CCS-Aufladung i3

Re: CCS-Aufladung i3

Beitragvon endurance » Mo 3. Mär 2014, 10:25

Für mich als techie wäre es klasse per default langsam zu laden aber so etwas wie override nutzen zu können und auf max Ladeleistung und maxfüllgrad (Standard evtl. nur 90%) zu schwenken. Beim Tesla kann man das z.B. super im Auto einstellen. Meinetwegen kann das dann auch geloggt werden und eine Extragebühr kosten (wie ursprünglich mal die 43kWh ladung beim Zoe).
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Re: CCS-Aufladung i3

Beitragvon JuergenII » Mo 3. Mär 2014, 10:29

Alex1 hat geschrieben:
Dann lädt die Zoe in 30 Minuten auf 18 kWh. Also Gleichstand mit dem i3. Nur für den halben Preis (oder mit dem halben „Fahrvergnügen“, je nach Sichtweise...).

Die Sache hat nur einen kleinen Hacken: Es wird keine vergleichbaren 43 kW AC Ladestationen geben. Wofür auch? Teslakunden laden an den SC's und für 1 Fahrzeug, dass sich noch nicht mal gut verkauft (die Gründe seien mal dahingestellt), wird sich wohl kaum jemand erbarmen und 43 kW AC Lader aufzustellen.

Nur noch mal als keine Info: Zum Marktstart des i3 im Herbst 2013 gab es genau 2 CCS Ladestationen in Deutschland. Heute sind es schon 17. Ein Kombinierte DC Ladestation, die CHAdeMO und CCS beherrscht, ist gerade mal 5% teurer, als die Single DC Variante.

endurance hat geschrieben:
Lassen wir mal den Preis weg - dann bleibt, dass der Zoe zur Zeit die zur Zeit beste Ladeabdeckung/Geschwindigkeit bietet.

Da widerspreche ich ja auch nicht. Allerdings stoßen dies 22 kW Ladestationen mit Akkugrößen eines Tesla an ihre Grenzen. Und ohne die Kristallkugel zu bemühen, werden die in ein paar Jahren Standard in den Fahrzeugen sein.

Damit ist er als reines EV am reisetauglichsten (außer Tesla mit dem riesen Akku).

Der Zoe ist für die Masse nicht reisetauglich. Genauso alle andern EV's und auch Tesla, wenn man außerhalb ihrer SC Routen fährt. Max. 130 fahren und dann eine Stunde warten bis es weiter geht kann man keinem normalen Haushalt zumuten. Diese Fahrzeuge sind momentan nur im Kurzstreckenverkehr sinnvoll.

Zum Thema unterschiedliche Ladestandards nur soviel: Solange das kontinentweise geht, überhaupt kein Problem. Alle Schnelladesysteme - bis auf einen französischen Hersteller - beruhen auf Gleichstrom. Hier die passende Steckverbindung am Fahrzeug zu integrieren sind wohl eher die sprichwörtlichen Peanuts. Selbst BMW bietet den i3 in Japan mit einem CHAdeMo-Frontstecker an. Genauso wird der Leaf, der i3 oder auch Tesla in China mit dem GBT Gleichstromanschluss ausgeliefert werden.

Und CCS wird sich in Europa durchsetzen. Dafür sorgen schon Firmen wie VW, die nur 16A Lader in ihren Fahrzeugen verbauen. Ohne Gleichstrom ist der E-Golf z.B. sinnlos. Für den reinen Kurzstreckenverkehr bietet der Konzern mit dem e-Up die bessere Alternative. Und wenn die Bestellzahlen des E-Golfs aus Norwegen stimmen, verkommt der Leaf dort bald zum Mauerblümchen und auch der Zoe dürfte auf dem Markt keine Lorbeeren ernten.

Und was achimha schon richtig erwähnt hat: Die 22kW AC Ladung ist deutlich stressiger für die Akkus. Wobei dies dank des Batterieleasings momentan noch das Problem von Renault ist.

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Re: CCS-Aufladung i3

Beitragvon endurance » Mo 3. Mär 2014, 10:39

@Juergen: Du redest viel von zukünftig - ich denke aber es muss auch erlaubt sein das heute zu betrachten. Reisetauglich ist Definitionssache und da bleibe ich dabei aktuell ist es Tesla und danach Zoe dann je nach land Leaf oder i3...

und mal eine Frage: warum sollten 22kW AC bei Zoe schaedlicher sein als 50kW CCS oder 20kW CCS? So klingt es zumindest wenn man dein Statement liest. Wenn Du schreibst das schnelladen generell schädlich ist OK - aber dann brauchen wir den Thread nicht mehr weiterführen.
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Re: CCS-Aufladung i3

Beitragvon achimha » Mo 3. Mär 2014, 10:49

endurance hat geschrieben:
warum sollten 22kW AC bei Zoe schaedlicher sein als 50kW CCS oder 20kW CCS?


