Laden am Arbeitsplatz

Re: Laden am Arbeitsplatz

Beitragvon Lenzano » Sa 31. Jan 2015, 18:23

Sobald man vom Arbeitgeber irgendwelche Leistungen kostenlos oder vergünstigt bekommt, ergibt sich hieraus ein geldwerter Vorteil, welcher versteuert werden muss. Diese (ich nenne es mal Vergünstigung) zählt quasi wie zusätzliches Einkommen.
Da im Hintergrund immer eine Personal-, Steuerabteilung und eine Buchhaltung beauftragt werden muß, die bearbeitet, rechnet, prüft und bucht, entstehen immer sehr viel höhere Kosten, als sich der EV-Nutzer bewußt ist. Hinzu kommt noch: je größer das Unternehmen, desto interessanter sind solche Konstellationen für Steuerprüfer.
Die reine bauliche Installation einer Ladesäule ist meist das kleinere Übel.
Viele scheuen die Kosten vom Verwaltungsaufwand und natürlich der steuerlichen Behandlung im direkten Vergleich zum derzeitigen Nutzen einer Säule.
Warum wohl ist ein Leasingfahrzeug für den normalen Angestellten als Incentive so selten zu sehen? Schließlich kauft eine Firma mit entsprechendem Volumen zu ganz anderen Konditionen ein.
Bei uns z.B. steht der Installation einer Ladesäule gleich mehreren Hindernissen gegenüber:
1. Arbeitgeber ist nur Mieter - hier muss sich mit dem Vermieter erstmal geeinigt werden
2. die Parkplätze sind für die Belegschaft im Gesamten angemietet und da stellt man sich drauf nach dem Motto wer zuerst kommt, parkt zuerst - reservierte Parkplätze gibt es nur für die Geschäftsleitung, nur weil ich ein EV fahre steht mir nicht gleich ein Parkplatz mit Ladesäule zu
3. o.g. Abrechnungs-/Steuerproblematik

Das Einfachste sind wahrscheinlich so Projekte wie sie mit TheNewMotion gemacht werden - hier dann aber wieder in Zusammenarbeit mit dem Vermieter - auf Parkraum, der nicht vermietet ist ...
Seit 3.7.14 eine Import-Zoe Intens Q210
EZ 05/13 68Tkm am 13.12.2017 SOH 89-97%
Verbrauch lt. BC: Bild
22kW Bettermann Box
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Re: Laden am Arbeitsplatz

Beitragvon RegEnFan » Sa 31. Jan 2015, 22:55

i_Peter hat geschrieben:
Der Preis pro kWh ist mit 0,20 € günstiger als Nachtstrom vom lokalen Anbieter, vermutlich Einkaufspreis plus Handlingaufschlag. Ich bin mir sehr sicher, das juristisch alles seine Ordnung hat.

@i-Peter: Und gerade das ist das Problem. Meine Firma bezieht den Strom für 0.11€, muss Ihn mir als Geldwerten Vorteil aber zum Marktüblichen Preis (0,25€) verrechnen. Damit macht die Firma gewissermaßen mit dem "Stromhandel" Gewinn. Das darf sie aber nicht. Wenn die Firma zum gleichen Preis Einkauft wie sie dann mit Dir verrechnet mag das rechtlich in Ordnung sein.
40 qm Solarthermie mit 10,5m3 Pufferspreicher. 26,6 kWp Photovoltaik mit 16,2 kWh LiIon-Speicher.
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Re: Laden am Arbeitsplatz

Beitragvon redvienna » So 1. Feb 2015, 08:15

Aus meiner Sicht sollte das passen. Privat gekaufter Strom. Die Firma muss die Einnahmen versteuern.
Tesla S70D 3/16 + 50.000km + Tesla M3 + Tesla Roadster 2020 reserviert
https://www.goingelectric.de/garage/red ... eslaS/706/
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Re: Laden am Arbeitsplatz

Beitragvon Lichtfan » So 1. Feb 2015, 08:36

i_Peter hat geschrieben:
Die Thematik Lademöglichkeit am Arbeitsplatz muss politisch forciert werden.


