Warum es wohl für BMW keinen Sinn macht, I's fortzuführen...

Re: Warum es wohl für BMW keinen Sinn macht, I's fortzuführe

Beitragvon Super-E » Fr 21. Jul 2017, 09:46

Ihr unterscheidet hier nur zwischen Verbrenner umrüsten und reine E-Plattform. Dabei gibt es eine riesige Varianz. Der Ansatz der Umrüstung wird eigentlich nur von compliance Anbietern wie Toyota und FIAT gewählt. VW hat das mit der Integration in den Baukasten schon auf ein ganz anderes Niveau gebracht. Das hat auch Sinn gemacht aus der Sicht der unklaren Marktentwicklung. Kein Hersteller hätte so flexibel die Produktion anpassen können wie VW (wir reden hier von flexibel im Automobilbranchen Sinne). Natürlich ist das nur eine Übergangslösung.
Dann gibt es als nächste Stufe die Berücksichtigung des e Antrieb während der Konstruktion, wie beim ioniq oder sogar noch weiter bei der alten A-klasse, die das leider ausser in Prototypen nie genutzt hat. Mann kann es noch weiter treiben und bei der Entwicklung für eine Plattform unterschiedliche Bodengruppen für Verbrenner und EV vorsehen. (So wird es vermutlich BMW machen). Bei reinen EVs gibt es auch Unterschiede. Tesla hat beim s einige Teile von Mercedes verwendet. Die Produktion eines zoe ist auch klassisch. Beim i3 hat man alles neu erfunden. Auch zum ausprobieren. Daher hat man die Entwicklung auch als “Forschung“ abgeschrieben. Wenn man dann nur Stückzahlen wie ein Oberklasse Fahrzeug produziert wird es zwangsläufig teuer... Das wusste man aber.

Welche Strategie die richtige ist, sieht man meistens erst hinterher. Es ist recht leicht ohne Verantwortung für die Investitionen zu sagen was die Industrie machen soll. Der alles oder nichts Sturmangriff von Tesla ist schon wirklich was besonderes...

Bmw möchte die i Reihe für neuartiges verwenden. Evs sind bald gewöhnlich und man muss die konventionellen Reihen ja irgendwie transformieren, oder in 10 Jahen gibt es keinen 3er mehr...
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Re: Warum es wohl für BMW keinen Sinn macht, I's fortzuführe

Beitragvon 150kW » Fr 21. Jul 2017, 11:48

JuergenII hat geschrieben:
Das stimmt so auch nicht. VW hat viel Geld alleine für die Produktion des E-Golfs bezahlt, da jedes mal die Bänder stillstanden wenn auf E-Modelle umgerüstet werden musste. Nicht umsonst haben die die Produktion nach Leipzig ausgelagert.
Leipzig? Der e-Golf wird in Dresden und Wolfsburg gebaut.
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Re: Warum es wohl für BMW keinen Sinn macht, I's fortzuführe

Beitragvon JuergenII » Fr 21. Jul 2017, 12:04

150kW hat geschrieben:
Leipzig? Der e-Golf wird in Dresden und Wolfsburg gebaut.

Danke, war ein Fehler von mir, hab es geändert.
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Re: Warum es wohl für BMW keinen Sinn macht, I's fortzuführe

Beitragvon Helfried » Fr 21. Jul 2017, 12:15

JuergenII hat geschrieben:
Glaubt einer wirklich - außer den Liebhabern fossiler dt. Barockfahrzeuge - daran, dass in 2020 ein konventioneller e-3er noch eine große Marktchance hat?


Der 3er BMW hat, zumindest in meinem Dorf, eine ganz spezielle Klientel. Diese ist, wie soll ich sagen, auffallend konservativ (BrummBrumm-"Tuning"-Auspuff aus dem Supermarkt und so). Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass die jemals elektrisch fährt, lasse mich aber gerne positiv überraschen.
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Re: Warum es wohl für BMW keinen Sinn macht, I's fortzuführe

Beitragvon AlexJ » Fr 21. Jul 2017, 12:40

JuergenII hat geschrieben:
150kW hat geschrieben:
Leipzig? Der e-Golf wird in Dresden und Wolfsburg gebaut.

Danke, war ein Fehler von mir, hab es geändert.



Wobei ich mich zu erinnern glaube, dass in der Gläsernen Manufaktur gesagt wurde, dass die Bausätze für Dresden aus Zwickau kommen.
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Re: Warum es wohl für BMW keinen Sinn macht, I's fortzuführe

Beitragvon Poolcrack » Fr 21. Jul 2017, 13:07

JuergenII hat geschrieben:
Große Volumen an E-Fahrzeugen zu produzieren geht auch nicht so ohne weiteres, weil heute und in den nächsten Jahren die Zellfertigung der Flaschenhals ist. Warum wohl baut Tesla seine Zellfabrik mit Panasonic? Weil sie damit erst ihre "Massenfertigung" schaffen und die liegt bei bescheidenen 500.000 Fahrzeugen im Jahr! Was braucht da wohl erst Toyota, die im Jahr über 7 Millionen Fahrzeuge produzieren?

500.000 Autos pro Jahr ist der alte Plan. Tesla will 2020 1 Million Autos ausliefern.
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Re: Warum es wohl für BMW keinen Sinn macht, I's fortzuführe

Beitragvon roxxo_by » Fr 21. Jul 2017, 13:12

ich bin zwar bei bmw nicht optimistisch, aber tesla muss auch erstmal liefern. zum schluss verkauft sich ein standard 3er mit bissl elektro besser als der neue tesla.... wir werden sehen ;)
Zuletzt geändert von Knobi am Fr 21. Jul 2017, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat
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Re: Warum es wohl für BMW keinen Sinn macht, I's fortzuführe

Beitragvon INRAOS » Sa 22. Jul 2017, 14:36

Helfried hat geschrieben:

Der 3er BMW hat, zumindest in meinem Dorf, eine ganz spezielle Klientel. Diese ist, wie soll ich sagen, auffallend konservativ (BrummBrumm-"Tuning"-Auspuff aus dem Supermarkt und so). Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass die jemals elektrisch fährt, lasse mich aber gerne positiv überraschen.


Schade, dass Du dauernd mit solchen Hau-Ruck-Verallgemeinerungen dabei bist.

Ich komme vom Dorf.

Ich habe nach drei BMW 3er Touring (Neufahrzeug mit M-Paket) etc. jetzt den neuen i3 als BEV auf dem Hof stehen - und freue mich jeden Tag darüber.

Denk mal darüber nach, ob Deine Vorurteile nicht recht häufig unzutreffend sind ...
BMW i3 BEV 94 Ah seit 29.12.2016. Mittlerweile schon über 14.000 km vollelektrisch gefahren
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Re: AW: Warum es wohl für BMW keinen Sinn macht, I's fortzuf

Beitragvon Helfried » Sa 22. Jul 2017, 14:50

INRAOS hat geschrieben:

Schade, dass Du dauernd mit solchen Hau-Ruck-Verallgemeinerungen dabei bist.


Nirgends sonst schubladisieren sich Menschen so stark wie mit Autos. Der Nissan Micro Mouse-Pilot, der 3er BMW-Fahrer, die SUV-Mutter, der Paket-Fahrer etc., sie ergeben Stereotype, die sich immer wieder bestätigen. Natürlich und Gott sei Dank gibt es zahnlose Ausnahmen.
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