Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon NotReallyMe » Mi 22. Mai 2013, 17:49

meta96 hat geschrieben:
helmutnn hat geschrieben:
... und der BMW wiegt 1250 Kilo und hat eine 130 Kilo schwere Batterie ...


... glaube mit der Reichweite des i3, muss die Batterie deutlich schwerer sein, aber egal, allein für das Premium-Image wird Karbon seinen Teil beitragen ... und BMW wird allen bayrischen Heiligen danken, auf Karbon gesetzt zu haben, spätestens wenn der Tesla Model S in Europa anrollt ...


Die 130 Kilo ist wie geschrieben aus dem Video zitiert.
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon NotReallyMe » Mi 22. Mai 2013, 18:16

green_Phil hat geschrieben:
helmutnn hat geschrieben:
Trotz des immensen Aufwands (und einem entsprechend hohen Preis) hat also die Batterie des BMW vermutlich weniger Kapazität als die des E-Up oder des Zoe und er ist trotzdem schwerer und wahrscheinlich knapp doppelt so teuer wie der E-Up. Wenn man das Batterie-Gewicht des Zoe annimmt ist der Gewichtsvorteil selbst gegenüber diesem "Brummer" nur 90 Kilo.

In einem Interview mit nem BMW-Hochrangigen hatte ich gelesen, dass der BMW i3 22kWh nutzbare Energie im Akku haben wird. Also genau ZOE-Größe.
Der Vergleich mit dem ZOE ist meines Erachtens nach ganz gut. Und der Unterschied beträgt also nicht 90 sondern 250 kg. Eine viertel Tonne. Ich finde, das ist doch schon was - Carbon sei dank!


Ich glaube der Zoe passt hier nicht ganz im Vergleich, weil dort offensichtlich nicht auf Leichtbau gesetzt wurde. VW hat es da beim Up deutlich besser gemacht. Er ist gerade mal 50 Zentimeter kürzer als der Zoe, aber über 300 kg leichter! Diese 50 Zentimeter gehen aber nicht auf den Innenraum. Der ist nicht kleiner ist als der des Zoe, hat sogar mehr Platz in die Höhe, unter den Vordersitzen und bietet auch eine Sitzhöhenverstellung. Vielmehr ist der Motorraum kürzer als beim Zoe und der Kofferraum kleiner. Und bei letzterem könnte man einen Vergleich analog zu "90 % der Fahrten sind nicht länger als 60 km" (oder ähnlich als Argument für Elektroautos) anstellen, denn in den allermeisten Fahrten ist der Kofferraum leer oder gerade mal mit dem Einkauf befüllt. Wie ich das sehe hat der I3 auch keinen sonderlich großen Kofferraum. Und das ist auch gut, denn der beschränkte Platz sollte vornehmlich für die Passagiere verwendet wird, am besten nur für den vorne links ;-).

Wenn man bedenkt, was mit ein paar 1000 Euro Aufpreis wie beim 3L noch erreichbar wäre. Alu Haube und Kotflügel, Magnesium Heckklappe, Sitzgestelle aus Aluminium, Fahrwerk aus Aluminium etc.). Da lassen sich beim Up vielleicht nochmal 100 Kilo rausholen, ohne ein Gramm Karbon. Dann ist er sogar 150 Kilo leichter als der BMW :-).
Zuletzt geändert von NotReallyMe am Mi 22. Mai 2013, 23:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: AW: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon Volker.Berlin » Mi 22. Mai 2013, 21:35

Eberhard hat geschrieben:
Die 7104 Zellen vom Model S wiegen kaum 45 Gramm insgesamt also knapp 320kg. Da frage ich mich auch wo das ganze Gewicht her kommt. Am 17Zoll Display kann es nicht allein liegen.

