"Tankstelle" für BMW i3

"Tankstelle" für BMW i3

Beitragvon Baxter I » So 16. Mär 2014, 19:21

Den i3 bekomme ich vorauss. im Mai geliefert. Nächste Woche erfolgt bereits die Installation der "Tankstelle" in Form einer kleinen PV-Anlage mit 3,3 kWp incl. eines Nedap-Energiespeichersystems.

Ich bin mir bewusst, dass diese Investition, auch in Anbetracht meines doch schon fortgeschrittenen Alters, ökonomisch nicht unbedingt sinnvoll ist. Ich möchte aber den i3 absolut ökologisch fahren. Mein Fahrprofil lässt es zu, dass ich das Fahrzeug sowohl tagsüber als auch nachts aufladen kann. Gelernt habe ich aus dem Forum, dass ich den vorhandenen Starkstromanschluss, im Moment noch prophylaktisch, in meine Garage legen lassen soll. Ansonsten erfolgt die Aufladung mittels Schuko-Steckdose.

Mein Problem ist, dass ich das Gefühl habe, dass der PV-Errichterfirma das Know-How bzgl. PV-Anlage, Speicher in Verbindung Elektroauto fehlt. Deshalb meine große Bitte, speziell an die User, die mit dem Problem PV-Anlage, Speicher, Elektroauto vertraut sind, mir evtl. Tipps geben, was bei der beschriebenen Konstellation unbedingt zu beachten ist. Ich möchte vermeiden, dass ich viel Geld investiere, um später festzustellen, dass elementare Dinge nicht beachtet wurden.

Vielen Dank für eure Hilfe

Wolfgang
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Re: "Tankstelle" für BMW i3

Beitragvon HED » So 16. Mär 2014, 20:29

Deine Einstellung finde ich richtig gut, mit eigener Kraft den i3 zu laden.

Darf ich trotzdem fragen wie du dein Haus heizt? Um mehr Nutzen rauszubekommen wäre Solarthermie besser. Ich weiß das ist nicht die Frage. Aber die Gaspreise werden weiterhin steigen und du stellst ja Umwelt vor Kosten.
HED
 

Re: "Tankstelle" für BMW i3

Beitragvon Ebiker » So 16. Mär 2014, 20:41

Sehr geehrter Herr

vielen Dank für Ihre Email vom 13.02.2014.

Wie Sie uns schreiben möchten Sie die Möglichkeiten der Nutzung der Hochvolt-Batterie des BMW i3 als Zwischenspeicher einer Solar Anlage erfahren.

Die Nutzung der Hochvolt-Batterie als Zwischenspeicher für eine Solar Anlage ist sicherlich eine Zukunftstechnologie mit der wir uns intensiv beschäftigen. Wann und ob diese zum Einsatz kommt können wir jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Wir freuen uns, wenn wir Ihnen mit diesen Informationen behilflich sein konnten.

Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen rund um BMW i und die Freude am Fahren haben, sind wir gern persönlich für Sie da. Unter der Telefonnummer 089 1250 161 60 beraten wir Sie gerne Mo. – So. zwischen 8.00 und 20.00 Uhr.


Mit freundlichen Grüßen
BMW i Kundenbetreuung

 
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Fax: 089 1250 161 61
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So weit bin ich mit meiner Stromtankstelle gekommen
Ich hoffe das es im laufe der nächsten Monate Lösungen angeboten werden
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Re: "Tankstelle" für BMW i3

Beitragvon endurance » So 16. Mär 2014, 20:42

Hi Baxter,

gib mal noch ein paar technische Daten zu Deinem Engergiespeicher und ob der Auschließlich für das e-Car oder auch für den Hausgebrauch gedacht ist. Wenn auch hausgebrauch wie ist Dein Verbrauchsprofil. Läuft die PV mit 70% regel? (wenn ja max 2,7kwp Einspeiseleistung) - hmm Nedap der regelt das evtl. also vermutlich doch die volle 3.3kWp (wenn Sonnenseite). Wo steht die PV und wie angeordnet?

Wenn Du per Schuko lädst, dann fällt eine Steuerung der Ladeleistung über Wall-Box schon mal weg. Gut kann man positiv sehen, damit sparst Du komplexität und Geld. Bei der kleinen PV kannst Du eh nur mit minimalster Leistung laden wenn Netzbezug vermieden werden soll. (nicht schlimm dauert nur länger). Wenn Du auch bei nicht 100% Sonne keinen Netzstrom beziehen möchtest muss der Nedapspeicher schon recht groß sein (wenn der i3 Akku damit geladen werden muss min. 25kWh). Auf der anderen Seite muss er auch durch die PV befüllbar sein. Im Sommer noch OK bei vernüftiger Lage 25-30kWh/Tag. Im Winter kommt aber auch mal schnell nix bis fast nix tagelag vor, dann nützt auch der Nedap nix.

BTW: wieviel wirst Du denn ~im Schnitt elektrisch unterwegs sein/Tag.
PV 18,2kWp - BHKW EcoPower 1.0, 30kWh LiON Sunny Island System
BMW i3 60Ah (Verbrauch ca. 13,8kWh/100km; SW: I001-16-07-506) - Technikblog: https://okedv.dyndns.org/wbb/wcf/
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Re: "Tankstelle" für BMW i3

Beitragvon Spüli » So 16. Mär 2014, 20:59

Moin!
Mit einer Nedap-Anlage kannst Du Deinen Haushalt ein ganzes Stück autark machen. Zum Laden eines Autos wird es aber nur sehr begrenzt funktionieren.

