zweimal soviel i3 REX wie i3 BEV in USA verkauft

Re: zweimal soviel i3 REX wie i3 BEV in USA verkauft

Beitragvon BMWFan » Sa 7. Jun 2014, 13:17

Bei allem Lob für Tesla, es handelt sich um eine Limousine mit eingeschränktem Nutzwert zu einem Preis, der nur für wenige erreichbar ist. Das liegt auch daran, dass man viel Auto braucht, um eine halbe Tonne Batterien zu verpacken. Und der Aktionsradius bleibt mickrig, wenn unterwegs kein Supercharger zur Verfügung steht, was wohl sehr häufig der Fall ist. Der i3 ist anders als der Tesla als Zweitauto konzipiert, welches alle Zweitautoaufgaben äusserst praxisgerecht und mit Spass dabei erledigen kann, und mit Rex sogar mindestens so gut wie der Tesla als Erstwagen taugt, und bei uns etwa häufiger als unserer Famillienlastesel zum Einsatz kommt. Er verbraucht auch deutlich weniger Strom als eine Tesla, was man auch nicht unter den Tisch fallen lassen sollte. Sobald ein Plug-in-Bulli kommt, werde ich ihn sofort kaufen. Es gibt aber leider keinen und es wird wohl noch Jahre dauern. :cry: Ein rein elektrischer bräuchte eine Monsterbatterie und einen Superdupercharger. Aber vielleicht geschehen ja Wunder in der Batterieentwicklung, wie in der Photovoltaik bereits geschehen, und die Batteriekapazitäten verdoppeln sich bei gleichzeitig fallenden Preisen.
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Re: zweimal soviel i3 REX wie i3 BEV in USA verkauft

Beitragvon HED » Sa 7. Jun 2014, 14:10

Ich mag keine halben Sachen. Der i3 mit REX ist kein reines Elektroauto, Punkt.

- 4500 Euro Aufpreis
- Höheres Gewicht und damit verschlechterte Effizienz und Reichweite im E-Modus
- KFZ Steuer Abgaben
- TÜV Abgasuntersuchung
- Ölwechsel und weitere Wartung
- Miserable "Laufkultur"
- Man hängt wieder an den Mineralölkonzernen
- Hoher Verbrauch von bis zu 7 Litern! (das ist doch krank)
- zieht das Image des i3 und des E-Autos in den Keller (an der Tanke)

Ich finde das... sehr sehr sehr inkonsequent. Und irgendwie ein bißchen Selbstbetrug.

BMW wird Upgradeakkus anbieten. In paar Jahren werden diese deutlich leistungsfähiger sein. Und dann hat man da einen unnützen Verbrenner drin?

Ein Auto sollte man lange benutzen. Ich lese hier oft, dass die Leute erst sich mal das E-Auto kaufen und dann nach paar Jahren wieder ein neues kaufen!

Das ist nicht ökologisch. Lieber warten, bis E-Autos vollendet sind. Und diese dann so lange wie möglich fahren.

Range Extender ist weder Fisch noch Fleisch, da fährt man lieber einen CNG-Golf, der nicht umweltschädlicher ist.
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Re: AW: zweimal soviel i3 REX wie i3 BEV in USA verkauft

Beitragvon Karlsson » Sa 7. Jun 2014, 15:34

BMWFan hat geschrieben:
Bei allem Lob für Tesla, es handelt sich um eine Limousine mit eingeschränktem Nutzwert zu einem Preis, der nur für wenige erreichbar ist. Das liegt auch daran, dass man viel Auto braucht, um eine halbe Tonne Batterien zu verpacken. Und der Aktionsradius bleibt mickrig, wenn unterwegs kein Supercharger zur Verfügung steht, was wohl sehr häufig der Fall ist.

Der Tesla schafft real durchaus über 400km. Das finde ich nicht mickrig. Und selbst wenn das nicht reicht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, auf so einer Strecke einen Supercharger zu finden, die jetzt deutlich wachsen.
Ansonsten kann er auch 22kW AC laden und war da nicht auch was mit Chademo?

