Neue Steckdose; was dem Elektriker sagen?

Neue Steckdose; was dem Elektriker sagen?

Beitragvon soberholzers » Fr 13. Feb 2015, 17:23

Liebe Profis

Da ich in ein paar Wochen meinen neuen BMW i3 erhalte - habe gestern in meinem 1. Beitrag dazu noch mehr geschrieben (Danke nochmals für die Antworten) - muss ich draussen bei mir zu Hause noch für eine Lademöglichkeit sorgen.

Wir wohnen in einem Doppeleinfamlienhaus (CH) und bei unserem Autounterstand hat es Licht und eine übliche Haushaltsteckdose. Beides läuft jedoch über den Allgemeinstrom, welchen wir jeweils Ende Jahr mit dem Nachbarn aufteilen. Entweder lege ich mir einen Stromzähler zu und rechne dies dann Ende Jahr speziell ab. Scheint mir jedoch mühsam, da ich bspw. protokollieren müsste, wann jeweils der Hoch- bzw. Niedertarif gilt.
Nun möchte ich also dort eine zusätzliche Leitung von "unserem" Strom legen lassen, jedoch vorerst noch auf eine Wallbox verzichten. Meine Firma würde mir die BMW Wallbox Pure finanzieren (einmalige Beschaffung), für die Installation muss ich selbst sorgen. Aufgrund der Informationen aus diesem Forum warte ich jedoch damit noch zu, da es wohl bessere, zukunftsgerichterte Lösungen gibt als die Box von BMW (allenfalls wenn man später ein anderes Fahrzeug hat).

Womit muss ich nun unseren Elektriker beauftragen bezüglich der Installation, sodass ich zu einem normalen Haushaltsanschluss komme (das ist ja keine Kunst), jedoch für die Zukunft gerüstet bin?

Danke für eure Antworten! (freue mich auch auf Alternativen bzw. Hinweisen zu Wallboxes etc.).

Beste Grüsse!

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Re: Neue Steckdose; was dem Elektriker sagen?

Beitragvon JuergenII » Fr 13. Feb 2015, 18:01

Ich kenne mich jetzt nicht so gut aus, wie es E-Technisch in der Schweiz bestellt ist. Am einfachsten wäre es wohl, der Elektriker überprüft die jetzige Steckdose, ob die auch wirklich die Dauerlasten des BMW Ziegels verträgt und installiert Dir einen Doppelzähler, der sowohl Hoch- als auch Niederstrom misst.

Ansonsten würde ich aber eine 32 (A) Leitung legen lassen und diese mit einem eigenen Doppelzähler im Verteilerkasten kombinieren. Evtl. aus Sicherheitsgründen noch einen FI A Schalter für EV's oder gleich einen FI B Schalter montieren lassen. Dann gibt es keine Abrechnungsschwierigkeiten. Mit der Leitung kannst Du dann - sofern Eure Hauselektrik mitspielt - bis zu 22 kWh laden. Für den i3 zwar Perlen vor die Säue, aber man weiß ja nie was noch kommt.

Wenn der Abstellplatz nicht öffentlich zugänglich ist, wäre zu überlegen, ob Du nicht einfach eine CEE Kombidose (Schuko+Drehstromanschluss) installierst. Damit kannst Du sowohl den Ziegel von BMW betreiben oder Dir eine (mobile) CEE Ladebox zulegen. Da gibt es verschiedene Lösungen. Einfach hier mal nach crOhm EVSE1M40, Bettermann oder JUICE BOOSTER suchen. Gibt aber noch mehr. Die haben den Vorteil, dass Sie dank verschiedener Adapter an so ziemlich allen Stromanschlüssen in ganz Europa einsetzbar sind.

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Re: Neue Steckdose; was dem Elektriker sagen?

Beitragvon i_Peter » Fr 13. Feb 2015, 18:21

Auf jeden Fall sollte die Steckdose für 16A abgesichert sein und auch für einen 6-stündigen Dauerstrom mit 16A ausgelegt sein, ohne dass sie heiß wird oder dass Kontakte abnutzen.

Ich war das mit der Steckdose dann schnell leid:
- zur Fronthaube laufen (in der engen Garage !)
- Remoteschlüssel betätigen
- Fronthaube auf
- Ladeziegel raus
- Fronthaube zu
- Kabel vom Ladeziegel abwickeln
- Stecker einstöpseln Steckdose
- Stecker einstöpseln Auto
Vor dem Losfahren das Gleiche rückwärts.
Habe dann überlegt, einen 2.ten Ladeziegel zum "Liegenlassen" in der Garage anzuschaffen.
Nachdem der aber preislich in der gleichen Größenordnung liegt, wie die Wall.be Wallbox mit Typ2-Kabel,
habe ich mir die Wall.be zugelegt und selber installiert. Jetzt geht es:
- Stecker einstöpseln Auto, fertig !

Ich brauche kein schnelleres Laden in der Garage: die Nacht ist bei mir eigentlich immer lang genug, um auf 100% aufzuladen. Kann mir schwer eine Situation vorstellen, in der ich nach einer Fahrt über die volle Reichweite leer am Haus ankomme und dann innerhalb einer Stunde wieder voll laden muss (mit einem zukünftigen Auto, den der i3 braucht bei 32A ja mindestens 3 Stunden). Auf eine 22kW Wallbox von BMW warte ich nicht, bringt für den i3 ja auch wenig Vorteil. Mehrere 22kW Säulen finde ich zur Not auch ein paar Kilometer weiter in der Stadt.

