » Sa 22. Okt 2016, 22:05

Per Halbleiter kann man Trafos ohne den Einschaltstrom, der ein überlagerter Gleichstrom ist, einschalten.
Im Stromnulldurchgang einschalten, also im Spannungsmaximum. Dann passiert nix.
Aber die Bauteile kosten auch Geld.
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Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon BiEmDablju » So 23. Okt 2016, 09:21

Ja genau! Müsste man durchrechnen, aber hat dann auf alle Fälle keinen Garabtieverlust am Auto!
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Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon m.k » So 23. Okt 2016, 09:36

Das wäre die größte mögliche Verschwendung, wisst ihr was das für ein Scholli ist, der ist auch nicht gratis. Mit 4,6kW zufrieden geben oder illegal 7,4kW laden kosten beides 0€. Der Umwelt zuliebe...
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Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon BiEmDablju » So 23. Okt 2016, 12:09

Was soll an 7,4 illegal sein? Man erzeugt ja nicht 7,4 Schieflast (die Grundsätzlich auch nicht illegal ist). Es sind drei Phasen, die in jedem Haushalt anders belastet werden, das ist vernachlässigbar!
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Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon WinnieW » So 23. Okt 2016, 19:25

Bernd_1967 hat geschrieben:
Per Halbleiter kann man Trafos ohne den Einschaltstrom, der ein überlagerter Gleichstrom ist, einschalten.
Im Stromnulldurchgang einschalten, also im Spannungsmaximum. Dann passiert nix.

Ja, allerdings kosten Thyristoren oder ein Triac mit der erforderlichen Sperrspannung u. Strombelastbarkeit eine Kleinigkeit an Geld.
Beim Anschluss eines elektr. Verbrauchers an 2 Phasen befindet sich das Spannungsminimum nicht im Nulldurchgang sondern an den Punkten wo sich die Sinuskurven beider Phasen treffen.

m.k hat geschrieben:
Das wäre die größte mögliche Verschwendung, wisst ihr was das für ein Scholli ist, der ist auch nicht gratis. Mit 4,6kW zufrieden geben oder illegal 7,4kW laden kosten beides 0€. Der Umwelt zuliebe...

Naja, einen Vorteil gibt es dennoch. Die größere Sicherheit weil die Spannung nach dem Trafo galvanisch getrennt vom Erdpotential ist.

Mein Problem ist dass ich zuerst mal bei meinem EVU für 7,4 kW pro Phase eine höhere Anlussleistung beantragen müsste, da ich sonst nicht sicherstellen kann dass eine Phase nicht zu stark belastet wird falls ich den Lader mit 32 A auf diese Phase schalte.
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Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon HerrK » Di 25. Okt 2016, 06:12

Ich hab nun freundlicherweise das Service-Manual zum I01 bekommen, Kapitel 6, Laden der Hochvolt-Batterie.

Dadurch bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen:

  • In meinem BMW i3 ist die KLE von Seite 131 bzw. 137 verbaut.
  • Die beiden Ladegeräte mit je 16A/230VAC (3.7kW) sind einerseits in der EME (Elektromaschinen-Elektronik) und andererseits in der KLE (Komfortladeelektronik) verbaut.
  • Die 230VAC von der Typ2-Ladebuchse (L1 und N) werden durch die KLE durchgeschliffen, wobei hier bis zu 16A abgezweigt werden.
  • Beide Ladegeräte sind jeweils galvanisch getrennt.

Ich würde die Elektrik nun gerne so umbauen, dass die Leitung vom Ladeanschluss nicht nur L1+N führt, sondern ebenfalls L2.

L1 versorgt dann die KLE und L2 die EME.

Meine Sonderausstattung: Schnellladen DC 50kW und AC 7.4kW

Ich finde, dies ist trotzdem wirtschaftlich das sinnvollste. Kaum Materialaufwand, und dann an jeder 16A Drehstromsteckdose mit 7.4kW ladbar.

LG, Karl
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Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon ElektroAutoPionier » Di 25. Okt 2016, 06:26

sebi hat geschrieben:
EFZ_Fan hat geschrieben:
@i3Prinz: Was meintest du mit UPS? Den Paketservice UPS?


Unterbrechungsfreie Stromversorgung

heißt in meinem Sprachgebrauch aber USV ;-)
Renault Zoe Zen mit Rückfahrkamera aus F, EZ 07/2013, Import 06/2014,
TESLA Model S85 mit Pano, Doppellader, EZ 02/2014, gekauft: 01/2016,
seit dem 04.01.2016 keinen Verbrenner mehr im Haushalt.
Mehr als 90000 km rein elektrisch gefahren.
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Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon Mei » Di 25. Okt 2016, 08:28

Uninterruptible Power Supply = UPS
Zuletzt geändert von Knobi am Di 25. Okt 2016, 18:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welches Onboard-Ladegerät ist im BMW i3 verbaut?

Beitragvon BMW EV » Di 25. Okt 2016, 09:01

Hallo Karl.

Den selben Gedanken habe ich schon seit 2 Jahren. Nun ist die Garantie runter und man könnte so etwas verwirklichen.
Hatte schon paar mal an Ladesäulen gestanden wo 22kW drauf stand , aber trotzdem nur die 3,7kw geladen haben.
Also hatte die die Säule wegen der Schieflast bestimmt runter geschaltet.

Nun brauchte man das neue Ladeinlay wegen den 3 Phasen. Ev wäre noch ein Relais gut , was mit 230V Spule auf L2 liegt.
Somit könnte das 2te Ladegerät umgeschaltet werden. Bei 1 Phase hängen beide auf L1 , geladen wird wie jetzt und bei 3 Phasen teilt sich die Sache auf.

Hatte schon vor , bei meinen Freundlichen nach zu fragen , ob so was in der Werkstatt möglich ist.

Grüße , Frank.
BMW i3 mit WP , Schnellladung , LED Scheinwerfer , Sitzheizung , Einparkassistent und weitere nette Kleinigkeiten , Solarorange
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