Technology Review: i3 is Really a Plug-in Hybrid

Re: Technology Review: i3 is Really a Plug-in Hybrid

Beitragvon green_Phil » Fr 9. Aug 2013, 11:07

dkt hat geschrieben:
Beim i3 ist es ein kleiner Block im Unterboden, der zudem noch räumlich getrennt ist, zum RE Platz. Da wird der Fortschritt durch zwei Gegebenheiten zumindest eingeschränkt. Einmal ist die bestehende Batterie klein (unter 20 kWh), also die Verbesserungen auch gering. Zum Anderen müsste dann BMW einen weiteren Batterieblock mit seiner Klimatisierung im RE Raum unterbringen. Das ist mehr Aufwand für weniger.

Ich glaube wir reden gerade von verschiedenen Dingen. Der REX-Raum war jetzt gar nicht in meiner Betrachtung mit drin. Ich meinte, dass der Akku, der ja beim i3 im Unterboden sitzt und in einzelne Blöcke aufgeteilt ist, einfach zu entnehmen und gegen Blöcke mit besseren Zellen ausgetauscht werden kann. Und wieder anschrauben... Und schon habe ich pro Jahr vielleicht 6 % Akkuleistung gewonnen, nach 8 Jahren könnte ich also einen neuen Akku mit statt 18,8 kWh mit 28 kWh im selben Akkuraum unterbringen. Gegen entsprechendes Kleingeld versteht sich.
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Beitragvon dkt » Fr 9. Aug 2013, 11:12

Ja, ja insofern hast Du vollkommen recht. Mir ging es mehr um die konstruktiven Voraussetzungen zusammen mit der Akkukapazität.

Ich glaube auch, dass BMW bei der Batterie gespart hat um das Karbon voranzubringen. Etwas, was BMW, TESLA voraus hat.

Was TESLA von Anfang an richtig gemacht hat, dass die Entwicklung bei der Batterie angefangen hat. Bei BMW - glaube ich - hat man die Batterie mehr nebenbei betrieben. Teslas Kernkompetenz ist die Batterie, BMWs Kernkompetenz ist der Motor und das Karbon.
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Re: Technology Review: i3 is Really a Plug-in Hybrid

Beitragvon Eberhard » Sa 10. Aug 2013, 15:18

tesla fertigt schon seit 2008 seinen roadster in alu/carbon. da steckt bmw noch in der erfahrungsphase. tesla >2500 roadster ausgeliefert, bmw einige zig erprobungsfahrzeuge gebaut. da liegt das wissen und können noch bei tesla. für das model s wurde ganz alukarosse gewählt. würde mich nicht wundern wenn beim nächsten roadster wieder alu/carbon/composit verwendet wird.

lg

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Re: Technology Review: i3 is Really a Plug-in Hybrid

Beitragvon green_Phil » Sa 10. Aug 2013, 15:27

Eberhard, der Tesla Roadster wird aber nicht von Tesla hergestellt. Also zumindest nicht die Carbon-Teile. Die stammen von... Mist vergessen. Stand neulich in einem anderen Thread. Nur für die große Stückzahl wie beim Model S ist nix mehr mit dem Zulieferer, der alles per Hand macht..
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Re: Technology Review: i3 is Really a Plug-in Hybrid

Beitragvon Eberhard » Sa 10. Aug 2013, 16:08

carbon kam wohl aus frankreich zugeliefert. Aber es geht ja um den Anspruch von BMW der erste zu sein, der mit carbon neue wege geht. Da war tesla viel früher dran.

lg

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Re: Technology Review: i3 is Really a Plug-in Hybrid

Beitragvon micky4 » Sa 10. Aug 2013, 16:20

Ist die Basis vom Roadster nicht ein Lotus ? Aus Frankreich ?
PS: Es geht eher um die Massenproduktion, die bisherigen Kleinserien sind ja alle in "Handarbeit" , glaube ich !
Liebe Grüße, Michael ! (begeisteter Ampera-Fahrer)
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Re: AW: Technology Review: i3 is Really a Plug-in Hybrid

Beitragvon molab » Sa 10. Aug 2013, 16:24

Lotus ist aus der Gegend von Norwich, GB. War selbst schon mal dort.
Lotus hat Chassis (Alu) und Karosserien des Roadsters gebaut.
Sorry, aber Tesla hat keine Ahnung von Carbonkarosserien. Die haben eine vorhande Lotus Elise modifiziert.

Der Anspruch von BMW ist, als erster Carbonkarosserien in Großserie zu produzieren - und das stimmt. Kann man nicht mit Kleinserien-Carbon-Backstuben vergleichen.

Wenn Tesla Zugang zu der Technologie hätte, wäre das Model S nicht aus Alu.
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Re: Technology Review: i3 is Really a Plug-in Hybrid

Beitragvon agentsmith1612 » Sa 10. Aug 2013, 17:04

dkt hat geschrieben:
Ja, ja insofern hast Du vollkommen recht. Mir ging es mehr um die konstruktiven Voraussetzungen zusammen mit der Akkukapazität.

Ich glaube auch, dass BMW bei der Batterie gespart hat um das Karbon voranzubringen. Etwas, was BMW, TESLA voraus hat.

Was TESLA von Anfang an richtig gemacht hat, dass die Entwicklung bei der Batterie angefangen hat. Bei BMW - glaube ich - hat man die Batterie mehr nebenbei betrieben. Teslas Kernkompetenz ist die Batterie, BMWs Kernkompetenz ist der Motor und das Karbon.


