Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon green_Phil » Mo 10. Feb 2014, 14:50

endurance hat geschrieben:
Ich weiss leider nicht wie genau das Carbon verarbeitet wurde. Man kann ja mit Carbonbröseln+Harz oder auch mit fasermatten arbeiten (sorry für die flapsige Ausdrucksweise). Beides wird als Carbon verkauft verhält sich aber komplett anders. Sollten die Carbonteile richtungssensitiv sein und entsprechend Kräfte aufnehmen ist da glaube ich nichts mit rausschneiden und reinkleben.

Karbonfasern werden zu Matten verflochten und diese werden dann mit Harz verklebt. Durch die Ausrichtung der Fasern wird das Karbon tatsächlich richtungssensitiv. Durch das Ausschneiden von defekten und Einkleben von neuen Teilen dürfte das aber kein Problem darstellen, da der Kleber tausendmal stärker ist als die Fasern und Harz zusammen. Die Klebeflächen sollten also nicht die Schwachstelle sein...
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon fdl1409 » Mo 10. Feb 2014, 15:06

Laut BMW sind die Reparaturkosten bei einem Zusammenprall nicht höher als bei einem konventionellen Auto.
Man hat nicht umsonst so viel Geld in die Entwicklung gesteckt. Zu den Errungenschaften zählt ausdrücklich auch die Reparaturmöglichkeit am Karbon. Man muß nicht die ganze Fahrgastzelle wegwerfen, sondern kann defekte Teile herausfräsen und ersetzen.

Grüße
Frank
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon Rogriss » Mo 10. Feb 2014, 17:11

Auch hier wieder die Info von der Präsentation: Fasermatten und Olivenöl. Gepresst, gebacken, wassauchimmer..
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon HED » Di 11. Feb 2014, 22:40

green_Phil hat geschrieben:
helmutnn hat geschrieben:
Alu Haube und Kotflügel, Magnesium Heckklappe, Sitzgestelle aus Aluminium, Fahrwerk aus Aluminium etc.). Da lassen sich beim Up vielleicht nochmal 100 Kilo rausholen, ohne ein Gramm Karbon. Dann ist er sogar 150 Kilo leichter als der BMW :-).

Ich weiß nicht recht, Du willst Magnesium beim Autobau verwenden? Das ist ja kein Fahhrad oder Skateboard, ich meine, wenn Magnesium brennt, dann bekommt das die Feuerwehr nicht mehr gelöscht. Verwendet irgend ein Autobauer metallisches Magnesium?? Da müssten sicher extra Sicherheitseinrichtungen herhalten...
Wenn Du das alles gegen Leichtmetalle tauschen willst, musst Du mehr als 2500€ Aufpreis zahlen, versprech ich Dir in die Tasche. Und ich mag nicht in dem Auto sitzen, wenns einen Aufprall gibt. Alu hat auch Nachteile, besonders bei Strukturteilen und bei der Aufnahme von Energie im Falle einer Verformung.


Im neuen ML von Mercedes wird Magnesium für das Armaturenbrett verwendend, genauer gesagt für den Halter. Das macht macht über 10kg aus.

Magnesium kommt schon länger zum Einsatz, etwa bei Supersportwagen.
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon HED » Di 11. Feb 2014, 23:06

fbitc hat geschrieben:
endurance hat geschrieben:
2. Verdellt Carbon/Plastik kaum d.h. parkrempler etc. führen nicht sofort zu sichtbaren schäden

Du hast kein Karbon außen an den Karosserieteilen. Das ist dieser thermoplastische Kunststoff.
Wenn karbonteile beschädigt sind, ist das mehr als ein Parkrempler.


fbitc hat geschrieben:
endurance hat geschrieben:
2. Verdellt Carbon/Plastik kaum d.h. parkrempler etc. führen nicht sofort zu sichtbaren schäden

Du hast kein Karbon außen an den Karosserieteilen. Das ist dieser thermoplastische Kunststoff.
Wenn karbonteile beschädigt sind, ist das mehr als ein Parkrempler.


