Viel mehr GELIEFERTE Energie als Ladestandserhöhung

Re: Viel mehr GELIEFERTE Energie als Ladestandserhöhung

Beitragvon bm3 » So 31. Jan 2016, 17:18

Tideldirn hat geschrieben:
Der Verbrauch den BMW und alle anderen angeben beinhaltet Ladeverluste bereits ;-)
Daher wird das nicht zusätzlich aufgeschlagen.
Der Verbrauch von 12,9 kWh/100km bedeutet ca 10 kWh fürs fahren den Rest für Ladeverluste.
Sonst kommst du mit 18,8 kWh auch keine theoretischen 190 km weit.


Bitte nicht noch mehr Verwirrung stiften. Er ging von der einladbaren Akku-Kapazität aus und da ist noch nichts beinhaltet. Das ist "netto". Bei den offiziellen Verbrauchwerten mag das zwar beinhaltet sein, da wissen wir ja aber inzwischen dass diese in der Praxis so gut wie nie erreicht werden können.
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Re: Viel mehr GELIEFERTE Energie als Ladestandserhöhung

Beitragvon Spürmeise » So 31. Jan 2016, 17:57

bm3 hat geschrieben:
Bitte nicht noch mehr Verwirrung stiften.

Genau das hättest Du vor Deinem Post beachten sollen...

Es ist korrekt, was Tideldirn sagt: für das Vollladen des BMW i3-Akkus geht der Hersteller von 12,9 kWh/100 km * 190 km = 24,5 kWh ab Netz(-stromzähler) aus. Die BC angezeigten Verbräuche (z.B. 10 kWh/100 km, je nach Fahrweise) enthalten nicht Verluste durch
  • Ladegerätwirkungsgrad <100%
  • Batteriewirkungsgrad <100% (geringere Spannung beim Entladen als beim Laden)
  • Balancing-Extraaufwand
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Re: Viel mehr GELIEFERTE Energie als Ladestandserhöhung

Beitragvon ub3107 » So 31. Jan 2016, 22:20

Tideldirn hat geschrieben:
Der Verbrauch den BMW und alle anderen angeben beinhaltet Ladeverluste bereits ;-)
Daher wird das nicht zusätzlich aufgeschlagen.
Der Verbrauch von 12,9 kWh/100km bedeutet ca 10 kWh fürs fahren den Rest für Ladeverluste.
Sonst kommst du mit 18,8 kWh auch keine theoretischen 190 km weit.


Danke auch für deinen Hinweis.
Für mich ist dann nur die Frage, warum seitens BMW-i (Hotline) und in der Werkstätten diese anfangen zu erklären, dass für die Verluste die Klimatisierung des Akkus verantwortlich wäre, anstatt auf die Ladeverluste aufmerksam zu machen, die bereits eingerechnet sind.
Bei meinem derzeitig angezeigten Bordcomputer-Verbräuchen trotz max. 90 km/h von ca. 18 kWh/100 km erreiche ich eine Reichweite von bis zu 100 km.
Ich werde wohl mal ein Bordbuch führen, um den tatsächlichen Verbrauch zu ermitteln.
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Re: Viel mehr GELIEFERTE Energie als Ladestandserhöhung

Beitragvon Major Tom » So 31. Jan 2016, 22:25

max. 90 km/h von ca. 18 kWh/100 km

Bei dem Verbrauch hast du aber die Heizung für den Innenraum eingeschaltet (und damit im Verbrauch enthalten).
Ansonsten erscheint mir der Verbrauch zu hoch oder du fährst sehr digital :mrgreen:
ciao
Tom
http://www.aich.de BMW i3 11/2013 bis 8/2016 (60Ah), ab 8/2016 (94 Ah)
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Re: Viel mehr GELIEFERTE Energie als Ladestandserhöhung

Beitragvon DeJay58 » So 31. Jan 2016, 23:42

Die bei BMW haben doch keine Ahnung.

Bei ganz leerem Akku und Temperaturen über 15 Grad passen mit 15A geladen in den i3 exakt 22kWh rein (bei der nicht aktuellen SW). Dabei waren dann um die 19,5 kWh im Akku laut Anzeige, der Rest ging in Form von Wärme an die Umwelt.

Es läuft einfach einiges an Elektronik mit wenn das Auto lädt. So kommen die Verluste hauptsächlich zu Stande.
Video Reku Test alte/neue SW: https://youtu.be/mTpot4lZYtA
Video 2: Reku Test: https://www.youtube.com/watch?v=HQd-0jxuzow
Video 3: i3 geht auch quer: https://www.youtube.com/watch?v=lM-mqv72fdY



BMW i3 Verbrauch inkl. Ladeverluste:
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Re: Viel mehr GELIEFERTE Energie als Ladestandserhöhung

Beitragvon DADA » So 7. Feb 2016, 09:46

Vorweg - habe nun nach langer Wartezeit auf einen Abstellplatz mit Steckdose nun auch endlich seit ein paar Monaten meinen i3 (REX) und will mich hier nun in Zukunft auch mal etwas in dieses (sehr gute!) Forum aktiv einbringen.