So sehe ich das auch. BMW hat voll auf Karbon gesetzt und zwar auf die ganze Karrosse nicht einzelne Teile. Sie hatten sich gedacht, mit der Karbon-Schiene haben sie einmal den Vorteil das Fahrzeug leichter zu machen und mit gleich großer Batterie weiter zu kommen. Zudem kann der Karbon Kram auch in normalen Fahrzeugen einsetzt werden.
Ich denke, dass BMW bei der Entscheidung sich für eine so große Karbonentwicklung entschieden hat weil sie es auch noch für die Verbrenner Fahrzeuge nützen können.
In Sachen Akku und den anderen Kram mit RE und Lader haben sie sich nicht so weit vorgewagt. Ich mein was ist denn das für ein Lader mit 2 Phasen, das baut keiner sonst, 1-phasig oder 3-phasig aber doch nicht 2-phasig.

BMW mit Tesla zu vergleichen, ist doch fast wie Äpfel und Birnen.
BMW traut sich und hat vieles bei Tesla auch abgeguckt aber das ist auch nicht schlimm, denn sie haben von Anfang an den i3 als EV konstruiert. Batterie flach und tief im Boden, Motor im Heck.
In wie weit man einen i3 mit RE als Langstreckenfahrzeug nutzen möchte, bleibt jedem selbst überlassen, ich meine er ist es nicht auch mit RE nicht.

Tesla hat auf Alu gesetzt um den Model S leichter zu machen, aber haben sehr viel auf Sicherheit gesetzt und das hat viel Gewicht gekostet. Sieht man z.B. an der B-Säule die eigentlich hätte nicht so massiv sein sollen wurde aus Sicherheitsgründen nochmal mit Stahl verstärkt genau wie andere Bauteile und deswegen ist der Wagen so schwer. Das gefällt Elon Musk eigentlich auch nicht, aber es ging nicht anders, wie er mal sagte.
Für Model X und Gen III muss das Fahrzeug aber leichter werden.
Hier aber davon zu sprechen, dass Tesla nur Aluminium eingesetzt hat und deswegen technologisch nicht so weit wäre, halte ich für nicht richtig, eine voll Alukarosse zu bauen ist nicht so einfach wie bei Blech. Die einzigen Beispiele die ich kenne ist der Audi A2 und Audi A8 die hatten auch mal eine Alukarosse, hat sich aber auch nicht so wirklich durchgesetzt, war nämlich auch teuer.
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Re: AW: Technology Review: i3 is Really a Plug-in Hybrid

Beitragvon molab » Sa 10. Aug 2013, 17:45

Alu ist absolut ok, aber nichts besonderes mehr. Einige Audis, alle Jaguar / Range Rover und etliche mehr sind inzwischen mit Vollaluminium-Karosserie. In Stückzahlen.
Tesla hat eine Kernkompetenz im Antrieb, da sind sie führend. Aber Carbonkarosserien? Wirklich nicht...
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Re: AW: Technology Review: i3 is Really a Plug-in Hybrid

Beitragvon dkt » Sa 10. Aug 2013, 18:38

molab hat geschrieben:
Wenn Tesla Zugang zu der Technologie hätte, wäre das Model S nicht aus Alu.


Jetzt aber mal im Klartext: Was sollte Tesla als „Newcomer“ denn noch alles finanziert haben. Es ist schon ein Wunder, dass es so gekommen ist.

Tesla hat von Anfang an, aus Gründen der Ökonomie und Haltbarkeit, auf ein bestehendes Massenprodukt als Zelle gesetzt. Dann hat Tesla die Batterie zuallererst als Einheit entwickelt. Also, wenn eine Chance bestand einen Elektroautotank mit großer Reichweite zu bauen, dann war das die richtige Strategie. Tesla hat weiter bei den Zellenherstellern, seine Wünsche im Hinblick auf die Zellchemie und Preise durchgesetzt. Es wurde auf einer bestehenden Massenproduktion aufgebaut. Die Abnahmemengen waren bereits zu Anfang riesig. Hochinteressant für jeden Massenhersteller.

Trotzdem war damals der Preis noch hoch. Also hat Tesla mit einem hochpreisigen Sportwagen in kleiner Serie angefangen. Das ist als Einstieg nachvollziehbar. Hier haben die deutschen Firmen einfach geschlafen. Man wollte in Deutschland nicht nur die Zelle neu erfinden, auch noch die Produktion dazu aufbauen (Li-Tec) und dann damit einen Kleinwagen im unteren Preissegment bauen. Funktioniert nicht. Nicht nur das die Zellenproduktion hinter der bescheidenen Stückzahl herhinkt (E-Smart), es ist auch zu teuer. Deswegen - von den Kosten her - die Reichweitenproblematik.

Wenn jetzt noch Tesla die Baustelle Karbon geschaffen hätte, wäre das zu viel Investition gewesen. In der Alu-Fertigung der Karosserie, hat Tesla modernste Schweißtechnik eingesetzt, die war bekannt und somit ohne große Entwicklungskosten verfügbar.

Das Kernstück Batterie mit großer Reichweite war der Schlüssel zum Erfolg. Zumal mit steigender Größe der Batterie auch die Haltbarkeit steigt (sinkender maximaler c-Wert).

Das können – nach meiner Meinung – die deutschen Autobauer nicht so schnell auffangen. BMW wird damit kämpfen müssen. Teure Karbontechnik, teure kleine Batterieproduktion, geringe Reichweite und Haltbarkeit (Garantie endet bei 100.000 km). Das ist kein Beinbruch für den Anfang, aber es zögert den Erfolg heraus.

Warum kauft nicht BMW die Batterie bei Tesla? Daimler hat es vorgemacht. Der i3 braucht nicht einen RE-chen, sondern - für Deutschland - zumindest einen 60 kWh „Tank“.

Jetzt habe ich mir alles von der Seele geschrieben.
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