Beides ist nicht gut für den Akku, man sagt maximal SOC/2 (halbe Kapazität als Leistung) als Daumenregel für Lithiumsysteme. Der Unterschied liegt daran, dass es 22kW Wallboxen für den Privathaushalt gibt, wohingegen CCS auf wenige öffentliche Säulen, vorwiegend entlang der Schnellstraßen, beschränkt bleiben wird. Dafür sorgen die Kosten und die Größe der CCS-Säulen.

Während ein Zoe sein ganzes Leben lang täglich an 22kW hängen kann, wird dies bei einem BMW i3 sehr unwahrscheinlich sein, der wird üblicherweise mit 3.5-4.6kW im Privathaushalt geladen (7,6kW wegen Schieflast nur mit besonderer Erlaubnis oder regelwidrig) und an den öffentlichen Säulen, die zu 95% AC sind und bleiben, zieht er auch nur 7.6kW.

Natürlich garantiert Renault den Akku aber auch nur weil sie nicht davon ausgehen, dass er schnell kaputtgeht. Das ist wie ne Bank die jedem die Geldauszahlung garantiert aber sofort pleite ist, wenn viele Kunden die Garantie in Anspruch nehmen...
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Re: CCS-Aufladung i3

Beitragvon kai » Mo 3. Mär 2014, 11:03

Hi,

ich lese immer nur Theorie.

Außer Phil, der hat mal was substantielles beigetragen, am 21. Febr ( er hat ein BMW i3 und hat CCS geladen ). Soll ja bis 90% SOC noch einigermaßen schnell gehen.

Es gibt Ladeprotokolle mit 43KW, CHAdeMO aber wo bleibt nun das CCS ? Oder ein Video ? Ist es denn so schwer mal eine CCS Ladung zu dokumentieren ?

Irgendwie fehlt hier was oder ?

Und was mich noch an CCS interessiert: Wie rechnet der CCS Säulenbetreiber genau ab ? AC oder DC ? Incl. Ladeverluste ?

Gruß

Kai
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Re: CCS-Aufladung i3

Beitragvon endurance » Mo 3. Mär 2014, 11:43

kai hat geschrieben:
Hi,

ich lese immer nur Theorie.

Kai

leider noch zuwenige mit CCS Fahrzeugen - ich krieg meinen frühestens ende März bis dahin kann ich nur mit blubbern aber nicht harte Fakten liefern :(
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Re: CCS-Aufladung i3

Beitragvon achimha » Mo 3. Mär 2014, 12:15

kai hat geschrieben:
Es gibt Ladeprotokolle mit 43KW, CHAdeMO aber wo bleibt nun das CCS ? Oder ein Video ? Ist es denn so schwer mal eine CCS Ladung zu dokumentieren ?


Ich habe die 50kW ABB-Säule der BMW-Niederlassung Stuttgart getestet, die fälschlicherweise als ChargeNow in der Datenbank läuft aber in Wirklichkeit nur für die BMW-Niederlassung ist. Meine Beobachtungen:

  • Die Säule ist sehr groß und hat nur einen Ladepunkt
  • Die Ladung hat sofort funktioniert
  • Die Ladesäule zeigt den aktuellen Füllstand des Akkus und die Zeit bis zum Ende an
  • Der i3 macht keine wahrnehmbaren Geräusche während der Ladung (Kühlung wahrscheinlich aber es war recht kalt)
  • Unter 80% geht es schnell, gefühlt weniger als eine Minute pro % wie erwartet
  • Ab 80% wird die Ladung sehr langsam, die Säule sagte 2h bis 100%

kai hat geschrieben:
Und was mich noch an CCS interessiert: Wie rechnet der CCS Säulenbetreiber genau ab ? AC oder DC ? Incl. Ladeverluste ?


Die Säule hatte keine Abrechnungsfunktion, da sie nur von BMW genutzt wird.

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Re: CCS-Aufladung i3

Beitragvon JuergenII » Mo 3. Mär 2014, 12:22

endurance hat geschrieben:
@Juergen: Du redest viel von zukünftig - ich denke aber es muss auch erlaubt sein das heute zu betrachten. Reisetauglich ist Definitionssache und da bleibe ich dabei aktuell ist es Tesla und danach Zoe dann je nach land Leaf oder i3...

Natürlich kann und muss man das heute betrachten. Alleine schon aus den eigenen Bedürfnissen an die Fahrzeuge. Aber der E-Markt in Deutschland und vielen anderen Ländern in Europa ist faktisch nicht vorhanden. Es ist momentan eine Kleinstnische in der wir uns hier alle tummeln. Bis auf Norwegen (extreme Kosteneinsparung beim Kauf) und Holland (Kürzung der Förderung ab 2014) ist das Thema E-Mobil überhaupt noch nicht beim Käufer angekommen. Was sind denn schon lächerliche 6.051 Gesamtzulassungen in 2013? Das E-Mobil hat hier einen Marktanteil von 0,2%! Der i3 wird in den Niederlanden besser verkauf als in Deutschland. Aber selbst in Hochburgen wie den USA sind es gerade mal 97.000 E-Fahrzeuge. Und das auf einem Markt auf dem Ford, Chrysler, General Motors und Toyota alleine 15,6 Millionen Fahrzeuge verkauft haben.