Zum Preis - der ist zwar für die meisten nicht erschwinglich, aber das Benzin Pendant dazu wäre ein Mercedes CLS mit 8 Zylindern, der nicht billiger kommt. Insofern ist der Tesla in seiner Klasse ohne Elektro Aufpreis zu haben. Von welchem E-Auto kann man das sonst noch behaupten?
Und fahrender Akku.... Bullshit. Der CLS ist doch auch nicht groß leichter und der Tesla hat enorm viel Stauraum und bis zu 7 Sitze.

BMWFan hat geschrieben:

Der i3 ist
...
mit Rex sogar mindestens so gut wie der Tesla als Erstwagen taugt...

Für ein kinderloses Pärchen mit kleinem Gepäck, das dann halt auch nicht voll elektrisch fährt - dann ja.
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Re: AW: zweimal soviel i3 REX wie i3 BEV in USA verkauft

Beitragvon Karlsson » Sa 7. Jun 2014, 15:37

HED hat geschrieben:
Ich mag keine halben Sachen. Der i3 mit REX ist kein reines Elektroauto, Punkt.

Richtig.
Und ohne RE taugt er nicht als Erstwagen und ist als Zweitwagen den meisten genauso zu teuer wie der Tesla als Erstwagen, Punkt.

Wie immer hast Du alles schön aufgezählt und wie immer gehts am Leben vorbei.
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Re: zweimal soviel i3 REX wie i3 BEV in USA verkauft

Beitragvon HED » Sa 7. Jun 2014, 16:20

Am Leben vorbei?

Das sind doch alles Fakten? Ich beschönige halt nichts.

Was von den aufgezählten Punkten stimmt denn nicht?
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Re: zweimal soviel i3 REX wie i3 BEV in USA verkauft

Beitragvon fdl1409 » Sa 7. Jun 2014, 17:37

Ich hatte vorher ein BEV - Mitsubishi i-MiEV.
Habe jetzt einen i3 REx. Bisher damit 1.450km gefahren und noch keinen einzigen Tropfen Sprit verbraucht.
Solange ich den i-MiEV hatte habe ich meinen Audi A2 als Reservefahrzeug behalten - für Notfälle und seltene weite Fahrten. Den A2 kann ich jetzt verkaufen, das würde mir ohne REx nie einfallen. Was ist jetzt umweltfreundlicher? Mein rein elektrischer Anteil wird durch den REx übrigens noch weiter steigen.

Der i3 REx ist für mich ein 100%iges Elektroauto - mit einem winzigen Zweitwagenersatz unter dem Kofferraum. Für mich würde sich übrigens nicht viel ändern wenn ich 500km elektrische Reichweite hätte, obwohl ich das gegenüber dem REx vorziehen würde. Momentan ist der REx fast so gut wie das ersehnte Auto mit 100 kWh Akku.

Mal eine Bemerkung zu HED: du hörst dich furchtbar gerne reden, ja?

Frank
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Re: zweimal soviel i3 REX wie i3 BEV in USA verkauft

Beitragvon markusmuellerlv » Sa 7. Jun 2014, 17:48

HED, Ein paar Kommentare dazu:
- Höheres Gewicht und damit verschlechterte Effizienz und Reichweite im E-Modus

Laut BMW: NEFZ Verbrauch i3 12.9kWh/100km i3 REX: 13.5kWh/100km, also verbraucht der i3 REX 5% mehr als der i3.
Selbst wenn es 10% wären, ist es für viele noch in Ordnung da der REX dem Auto eine uneingeschränkte Reichweite ermöglicht
- TÜV Abgasuntersuchung
- Ölwechsel und weitere Wartung


Der REX wird in der Praxis in weniger als 10% der gefahrenen Kilometern benutzt. (Wir reden vom Durchschnittsbürger, nicht von Vertretern die täglich hunderte km am Stück fahren).
Also werden die Kosten für Ölwechsel und Wartung sehr gering sein, da der REX 90% der Zeit nicht läuft.
Jemand hat ja hier geschrieben, dass die Lebensdauer des REX-Motors mehrere tausend Stunden beträgt.
Wenn man dies mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von auch nur 30km/h und dann nochmals mit Faktor 10 multipliziert (da der REX nur 10% der Zeit benutzt wird), dann kann man mit dem REX hunderttausende Kilometer fahren, wo andere Verbrennungsmotoren in konventionellen Autos viel früher den Geist aufgeben hätten, da sie eben ständig laufen, statt nur 10% der Zeit.