Das sind aber nur die Zellen. Mit der tragenden Struktur und der Klimatisierung ist es mehr als das doppelte. Leider habe ich dafür keine gute Quelle, aber das scheint das zu sein, was Tesla den Journalisten sagt. Gerade heute in der FAZ war von 700 kg die Rede:
http://www.faz.net/aktuell/technik-moto ... 80206.html
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon xado1 » Mi 22. Mai 2013, 21:52

mein zotye 5008ev hat nachgewogene 1358 kg,ist nur stahl und eisenblech,hat aber dafür eine 32 kw batterie und fährt 220km,hat ein ladekabel mit schuko 230 volt ohne jeden schnick schnack beim laden.kostet in china um die 19.000.-euro.fahre das auto jetzt 5000km ohne probleme und bin mehr als zufrieden.warum soll ich dann einen renault kaufen,bei dem ich knebelverträge für den akku unterzeichnen soll,und kein vernünftiges ladekabel dabei ist.bei bmw wirds wahrscheinlich ähnlich werden.
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
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Re: AW: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon meta96 » Mi 22. Mai 2013, 21:58

Volker.Berlin hat geschrieben:
Eberhard hat geschrieben:
Die 7104 Zellen vom Model S wiegen kaum 45 Gramm insgesamt also knapp 320kg. Da frage ich mich auch wo das ganze Gewicht her kommt. Am 17Zoll Display kann es nicht allein liegen.

Das sind aber nur die Zellen. Mit der tragenden Struktur und der Klimatisierung ist es mehr als das doppelte. Leider habe ich dafür keine gute Quelle, aber das scheint das zu sein, was Tesla den Journalisten sagt. Gerade heute in der FAZ war von 700 kg die Rede:
http://www.faz.net/aktuell/technik-moto ... 80206.html


... schon lustig oder? Da redet man immer von diesen "schweren Akkus" und dann wiegt der Tesla Model S nur 150kg mehr als ein Audi A7 ... und die Batterie vom ZOE, i3 in etwa soviel wie Tankinhalt+Omi+Opi auf der Rückbank ...
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon pierrot » Mi 22. Mai 2013, 22:12

helmutnn hat geschrieben:

Ich glaube der Zoe passt hier nicht ganz im Vergleich, weil dort offensichtlich nicht auf Leichtbau gesetzt wurde. VW hat es da beim Up deutlich besser gemacht. Er ist gerade mal 30 Zentimeter kürzer als der Zoe, aber über 300 kg leichter! Diese 30 Zentimeter gehen aber nicht auf den Innenraum. Der ist nicht kleiner ist als der des Zoe, hat sogar mehr Platz in die Höhe, unter den Vordersitzen und bietet auch eine Sitzhöhenverstellung. Vielmehr ist der Motorraum kürzer als beim Zoe und der Kofferraum kleiner. Und bei letzterem könnte man einen Vergleich analog zu "90 % der Fahrten sind nicht länger als 60 km" (oder ähnlich als Argument für Elektroautos) anstellen, denn in den allermeisten Fahrten ist der Kofferraum leer oder gerade mal mit dem Einkauf befüllt. Wie ich das sehe hat der I3 auch keinen sonderlich großen Kofferraum. Und das ist auch gut, denn der beschränkte Platz sollte vornehmlich für die Passagiere verwendet wird, am besten nur für den vorne links ;-).

Wenn man bedenkt, was mit ein paar 1000 Euro Aufpreis wie beim 3L noch erreichbar wäre. Alu Haube und Kotflügel, Magnesium Heckklappe, Sitzgestelle aus Aluminium, Fahrwerk aus Aluminium etc.). Da lassen sich beim Up vielleicht nochmal 100 Kilo rausholen, ohne ein Gramm Karbon. Dann ist er sogar 150 Kilo leichter als der BMW :-).


Diese Angaben stimmen nicht..
Länge: Zoe 4,084, Up 3,54 -> der Zoe ist 54 cm länger !
Breite: Zoe 1,73, Up 1,64
Höhe: Zoe 1,57 Up 1,49

Der Zoe ist sogar länger, breiter und höher als ein Polo.
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon NotReallyMe » Mi 22. Mai 2013, 23:18

pierrot hat geschrieben:
helmutnn hat geschrieben:

Ich glaube der Zoe passt hier nicht ganz im Vergleich, weil dort offensichtlich nicht auf Leichtbau gesetzt wurde. VW hat es da beim Up deutlich besser gemacht. Er ist gerade mal 30 Zentimeter kürzer als der Zoe, aber über 300 kg leichter! Diese 30 Zentimeter gehen aber nicht auf den Innenraum. Der ist nicht kleiner ist als der des Zoe, hat sogar mehr Platz in die Höhe, unter den Vordersitzen und bietet auch eine Sitzhöhenverstellung. Vielmehr ist der Motorraum kürzer als beim Zoe und der Kofferraum kleiner. Und bei letzterem könnte man einen Vergleich analog zu "90 % der Fahrten sind nicht länger als 60 km" (oder ähnlich als Argument für Elektroautos) anstellen, denn in den allermeisten Fahrten ist der Kofferraum leer oder gerade mal mit dem Einkauf befüllt. Wie ich das sehe hat der I3 auch keinen sonderlich großen Kofferraum. Und das ist auch gut, denn der beschränkte Platz sollte vornehmlich für die Passagiere verwendet wird, am besten nur für den vorne links ;-).

