Wechsel vom Smart zum i3 - lohnt sich das?

Re: Wechsel vom Smart zum i3 - lohnt sich das?

Beitragvon graefe » Di 4. Aug 2015, 17:39

mutle hat geschrieben:
Und mit CCS hast du viel Erfahrung als Zoe Fahrer? Ich hatte bisher deutlich häufiger Probleme mit Typ-2 zu laden als mit CSS. Ausserdem haben knapp 80% der auf CCS-Map.eu aufgeführten CCS Ladestationen direkt am gleichen Ort auch eine Typ-2 Lademöglichkeit. Zumindest hier in NRW (Düsseldorf in meinem Fall) gibt es einige CCS Lademöglichkeiten in fast allen Himmelsrichtungen.


Findest Du? Ich hatte den i3 an einem WE in Düsseldorf zur Probefahrt. An dem Sonntag konnte ich an keiner einzigen CCS-Säule aufladen: entweder nur während Öffnungszeiten nutzbar (3mal Aldi und jeweils 1mal BMW und VW) oder zugeparkt (1mal BMW). Richtung Norden ab Münster (130km) wäre wieder Lademöglichkeit (nur knapp zu erreichen) und Richtung Süden totale Ladewüste bis Rhein-Main-Gebiet. Man muss schon gen Westen fahren und es in die Niederlande schaffen, dann ist alles gut. Ich würde die Langstrecke vor allem in meiner Freizeit am WE und an Feiertagen fahren - ich denke das ist jetzt kein besonders ausgefallenes oder abwegiges Profil.

Thema "Konkurrenzprodukte" wie Kia:
amk hat geschrieben:
Durchaus! Vermutlich sollten wir glücklich sein, einen i3 der ersten Generation zu haben. Meine Erfahrung mit derartigen cleansheet-Konzepten ist, das die erste Generation die beste ist: Hier dürfen Ingenieure zeigen, was machbar ist. In den folgenden Modellpflegeintervallen und Nachfolgegenerationen bestimmen die Koofmichs, was einzusparen ist, um die Gesamtrentabilität zu erhöhen. Typischerweise eine Phase der "Entfeinerung" des Ingenieurentwurfs über mehrere Intervalle, meist sieht der Kunde das gar nicht, da es verdeckte Bauteile und Lösungen betrifft.

Wenn ich mir das Fahrwerk und die Kraftübertragung des i3 ansehe, bin ich platt, wieviel da aus dem Vollen (Alu-Legierungen) gefräst, gegossen und geschmiedet wurde. Das ist nicht kostenoptimiert, das ist entfesselter Ingenieursgeist und der Wille, ein Optimum zu liefern. Nicht auszudenken, wenn hier und auch im Karosseriebau (Life-Modul) in der nächsten Iteration wieder Stahlbleche verwendet werden...


"Das ist nicht kostenoptimiert, das ist entfesselter Ingenieursgeist und der Wille, ein Optimum zu liefern." Wenn ich so etwas lese, dann läuft mir das Wasser im Munde zusammen: "Haben wollen!!" Merkt man im praktischen Alltag vermutlich überhaupt nicht, aber es würde mir einfach Spaß machen, so etwas zu haben. Und aus dem Grunde kommt für mich ein Kia überhaupt nicht in Frage. Vermutlich "ziemlich viel Auto für ziemlich wenig Geld" - aber das war's dann auch.

Mit meiner Vermutung, dass die Reichweite des i3 vergleichbar mit der des Smart ist (+/- 10%), liege ich am Ende gar nicht so falsch. Der fehlende Dreiphasenlader ist dann das K.O.-Kriterium (und weniger die kleine Batterie). Was hat sich BMW dabei gedacht, beim kostenpflichtigen Schnelllade-Paket ausschließlich auf ein System zu setzen, das nur rudimentär bzw. eigentlich nur in irgendwelchen Plänen existiert?!
Ich fahre 200-300km nur in der Freizeit und am WE, und da wäre ich von den Öffnungszeiten und/oder dem Goodwill der CCS-Säulenbetreiber abhängig - und würde im Zweifelsfall scheitern und schlechter dastehen als mit meinem 22kW-Smart. Also muss ich eigentlich auf den i3-Nachfolger warten, weil a) ein Update des Laders wohl eher nicht zu erwarten ist und b) der Zeitrahmen für den Ausbau des CCS-Netzes völlig ungewiss ist. Wie schade... :|

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Zuletzt geändert von graefe am Di 4. Aug 2015, 18:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Super-E » Di 4. Aug 2015, 17:40

Wenns dein Smart noch etwas tut, warte doch bis der i3 2016 rauskommt. Ggf. hat er alles was dir jetzt fehlt. Oder ist es eilig?

Das mit dem Kosten sparen stimmt zwar, aber es werden auch Kinderkrankheiten behoben. Bei einem so neuen Produkt auch Strategiefehler. Ich bin sicher der 3-ph Lader wird zumindest als Option kommen!
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Re: Wechsel vom Smart zum i3 - lohnt sich das?

Beitragvon graefe » Di 4. Aug 2015, 17:43

Ich werde warten - und versuche bis dahin nicht schwach zu werden... ;)

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Re: Wechsel vom Smart zum i3 - lohnt sich das?

