Range-Extender als Wankelmotor?

Re: Range-Extender als Wankelmotor?

Beitragvon J_T_Kirk » Mi 21. Mär 2018, 19:32

Michael_Ohl hat geschrieben:
Och eigentlich ist es ganz einfach das Kammervolumen eines Wankels auf einen Hubkolbenmotor umzurechnen. als Ersatz für 254cmm³ taugt ein 1524cmm³ Hubkolbenmotor. Der Wankel macht 3 Zündungen pro Umdrehung des Rotors der Hubkolben macht bei jeder zweiten Umdrehung eine Zündung. Faktor sechs.

mfG
Michael


Nein, nicht Faktor sechs sondern zwei, da beim Wankelmotor eine Umdrehung der Kurbelwelle drei Umdrehungen des Rotationskolbens erfordert.
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Re: Range-Extender als Wankelmotor?

Beitragvon eDEVIL » Mi 21. Mär 2018, 22:55

Ein Kreisprozess beträgt beim Wankelmotor genau 1080°, auf die Exzenterwelle bezogen. Das bedeutet, es dauert drei Exzenterwellenumdrehungen, bis eine Flanke des Läufers alle vier Takte durchlaufen hat. Wegen der an allen drei Flanken gleichzeitig ablaufenden Takte findet bei jeder Exzenterwellenumdrehung ein Arbeitstakt statt, der über 270° dauert. Zum Vergleich: ein Viertakt-Hubkolbenmotor benötigt für einen Kreisprozess 720° pro Zylinder und arbeitet damit nur bei jeder zweiten Kurbelwellenumdrehung, weil zum Ladungswechsel ein Leerhub notwendig ist. Deshalb setzt der Wankelmotor das doppelte Verdrängungsvolumen gegenüber einem hubraumgleichen Viertakt-Hubkolbenmotor durch.

wikipedia
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Re: Range-Extender als Wankelmotor?

Beitragvon motion » Mi 3. Okt 2018, 21:13

Mazda will nur langsam in die Elektromobilität einsteigen und plant für 2020 ein Elektroauto mit Verbrennungsmotor, der den Akku bei Bedarf wieder auflädt. Beim Motor setzt Mazda auf den Wankelmotor


https://www.golem.de/news/range-extende ... 36923.html
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Re: Range-Extender als Wankelmotor?

Beitragvon Michael_Ohl » Mi 3. Okt 2018, 21:21

In der Anwendung bekommt man die Teillastprobleme und Abgasprobleme des Wankelmotors recht gut durch einen begrenzten Drehzahl und Leistungsbereich in den Griff.

MfG
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Re: Range-Extender als Wankelmotor?

Beitragvon RJM85 » Mi 3. Okt 2018, 21:56

Ich bin Mazda- und zugleich Wankelfahrer.
Leider hat Mazda den Einstieg in die E-Mobilität (für mich) bereits verschlafen. Bis die etwas auf dem Markt haben, bin ich schon drei Jahre elektrisch gefahren.
Und ein Rangeextender wäre schon heute nicht mehr nötig, wenn denn bitteschön die Infrastruktur weiter ausgebaut wird. (Stichwort 100km Autobahn ohne CCS-Anbindung [ist aber anderes Thema])
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Re: Range-Extender als Wankelmotor?

Beitragvon umali » Mi 3. Okt 2018, 22:19

Ein serieller Rex macht mindestens noch 5 Jahre Sinn oder siehst Du hier schon irgendwelche Feststoffakkus mit >1 kWh/kg käuflich erwerbbar? Mehrmaliges Zwischenladen ist während Geschäfts- und Urlaubsfahrten ein NoGo.
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Re: Range-Extender als Wankelmotor?

Beitragvon RJM85 » Mi 3. Okt 2018, 23:31

Bei einer Urlaubsfahrt stören doch ein paar Zwischenhalte nicht. Für den typischen Außendienstler wird ein Range-Extender aber auch weiterhin nicht erste Wahl sein, der bleibt nämlich gleich ganz beim Verbrenner oder vielleicht noch beim Hybriden.
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Re: Range-Extender als Wankelmotor?

Beitragvon kub0815 » Do 4. Okt 2018, 07:40

Wenn es einmal mehr wäre....man muss aber x mal halten statt vielleicht einmal halten. Der Akku müsste schon 100 kwh und mehr haben das diese akzeptabel wird.
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Re: Range-Extender als Wankelmotor?

Beitragvon umali » Do 4. Okt 2018, 07:53

RJM85 hat geschrieben:
Bei einer Urlaubsfahrt stören doch ein paar Zwischenhalte nicht. Für den typischen Außendienstler wird ein Range-Extender aber auch weiterhin nicht erste Wahl sein, der bleibt nämlich gleich ganz beim Verbrenner oder vielleicht noch beim Hybriden.

Ich gehe mal von einer Urlaubsfahrt während der Ferienzeit aus. Wer nimmt in Kauf, dass vor ihm eine Schlange steht, bei der jeder Ladende mind. 30min braucht? Mehr Säulen machen auch keinen Sinn, wenn sie außerhalb der Ferienzeit nur wenig genutzt werden.

Warte mal, wenn die E-Mobile in größerem Umfang kommen. Der Rex ist zwar spät dran, aber für die seltenen Langstrecken ist er einfach prädestiniert.

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Re: Range-Extender als Wankelmotor?

Beitragvon Karlsson » Do 4. Okt 2018, 07:53

Das legt jeder selbst fest, ich sehe da eher ab 60kWh.
Und weder für 60 noch für 100kWh bräuchte man Feststoffakkus, sondern das lässt sich auch einfach mit heutiger Technik bauen.
Für den Übergang kann man ja auch 30kWh + RE nehmen, aber da macht auch der Wankel mit seinen Problemen wieder keinen Sinn. Klar kann man versuchen, das in den Griff zu bekommen - aber warum der Aufwand für die paar Jahre? Nur um eine ein bisschen andere Spielart vom Verbrenner zu haben?
Die Antwort zum Titel ist damit einfach nein.
Und Mazda ist eh sowas von Oberverpenner der E-Mobilität....
Schade, mir würde irgendwann ein elektrischer MX5 gefallen.
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