Wenn man bedenkt, was mit ein paar 1000 Euro Aufpreis wie beim 3L noch erreichbar wäre. Alu Haube und Kotflügel, Magnesium Heckklappe, Sitzgestelle aus Aluminium, Fahrwerk aus Aluminium etc.). Da lassen sich beim Up vielleicht nochmal 100 Kilo rausholen, ohne ein Gramm Karbon. Dann ist er sogar 150 Kilo leichter als der BMW :-).


Diese Angaben stimmen nicht..
Höhe: Zoe 1,57 Up 1,49

Der Zoe ist sogar länger, breiter und höher als ein Polo.


Achtung bei der Betrachtung der Außenhöhe: Die Batterien sind beim Up nicht komplett unter dem Unterboden, sondern als "T" unter dem Mitteltunnel und unter der Rückbank. Deshalb gibt es im Up trotzdem deutlich mehr Innenhöhe über dem Fahrer als beim Zoe, auch wenn das Auto außen niedriger ist. Es wird beim Zoe vorne oben knapp im Kopfbereich, und man kann mangels Sitzhöhenverstellung nichts daran ändern indem man z.B. den Sitz nach unten schraubt. In Zahlen bedeutet das: Innenhöhe vorne Hüftgelenk bis Dach im Zoe 90,4 cm, im Up 99,3 cm. Innenraumbreite im Zoe vorne 138,4 cm, im Up 141,7 cm. Klarer Vorteil für Fahrer und Beifahrer im Up!

Die Außenlänge korrigiere ich im zitierten Posting.
Zuletzt geändert von NotReallyMe am Mi 22. Mai 2013, 23:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon BuzzingDanZei » Mi 22. Mai 2013, 23:34

helmutnn hat geschrieben:
Deshalb gibt es trotzdem mehr Innenhöhe über dem Fahrer besser als beim Zoe, auch wenn das Auto außen niedriger ist. Es wird beim Zoe vorne oben knapp im Kopfbereich.


Also HINTEN würde ich dir ja recht geben, aber vorne?! Da ist mit meinen 1,86m gar nix knapp. Wie groß bist du?
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Re: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon pierrot » Mi 22. Mai 2013, 23:51

helmutnn hat geschrieben:
Es wird beim Zoe vorne oben knapp im Kopfbereich, und man kann mangels Sitzhöhenverstellung nichts daran ändern indem man z.B. den Sitz nach unten schraubt..

Ich bin 1,90 groß und hatte bei der Probefahrt mit dem Zoe nicht den Eindruck dass es an Kopffreiheit fehlte. Die etwas erhöhte Sitzposition fand ich sogar angenehm, man hat dafurch eine bessere Übersicht ind kann besser ein und austeigen. Zoe ist definitiv vom Raumangebot eine Klasse über dem Up angesiedelt.
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Re: AW: Warum Karbon und trotzdem so schwer?

Beitragvon Volker.Berlin » Do 23. Mai 2013, 07:06

meta96 hat geschrieben:
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... schon lustig oder? Da redet man immer von diesen "schweren Akkus" und dann wiegt der Tesla Model S nur 150kg mehr als ein Audi A7 ... und die Batterie vom ZOE, i3 in etwa soviel wie Tankinhalt+Omi+Opi auf der Rückbank ...

Naja, aber genau dafür ist halt auch erheblicher Aufwand erforderlich, siehe Thread-Titel (im Fall des Model S kein Karbon, dafür Alu und eine aufwändige Konstruktion mit vielen gewichtssparenden Detaillösungen). Würde man einfach bei einem konventionellen Auto den Antriebsstrang austauschen, sähe das schon deutlich schlechter aus...
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