Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon Carsten » So 9. Feb 2014, 12:22

Mir persönlich ist die erzielte Sterneanzahl in einem Crashtest ziemlich egal, solange das Fahrzeug nicht in einer Kategorie durchgefallen ist. Für die Auswahl meines Fahrzeugs sind 20 andere Kriterien zuerst entscheidend. Ich habe noch nie nach einem 5 Sterne-Crashtestergebnis geschaut, um mir danach Marke oder Modell näher anzuschauen. Ein realer Crash ist immer anders und wirklich Sch...e, sowohl für den Getroffenen, das Fahrzeug oder die Insassen, da helfen auch 5 Sterne nicht. Daher finde ich es bemerkenswert, mit welchem Enthusiasmus dieses Thema diskutiert wird. Aber andere Menschen, andere Prioritäten :oops:
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon endurance » So 9. Feb 2014, 17:30

Ähm :back to topic:

wenn Ihr erleutern wollt, warum die Carbonkarosserie zu 4 Sternen geführt hat OK - ansonsten schlage ich vor die Crashtestdiskussion in einen separaten Thread auszulagern. :danke:
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon Mei » So 9. Feb 2014, 18:45

NotReallyMe hat geschrieben:
.....
Wenn man schon diesen Aufwand mit Karbon treibt sollte man zumindest einen Teil der Gewichtsersparnis in die Reichweite investieren. Wo liegt denn hier der Vorteil gegenüber dem E-Up? Wieso entwickeln die Hersteller kein Fahrzeug, was zumindest auf halbem Wege Richtung Tesla Model S geht (sagen wir mal mit ca. 35 KW/h Batterie), aber dann noch zu einem brauchbaren Preis produziert werden kann?


Hallo,

Kohlefaser ist zwar leichter als Stahl, hat aber auch andere Eigenschaften. Deshalb kann man Stahl nicht 1:1 durch Kohlefaser ersetzten. Dazu kommt, dass der i3 doch grösser und komfortabler ist als der Up.

Einfach mal so durch Kohlefaser 200kg sparen ist nicht drin. Aber Kleinzeug macht auch Mist.

Beim Lupo 3L wurden z.B. dünnere Scheiben eingebaut. Das hat nur 3kg gebraucht. Aber 50 mal 3kg sind auch 150kg ;)

Grüße
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon xado1 » So 9. Feb 2014, 20:46

carbonchassis hat sicher keinen vorteil.normalerweise bauen die knautschzonen energie ab,reparatur fast unmöglich
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
Dieselfrei,d.h. frei ,weil ich wieder einen Diesel fahre
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon green_Phil » Mo 10. Feb 2014, 12:11

xado1 hat geschrieben:
reparatur fast unmöglich

Das habe ich aber anders gehört... Reparatur sehr leicht möglich, da sich Karbon nicht verzieht.
Aufprallenergie soll das Aluminium absorbieren, nicht das Karbon. Stahlkarosserien habe selten Aluminium als Boden...
Man sieht also, dass einfach nur die Konzepte anders sind. Und die Gewichte sowie die Preise.
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon endurance » Mo 10. Feb 2014, 13:17

1. Ist glaube es ist relativ viel geklipst, lässt sich also easy austauschen im gegensatz zu vernieteten, geschweissten und verklebten Metallkarossien
2. Verdellt Carbon/Plastik kaum d.h. parkrempler etc. führen nicht sofort zu sichtbaren schäden
3. Auch Carbon kann man i.A. gut reparieren, funktioniert eben anders als bei Metall und kann nicht jeder
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon fbitc » Mo 10. Feb 2014, 13:20

endurance hat geschrieben:
2. Verdellt Carbon/Plastik kaum d.h. parkrempler etc. führen nicht sofort zu sichtbaren schäden

Du hast kein Karbon außen an den Karosserieteilen. Das ist dieser thermoplastische Kunststoff.
Wenn karbonteile beschädigt sind, ist das mehr als ein Parkrempler.
Grüße Frank
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon green_Phil » Mo 10. Feb 2014, 13:28

endurance hat geschrieben:
Verdellt Carbon/Plastik kaum d.h. parkrempler etc. führen nicht sofort zu sichtbaren schäden

Dellen in der Plastikverkleidung gehen ohne Schaden wieder raus. Das Karbon dellt nicht ein. Es ist hart. Sehr hart. Wenn es sich stark verformt, bricht es. Das passiert aber erst bei sehr hohen Kräften und soll (ich habe es noch nicht getestet) keine gefährlichen Splitter erzeugen. (Ich weiß ja langsam, wie die Kritikfanatiker hier denken).
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon Rogriss » Mo 10. Feb 2014, 14:03

Laut Präsentator soll sich das Karbon nicht nur elementweise ersetzen lassen. Es soll auch möglich sein defekte Stücke rauszuschneiden und Ersatz "einzukleben".

Keine Ahnung ob das stimmt, klingt aber effizient.
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon endurance » Mo 10. Feb 2014, 14:29

Ich weiss leider nicht wie genau das Carbon verarbeitet wurde. Man kann ja mit Carbonbröseln+Harz oder auch mit fasermatten arbeiten (sorry für die flapsige Ausdrucksweise). Beides wird als Carbon verkauft verhält sich aber komplett anders. Sollten die Carbonteile richtungssensitiv sein und entsprechend Kräfte aufnehmen ist da glaube ich nichts mit rausschneiden und reinkleben.
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