Beitragvon Super-E » Di 4. Aug 2015, 18:26

Du hast es gut! Nur nicht schwach werden ist dein Problem.
Ich habe die weibliche Vorgabe: Nicht teurer als 25k€ (-> Jahreswagen). Die Infrastruktur muss zuverlässig sein (selber Schuld, wenn ich ihr von den Erfahrungen im Forum erzähle). So etwas in der Klasse eines Oktavia Kombi und mindestens 250km bei 130km/h. Der Ladepunkt in der Tiefgarage ist noch das kleinste Problem, da ich zum Laden in die Firma fahren könnte...

Das Auto was ich brauche wurde nichtmals von Audi bisher angekündigt ;-). Vielleicht ein zum Kombi gestreckter Zoe 2 a la Golf-Kombi? Der Zoe gefällt ihr nämlich optisch...
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Re: Wechsel vom Smart zum i3 - lohnt sich das?

Beitragvon Semi » Do 6. Aug 2015, 12:59

Hallo graefe

Der Umstieg lohnt sich aus meiner Sicht nicht, wenn du ein rein elektrisches Auto willst. (i-Miev Fahrer)

Die Reichweite der Autos ist praktisch gleich... hast im Alltag also Reichweitenmässig kaum Vorteile...
2016/2017 kommt der Sprung der nächste Generation E-Autos mit doppelter Reichweite... -> Werteverlust

Für reale 300km Fahren mit viel Autobahnanteil... wird meiner Einschätzung nach auch die nächste EV Generation warscheinlich noch nicht wirklich durchgehend schaffen... vorallem nicht im Winter.

Gruss Semi
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Re: Wechsel vom Smart zum i3 - lohnt sich das?

Beitragvon April2015 » Fr 7. Aug 2015, 07:08

i3 fahren macht jeden Tag Laune!

Ich würde wechseln ;)
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Re: Wechsel vom Smart zum i3 - lohnt sich das?

Beitragvon Spürmeise » Fr 7. Aug 2015, 08:25

Smart ED macht jeden Tag Laune!
Ich würde bis zur i3 Kapazitätserhöhung bleiben ;)
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Re: Wechsel vom Smart zum i3 - lohnt sich das?

Beitragvon Blitz » Fr 7. Aug 2015, 17:58

mit hohem Stadtanteil eindeutig nein
bei viel überland eher schon.
Der Smart ist ausgereifter, macht extrem wenig echte Probleme. Er hat aber wie alle kurzen hohen Fahrzeuge eine furchtbare Aerodynamik, so dass er bei Geschwindigkeiten > 70 rel. viel verbraucht.
Emission impossible
Zoe Intens weiss seit 27.9.13, REW 11 kW Box, PV 10 kWp neu und 1,4 kWp alt (20 J)
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Re: Wechsel vom Smart zum i3 - lohnt sich das?

Beitragvon graefe » Sa 8. Aug 2015, 09:04

Die kleine Batterie des i3 ist verschmerzbar: 20kWh (+/- 10%) - das war nun mal beim i3-Debüt 2013 der aktuelle Stand der Technik. Und ein zukünftiges Upgrade erscheint gut möglich. Alle 120km ein Ladestopp - das wäre bei meinen Langstrecken (200-300km) sogar machbar.

Das K.O.-Kriterium ist am Ende der Einphasenlader: CCS ist weiterhin nicht existent (das hätte BMW bei der Entwicklung klar sein müssen), der Einphasenlader war auch 2013 nicht Stand der Technik (siehe Smart und ZOE) und ein Upgrade erscheint mir reichlich unwahrscheinlich.

Ich will mit einem 45000€-Auto einfach nicht am WE an einer nicht benutzbaren CCS-Säule stranden, mit 7kW ladend ein paar Stunden in der Pampa stehen, die WE-Planung versauen - und am Ende hängt noch der Familiensegen schief. :?
Ok, es geht noch schlimmer (siehe B-Klasse). Aber spätestens bei Buchung des i3-Schnellladepaketes müsste ein Dreiphasenlader drin sein.

In wenigen Wochen beginnt meine 30-Tage-Miete - dann kriegt der i3 (und die CCS-Ladeinfrastruktur) ihre letzte Chance. ;)

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Re: Wechsel vom Smart zum i3 - lohnt sich das?

Beitragvon Semi » Sa 8. Aug 2015, 11:08

Hallo graefe

Kauf ihn dir nicht....
In 8 Monaten stellt Tesla einen 35'000$ Wagen mit 300 bis vielleicht 400? km Reichweite vor.
Die Ladeinfrastuktur gibts schon...
Die Batterie ist Grösser...
300km sind dann vielleicht real machbar...

Warum willst du jetzt für 45000 einen 150km Wagen kaufen und dich selber einschränken, wenns fürs gleiche Geld in vielleicht 2 Jahren die doppelte bis dreifache Reichweite gibt. BMW und co bewegen sich immer nur dann, wenn sich Tesla bewegt, jetzt erst mal abwarten und Tee trinken. So blöd wie es tönt, jetzt ist der dümmste Zeitpunkt zum Kauf eines teuren 1.0 E-Autos.
Bei den I3 Occasionen fallen die Preise bei mir zur Zeit teilweise um 10'000.- runter...

Gruss
Semi
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