AC 7.4 kW Ladung und PV

Re: AC 7.4 kW Ladung und PV

Beitragvon bm3 » Di 20. Mai 2014, 20:39

Hasi16 hat geschrieben:
Das Netz wird bestimmt entlastet, weil der Strom nicht weit transportiert werden muss, aber mit der Schieflast hat das wenig zu tun...
Das hat mit der Schieflast sehr wohl etwas zu tun denn wenn nur eine Phase durch ein Ladegerät belastet wird erhöht das die Schieflast, wenn dagegen auf der gleichen Phase eine PV-Anlage auch einspeist verringert sich die Schieflast wieder. Ist aber immer eine Frage der Betrachtungsweise, ich habe es jedenfalls gerne wenn auf der Phase wo ich mit 16A lade einer meiner Wechselrichter dagegen hält.
...Warum der saldierende Zähler nichts mit der Eigenverbrauchs-Philosophie zu tun hat ist mir rätselhaft. Wenn man sich mal von der romantischen "alle eigenen Elektronen sind im Tank"-Vorstellung trennt, dann wird man schnell feststellen, dass es auch noch andere Haushalte gibt, die am Netz angeschlossen sind. Und die mathematische Gleichverteilung besagt dann wieder, dass die allgemeine Schieflast schon nicht so schlimm sein wird, weil irgendwo auf einer anderen Phase gleichzeitig ein anderes Auto lädt.
Ist sicher nicht so schön erklärt, stimmt mathematisch aber...
Und ? fällt dir etwas auf ?
Ich schreibe mal zwei Worte: "Eigenverbrauch" und "andere Haushalte". :)


Viele Grüße

O
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Beitragvon RegEnFan » Di 20. Mai 2014, 21:32

@Hasi16
Wenn alles im leben wirtschaftlich sein soll, dann must Du aber auf vieles verzichten.
Betrachte die Solaranlage einfach als Hobby, dann must Du nicht mehr rechnen :D :D :D
Habe heute mit meiner Nord-Süd Anlage 153kWh eingespeist und Abends auch noch genug für meinen i3 gehabt um damit morgen wieder ins Büro zu kommen.
Ob das jetzt wirtschaftlich war ist mir eigentlich egal, Hauptsache ich habe Freude daran und ein "gutes Gefühl" ;)
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Re: AC 7.4 kW Ladung und PV

Beitragvon JuergenII » Mi 21. Mai 2014, 00:59

energieingenieur hat geschrieben:
Bilanziell kannst du aber den i3 natürlich auch nur mit einer 7,4kW-PV-Anlage (3 Phasen zue je 2,5kW) laden. Das sieht dann so aus:
Die PV-Anlage liefert auf L1, L2, L3 jeweils 2,5kW
Der i3 fordert von der L1 7,4 kW ab.
Das bedeutet (technisch), dass die L1 5,0kW aus dem Netz zieht, damit der i3 mit 7,4kW an L1 laden kann.
Gleichzeitig speisen L2 und L3 jeweils 2,5kW von deiner PV-Anlage ins öffentliche Netz ein.

Um hier noch etwas klar zu stellen: Es handelt sich um eine ganz normale PV Anlage mit 3-phasigem Wechselrichter und einer AC Wallbox, die mit 22 kW (32A) abgesichert ist.

Wenn ich das richtig verstanden habe, würde dies doch bedeuten, dass ich mit jedem PV-kW auf einer Phase die Schieflast im Netz veringere. Mal konkret:

An Tagen wie gestern komme ich über eine Zeitdauer von knapp 4 bis 5 Stunden auf rund 7 kW überschüssigen PV Strom , der normalerweise ins Netz fließen würde. Das bedeutet, der i3 holt sich (zumindest in der Phase wo er zu 100% mit 7,4 kW läd) in dieser Zeit 2,3 kW aus dem Eigenverbrauch und zieht auf einer Phase 5,1 kW Strom. Andererseits werden in dem Zeitraum zeitgleich auf Phase 2 und 3 jeweils 2,3 kW ins Netz gespeist. Damit würde ich doch die kritische Schieflast fast umgehen, da ja 4,6 kW auf einer Phase erlaubt sind.

Und noch besser sähe es doch aus, gäbe es preiswerte DC-Lader, die 3-Phasen Wechselstrom in Gleichstrom wandeln würden. Dann könnte ich doch nicht nur auf die 7 kW zugreifen, ich könnte dann ja die vollen 22 kW nutzen?

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Re: AC 7.4 kW Ladung und PV

Beitragvon fdl1409 » Mi 21. Mai 2014, 04:37

Noch besser wäre es, man hätte einen Gleichstromwandler, der mit dem Fahrzeug kommunizieren kann und direkt den auf jeweils benötigte Spannung gewandelten Gleichstrom in den Akku speist, unter Umgehung des Wechselrichters. Solche Gleichstromwandler haben extrem hohe Wirkungsgrade. Man würde sich hier locker 15% Verluste sparen ( Verluste des Wechselrichters plus Verluste des Ladegeräts minus Verluste Gleichspannungswandler ).

Grüße
Frank
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Re: AC 7.4 kW Ladung und PV

Beitragvon Hasi16 » Mi 21. Mai 2014, 06:31

JuergenII hat geschrieben:
Um hier noch etwas klar zu stellen: Es handelt sich um eine ganz normale PV Anlage mit 3-phasigem Wechselrichter und einer AC Wallbox, die mit 22 kW (32A) abgesichert ist.

Wenn ich das richtig verstanden habe, würde dies doch bedeuten, dass ich mit jedem PV-kW auf einer Phase die Schieflast im Netz veringere.

