Laden am Drehstromanschluss.

Laden am Drehstromanschluss.

Beitragvon BMW EV » Sa 11. Okt 2014, 15:09

So , nachdem wir nun in paat Tagen unseren i3 bekommen , möchte ich hier auch mal einen Thread eröffnen.
Zum laden und den Möglichkeiten.
Wir haben die Schnellladeoption bestellt. Nun ist es so , das es sein kann , wenn ich nach Hause komme , meine Frau eine Stunde später zur Arbeit fährt. Der Arbeitsweg meiner Frau ist 44km und meiner 78km. Also zusammen 122km. Nun sollte das im Sommer kein Problem sein , aber es kommt ja auch der Winter.
Da möchte ich die Stunde natürlich möglichst viel nachladen.
Das die Ausgangssituation. Ich habe mich mal im Internet über den Lademodus 3 schlau gemacht.
Es ist ja ein relativ einfaches Verfahren , wo die Ladeleistung nur über Widerstände codiert ist.
Ich habe eine Drehstromkiste und möchte diese einfach um eine Lademöglichkeit für 20 oder 32A erweitern.
Wofür sollte ich eine Wallbox kaufen? Es ist doch nur ein sehr einfaches Stück Elektronik enthalten? Das denke ich zumindest.
Nun meine Frage: Hat schon jemand in dieser Richtung Erfahrung oder hätte Lust , was einfaches mit zum laufen zu bringen , ohne hunderte von Euro zu investieren?
Es gibt da 2 denkbare Szenarien: Einmal eine "kleine Box" mit einen fest angeschlossenen Kabel was bei mir günstigerweise mit in die Drehstromkiste sollte , oder auch ein Kabel , was auf einer Seite einen normalen 32A roten CEE Stecker hat und auf der anderen Seite den i3 Anschluss. Somit könnte man unterwegs zur Not ja auf jeden Bauernhof die Kraftstromsteckdose nutzen.

Was meint Ihr?

Viele Grüße , Frank
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Re: Laden am Drehstromanschluss.

Beitragvon Hasi16 » Sa 11. Okt 2014, 16:30

BMW EV hat geschrieben:
Nun meine Frage: Hat schon jemand in dieser Richtung Erfahrung oder hätte Lust , was einfaches mit zum laufen zu bringen , ohne hunderte von Euro zu investieren?

Mode 3 fordert einen Controller... Wie eine Wallbox funktioniert ist hier in mehreren Threads ganz gut beschrieben. Aber auf billig steh ich nicht so - und vom "selber machen" sollte man bei den Ladeleistungen meiner Meinung nach die Finger lassen!

Hol dir einfach eine feste 22 kW Wallbox von wallb-e oder wallbox-shop sowie ein 32A-Typ 2-Kabel für öffentliche Säulen und gut ist. Dann kannst du fast überall einphasig mit 7,4 kW laden.

Viele Grüße
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Re: Laden am Drehstromanschluss.

Beitragvon EV_de » Sa 11. Okt 2014, 17:44

:klugs:

... ausserdem darfs ( könntest aber ) Du zu Hause nicht einphasig 32A laden .... max. 20A wegen "Schieflast"

:klugs:

Um einen Wallbox oder eine mobile Ladelösung kommst Du leider nicht herum, da ist nämlich eine wenig mehr
drinn als ein paar Widerstände.

sorry
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Re: Laden am Drehstromanschluss.

Beitragvon stromer » Sa 11. Okt 2014, 18:08

Für mich ist das unverständlich, wie man für mehrere 10.000 € ein Fahrzeug kaufen kann und dann wegen 700 - 800 € für eine Wallbox, bei der elektrischen Sicherheit spart.
Kauf dir eine 4,6 kW Wallbox und ein 32A Typ2 Kabel. Das Kabel braucht du sowieso wenn du öffentlich laden willst.
Wenn dein Netzbetreiber das O.K. gib und Schieflast zulässt, kannst du auch eine 7,4 kW oder 22 kW Wallbox verwenden.
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Re: Laden am Drehstromanschluss.

