Perfekte Ladung des BMW i3 mit Photovoltaik

Re: Perfekte Ladung des BMW i3 mit Photovoltaik

Beitragvon Norbert W » Di 9. Aug 2016, 22:00

Meine Anlage ist 2011 gebaut, da lohnte sich PV noch richtig. Eigenentnahme ist noch effizienter als Einspeisen. Die Anschaffungskosten sind nach ca. 8 Jahren Betrieb wieder drinnen. Was eine vergleichbar starke Anlage heute kostet, kann ich nicht sagen.
Aber nur um den i3 zu laden, dass ist wohl doch mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Zuletzt geändert von Norbert W am Di 9. Aug 2016, 22:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon spassgenerator » Di 9. Aug 2016, 22:02

endurance hat geschrieben:
9kWp ca. 11k€ total mit Installation etc. falls Du PV Kosten meintest.


Danke und ja meinte ich.
Dazu dann, damit es wirklich gut ist, nochmal 5 bis 10k für eine Batterie?

Das ist schon sehr teuer, ich finde das geht nicht.

Trotzdem, spasseshalber, wieviel Fläche wird benötigt?

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Re: Perfekte Ladung des BMW i3 mit Photovoltaik

Beitragvon endurance » Di 9. Aug 2016, 22:08

OK mal meinen genauen Anlagenpreis für meine letzte 9,45kWp Anlage (Jan 2016) mit 10kW SMA WR: 12285€ (ohne Ust). Fläche: ca. 57qm
Das geht auch etwas günstiger (nat. auch teurer :)). Lohnt sich wenn man einen großen Teil selber verbraucht. Z.B. mit Batterie oder eben das Auto als Zwischenpuffer. Auto geht bei mir nicht da tagsüber nicht daheim.
Und Teuer ist relativ - das muss sich über 20Jahre rechnen (meist reichen 10 wenn es schöne Südseite und viel eigenverbrauch ist).

Hausbatterie sorry wenn du den PV Preis hoch findest... Ich habe im Eigenbau ca. 10k€ für 30kWh LiOn bezahlt. Kommerziell wäre das wohl eher bei 25k€ gewesen (Ohne förderungen). Klar geht auch kleiner - muss halt zum Energieverbrauch passen. Blei ist sicherlich etwas günstiger (noch).
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Re: Perfekte Ladung des BMW i3 mit Photovoltaik

Beitragvon spassgenerator » Di 9. Aug 2016, 22:22

Ich habe kein Haus, nur eine Garage.
Weiterer Eigenbedarf wäre Licht in der Garage. :mrgreen:
Maximal ein elektrisches Tor.

Das kann man wohl nicht rechnen, da bricht garantiert der Bleistift ab. :ugeek:

Eine autonome Versorgung mit Solar, wäre mit Haus vermutlich genauso schwierig.
Auch da wird man in schlechten Zeiten (Nachts, Winter, Wolken) nicht genügend Puffer haben, und in guten Zeiten nicht genügend verbrauchen können. Um sorglos zu sein braucht man große Überkapazitäten (genau wie bei der Garage) und das kostet.

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Re: Perfekte Ladung des BMW i3 mit Photovoltaik

Beitragvon herrmann-s » Di 9. Aug 2016, 22:29

Norbert W hat geschrieben:
Meine Anlage ist 2011 gebaut, da lohnte sich PV noch richtig. Eigenentnahme ist noch effizienter als Einspeisen. Die Anschaffungskosten sind nach ca. 8 Jahren Betrieb wieder drinnen. Was eine vergleichbar starke Anlage heute kostet, kann ich nicht sagen.
Aber nur um den i3 zu laden, dass ist wohl doch mit Kanonen auf Spatzen schießen.



meine ist auch 2011 in betrieb gegangen und mach kein eigenverbrauch. ich bin zwar nicht so ganz auf dem laufenden und meine intelligenz reicht nicht um dem ganzen zu folgen aber nachdem ich mal rumgerechnet aber so ganz erschliesst sich mir die verallgemeinerung nicht.

eeg umlage?
autarkie?
eigenbedarfsquote?

das sind so stichworte die bei mir immer angst ausloesen.
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Re: Perfekte Ladung des BMW i3 mit Photovoltaik

Beitragvon Norbert W » Mi 10. Aug 2016, 04:30

Die Regeln, Gesetze und Vergütungen bei Photovoltaikanlagen sind wirklich "speziell", weil sie sich ständig änderten und ändern.