Ob ein dreiphasiger Wechselrichter einspeist oder nicht ist für deine Schieflast egal, da immer mit gleicher Stärke auf allen drei Phasen eingespeist wird. Daher sind Photovoltaikanlage und Wallbox voneinander (beim Thema Schieflast) unabhängig voneinander zu betrachten. Ob die Nutzung von nur einer Phase an einer 22 kW-Wallbox zulässig ist, wurde hier im Forum ja auch nicht abschließend geklärt - aber da gibt es andere Threads.

@RegEnFan: Oh ja, das wäre schön, wenn ich mir viele unwirtschaftliche Sachen leisten könnte. Mit dem i3 bin ich aber leider schon am Limit. (Also nicht ich im Geist, sondern mein Portemonnaie in der Realität!) ;) Daher habe ich auch "nur" eine rentable Photovoltaikanlage - und die ist leider nicht in der Nähe der i3-Garage... Aber so ist das ja meist mit der Realität! :lol:
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Re: AC 7.4 kW Ladung und PV

Beitragvon bm3 » Mi 21. Mai 2014, 06:51

JuergenII hat geschrieben:
...Mal konkret:

An Tagen wie gestern komme ich über eine Zeitdauer von knapp 4 bis 5 Stunden auf rund 7 kW überschüssigen PV Strom , der normalerweise ins Netz fließen würde. Das bedeutet, der i3 holt sich (zumindest in der Phase wo er zu 100% mit 7,4 kW läd) in dieser Zeit 2,3 kW aus dem Eigenverbrauch und zieht auf einer Phase 5,1 kW Strom. Andererseits werden in dem Zeitraum zeitgleich auf Phase 2 und 3 jeweils 2,3 kW ins Netz gespeist. Damit würde ich doch die kritische Schieflast fast umgehen, da ja 4,6 kW auf einer Phase erlaubt sind.


Genauso ist es aus Sicht der Netzbelastung mit Schieflast in beide Richtungen, auf Einspeisung oder Strombezug wirkt sich deine PV-Anlage positiv aus indem sie beim Laden mit hoher Leistung die Schieflast auf einer Phase verringert andererseits aber beim Einspeisen die vorgegebenen Schieflastgrenzen nicht überschreitet oder bei dreiphasiger Einspeisung die Schieflastgrenzen erst gar nicht beansprucht.
Ideal ist natürlich das Laden direkt vom Dach (DC) in den Akku (DC) über einen dazwischen geschalteten DC-Aufwärts-/Abwärtswandler oder Regler.
Dabei entfällt ein Gerätewirkungsgrad. Also beispielsweise bei AC-Ladung hat man den Wirkungsgrad von Wechselrichter + Ladegerät , bei DC-Ladung nur den Wandler oder Regler im Ladekreis.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: AC 7.4 kW Ladung und PV

Beitragvon Hasi16 » Mi 21. Mai 2014, 06:57

bm3 hat geschrieben:
Genauso ist es aus Sicht der Netzbelastung mit Schieflast in beide Richtungen, als Einspeisung oder Strombezug wirkt sich deine PV-Anlage positiv aus indem sie beim Laden mit hoher Leistung die Schieflast verringert andererseits aber beim Einspeisen die vorgegebenen Schieflastgrenzen nicht überschreitet.

Ähm, ihr geht immer davon aus, dass man maximal eine Schieflast von 4,6 kW "ausgehend von null" haben darf. Ihr müsst aber die absolute Differenz sehen! Wenn man mit 22 kW PV einspeist, dann wird auf L1, L2 und L3 jeweils fast 7,4 kW ins Netz geschoben. Wenn man auf L1 mit 7,4 kW lädt, dann ist auf L1 "nix mehr los" und auf L2 und L3 wird trotzdem mit 7,4 kW der Strom ins Netz geschoben. Die Schieflast beträgt 7,4 kW - natürlich überschreitet man hier die Grenze von 4,6 kW. Das kommt aber durchs Laden, das hat gar nichts mit der PV-Anlage zu tun, wenn diese dreiphasig einspeist.
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Re: AC 7.4 kW Ladung und PV

Beitragvon JuergenII » Mi 21. Mai 2014, 08:39

Wenn ich dass jetzt richtig interpretiere bleibt die Schieflast zu 100% bestehen. Da würde nur eine wie auch immer geartete DC Wallbox etwas ändern, die mit 3-Phasen AC in DC wandelt. Und da scheitert es momentan am Preis. 15.000 Euro + MwSt ist halt immer noch eine gewisse Hausnummer.

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Re: AC 7.4 kW Ladung und PV

Beitragvon Bernd_1967 » Fr 27. Okt 2017, 13:11

Möchte das Thema mit der Schieflast nochmal aufgreifen:
Ist relevant, was vom Netz aus gesehen wird, oder zählt, was der Wechselrichter kann?
Also:
Wenn ich eine Batterie habe, die mir 6kW Leistung auf einer Phase bereitstellen könnte (BMZ und SI8.0),
Und ich an der Phase mit 3,7kW mein Auto lade, dann entsteht doch nur eine Schieflast von 2,3kW.
Ist das erlaubt?
Also muss der Wechselrichter der Batterie so geregelt werden, dass ins Netz weniger als 4,6kW Schieflast sind, oder muss das ganz hart geregelt werden, dass er einfach on Grid nur 4,6kW kann und dann ist Schluss?
Egal, ob ein Auto die überschüssige Leistung beziehen würde oder nicht.
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Re: AC 7.4 kW Ladung und PV

Beitragvon umali » Sa 28. Okt 2017, 00:23

Ich sag mal so. Dein Ladegerät schaltet nicht sofort zu und damit hättest Du zumindest bei fehlender Ladung die volle Schieflast anliegen. Gleiches passiert, wenn der Lader mal streikt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in D zugelassen werden würde.
VG U x I
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