PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon endurance » Di 26. Dez 2017, 10:24

DaKienes hat geschrieben:
Der pauschale Tipp der maximale Ausnützung der Dachflächen den Vorrang zu geben ist in AT kein guter Rat, weil wir kein EEG haben.

War auch nicht pauschal - schrieb ja vorher schon AT ist anders zu betrachten und Vergütung ist zu beachten. ICH würde aber auch in AT die Dachfläche voll belegen - maximaler "Gewinn" muss nicht immer das primäre Ziel sein.

@kub0815
Das mit Nachts Windräder aus dem Wind drehen, wo ist da der Nachweis? Deine Seite empfiehlt mir jetzt zu laden, nach Deiner Argumentation sollte ich das wohl besser nachts machen??
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon kub0815 » Di 26. Dez 2017, 10:56

endurance hat geschrieben:
@kub0815
Das mit Nachts Windräder aus dem Wind drehen, wo ist da der Nachweis? Deine Seite empfiehlt mir jetzt zu laden, nach Deiner Argumentation sollte ich das wohl besser nachts machen??


Wann dieser Zeitpunkt ist ist lokal unterschiedlich. In dem Beispiel wird davon ausgegangen das man in den nächsten 14 Stunden laden will. Deswegen sind die normal besten Zeiten 2-6 Uhr morgens nicht drin.

hier nochmal die beschreibung.
"Anwendungsfall: Optimierte Ladung von Elektro Autos
Für die vollständige Ladung eines Elektrofahrzeuges werden ca. 6-8 Stunden benötigt. Steht ein längerer Zeitraum zur Verfügung (zum Beispiel bei Firmenfahrzeugen in der Nacht), dann kann die Stromzufuhr in diesen Zeiten unterbrochen werden. Der Grünstrom Index erlaubt es die Zeiten zu identifizieren, bei denen der Anteil an erneuerbarem Strom - relativ zu Strom aus fossilen Quellen - in Walldorf (Baden) besonders hoch ist.

Exemplarische Laderegel
Innerhalb der nächsten 14 Stunden soll ein vollständig entladenes KFZ geladen werden, wofür 6-8 Stunden Strom benötigt wird."

Das mit den Windrädern ist leider noch nicht so. Aber bei starkwind kann das schon mal vorkommen. Schreitet der Ausbau aber noch weiter vorran wird das ein normalfall werden wenn es keine Zwischenspeicher gebaut werden.

Eine recht gute informationsquelle ist diese webseite.
https://www.agora-energiewende.de

Viele Grüsse
Jürgen
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon JoDa » Di 26. Dez 2017, 11:05

Hallo Weanerin,

das größte deutschsprachige Forum zum Thema PV hat auch ein Unterforum für Österreich: https://www.photovoltaikforum.com/austria-f60/
Dort findest du z.B. Informationen zur neuen Bundesförderung für PV-Speicher für welche du bereits Anfang Jänner ansuchen müsstest.
Vermute mal du hast eine KLIEN geförderte PV auf deinem Hausdach (4-5kWp Solargenerator mit einphasigem Wechselrichter). In diesem Fall wäre die PowerWall2 für dich die preislich optimale Lösung.
Ein Berechnungstool zur Berechnung der Amortisationsdauer ist dort auch zu finden. Vermute das inkl. Laden deines Elektroautos (mit dem mitgelieferten einphasigen Schuko-Ladekabel) die Amortisationsdauer um die 15 Jahre liegen wird. Also etwa gleich groß wie die Lebensdauer des PV-Speichers. (Geschätzte Lebensdauer des Wechselrichters und des Li-Akkus jeweils 15 Jahre).
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon Zoelibat » Di 26. Dez 2017, 11:18

Zahlt sich ein Speicher aktuell aus? In wirtschaftlicher Hinsicht in Österreich vielleicht nicht, aber meiner Meinung nach ist es wichtig, Erfahrungen zu sammeln und diese weiterzugeben. Wenn keiner damit anfängt, dann passiert es nicht.

Ich freu mich immer riesig, wenn der Speicher einen Teil meines PV-Überschusses aufnimmt und ich den später ins Auto lade oder über Nacht für mein Haus verwende. Dieses gute Gefühl ist viel mehr wert, als nur der reine Geldwert. Das ist (m)ein Beitrag für die Zukunft.

In ein paar Jahren wird ein Batteriespeicher genauso normal sein wie eine PV-Anlage und auch rentabel.

Der billigste Speicher ist nicht immer der beste - ich würde hier vergleichen. Was länger hält, ist auch umwelttechnisch besser. Vergisst man aber allzu oft in der heutigen Wegwerfgesellschaft.

Und auch in Wean scheint die Sonne und dessen Energie will gespeichert werden. ;)
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Näheres hier: https://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-allgemeines/renault-aktion-bring-your-friends-t4960-160.html#p842101
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon endurance » Di 26. Dez 2017, 11:36

auch wenn nur so halb on topic
@Kub0815: Mal den Fall PV ohne Speicher betrachtet: ich werde nicht nachts aus dem Netz ziehen 23cent/kWh, wenn ich meinen eigenen Strom tags für 9cent/kWh produziere. Ich gebe Dir in Punkte tarifen recht, damit ließe sich ein guter Anreiz schaffen das Verbrauchstverhalten zu steuern - haben wir aber eben nicht.
BTW wenn ich die GSI Auswertung betrachte darf ich durchaus zwischen 13 und 16Uhr laden. Ja auch Nachts wenn der Bedarf ansonsten niederig ist aber da schlagen die Kosten wieder zu.

