3-phasiges Laden

Re: 3-phasiges Laden

Beitragvon herrmann-s » Mo 10. Okt 2016, 22:12

wenn ich das aber richtig verstanden habe wird bei diesen tollen 3er ladesaeulen immer AC eingespeist und wird dann - je nach dem was gebraucht wird - dann AC abgegeben oder eben die bis 50kw DC?
ich finde die ladesaeulen ziemlich gut. ich hab hier eine in der naehe allerdings mit 30kw ccs.
dann ist glaub ich noch eine typ2. weiss aber nicht wieviel die macht und ein chademo anschluss.

das ding find ich jedenfalls klasse. ikea in mannheim hat auch so eine. mit 20kw DC.

spricht etwas dagegen die weiterhin so zu betreiben und in zukunft weiterhin zu verbauen? (sicher die sind teuer aber die tatsache dass es sie gibt muss ja auch irgendeinen grund haben).
die ganzen tank und rast raststaetten - meine ich - haetten auch solche mit 50kw.

also muss es ja eindeutige gruende geben, die so teure ladestationen rechtfertigen.

der kreis kusel baut 9 stueck im kreis mit einem durchschnittspreis von ca 42k euro +-

hier der link:

https://sitzungsmanagement.landkreis-ku ... select=295
herrmann-s
 

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Re: 3-phasiges Laden

Beitragvon Karlsson » Mo 10. Okt 2016, 22:20

ecopowerprofi hat geschrieben:
Die, die DC-Ladung für die Zukunft halten, vergessen einiges.

Äh, moment, das ist mir zu schwarz-weiß. Ich halte DC für die Zukunft der Schnellladung, sehe in AC22 aber die Zukunft der Normalladung oder vielleicht auch noch in AC43 die Zukunft der kostengünstigen Semi-Schnelladung. Sozusagen den Diesel unter den E-Fahrern :lol:
Und DC Netze haben ja nun auch herzlich wenig mit DC Ladung zu tun. Im übrigen bräuchte man bei DC Netzen auch wieder Leistungselektronik, um die Netzspannung auf die zum Laden benötigte zu bringen.

ecopowerprofi hat geschrieben:
AC hat sich als die bessere Lösung vor hundert Jahren durchgesetzt und wird bleiben. Vor allem, weil die Infrastruktur von vielen Milliarden € nicht über Bord geworfen werden kann.

DC kommt wieder, aber nicht als Ersatz für unsere Schukos, sondern für Hochspannungsgleichstromübertragung HGÜ. Und zwar mit dem selben Argument durch das damals AC gewonnen hat - weniger Verluste. Damals fehlte halt die Leistungselektronik um den Gleichstrom auf hohe Spannungen zu bringen, heute geht das.
Aber es geht da um zusätzliche Leitungen für Fernstrecken und nicht um die Leitung zwischen Klein- und Großposemokel.

herrmann-s hat geschrieben:
wenn ich das aber richtig verstanden habe wird bei diesen tollen 3er ladesaeulen immer AC eingespeist und wird dann - je nach dem was gebraucht wird - dann AC abgegeben oder eben die bis 50kw DC?

An der Säule kommt immer AC an. Für AC Ladung gibt sie dieses AC einfach weiter und der Lader im Auto macht DC für den Akku. Bei DC Ladung sitzt das Ladegerät in der Säule und macht auch DC für den Akku. Es passiert in beiden Fällen dasselbe, nur sitzt einmal das Ladegerät im Auto und einmal in der Säule.
Letzteres ist vom Tarif halt meist teurer, da der Aufwand in der Säule viel höher ist.

Die DC Ladungen gehen zur Zeit bis 150kW, verbreitet sind aber vor allem 50 und 20kW.
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Re: 3-phasiges Laden

Beitragvon TOMbola » Di 11. Okt 2016, 07:48

Was jetzt unheimlich(!) weiter hilft sind Ansätze von wegen - vor 100 Jahren und Wikipedia Zitate Edisons. Hut ab Inge Meysel, denn VHS hat sich auch gegen Video2000 und Betamax durchgesetzt, zwar nicht weil besser aber egal!

Wir reden hier denke ich über die Zukunft und wie das alles effizienter gestaltet werden kann. Es macht sicher keinen Sinn, die Energie der Elektromobilität durch Fossile- oder Atomareengieerzeuger herzustellen, dann können wir das Ganze auch gleich lassen!

Was wir m. E. benötigen ist eine flächendeckende DC betriebene Infrastruktur im Sinne von Stromtankstellen, die im Bereich von 10-15 Minuten Reichweiten nachladen, die es ermöglichen 400-600km weiter zu kommen. Den Verbrennern hat man es auch ermöglicht fast in jedem Kaff nachtanken zu können, obwohl es gerade dort in der Masse nicht zwingend notwendig ist.

Es gibt haltbare Prognosen, dass bspw. die PV- Stromgestehungskosten in den nächsten 10 Jahren auf 2 Cent die kWh fallen!!! Flächen dafür haben wir bis der Arzt kommt! Nur mal so als Gedenkanstoss, eine 400 x 400 Quadratkilometer große Fläche heutiger PV-Module bspw. in Marokko, würde ausreichen um die heutige Stromversorgung der gesamten Menschheit zu decken!