Beitragvon JuergenII » Sa 11. Okt 2014, 19:12

stromer hat geschrieben:
Für mich ist das unverständlich, wie man für mehrere 10.000 € ein Fahrzeug kaufen kann und dann wegen 700 - 800 € für eine Wallbox, bei der elektrischen Sicherheit spart.

Ich sage einfach mal, dass das nichts mit sparen zu tun hat. Auch CEE - zumal mit 32 A - kostet auch. Ich habe bei mir auch auf eine feste Wallbox verzichtet, mir eine Mobile zugelegt, und zwei CEE Dosen legen lassen, da ich zwei Ladepunkte brauche und ich nicht glaube, dass die heutigen Boxen die Zukunft sind. Die liegt in DC Ladern und die werden kommen und damit auch das Schnellladen für Jedermann. Dauert aber noch.

An BMW EV: Ganz so einfach geht das leider nicht. Du wirst auch bei einer CEE Dose eine "Art" Wallbox benötigen.

Als erstes brauchst Du eine Fehlerstromschutzschalter B in deiner Hausinstallation um Gleichströme zu erkennen, die den normalen FI Schalter zerstören können. Das kostet Dich erst mal um die 600 bis 1.000 Euro. Ich gehe mal davon aus, dass die Leitungen entsprechend 32 A vertragen und dass alle Schutzleiter ordnungsgemäß funktionieren.

Danach gibt es eine Reihe von mobilen Wallboxen zu Preisen zwischen 800 und 1.600 Euro, die Du betreiben kannst und die Dir sicher auch auf längeren Fahrten aushelfen können, wenn entsprechende Ladeinfrastruktur nicht vorhanden ist. Es gibt mittlerweile auch Typ 2 Stecker, die man direkt mittels Schuko anschließen kann. Da kann man genauso gut den BMW Ziegel verwenden.

Aber rechne bei den Schnellladungen genau. Wenn Du beim i3 nur 50 km gefahren bist, ist der Akku immer noch - je nach Witterung und Fahrweise - zwischen 1/2 und 2/3 geladen. Da nützt dann auch keine irgendwie geartete 7,4 kW Lösung, weil das Lademanagement die Ladeleistung immer stärker reduziert je voller der Akku wird. Gab hier mal einen Threat mit Bildern dazu.

Habe bei mir das gleiche Problem mit der Reichweite, vor allem im Winter (öfters 130 km+). Deshalb kam für mich auch nur der REX in Frage. Der löst eigentlich alle Probleme - zumindest was Reichweite und schnelle Aufladung betrifft. Der Mehrverbrauch dagegen ist minimal. Wir fahren den REX im Schnitt unter 14 kWh pro 100 km bei normaler Fahrweise.

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Re: Laden am Drehstromanschluss.

Beitragvon Lokverführer » Sa 11. Okt 2014, 19:16

Warum soll ein BMW einen RCD Typ B benötigen? Der kann eh nur einphasig laden und glatte Gleichfehlerströme können so nicht auftreten. So einen RCD bekommt man bei ebay oft für unter 150€. Aber hier ist er unnötig, interessant allerdings für Zoe.
glatte Gleichfehlerströme zerstören auch keinen RCD Typ A sondern werden von diesem halt nicht erkannt so dass er nicht abschaltet, kaputt geht da nix.
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Re: Laden am Drehstromanschluss.

Beitragvon Hasi16 » Sa 11. Okt 2014, 19:26

Genau - wenn man eine dreiphasige Wallbox installiert, dann sollte/muss man aber in jedem Fall einen Typ B nehmen!
Denn: Wer einmal ein Elektroauto fährt bleibt auch dabei - und zukünftige Autos (auch von BMW) werden ja hoffentlich dreiphasig laden! ;)
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Re: Laden am Drehstromanschluss.

Beitragvon BMW EV » Mo 13. Okt 2014, 08:31

Hallo..