- Man hängt wieder an den Mineralölkonzernen
- Hoher Verbrauch von bis zu 7 Litern! (das ist doch krank)


Da der REX nur 10% der Zeit benutzt wird, muss man die von dir genannten Faktoren durch 10 dividieren.
Also hängt man 10 Mal weniger an den Mineralölkonzernen.
Der Durchschnittsbenzinverbrauch ist dann 7/10 = 0.7Liter/100km.
Den tiefen Benzinverbrauch haben hier schon mehrere i3 REX-Fahrer in der Praxis bestätigt (siehe Thread "Statistik").

Range Extender ist weder Fisch noch Fleisch, da fährt man lieber einen CNG-Golf, der nicht umweltschädlicher ist.


BMW gibt beim i3 REX 13g CO2 / km an, damit kann kein CNG-Golf mithalten.
Es ist klar, würde man den i3 REX ständig nur mit Benzin fahren, dann wäre der Benzinverbrauch relativ hoch und er könnte nicht mit sparsamen Dieseln mithalten. Aber dies macht kein Mensch, ich denke dies ist uns allen klar.
Der große Vorteil vom REX-Prinzip ist eben, dass Verbrauch, Emissionen, Wartungsaufwand und Lebensdauer alle durch Faktor 10 im Vergleich zu normalen Autos verbessert werden.

BMW wird Upgradeakkus anbieten. In paar Jahren werden diese deutlich leistungsfähiger sein. Und dann hat man da einen unnützen Verbrenner drin?
Ein Auto sollte man lange benutzen. Ich lese hier oft, dass die Leute erst sich mal das E-Auto kaufen und dann nach paar Jahren wieder ein neues kaufen!
Das ist nicht ökologisch. Lieber warten, bis E-Autos vollendet sind. Und diese dann so lange wie möglich fahren.


Wer heute ein Elektroauto kauft, selbst mit REX-Motor finanziert die Entwicklung mit und dank diesen Leuten wird es hoffentlich bald E-Autos mit billigeren Akkus und größere Reichweiten geben. Und dann werden wir vielleicht eines Tages keinen REX mehr brauchen, dank auch i3 REX-Käufern. Also Hut ab an alle die ein E-Auto kaufen, selbst wenn man damit gewisse Einschränkungen hat und es ein noch relativ teueres Unterfangen ist.
Das Argument "warten bis E-Autos vollendet sind" wird die Situation nicht verbessern, da dann weniger Geld in die Entwicklung fließt und daher die Entwicklung langsamer voran gehen wird.

Der REX ist eine Brückentechnologie wie im Beitrag von Carsten beschrieben. Er ermöglicht zu 90-95% elektrisch zu fahren, und dies ohne Reichweitenschränkungen.

Unser Ziel ist es ja von den fossilen Brennstoffen wegzugehen um die Umwelt zu schonen und Lebensqualität der Menschen zu verbessern.
Das REX-Prinzip ist eine von vielen Möglichkeiten um dies zu erzielen.
Ich persönlich möchte auch eine Welt ohne Verbrennungsmotoren, leider ist dies beim heutigen Stand der Technik (Akkus, Ladeinfrastruktur) noch nicht möglich. Wenn aber Autos mit REX den Flottenverbrauch um Faktor 10 vermindern können, dann ist dies ein riesiger Schritt nach vorne und 90% des Problems der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist damit gelöst.