Die eigentliche Frage ist doch nicht die des Könnens, sondern vielmehr die des Wollens!
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Re: 3-phasiges Laden

Beitragvon Tho » Di 11. Okt 2016, 07:52

Ich würde persönlich erstmal mit dem realisierbaren beginnen, statt mit PV Flächen in Marokko, siehe Desertec. Das ist nämlich auch nicht viel bei rum gekommen.
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Re: 3-phasiges Laden

Beitragvon TMi3 » Di 11. Okt 2016, 11:10

Akkus werden m.E. immer mit DC geladen. Jetzt ist die Frage ob man in jedes Auto einen Hochleistungs-AC/DC-Wandler bauen will oder ob man die besser in den Ladestationen baut. Und bitte baut die Kabel mit dran. Ich fahr ja auch nicht mit Gardena an die Benzin-Tanke.
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Re: 3-phasiges Laden

Beitragvon Hhoffmann » Di 11. Okt 2016, 11:26

TOMbola hat geschrieben:
Was wir m. E. benötigen ist eine flächendeckende DC betriebene Infrastruktur im Sinne von Stromtankstellen, die im Bereich von 10-15 Minuten Reichweiten nachladen, die es ermöglichen 400-600km weiter zu kommen. Den Verbrennern hat man es auch ermöglicht fast in jedem Kaff nachtanken zu können, obwohl es gerade dort in der Masse nicht zwingend notwendig ist.

Es gibt haltbare Prognosen, dass bspw. die PV- Stromgestehungskosten in den nächsten 10 Jahren auf 2 Cent die kWh fallen!!! Flächen dafür haben wir bis der Arzt kommt! Nur mal so als Gedenkanstoss, eine 400 x 400 Quadratkilometer große Fläche heutiger PV-Module bspw. in Marokko, würde ausreichen um die heutige Stromversorgung der gesamten Menschheit zu decken!

Die eigentliche Frage ist doch nicht die des Könnens, sondern vielmehr die des Wollens!


Also was die PV Stromgestehungskosten betrifft so ist man schon heute mit einer kleinen PV Anlage auf dem eigenen Dach bei 10 Ct je kwh. Immerhin dreimal günstiger als vom Stromnetz.
PV in Marokko bringt hier nichts. Die Stromnetzkosten nur hier in D betragen schon 7 Ct plus MwSt je kwh. Und dann von Marokko? Plus Durchleitungsverluste? Plus Terrorgefahren?

Nach 200km mach ich sowieso eine Pause. Dann sollte man die wieder in 30 min aufladen können und dazu sollten auch stets genügend freie Ladestellen vorhanden sein. Mehr brauchts nicht.
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Re: 3-phasiges Laden

Beitragvon graefe » Di 11. Okt 2016, 11:44

TMi3 hat geschrieben:
Akkus werden m.E. immer mit DC geladen. Jetzt ist die Frage ob man in jedes Auto einen Hochleistungs-AC/DC-Wandler bauen will oder ob man die besser in den Ladestationen baut. Und bitte baut die Kabel mit dran. Ich fahr ja auch nicht mit Gardena an die Benzin-Tanke.

Tja, da kann man auch anderer Meinung sein: oeffentliche-ladeinfrastruktur/aldi-neuried-chademostecker-gestohlen-t19331.html :evil:
Die Zuverlässigkeit von Bordlader in Kombination mit AC-Ladesäule scheint mir jedenfalls überlegen zu sein, wenn man sich die Logs mancher DC-Ladesäulen anguckt (z.B. Ochtum).

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Re: 3-phasiges Laden

Beitragvon TOMbola » Di 11. Okt 2016, 11:52

Werft doch bitte den gesamten Beitrag nicht aus dem Konsens und zitiert dazu noch falsch, geht´s noch?!? Dort steht "GEDANKENANSTOSS" und gesamte Stromerzeugung des Planeten! Konkret hier in Deutschland als Beitrag zur Elektromobilität ist erheblich weniger notwendig und dazu gibt es ja nicht nur Photovoltaik.
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Re: 3-phasiges Laden

Beitragvon TMi3 » Di 11. Okt 2016, 11:55

Wenn jemand Ökoautos blöd findet und deshalb Ladepunkte zerstört, wird's das fehlende Kabel nicht retten, dann macht er halt das Outlet kaputt. Ich hab auswärts bisher nur DC geladen und wenn es Probleme gab, dann eher mit den RFID-Kartenlesern oder den Touch-Bildschirmen, am Kabel bin ich nie gescheitert.
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Re: 3-phasiges Laden

Beitragvon black_limo » Di 11. Okt 2016, 12:05

Wir haben unsere Säule seit einigen Monaten an einer stark frequentieren Straße stehen.
Es ist mit einem 8 Meter langen Kabel samt Typ 2 Stecker ausgestattet.
Ich bin ehrlich gesagt aber auch gespannt wie lange noch...

ich denke mal bei dem Raub ging es wenig darum die Säule zu zerstören, wie vielmehr das Material stehlen und zu verkaufen.
Da ist anständig Kupfer in so nem Kabel verbaut, und die Stecker sind auch nicht gerade geschenkt...
Da fällt es doch schon mehr auf, wenn jemand dutzendweise Benzinzapfen stiehlt und die in der Bucht anbietet...

Mal ganz ehrlich, mich wundert es bei dem ganzen Pack da draußen, dass die Kabel und Stecker nicht alle Reihenweise verschinden, ist halt nicht Niet und Nagelfest.
Mein Tesla Emphelungscode:
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