Vielen Dank für die Rückmeldungen. Zum Schluss ist ja doch eine technische Disskusion entbrannt.
Zu Jürgens "Klugscheißermodus".
Das mit Schieflast etc. ist ja uns allen soweit klar. Da es ja einen Thread mit " Warnung vor dem Befreiungssch........" gibt , hatte ich ja meinen :D angeschrieben , das ich eine Reduzierung der Ladeleistung nicht hinnehmen werde aus genannten Gründen.
Dann habe ich eine Antwort von einen sogenannten Produktgenius erhalten. ( Wie so heist so was in Deutschland eigentlich Genius?? Soll da unterschwellig irgend eine Assoziation mit genial aufkommen? )
Der Wortlaut mit meinen Worten kurz zusammengefasst. Jawoll , es gibt eine Ladeleistungsreduzierung. Es darf ja in Deutschland nicht mit Schieflast geladen werden. Aber es wird an einem Softwareupdate gearbeitet wo ich dann wieder mit 7,2kWh laden kann.
Ist doch seht interessant oder? Auf meine folgende Frage:" Ist also mit einen Softwareupdate die Schieflastproblematik behoben?"
Habe ich keinerlei Antwort zurück bekommen. Nun kann sich jeder sein Teil denken.
Auf die Frage: Man kauft ein Auto für einige 10 000 Euro um dann zu sparen sage ich erstens: Weil ich mal hier und dort vieles in meinen Augen überbezahltes einsparen kann , kommt eben im Laufe der Zeit das Geld eben für einen i3 zusammen...
und gekauft = Ordentlich?? Dazu habe ich gerade dieses Wochenende gelesen , das jemanden ein GEKAUFTER Adapter mit einem 32A CEE Stecker fast abgebrannt wäre weil: Die Kabelenden waren verdrillt und noch mit rausragenden Äderchen unter die Schraube des Anschlusses geklemmt! Jeden Lehrling würde der Meister den Kopf abreißen , wenn er so etwas abliefert!!
Aber gibt es eben in Deutschen Geschäften zu kaufen.
Natürlich habe ich auch einen Facharbeiterabschluss in entsprechender Richtung. Ich sage mal , das das was ich in dieser Richtung bauen würde , natürlich den DIN Vorschriften entsprechen würde.

und zuguter Letzt: Können wir wirklich hoffen , das auch BMW in Zukunft 3 Phasig laden wird?? Es wäre ja so einfach für den Deutschen Markt einfach die beiden Ladegeräte auf 2 Phasen zu klemmen und für die Amis eben auf eine. Ein anderer Kabelbaum an dieser Stelle ( ja und den sooo schwer zu realisierenden Kontakt im Auto ) wie man eben eine Wärmepumpe oder auch LED Scheinwerfer bestellen kann. Aber da ist die Firma doch sehr Beratungsresistent.

Viele Grüße , Frank.
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Re: Laden am Drehstromanschluss.

Beitragvon i3Prinz » Mo 13. Okt 2014, 15:00

Irgend jemand hat mal den Auszug aus der VDE eingestellt:

In VDE 0100-722 Stromversorgung von Elektrofahrzeugen heisst es:
"Jeder Anschlusspunkt muss durch eine eigene Fehlerstrom Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30mA geschützt sein. Die ausgewählte Fehlerstrom Schutzeinrichtung (RCD) muss alle aktiven Leiter einschließlich des Neutralleiters abschalten. Die Fehlerstrom- Schutzeinrichtung (RCD) des Anschlusspunktes muss mindestens vom Typ A sein.
Wenn die Charakteristik der Last in Bezug auf mögliche Gleichfehlerströme größer 6mA nicht bekannt ist, müssen Maßnahmen zum Schutz beim Auftreten von Gleichtsromfehlerströmen getroffen werden, z.B. durch die Verwendung einer Fehlerstrom Schutzeinrichtung (RCD) vom Typ B"

Die entscheidende Frage hierbei ist jetzt: Wie schaut die Charakteristik der beiden BMW Lader EME und KLE aus?
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Re: Laden am Drehstromanschluss.

Beitragvon Hasi16 » Di 14. Okt 2014, 08:45

Wenn einphasig geladen wird, dann ist Typ A in Ordnung. Dann sollte die Box allerdings auch nur einphasig angeschlossen werden!

Viele Grüße
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