--

Das mit der "keine Ahnung" mag für die Servicemitarbeiter gelten - die Entwickler haben sich da schon ganze genau Gedanken gemacht, nämlich wie man das Auto etwas besser dastehen lassen kann, als es tatsächlich ist:

- Der BC zeigt nämlich die entnommene Energie _ab_ Batterie an (und das auch schon optimistisch nach meiner bisherigen Erfahrung). Da kommen dann die (unvermeidlichen) Ladeverluste i.H.v. 15-20% (Winter, HH-Steckdose) noch hinzu. Dieses Verhalten ist entwicklerseitig verständlich, aber für die "Umsteiger" von Verbrennern auf Elektro ungewohnt und tückisch, da bei Verbrennern üblicherweise der (natürlich auch geschönte ...) Verbrauch _ab_ Tankrüssel angezeigt wird ("Ladeverluste" gibt es nicht ...).

- Um das ganze noch etwas "perfider" zu machen, zeigen die ABB-DC-Säulen bei BMW auf dem Hof (bei anderen habe ich noch keine Tests gemacht) nach meiner bisherigen Erfahrung die in die Batterie geladene Netto-Energie an (also _ohne_ Ladeverluste). Ich hatte jedenfalls bei Messungen mehrfach _negative_ Ladeverluste mit den Säulen, was natürlich physikalisch nicht sein kann ... BMW hält hier den "Schein" aufrecht und stiftet Verwirrung nach meiner Ansicht. Ist alles nicht sooo schlimm, aber man sollte sich darüber im Klaren sein.


Wenn man zu Hause misst, hat man natürlich die Ladeverluste dabei! Wenn man sie nicht am Hauszähler direkt mißt (was schwierig bis unmöglich ist wegen anderer Verbraucher) sind diese im Übrigen noch mal höher, als was ein in die Steckdose geklemmtes Messgerät ermittelt: Durch den hohen Stromverbrauch beim laden, bricht die Spannung an der Dose (je nach Länge und Güte der Leitung) ein Stück weit zusammen. Bei mir 10V bei 12A! Wenn wir annehmen, dass die Spannung auf dem Weg vom Hauszähler zur Steckdose verloren geht, dann haben wir bei einer Volladung ca. 10V*12A*10h = 1,2kWh zusätzliche Verlustleistung, die mein Messgerät an der Dose _nicht_ anzeigt, die ich aber trotzdem bezahlen und irgendwo erzeugen muss.

Merke: Zu Hause wenn möglich (bei mir leider nicht ... :-( ) einen starken Anschluss legen und dicke Kabel nehmen ...

Gruß
Sebastian
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Re: Viel mehr GELIEFERTE Energie als Ladestandserhöhung

Beitragvon DeJay58 » So 7. Feb 2016, 10:06

Das ist alles nichts Neues und logisch. Auch bei Benzinern gibt es die Verluste übrigens. Nennt sich Verdunstung und fällt ins Gewicht bei Wenigfahrern. Wird aber üblicherweise nicht bemerkt weil keiner nachrechnet. Bei EVs tun das so viele.
Video Reku Test alte/neue SW: https://youtu.be/mTpot4lZYtA
Video 2: Reku Test: https://www.youtube.com/watch?v=HQd-0jxuzow
Video 3: i3 geht auch quer: https://www.youtube.com/watch?v=lM-mqv72fdY



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Re: Viel mehr GELIEFERTE Energie als Ladestandserhöhung

Beitragvon m.k » So 7. Feb 2016, 10:17

DADA hat geschrieben:
- Um das ganze noch etwas "perfider" zu machen, zeigen die ABB-DC-Säulen bei BMW auf dem Hof (bei anderen habe ich noch keine Tests gemacht) nach meiner bisherigen Erfahrung die in die Batterie geladene Netto-Energie an (also _ohne_ Ladeverluste). Ich hatte jedenfalls bei Messungen mehrfach _negative_ Ladeverluste mit den Säulen, was natürlich physikalisch nicht sein kann ... BMW hält hier den "Schein" aufrecht und stiftet Verwirrung nach meiner Ansicht. Ist alles nicht sooo schlimm, aber man sollte sich darüber im Klaren sein.