In der EV-Gemeinde wird es immer Leute geben, für die ein Verbrennungsmotor in einem E-Auto (PHEV, REX) absolut Tabu ist, aber leider ist die Technik noch nicht so weit um ein bezahlbares langstreckentaugliches E-Auto zu bauen.
Der Tesla Model S ist zwar eine Meisterleistung bezüglich Reichweite, aber kostet noch viel zu viel und es gibt noch kein flächendeckendes Netz an Schnellladern. Tesla hat z.B. zur Zeit keine Pläne das Superchargernetz östlich von Deutschland bzw südlich von Rom auszubauen. Ein Pole der damit von Polen nach Süditalien fahren möchte (Kalabrien z.B.) wird noch längere Zeit keine Chance haben dies stressfrei zu erledingen, ausser er lädt mit 22kW (scheibar zur Zeit nur 16kW effektiv wegen dem damaligen Erhitzungsproblem des AC-Laders) und legt alle 300km 4-5h Pause ein. Keine so angenehme Reise wenn man 1500-2000km fahren muss und ständig lange Ladepausen einlegen muss.
Ich denke die meisten Leute würden pragmatisch entscheiden und bei längeren Fahrten lieber etwas Benzin verpuffen, aber dadurch schell und sicher ans Ziel zu kommen statt sich mit Reichweitenängsten, Ladepausen und Ladeängsten (funktioniert die Säule? Ist sie belegt?) zu quälen.

- Miserable "Laufkultur"


Hier gebe ich dir recht. Hab zwar den Sound noch nicht in der Realität gehört sondern nur aus den Videos und er hört sich von draußen wirklich wie ein Rasenmäher an. Hier muss BMW noch am Sound schrauben. Zum Glück läuft der REX nur sehr selten und viele werden ihn meistens nur auf Landstraßen und Autobahn anmachen und dort ist er nicht Lauter als andere Verbrenner.

- zieht das Image des i3 und des E-Autos in den Keller (an der Tanke)


Ich würde beim Tanken andere Autofahrer anquatschen und ihnen über die Vorteile des REX-Prinzips erzählen.
0.5-0.7 Liter/100km Verbrauch macht sicher viele Leute hörig.
Ich finde das... sehr sehr sehr inkonsequent. Und irgendwie ein bißchen Selbstbetrug.


Nicht Selbstbetrug sondern pragmatische Brückentechnologie, welche die Vorteile vom E-Auto mit denen des Benziners vereint.
90-95% der Kilometer im Elektromodus, keine Reichweiteneinschränkung, extrem geringer Benzinverbrauch und Emissionen.

Wie in der Werbung vom GM Volt "Electricity when you want it, gasoline when you need it."

Grüße,
Markus
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Re: zweimal soviel i3 REX wie i3 BEV in USA verkauft

Beitragvon bert2mole » Sa 7. Jun 2014, 18:07

Alles sehr gute Argumente, man fährt aber auch ne Menge zusätzlicher Bauteile durch die Gegend (zählt mal wie oft hier REx steht).
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Re: zweimal soviel i3 REX wie i3 BEV in USA verkauft

Beitragvon Karlsson » Sa 7. Jun 2014, 20:03

HED hat geschrieben:
Am Leben vorbei?

Das sind doch alles Fakten? Ich beschönige halt nichts.

Was von den aufgezählten Punkten stimmt denn nicht?

Stimmt alles. Aber Du lässt unter den Tisch fallen, dass ohne RE die Erstwagentauglichkeit für die meisten weg ist - sprich das Auto seine Hauptfunktion nicht mehr erfüllt und führst dafür so lächerliche Punkte wie "Ölwechsel nötig" auf.
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Re: zweimal soviel i3 REX wie i3 BEV in USA verkauft

Beitragvon Horbacher » Sa 7. Jun 2014, 21:34

Langsam werden die Rexdiskussionen etwas ermüdend.
Zum Glück Leben wir nicht in Nordkorea und jeder der lesen kann, kann auch selbst entscheiden, was er braucht und will.
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