Ich hoffe, mein Überlegungen helfen Dir bei Deiner Entscheidung !
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Re: Neue Steckdose; was dem Elektriker sagen?

Beitragvon Hasi16 » Sa 14. Feb 2015, 08:22

Ich hab's ganz ähnlich gemacht (mit der Wallbox von wallbox-shop.de). Aber dann gleich mit drei Phasen, der i3 wird nicht mein letztes EV sein! ;)

Viele Grüße
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Re: Neue Steckdose; was dem Elektriker sagen?

Beitragvon graefe » Sa 14. Feb 2015, 08:54

Ich habe mich für eine ganz einfache Schuko entschieden: a) Selbst wenn ich mal ein Fahrzeug mit besserem Lader und größerer Batterie haben sollte, würde der Stromfluss genügen, um über Nacht mit Notladekabel aufzuladen. b) Die Steckdose lässt sich auch anderweitig nutzen (z.B. zum Erhaltungsladen meines ungenutzten Verbrenners). c) Eine Wallbox selber ist bereits teuer. Und nach Aussage meines Elektrikers wäre das Verlegen eines dickeren Kabels mit einem größeren Arbeitsaufwandes und damit höheren Installationskosten verbunden gewesen.
Ich lasse den ICCB allerdings immer zu Hause liegen und habe ein Typ 2-Kabel im Auto liegen.

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Re: Neue Steckdose; was dem Elektriker sagen?

Beitragvon BMWFan » Sa 14. Feb 2015, 08:56

Der Ziegel lädt in der Schweiz nur mit 1,7 kW (max 8 A), und ist damit zu langsam. Ich habe mir in der Garage eine Leitung mit 16 A legen lassen und die BMW-Wallbox installiert. Damit bekommt ich die Batterie über Nacht locker voll und auch tagsüber bei teilentladener Batterie ist die Ladezeit durchaus ok. Mit der BMW-Wallbox hatte ich noch nie ein Problem. Ich wohne zum Glück in der Nähe einer CSS-Ladesäule, mit der ich die leere Batterie bei Bedarf schnell auffüllen kann. Ich fahre effektiv mit Strom aus:

85 % Wallbox AC 3,7 kW (nachts und tagsüber am Wochenende)
5 % CCS
5 % AC 7,4 kW (auswärts, bei Gelegenheit)
5 % Rex

Mehr als 3,7 kW in der Garage hätte in meiner Situation praktisch keine Vorteile. Und wirklich schnell lädt nur CCS bei leerer Batterie.
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Re: Neue Steckdose; was dem Elektriker sagen?

Beitragvon kai » Sa 14. Feb 2015, 10:44

Mein Tipp:

Wenn Du baulich was machen darfst und willst, mach es gleich richtig.
Kabelkosten sind die geringsten Kosten.
Also gleich ein starkstrom Kabel (5-polig, 10 qmm für 22kw) UND ein einphasiges dazu legen. Wenn Du erst einmal ein Elektroauto hast, kommst Du von dem Thema eh nie wieder los.

Ich habe gleich noch weitere Kabel verlegen lassen.
- Ethernet CAT7 für Kameraüberwachung
- Kabel für Wetterstation und
- 4 Solarkabel für Photovoltaik auf dem Carport - gut für 2 Strings

Beim laden empfehle ich eine Wallbox MIT FESTEM KABEL. Das ist das bequemste.

Ne 22kw Wallbox mit festem Kabel kostet doch auch nix, z.b die hier:
http://www.stromox.eu/product_info.php? ... -22kw.html

Dazu nen FI-B wegen Starkstrom und Du bist gerüstet für die nächsten 10 Jahre.

Gruß

Kai
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Re: Neue Steckdose; was dem Elektriker sagen?

Beitragvon JuergenII » Sa 14. Feb 2015, 11:36

Dass mit dem festen Kabel ist so eine Sache, solange einige Hersteller meinen sie müssten ihre Fahrzeuge /Roller mit einem TYP1 Anschluss in Europa verkaufen.

Flexibler ist immer ein Wallbox ohne festem Kabel, bzw. mit einem zweiten TYP 2 Stecker. Ansonsten ist der Tipp mit den weiteren Kabeln sehr wertvoll - vor allem ein Netzwerkkabel und zumindest ein Leerrohr für zukünftige DC Kabel sollte auf der Agenda stehen.

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Re: Neue Steckdose; was dem Elektriker sagen?

Beitragvon kai » Sa 14. Feb 2015, 13:01

@Jürgen stimmt alles.

Nur sind Autos ohen TYP2 Buchse ab 2017 in Europa nicht zulassungsfähig. Wenn er den BMW bis dahin fährt, wird es selbst bei Nissan, Kia und Mitsubishi eine TYP2 Buchse geben.

Gruß

Kai
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Re: Neue Steckdose; was dem Elektriker sagen?

Beitragvon JuergenII » Sa 14. Feb 2015, 14:01

Danke Kai für die Info, ist mir bis jetzt entgangen.

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