Stimme zu.
Ohne Druck kommt der Arbeitgeber nicht dem Arbeitnehmer entgegen.
Warum was tuen, wenn es zusätzliche Arbeit bedeutet für o.g. Abteilungen.
Habe freundlich gefragt, aber unplugged steht er nun da :oops:
Folglich muss der Arbeitgeber gesetzlich gezwungen werden.
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Re: Laden am Arbeitsplatz

Beitragvon eDEVIL » So 1. Feb 2015, 10:06

Einfach ne TNM-Ladesäule mit Abrechnung kaufen und fertig.
Der AN wird dann wie ein Fremder behandelt und zahlt den gleichen Preis wie ein Fremder.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

Umfrage: ZOE Fahrwerk frühzeitige Defekte
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Re: Laden am Arbeitsplatz

Beitragvon Lichtfan » So 1. Feb 2015, 10:17

ach ja, nicht die Pedelecs und Elektro-Motoräder vergessen...
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Re: Laden am Arbeitsplatz

Beitragvon Spürmeise » So 1. Feb 2015, 10:18

eDEVIL hat geschrieben:
Einfach ne TNM-Ladesäule mit Abrechnung kaufen

Viele Firmen haben Räumlichkeiten und Stellplätze nur gemietet.
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Re: Laden am Arbeitsplatz

Beitragvon Kim » So 1. Feb 2015, 10:52

Hab ich ein Glück:
Meine Klinik hat mir das Laden an allen verfügbaren Steckdosen (allesamt ≥16A) in der Tiefgarage ausdrücklich erlaubt.
Die Verwaltung hat eine neue Ziffer auf der Gehaltsabrechnung eingerichtet: "Strombezug" und zieht mir pro Monat CHF 5.- ab.

So muss das! Und nicht anders :(
Und neu dazu: i3 (60Ah) Rex seit 24.11.2017
Outlander PHEV von 02.2015 bis 12.2017 / 56.000km bei 11gr CO2/km mit 0.5l/100km
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Re: Laden am Arbeitsplatz

Beitragvon droelf » So 1. Feb 2015, 11:07

Ich habe an meinem Arbeitsplatz (öffentliche Schule) mit der Stadtverwaltung eine pauschale Bezahlung vereinbart. Ich sollte kurz ausrechnen, wie viel ich pro Jahr in etwa in meinen Twizy laden werde und habe daraufhin eine Rechnung bekommen. Dann Jahresbetrag überwiesen und gut ist's...

Ich wunderte mich zwar, dass niemand auf die Idee kam, publikumswirksam (mit Zeitung und so...) eine Ladesäule hinzustellen...immerhin sind wir "Umweltschule"! So lade ich nun etwas suboptimal durch ein Fenster hindurch. Aber es funktioniert und ohne diese Möglichkeit hätte ich den Twizy auch schon längst wieder verkauft, da ich teils mehr als die Hälfte der Kapazität schon nach der Hinfahrt verbraucht habe.

Grüße aus Hannover
Kai
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Re: Laden am Arbeitsplatz

Beitragvon Spüli » So 1. Feb 2015, 11:55

Spürmeise hat geschrieben:
Viele Firmen haben Räumlichkeiten und Stellplätze nur gemietet.

Wenn es nur um ein Loch in der Fassade geht, kann man trotzdem den Vermieter ansprechen. Gerade bei einer langfristigen Gewerbevermietung ist da kaum ein Einspruch zu erwarten.
Die beiden TNM-Lademöglichkeiten in unserer Top10-Statistik sind jedenfalls beide an gemieteten Büroräumen montiert.

TNM tritt ja als Vermittler zwischen dem AG und dem Ladenden aus. Daher erfolgt kein direkter Stromverkauf an Mitarbeiter. Der AG kann über die TNM-Plattform seinen Strompreis selber festlegen. Einzelne Ladekarten können zudem auf kostenlos gesetzt werden. Die Abrechnung erfolgt monatlich. Dabei wird die Grundgebühr von 4€ mit den Stromkosten gegengerechnet.
Die Abrechnungsdaten können auch als Excel-Tabelle gezogen werden. Damit kann man dann auch schöne Filterfunktionen setzen und entsprechende Auswertungen fahren.

Bevor ich also gar nicht am Arbeitsplatz laden kann, würde ich meinem AG lieber eine TNM-Box schenken/leihen als nach einer anderem Lademöglichkeit (evtl. mit Umwegen) zu suchen. Es gibt ja neben TNM auch noch die Möglichkeit über Handelspartner so eine Box zu bekommen. Die können dann auch die entsprechende reduzierte Rechnung für die Box dem AG ausstellen.
Gruß Ingo
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