Und jetzt wollen uns hier 947 Zoekäufer (mehr waren das 2013 nicht) weiß machen, das sie in Punkto Ladetechnik der Weisheit letzter Schluss erworben haben. Darf ich darüber schmunzeln? Einzig positiv daran ist, dass immerhin 1/3 der Käufer aus dem privaten Bereich stammen.

Die dt. Konkurrenz lädt in der Tat deutlich langsamer an den heute aufgestellten AC Ladern als der Zoe. Nur die werden ja so gut wie nicht genutzt. Oder lest ihr hier nicht die Einträge über das Gejammer der Stromanbieter? Geladen wird zu Hause, da reichen vielen sogar die 16A Ladung am Stecker. Für 95% der EV-Käufer ist das der Zweitwagen. Urlaubs- und Wochenendfahrten werden in diesen Haushalten überwiegend immer noch von den fossilen Verbrennern übernommen. Dass es hier ein paar Wagemutige gibt die 15 bis 20 Stunden damit verbringen um von München nach Hamburg zu kommen steht auf einem ganz anderen Blatt. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit Langstreckenfähigkeit zu tun. Privat ist das ein netter Zeitvertreib, geschäftlich ein NO-GO.

Der heutiger E-Mobilität in Deutschland ist auf dem Stand eines 10 Gänge Menüs, bei dem der Service das erste Amuse Gueule serviert und eine Handvoll Gäste meinen das sei die Qualität des gesamten Menüs.

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Re: CCS-Aufladung i3

Beitragvon kai » Mo 3. Mär 2014, 13:26

JuergenII hat geschrieben:
endurance hat geschrieben:
@Juergen: Du redest viel von zukünftig - ich denke aber es muss auch erlaubt sein das heute zu betrachten. Reisetauglich ist Definitionssache und da bleibe ich dabei aktuell ist es Tesla und danach Zoe dann je nach land Leaf oder i3...


Und jetzt wollen uns hier 947 Zoekäufer (mehr waren das 2013 nicht) weiß machen, das sie in Punkto Ladetechnik der Weisheit letzter Schluss erworben haben. Darf ich darüber schmunzeln? Einzig positiv daran ist, dass immerhin 1/3 der Käufer aus dem privaten Bereich stammen.

Juergen


Jürgen,

es geht nicht um 22kw vs. BMW. Es geht um Europäische Standards. Das sind nun mal 22kw und CCS 170kw.

Standard - 22kw - Hunderttausende ladepunkte
Schnell - CCS bis 170kw - tausende Ladepunkte

In 2013 wurden 13.000 Fahrzeuge mit 11kw/22kw Lader alleine von Telsa und Renault ZOE in Europa verkauft. Smart ED mit 22kw Lader nicht mitgerechnet. Auch Daimler wird einen 11kw Lader haben. Also 4 Hersteller unterstützen den Standard. Nicht nur Renault.

Hier geht es um CCS, eigentlich CCS 50kw, besser CCS 100kw oder CCS 170kw.

Jedes Auto der Zukunft profitiert davon beide europäischen Standards zu haben.
BMW hat nur den einen, Renault nur den anderen. Das ist unterschiedliche Politik.

Hast Du eigentlich einen BMW i3, oder bist Du theoretisch unterwegs ?

Gruß

Kai
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Re: CCS-Aufladung i3

Beitragvon endurance » Mo 3. Mär 2014, 13:31

JuergenII hat geschrieben:
...
Und jetzt wollen uns hier 947 Zoekäufer (mehr waren das 2013 nicht) weiß machen, das sie in Punkto Ladetechnik der Weisheit letzter Schluss erworben haben. ...
... AC Ladern als der Zoe. Nur die werden ja so gut wie nicht genutzt. Oder lest ihr hier nicht die Einträge über das Gejammer der Stromanbieter? Geladen wird zu Hause, da reichen vielen sogar die 16A Ladung am Stecker.


Naja das "uns" alle ZOE Käufer weissmachen wollen das AC22/43 der Weisheit letzter schluss ist wage ich zu bezweilfeln - hier gibt es aber leider Ausnahmen, die negative Stimmung erzeugen.
Was die Nutzung angeht hast Du zwar recht, aber das wäre doch bei CCS auch nicht anders, von daher weder ein Argument pro CCS noch pro AC. Pro AC wäre höchstens, dass man weniger Geld verschwendet, da die Säulen günstiger sind. Oftmals sind die Säulen eben an den falschen Stellen positioniert.
und nochmals zu langstrecke - ich sage nicht das der ZOE langstrecken geeignet wäre - dazu ist der Akku einfach zu klein -, aber man kommt heute doch um ein vielfaches schneller von a nach b wenn es über 100km hinausgeht und man mehrfach zwischentanken muss (rex und telsa ausgenommen).
Ich wäre für AC<=22KW in den Städten (bis DC günstiger ist) und DC an Langstreckenladepunkten (abstand 100km). langfristig dann DC only dann spart man sich den ladekram im Auto.
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