Laden an Schuko-Außensteckdose

Re: Laden an Schuko-Außensteckdose

Beitragvon PowerTower » Mo 19. Okt 2015, 09:07

fdl1409 hat geschrieben:
Schalte auch mit einem Lichtschalter schon mal während der Ladung ab. Nie irgendwelche Probleme gehabt.

Es ist trotzdem nicht empfehlenswert. Die Schalter sind nicht dafür ausgelegt, 10 oder mehr Ampere abzuschalten. Wie gesagt, wenn das mal aus Unachtsamkeit passiert ist das kein Drama, man sollte es aber nicht übertreiben. Man sieht bei einigen Schaltern wie gesagt sehr schön den Lichtbogen durch den Kunststoff hindurch. Und Lichtbogen bedeutet verschmorte Kontakte und erhöhte Übergangswiderstände.

Die Schalter sind nur zum Schalten von Lasten <2 Ampere geeignet. Alles andere ist Aufgabe für ein Schütz.

Es ist auch seitens des ICCB nicht vorgesehen, dass man zuerst die Steckdose stromlos schaltet und dann erst am Auto entriegelt. Die übliche Vorgehensweise ist Ladevorgang am Auto beenden und dann erst Steckdose schalten bzw. Stecker ziehen. Es würde mich wundern, wenn das im Handbuch anders beschrieben ist.
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Re: Laden an Schuko-Außensteckdose

Beitragvon dteu » Mo 19. Okt 2015, 12:24

Ich hab mal geschaut: Unsere Außensteckdose liegt tatsächlich zusammen mit der Innenbeleuchtung auf der anderen Seite der Wand auf einem gemeinsamen Stromkreis, der Schalter für die Steckdose verkraftet wohl max. 10A. Bin da allerdings kein Experte, aber die Herstellerwebseite (es ist ein Berker-Schalter) deutet darauf hin.

Scheint mir nicht optimal. Es gäbe noch die Alternative, erstmal Strom aus einem ans Haus angebauten Schuppen zu beziehen. Der liegt halt 6 oder 7 Meter weiter weg vom Stellplatz als die Terrasse (d.h. gesamt gut 14 Meter), deshalb erschien mir das erst zu umständlich. Hat aber eine eigene 16A-Absicherung, an der außer der Beleuchtung und einer Steckdose keine weiteren Verbraucher hängen. Auch könnte man dort recht einfach z.B. eine blaue CEE-Dose montieren (das würde auf jeden Fall ein Elektriker machen). Leider muss das Kabel dann auf dem Weg zum Stellplatz an der Haustür vorbei, sodass man es, ohne den kompletten Weg aufzureißen, nicht einfach in der Erde verlegen kann. Aber für gelegentliches Nachladen wäre es kein Problem, hin und wieder ein Kabel über den Weg zu legen.

Mir geht es nicht darum, generell jedes Investment in eine Steckdose/Wallbox samt Zuleitung direkt am Stellplatz zu vermeiden. Schon allein des Komforts wegen wird das früher oder später nötig sein. Nur eben nicht alles auf einmal gleich zu Beginn. Auch möchte ich erst abschätzen können, wie oft tatsächlich zu Hause geladen werden muss.

Gruß,
Dirk
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Re: Laden an Schuko-Außensteckdose

Beitragvon Volker.Berlin » Mo 26. Okt 2015, 10:49

Hier noch eine Information vom Fachmann:
http://ladestationen.berlin/deine-e-tan ... steckdose/
(Man beachte auch den Kommentar unter dem Blog.)
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Re: Laden an Schuko-Außensteckdose

Beitragvon Spürmeise » Mo 26. Okt 2015, 10:55

Volker.Berlin hat geschrieben:
Hier noch eine Information vom Fachmann:
http://ladestationen.berlin/deine-e-tan ... steckdose/


Hmm ja, ein "Fachverkäufer":

"Denn wenn auch noch gleichzeitig Wäsche gewaschen und Böden gesaugt werden, ist so eine normale Hauselektrik schnell überlastet, die Leitungen werden warm oder sogar heiß. Im schlimmsten Fall gibt es einen Kabelbrand und verschmorte Steckdosen."

Warum sollte der Leitungsschutzschalter für "Steckdosen" nicht ansprechen, wenn insgesamt über 25A gezogen werden???
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Re: Laden an Schuko-Außensteckdose

Beitragvon Volker.Berlin » Mo 26. Okt 2015, 11:04

Ja, dieselbe Frage muss man bei den Erläuterungen von TheNewMotion zum selben Thema auch stellen:
http://www.thenewmotion.com/de/uncatego ... steckdose/

Anscheinend ist die Versuchung doch sehr groß, die (an sich guten!) Argumente noch zusätzlich mit ein bisschen FUD zu unterstützen... :(
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Re: Laden an Schuko-Außensteckdose

Beitragvon Volker.Berlin » Mo 26. Okt 2015, 11:11

Spürmeise hat geschrieben:
Warum sollte der Leitungsschutzschalter für "Steckdosen" nicht ansprechen, wenn insgesamt über 25A gezogen werden???

Würde er ja. Das Problem besteht aber schon unter 25 A und heißt "Dauerlast". Kein Haushaltsgerät läuft länger als ein paar Minuten auf Vollast, schon gar nicht in gleichzeitiger Kombination mit einem anderen Haushaltsgerät, welches ebenfalls Vollast zieht. Dass es irgendwo ein bisschen Verlustleistung (= Wärme) gibt, ist normal und unvermeidlich. Normalerweise kühlt aber alles auch gleich wieder ab. Beim E-Auto, was über Stunden hohe Ströme zieht, ist ein Wärmestau nicht so abwegig, weil diese Situation bei der Installation nicht berücksichtigt wurde -- schließlich gab es diesen Fall in der Praxis (im Privathaushalt) einfach nicht.
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