Naja bei den DC-Ladestationen kann ich die Anzeige mit der Nettomenge schon verstehen. Die Verluste fallen ja in dem Fall in der Säule an, nicht im Auto. Also zeigt die Säule an, was du bekommst. Bei AC ist das mit Ladeverluste, bei DC ohne...
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Re: Viel mehr GELIEFERTE Energie als Ladestandserhöhung

Beitragvon bm3 » So 7. Feb 2016, 15:14

Hallo DADA,

bei DC-Schnellladern ist die Angabe der gelieferten elektrischen DC-Arbeit auf dem Display im Prinzip verständlich und wird auch (meines Wissens) bei allen ausgelieferten DC-Ladern bisher herstellerübergreifend so angezeigt. Sicher haben die DC-Lader an sich ähnliche Verluste wie auch Ladegeräte, nehmen also aus dem AC-Netz deutlich mehr an elektrischer Arbeit (Leistung) auf.
Wenn dein Hausnetz (Leitungsnetz) bei 12A schon 10V bis zur Steckdose verliert hast du sicher ein eher problematisches Hausnetz. Entweder eine sehr lange Leitung von der Hausverteilung bis zur Dose oder ein sonstiges Problem. Mehr als 6V sollten es bei einer üblichen Hausinstallation und angenommenen 20m Leitungslänge (20m hin +20m zurück ) nicht sein.

Aber sicher müssen wenn der Stromzähler zuhause im Zählerschrank sitzt und die Ladesteckdose ein Stück entfernt ist, zu den Ladeverlusten auch noch die Leitungsverluste in der Größenordnung 1-4% hinzugerechnet werden, die dann in Form von Abwärme im Haus bleiben.

Viele Grüße:

Klaus

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Re: Viel mehr GELIEFERTE Energie als Ladestandserhöhung

Beitragvon ^tom^ » So 7. Feb 2016, 18:23

DADA hat geschrieben:
Vorweg - habe nun nach langer Wartezeit auf einen Abstellplatz mit Steckdose nun auch endlich seit ein paar Monaten meinen i3 (REX) und will mich hier nun in Zukunft auch mal etwas in dieses (sehr gute!) Forum aktiv einbringen.

--

Das mit der "keine Ahnung" mag für die Servicemitarbeiter gelten - die Entwickler haben sich da schon ganze genau Gedanken gemacht, nämlich wie man das Auto etwas besser dastehen lassen kann, als es tatsächlich ist:

- Der BC zeigt nämlich die entnommene Energie _ab_ Batterie an (und das auch schon optimistisch nach meiner bisherigen Erfahrung). Da kommen dann die (unvermeidlichen) Ladeverluste i.H.v. 15-20% (Winter, HH-Steckdose) noch hinzu. Dieses Verhalten ist entwicklerseitig verständlich, aber für die "Umsteiger" von Verbrennern auf Elektro ungewohnt und tückisch, da bei Verbrennern üblicherweise der (natürlich auch geschönte ...) Verbrauch _ab_ Tankrüssel angezeigt wird ("Ladeverluste" gibt es nicht ...).

- Um das ganze noch etwas "perfider" zu machen, zeigen die ABB-DC-Säulen bei BMW auf dem Hof (bei anderen habe ich noch keine Tests gemacht) nach meiner bisherigen Erfahrung die in die Batterie geladene Netto-Energie an (also _ohne_ Ladeverluste). Ich hatte jedenfalls bei Messungen mehrfach _negative_ Ladeverluste mit den Säulen, was natürlich physikalisch nicht sein kann ... BMW hält hier den "Schein" aufrecht und stiftet Verwirrung nach meiner Ansicht. Ist alles nicht sooo schlimm, aber man sollte sich darüber im Klaren sein.


Wenn man zu Hause misst, hat man natürlich die Ladeverluste dabei! Wenn man sie nicht am Hauszähler direkt mißt (was schwierig bis unmöglich ist wegen anderer Verbraucher) sind diese im Übrigen noch mal höher, als was ein in die Steckdose geklemmtes Messgerät ermittelt: Durch den hohen Stromverbrauch beim laden, bricht die Spannung an der Dose (je nach Länge und Güte der Leitung) ein Stück weit zusammen. Bei mir 10V bei 12A! Wenn wir annehmen, dass die Spannung auf dem Weg vom Hauszähler zur Steckdose verloren geht, dann haben wir bei einer Volladung ca. 10V*12A*10h = 1,2kWh zusätzliche Verlustleistung, die mein Messgerät an der Dose _nicht_ anzeigt, die ich aber trotzdem bezahlen und irgendwo erzeugen muss.

Merke: Zu Hause wenn möglich (bei mir leider nicht ... :-( ) einen starken Anschluss legen und dicke Kabel nehmen ...

Gruß
Sebastian


Deswegen habe ich heute gleich ab Hausanschluss 5x10mm2 auf 16 Meter verlegt
--
Ab Jan.2016 BMW i3 BEV WP, AC+, DC. I001-15-11-504, dato 13'000km
Ab Juli 2015 KIA Soul EV, Sitzbelüftung, Chademo, dato 33'000km
Bis Juli 2015 i-MiEV 13'500km
2015 1. Verbrenner verkauft (für den KIA)
2016 2. Verbrenner verkauft (für den BMW)
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