Dadurch das der Akku in der Nacht entladen wird, geht zumindest am Vormittag ein großer Teil der Energie für das Laden drauf. Erst am Nachmittag hast Du dann bei schönem Wetter die entsprechenden Überschüsse um ein Auto mit vielleicht 10A zu laden. Den Akku kannst Du hier nur begrenzt als Unterstützung verwenden.

Sonst hast Du mit dem Nedap einen schönen All-in-one Wechselrichter. Das bietet sonst kein anderer Hersteller. Erzähl mal mehr zu Deiner Anlage (Module, Akku,..).
Gruß Ingo
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Re: "Tankstelle" für BMW i3

Beitragvon Hasi16 » So 16. Mär 2014, 22:05

Baxter I hat geschrieben:
Den i3 bekomme ich vorauss. im Mai geliefert. Nächste Woche erfolgt bereits die Installation der "Tankstelle" in Form einer kleinen PV-Anlage mit 3,3 kWp incl. eines Nedap-Energiespeichersystems.

...

Mein Problem ist, dass ich das Gefühl habe, dass der PV-Errichterfirma das Know-How bzgl. PV-Anlage, Speicher in Verbindung Elektroauto fehlt. Deshalb meine große Bitte, speziell an die User, die mit dem Problem PV-Anlage, Speicher, Elektroauto vertraut sind, mir evtl. Tipps geben, was bei der beschriebenen Konstellation unbedingt zu beachten ist. Ich möchte vermeiden, dass ich viel Geld investiere, um später festzustellen, dass elementare Dinge nicht beachtet wurden.

Bei einer so kleinen Anlage ist ein Batteriespeicher wirtschaftlich nicht unbedingt sinnvoll. So eine Anlage wird an einem sonnigen Tag (wie letzte Woche) ca. 13 - 15 kWh erzeugen, im Sommer im Norden sicherlich nicht mehr als 25 kWh, im tiefsten Winter nicht mal eine kWh.
Tendenziell sollte man einen kleinen Speicher wählen, viel bringt dabei nicht unbedingt viel. Daher lohnt es sich für dich wahrscheinlich am meisten den Solarstrom für die Nacht zu speichern - das Haus braucht jede Nacht ja auch durchaus 3 - 4 kWh - sowie die Koch-Peaks abzufangen und am Tag dein Auto zu laden, wenn die Sonne anfängt so richtig zu ballern.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: "Tankstelle" für BMW i3

Beitragvon dkt » Mo 17. Mär 2014, 09:00

Spüli hat geschrieben:
Sonst hast Du mit dem Nedap einen schönen All-in-one Wechselrichter. Das bietet sonst kein anderer Hersteller. Erzähl mal mehr zu Deiner Anlage (Module, Akku,..).


Die Nedap Speicher haben langlebige Zellen von Leclanché. Diese werden in Willstädt in Deutschland in einer vollautomatischen Fabrik produziert. Ich glaube, das ist eine gute Wahl.

Quelle:

http://www.leclanche.eu/index.php
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Re: "Tankstelle" für BMW i3

Beitragvon Spüli » Mo 17. Mär 2014, 09:36

Meist werden die Nedap-WR mit Speichern von BAE oder Hoppecke angeboten. Also klassische Blei-Gel-Akkus. Die LiIon-Version ist ja ganz neu, keine Ahnung welche Sets da zur Zeit im Handel sind.

Die Langlebigkeit der Speicher wird aber auch von den Einstellungen im Powerrouter beeinflußt. Wer da jeden Abend den Akku mit dem eAuto in 1-2 Stunden leer macht wird nicht lange Freude daran haben. Hier müssen also Nutzerverhalten und Einstellungen zueinander passen.
Gruß Ingo
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Re: "Tankstelle" für BMW i3

Beitragvon dkt » Mo 17. Mär 2014, 11:00

Spüli hat geschrieben:
Die Langlebigkeit der Speicher wird aber auch von den Einstellungen im Powerrouter beeinflußt. Wer da jeden Abend den Akku mit dem eAuto in 1-2 Stunden leer macht wird nicht lange Freude daran haben.


Bei den Leclanché Zellen handelt es sich um Li-Titanat Zellen, diese haben nicht nur ein sehr großes operatives Temperaturfenster, sie sind auch die langlebigsten auf dem Markt. D.h. selbst bei starker Beanspruchung (c Wert) kommen die bis auf 15.000 Zyklen. Also kein 'Problem für den "Hausgebrauch".
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Re: "Tankstelle" für BMW i3

Beitragvon Hasi16 » Mo 17. Mär 2014, 11:04

Spüli hat geschrieben:
Meist werden die Nedap-WR mit Speichern von BAE oder Hoppecke angeboten. Also klassische Blei-Gel-Akkus. Die LiIon-Version ist ja ganz neu, keine Ahnung welche Sets da zur Zeit im Handel sind.

Die Langlebigkeit der Speicher wird aber auch von den Einstellungen im Powerrouter beeinflußt. Wer da jeden Abend den Akku mit dem eAuto in 1-2 Stunden leer macht wird nicht lange Freude daran haben. Hier müssen also Nutzerverhalten und Einstellungen zueinander passen.

Je nach Akku-Typ ist der Puffer (gerade bei Blei-Gel!) schon sehr groß.
Aber um so stärker die Akkus jeden Tag genutzt werden, um so schneller rechnet es sich. Dabei muss man aber sagen, dass "rechnet sich" bedeutet, dass sich so eine Batterie-Anlage in der Regel nach frühestens 15 Jahren rechnet.
Bei mir bin ich da kalkulatorisch auf 18 Jahre gekommen, wobei das Restrisikos des Defekts bei mir lag - ist mir noch zu heiß...
Hasi16
 

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