Ich glaube zu wissen wo Du hinargumentieren willst vergleichst aber Zukunft mit Jetzt (machbaren) - wir brauchen Speicher sowohl für PV als auch Wind. Ob wir Langfristspeicher brauchen um PV aus dem Sommer im Winter nutzen zu können will ich gar nicht betrachten. Da unsere Großunternehmen kaum bzw. ultralangsam etwas tun muss eben der Bürger ran. Am einfachsten ist es eben daheim. Wenn man finanzielle Reize setzen könnte mit entsprechend dynamischen Tarifen würde sich evtl. auch schneller etwas tut (SmartGrid), aber da laufen wir dann jetzt in die Datenschutz und Blackout/Bigbrother Ecke.

Die Diskussion finde ich Interessant evtl. eigener Thread?
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon Roland81 » Di 26. Dez 2017, 11:44

endurance hat geschrieben:
Die Diskussion finde ich Interessant evtl. eigener Thread?


Unbedingt! Interessantes Thema.

Roland (der dich um deinen Eigenbauspeicher beneidet)
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon TOMbola » Di 26. Dez 2017, 12:55

Die Stromgestehungskosten von PV-Speichersystemen gehen inzwischen bei 14 Cent die kWh los, der durchschnittliche Preis der EVU in Deutschland liegt bei 25 Cent. Ein vernünftiges PV-Speichersytem trägt sich Heutzutage über die Zeit der 20 jährigen Einspeisevergütung und durch Autarkie selbst, ohne auch nur einen einzigen Cent Eigenkapital. Also komplett Finanziert, inklusive Instandhaltungskosten, Wartungs- und Versicherungskosten.

In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 50.000 PV-Speichersysteme, nach Meinung einiger Fachleute(!) hier, sind das alles grüne Spinner die nicht wissen wohin mit Ihrem Geld.
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon Robert » Di 26. Dez 2017, 13:00

Die Powerwall 2 in Österreich kannst Du gleich wieder vergessen. Die bekommst Du nicht. Falls Sie auf Umwegen zu uns käme musst Du noch einen Installateur finden der die Verantwortung für den nicht 3 phasigen Einbau übernimmt.

Ein paar interessante Hersteller wurden ja schon genannt. Kreisel Mavero wäre noch nett. Da die aber in die gleiche Marketingschule wie TESLA gegangen sind ist der Speicher nicht zeitnah lieferbar....

Fronius wäre nett, zukunftssicher und mit kompetenter Hotline gut betreut. Allerdings um 30% zu teuer. :?
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon tobacco » Di 26. Dez 2017, 14:12

Strom war noch nie so billig (relativ zum Einkommen) wie jetzt, und sollte nach Aussage meines neuen Ökostrom-Anbieters 2018 bis zu 3% weniger betragen – ich wurde obwohl nun mit einer Ladestation um ca. 12% monatlicher Teilzahlungsbetrag-Stromkosten herabgestuft – zwar nun ohne Aquarium, aber wahrscheinlich am Ende kein Guthaben.

Warmwasser wird bei uns zuhause mit Nachtstrom 250l/65°C aufgeheizt.
Mit einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe und Fußbodenheizung erwärmen wir seit 1984 unser Eigenheim (208m²/23,5°C).

Durchschnittsstrompreis (Nachtstrom, Heizung, Haushalt und Wallbox etc.) = ca. 12/16/20 Cent/kWh.
El. Energie-Kosten (Kochen, Waschen, Licht, Warmwasser und Heizung): ca. < 3% uns beider Gesamteinkommen
Kosten für Mobilität wie: PKW: E 280 CDI, BMW i3; Motorrad: Honda CBF 1000 F; (Anschaffung immer neu), Wertverminderung und Betriebskosten: > 25%.

Grundsätzlich wäre Fotovoltaik Anlage kombiniert mit Speicher eine ideale Sache, aber ich glaube man müsste eine Weiterentwicklung (Technik und Investitionskosten, Entwicklung des Strompreises) noch abwarten.

Vision:
Träumen tut jeder, mindestens 15KW mit Fotovoltaik aufgeladen, im Handschuhfach dabei zu haben.
Bild Bild Niemand plant sein Versagen
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Re: PV und Wallbox vorhanden, Speicher sinnvoll?

Beitragvon Roland81 » Di 26. Dez 2017, 16:52

TOMbola hat geschrieben:
Die Stromgestehungskosten von PV-Speichersystemen gehen inzwischen bei 14 Cent die kWh los, der durchschnittliche Preis der EVU in Deutschland liegt bei 25 Cent. Ein vernünftiges PV-Speichersytem trägt sich Heutzutage über die Zeit der 20 jährigen Einspeisevergütung und durch Autarkie selbst, ohne auch nur einen einzigen Cent Eigenkapital. Also komplett Finanziert, inklusive Instandhaltungskosten, Wartungs- und Versicherungskosten.

In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 50.000 PV-Speichersysteme, nach Meinung einiger Fachleute(!) hier, sind das alles grüne Spinner die nicht wissen wohin mit Ihrem Geld.


Das sich ein PV-Speichersystem rechnen kann bezweifelt vermutlich keiner, allerdings ist in den meisten Fällen die Rentabilität des Speichers negativ und reduziert so die Rentabilität des PV-Teils. Den ökologischen Nutzen kann man sicher auch in Frage stellen.
Dennoch reizt es mich extrem das System von endurance nachzubauen.
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