Das mit dem Thermoplast stimmt. Diese Teile werden einfach an bzw. abgeschraubt. Alleine das ist schon ein Vorteil.

Wenn der Crash nun stärker ist, so ab 50km/h ist ein herkömmliches Auto erst recht Schrott, die Säulen sind verzogen, der Rahmen schief.

Hier hat Carbon Vorteile. Mann kann das LifeModul mit Ultraschall auf Risse überprüfen und immerhin versuchen zu reparieren.
Wenn man Glück hat, wird ein neues Stück eingesetzt und mit dem Rest verklebt.

Jedes Auto wird irgendwann mal rosten, eigentlich war Metall für Autos nie das richtige Material. Ich mag zwar generell kein Kunststoff (Umweltverschmutzung) aber wenn es dazu dient, ein Auto ein ganz besonderes langes Leben zu spendieren, ist das eine tolle Sache.

Hier mal ein Bild. Der Focus ist dem i3 drauf gefahren.
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i3elekt.jpg
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon Knobi » Mi 12. Feb 2014, 07:24

Ääääh,

das soll ja jetzt wohl ein Fake sein. Haste den Unfall selber gesehen?
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Model ☰ reserviert am 31.3.16
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon iWalter » Mi 12. Feb 2014, 08:17

Sieht mir schwer nach Fake aus. Einfach einen i3 vor einem Schrotthaufen geparkt.
Auf jeden Fall wurde auch mit Photoshop gearbeitet. Der Schriftzug "Max Bahr" ist nicht parallel mit der Oberkante des Stahlrahmens, der rote Pfeil und das Parkplatzzeichen aber schon.

Hab noch einmal im Netz recherchiert, das Max Bahr Logo ist tatsächlich schräg.
Aber ein Auffahrunfall auf einem Parkplatz hat wohl kaum so große Deformationen zur Folge.
i3 a new Age.
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon HED » Mi 12. Feb 2014, 09:56

http://www.bimmertoday.de/2013/11/05/bm ... more-74895

Ähnlicher Unfall, sogar mit Polizei.

Der i3 ist halt das beste Auto, was derzeit in Deutschland gebaut wird.
Dateianhänge
BMW-i3-Crash-vs-Seat.jpg
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon green_Phil » Mi 12. Feb 2014, 14:07

HED hat geschrieben:
Im neuen ML von Mercedes wird Magnesium für das Armaturenbrett verwendend, genauer gesagt für den Halter. Das macht macht über 10kg aus.Magnesium kommt schon länger zum Einsatz, etwa bei Supersportwagen.


Sicher, dass es sich beim Armaturenbrett um reines Magnesium handeln, nicht etwa um eine deutlich schwerer brennbare Legierung?

Supersportwagen... was soll das sein? Etwa ein straßenzugelassenenes Auto mit 5 Sternen im Crashtest?... Eben.
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon JuergenII » Mi 12. Feb 2014, 14:27

helmutnn hat geschrieben:
Alu Haube und Kotflügel, Magnesium Heckklappe, Sitzgestelle aus Aluminium, Fahrwerk aus Aluminium etc.). Da lassen sich beim Up vielleicht nochmal 100 Kilo rausholen, ohne ein Gramm Karbon. Dann ist er sogar 150 Kilo leichter als der BMW :-).

Ich finde es immer wieder interessant wie man auf die Idee kommt einen Kleinstwagen wie den E-up (3,50 m) mit dem i3 zu vergleichen. Wenn man den e-Up vergleicht, dann mit seinem Artgenossen dem I-MieV (3,47 m). Und wenn man das macht, sieht man, das VW auch nur mit (lauwarmen) Wasser kocht. Gewicht e-Up (929–1214 kg) i-MieV (1110 kg).

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