Ich muss keine EEG-Umlage zahlen, weil meine 2011er Anlagen seit 2013 auf Eigenentnahme umgestellt wurden. Wenn du jetzt auf Eigenentnahme umstellst, fällt die EEG-Umlage an. Das ist eine Sauerei, aber es ist so.
Wie gesagt, ich kann ohne Hausbatterie unseren i3 komplett mit Überschussstrom unserer PV-Analge laden und da ist immer noch viel, was ins Netz eingespeist wird. Sonstiger Eigenverbrauch ist auch nicht so hoch, dass ich insgesamt über 30% Eigenverbrauchsquote komme.

Wenn die PV-Anlage richtig groß, bzw. groß genug ist, kann man damit locker autark den i3 laden.
Bei der Anlage unseres Betriebes ist das ganze Süddach vom Nebengebäude mit PV-Platten bestückt, das müssten 69 Platten sein.
Eine Platte macht ca. 240 Watt. Heute macht eine Platte 300 - 340 Watt, also braucht man für die Leistung entsprechend weniger Platten und Platz auf dem Dach.
Aber es gibt heute eben viel weniger Vergütung, und die EEG-Umlage, die für selbst entnommenen Strom zu zahlen ist. Deshalb lohnt PV-Installation aktuell nicht mehr, soweit ich da informiert bin.
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Re: Perfekte Ladung des BMW i3 mit Photovoltaik

Beitragvon endurance » Mi 10. Aug 2016, 05:53

Lohnen oder nicht lohnen - kann man nicht verallgemeinern.
Wenn man es finanziell betrachtet liegt eben mom. die Einspeisevergütung bei ca. 12Cent. Netzbezug ca. 20Cent.
- Also wenn ich einspeise bekomme ich 12 Cent
- Wenn ich es selber verbrauche spare ich 20 Cent, aber eben nur wenn ich es auch selber verbrauche.

Dann kommen die Feinheiten oben drauf wie EEG Umlage, hier ist zu beachten wann die ANlage gebaut wurde und die Größe spielt wenn ich mich recht entsinne auch eine Rolle. Wenn man UST zahlen muss ist diese auf die entgangen Netzkosten zu zahlen also auf 20Cent nicht auf die 12... relativ kompliziert also, wenn das ganze am Netz hängt.

Wenn ICH bei NULL anfangen könnte hätte ich mir das ganze als Insel aufgebaut und mein Hausnetz von Netz getrennt um den ganzen Zinnober der Finanzämter und Co zu sparen. Hausanschluß wäre dann reiner Notstrom gewesen (getrennter Kreis) / Notstrom über "Dieselgenerator", Batterie wäre dann aber noch größer geworden (eher 40kWh Nutz, aktuell 24Nutz).
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Re: Perfekte Ladung des BMW i3 mit Photovoltaik

Beitragvon Norbert W » Mi 10. Aug 2016, 06:52

Ja, Inselanlage scheint mir aktuell auch die sinnvollste PV-Installation zu sein. Wenn die Akkus noch günstiger werden, lohnt die Sache noch mehr.

Aber auch das stinkt dem Staat (Gabriel) schon. In den Schubladen ist, dass auch Inselanlagen erfasst werden sollen und dafür EEG-Umlage gezahlt werden soll. Das ist so, wie wenn ich Steuern für selbst gegessene Äpfel vom eigenen Baum zahle...

Es hat schon einen Grund, weshalb die meisten deutschen PV-Hersteller pleite gegangen sind.
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Re: Perfekte Ladung des BMW i3 mit Photovoltaik

Beitragvon spassgenerator » Mi 10. Aug 2016, 07:58

Das mit den Äpfeln verstehe ich und ist eine Sauerei.
Übrigens ähnlich wie ich mein Auto auch nicht mit eigenem Treibstoff betanken darf.

Was jedoch die Solarhersteller angeht, so wurden und werden die meisten Anlagen in China gefertigt.
Unsere Förderung gelangte großteils in deren Kassen. Deswegen sind viele deutsche Hersteller pleite.
Solarherstellung kostet viel Energie, vielleicht ist Energie zu teuer in Deutschland für so ein Geschäft, schließlich muß man Solarstrom fördern. :lol:

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Re: Perfekte Ladung des BMW i3 mit Photovoltaik

Beitragvon Norbert W » Mi 10. Aug 2016, 08:41

Na ja, meine Solarmodule waren con Centrosolar (Herstellung in Dresden), ist insolvent gegangen; Nachfolger Solarfabrik auch.
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