PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon TOMbola » Di 26. Dez 2017, 19:09

Roland81 hat geschrieben:
Das sich ein PV-Speichersystem rechnen kann bezweifelt vermutlich keiner, allerdings ist in den meisten Fällen die Rentabilität des Speichers negativ und reduziert so die Rentabilität des PV-Teils. Den ökologischen Nutzen kann man sicher auch in Frage stellen.
Dennoch reizt es mich extrem das System von endurance nachzubauen.


Und genau das ist vollkommen falsch! Da das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat. Allerdings bin ich es inzwischen leid die Leute zu missionieren, zumindest wird es oftmals so aufgenommen.

Wie immer fehlt dabei das allseits beliebte Rechenszenario, Mehrkosten des Speichers im Vergleich zu einer Anlage ohne Speicher, geteilt durch die Zyklenazahl des Akkus = um die 40 Cent Kosten je kWh für den Akku. Herzlichen Glückwunsch.
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon Roland81 » Di 26. Dez 2017, 19:21

Ernsthaft..erklärs mir. Gerne auch PN.
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon FEE_TOEFF » Di 26. Dez 2017, 20:24

Ich habe eine PV 8kWp auf dem Dach und ein Varta Element 6 (ca.5 k€) im Keller. Die 6,4 kW Batterie reicht mir für den täglichen Stromverbrauch im Haus von Frühjahr bis Herbst, im Winter wird er zur Zeit kaum geladen. Ich habe den i3 erst seit Herbst, während der schönen Tage habe ich ihn tagsüber mit dem NRGkick auf niedrigster Stufe 6A mitgeladen, damit ich nachts abends und nachts noch mit Batteriestrom das Haus versorgen konnte. Es rechnet sich vielleicht nicht, aber das Gefühl mit "eigenem" Strom zu arbeiten, heizen, usw. ist unbezahlbar.
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon Roland81 » Di 26. Dez 2017, 20:58

Du hast eine günstige Konstellation, weil du tagsüber laden kannst.
Wenn ich das EAuto nehme würde es evtl. in den meisten Monaten reichen wenn ich nur Sa/So lade (tgl. 35km). Wenn meine Frau elektrisch fährt (tgl. 90km) bräuchte ich für ihr Auto Durchschnittlich min. 10 kWh ab ca. 16 Uhr. D.h. die meiste Zeit würde ich sicher die 6kWh aus dem stationären Akku nuckeln.
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon spark-ed » Di 26. Dez 2017, 21:09

Man kann das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln sehen.

Wenn man Kritikpunkte sucht:
1. Speicher ist unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten kaum rentabel
Einfaches Beispiel mit sehr optimistischen Annahmen:
10kWh Speicher für €5000,- schafft 1500 kWh Energieumsatz entsprechend 150 Vollzyklen im Jahr - macht bei 20 Jahren Anlagenlebensdauer €5000,-/30.000kWh = €0,16/kWh Durchleitungskosten.
Dazu kommen die Abschreibungskosten der Erzeugeranlage als effektive Energiekosten.
2. Fragwürdiger ökologischer Nutzen, da normalerweise keine Reduzierung konventioneller Stromerzeugungsanlagen.
In den Monaten November bis März wird der Speicher ohne eigenes BHKW oft tagelang nicht nutzbar sein, da kein PV - (und ggf. Wind) Ertrag.
Gerade in diesen Netzhochlastphasen wird dann zusätzlich konventioneller Strom notwendig, für den das ganze Jahr konventionelle Parallelerzeugersysteme vorgehalten werden müssen. (Die Kohlelobby reibt sich bei jedem zusätzlichen MW Netzlast in den Dunkelflauten die Hände)
3. Ein Elektroauto geht bei typischerweise antizyklischer Nutzung (tagsüber unterwegs) eher negativ in die Nutzungsbilanz ein. (Statt Speichermöglichkeit darzustellen ist zusätzlicher stationärer Speicher erforderlich)

Wenn man Pro-Argumente sucht:
1. Mit jeder verkauften Anlage wird die Technik besser, günstiger und ressourcenschonender herzustellen. Man darf also berechtigterweise das gute Gefühl eines Pioniers genießen.
Batteriespeicher sind in Zukunft so oder so alternativlos
2. Man kann weite Teile des Jahres völlig autark seinen Energiebedarf decken. Bei ausreichender Dimensionierung und Kombination mit einem BHKW kann man theoretisch ganzjährig völlig autark sein.
3. Man beeinflusst sein eigenes Verbrauchsverhalten positiv, da der Ehrgeiz geweckt wird, möglichst wenig Netzbezug zu haben -> reduzierter Energie-/ Ressourcenverbrauch.

Ich sehe die Dinge eher aus der Pro Seite :mrgreen:
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon DaKienes » Di 26. Dez 2017, 21:11

endurance hat geschrieben:
DaKienes hat geschrieben:
Der pauschale Tipp der maximale Ausnützung der Dachflächen den Vorrang zu geben ist in AT kein guter Rat, weil wir kein EEG haben.

War auch nicht pauschal - schrieb ja vorher schon AT ist anders zu betrachten und Vergütung ist zu beachten. ICH würde aber auch in AT die Dachfläche voll belegen - maximaler "Gewinn" muss nicht immer das primäre Ziel sein.


Ich habe mein Posting beim Frühstücken geschrieben. Deines hatte ich noch nicht gelesen während ich meines geschrieben habe. Ich gebe dir absolut recht, dass der max Gewinn nicht das Ziel sein soll und ich habe auch nichts davon geschrieben, dass es um Gewinn geht. Unter den in AT herrschende Rahmenbedingungen ist es kaum möglich eine PV Anlage zu errichten, die sich wirtschaftlich betrachtet rechnet. Die Einspeisevergütung ist mit ca. 4 Cent pro kWh sehr bescheiden und es gehört eine ordentliche Portion Idealismus dazu ein solches System zu installieren. Ich denke, dass eine Anlage in Österreich ökologisch und ökonomisch sinnvoll,ist, wenn man diese auf den Eigenverbrauch und auf den eigene täglichen Bedarf anpasst. Wenn Geld keine Rolle spielt, würd ich auch das Dach vollpacken, aber es ist eben keine Grundvoraussetzung VOR der Installation eines Speichers.

Meine PV Anlage wird ca. 9 kWp haben und einen Eigenbauspeicher ähnlich deinem bekommen. Damit sollte ich März bis Oktober meinen Eigenbedarf decken können - hoffe ich zumindest. Und ökonomisch wird sie sich nicht rechnen und das ist OK für mich. Vieles rechnet sich im Leben nicht: Autos, Lebensgefährten, der Hund, Urlaub, ... Trotzdem ist es schön und Wertvoll.
i3s in Melbourne Rot, fast in Vollausstattung, 26.02.2018*
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Danke für das geliehene Ladekabel an:
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon Weanarin » Mi 21. Feb 2018, 15:28

Seit gestern ist die 6,03 kWp PV Anlage angeschlossen, hat fast zwei Monate gedauert, bis der Energieversorger EVN den Zählertausch vornehmen konnte. Es war interessant, am Froniusdisplay zu beobachten, was an Energie an diesem grauen Wintertag mit Schneefall eingespeist wurde: exakt 1409 W, also etwa ein Viertel des im Sommer möglichen Potenzials. Für den eingespeisten Strom erhalte ich genau den Abnahmepreis Optima Float von 4,885 ct/KWh bei einem Grundpreis von 3,00 €/Monat.

Und ja, gibt es Neuigkeiten bei den Speichermöglichkeiten?
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