Probefahrt im i3, mein Eindruck

Re: Probefahrt im i3, mein Eindruck

Beitragvon TeeKay » Do 21. Nov 2013, 00:54

Auf dem Video sehe ich vor allem, dass der Fahrer des M5 das Fahrzeug nicht beherrscht. Durchdrehende Reifen, bei höherer Drehzahl schlingerndes Heck, kein Launch Control.

Der gleich stark motorisierte 550ix wird mit der gleichen 0-100er Beschleunigung angegeben wie der Tesla S P85. Da der BMW 100kg leichter ist, hat der Tesla offensichtlich einen Vorteil. Aber der Elektro-Beschleunigungsvorteil ist bei vernünftiger Verbrennermotorisierung keinesfalls so groß, wie immer getan wird.
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Re: Probefahrt im i3, mein Eindruck

Beitragvon Mike » Do 21. Nov 2013, 11:37

TeeKay hat geschrieben:
Aber der Elektro-Beschleunigungsvorteil ist bei vernünftiger Verbrennermotorisierung keinesfalls so groß, wie immer getan wird.

Bei gleich "vernünftige Motorisierung" (was immer das sein soll ;) ) von Verbrenner und Elektro, hat mit Sicherheit der Verbrenner das Nachsehen. Aber spielt das wirklich eine Rolle? Ein Auto nur wegen der geilen Beschleunigung kaufen? Obwohl, die Autoindustrie lebt gut davon und nicht nur die...
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Re: Probefahrt im i3, mein Eindruck

Beitragvon TeeKay » Do 21. Nov 2013, 14:54

Mike hat geschrieben:
Bei gleich "vernünftige Motorisierung" (was immer das sein soll ;) ) von Verbrenner und Elektro, hat mit Sicherheit der Verbrenner das Nachsehen.


535ix 225kW: 5,6s (leichter)
Tesla 225kW: 6,2s

550i altes Modell 270kW: 5,2s (leichter)
Tesla 270kW: 5,6s

Audi S7 309kW: 4,7s (leichter)
Tesla 310kW: 4,4s

1er BMW 125kW: 7,2s
i3 125kW: 7,2s (leichter)

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Re: Probefahrt im i3, mein Eindruck

Beitragvon green_Phil » Do 21. Nov 2013, 15:21

Ehm... langsam bitte wieder drauf achten:
:back to topic:
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Re: Probefahrt im i3, mein Eindruck

Beitragvon Emscha » Fr 22. Nov 2013, 13:20

Back 2 topic, Sir Yes Sir! :mrgreen:

Hatte eine einstündige Probefahrt am Montag, Route nach freier Wahl. Für mich hauptsächlich Stadtgebiet, ein wenig Landstraße und zum Schluss damit endlich der Range Extender ansprang auch Autobahn.
Sitzposition für mich am Anfang äußerst ungewohnt, im Vergleich zum 335i wie im 2. Stock. :?
Erster Eindruck nach dem Drücken des Startknopfes: Kurzes „Bing“, dann absolute Stille. Nix. Gar nix. Wow! Gut, der eigene Tinnitus kommt einem plötzlich doppelt so laut vor. :shock:
Fahrwählhebel auf „D“ und langsames, vorsichtiges niederdrücken des Fahrpedals. Lautloses davongleiten, beindruckend!
Runter vom Pedal, erneut beindruckt wie stark der verzögert, mit etwas Übung gelingt mitschwimmen im Verkehr fast ohne Bremse.
Rote Ampel, grün und mal richtig durchgedrückt. Woho, der geht ja wirklich gut ab, und das ohne einen einzigen Mucks. Es stimmt wirklich, zumindest gefühlt ist er dem 335’er im Ampelsprint bis 50/60 absolut ebenbürtig. Nicht das das die Regel ist, aber man will ja ab und an auch Freude am Fahren haben, gelle? :D
Auf der Landstraße hört man natürlich Abroll- und Windgeräusche, aber auch nicht lauter als im Benziner. Fällt halt nur mehr auf weil vom Motor nix kommt.
Das Handling in schnelleren Kurven finde ich schon fast ein wenig zu direkt und zu leicht für die Lenkbewegung, kommt wahrscheinlich auch zum Teil vom kurzen Radstand.
Letztendlich sprang dann auf der Autobahn noch der REX an, ist aber fast nicht zu hören. Erst bei langsamerer Fahrt kann man bei genauem Hinhören einen kleinen „Rasenmäher“ im Heck ausmachen. Er schaltet sich aber bei jedem Stopp sofort ab, um dann bei Weiterfahrt wieder anzuspringen.

Was soll ich sagen, er macht echt Laune und hat mich als verwöhnter „ExtremCO2Erzeuger“ überzeugt, im April 2014 bekomme ich einen (natürlich ohne REX, wenn schon, denn schon!).
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Re: Probefahrt im i3, mein Eindruck

Beitragvon Super-E » Fr 22. Nov 2013, 13:59

Emscha hat geschrieben:
Es stimmt wirklich, zumindest gefühlt ist er dem 335’er im Ampelsprint bis 50/60 absolut ebenbürtig. Nicht das das die Regel ist, aber man will ja ab und an auch Freude am Fahren haben, gelle?


Mit der Sinnhaftigkeit der "0 auf 100" Werte konnte ich mich noch nie anfreunden. Ich glaube ich habe mit meinem 318d noch nie mit maximaler Beschleunigung versucht auf Tempo 100 zu kommen. Auch der "Ampelsprint" ist relativ belanglos - auch wenn ich da tatsächlich gerne mal etwas zu fest draufdrücke (und ein 318d ist da wahrlich keine Rakete). Wirklichen Mehrwert bringt Beschleunigung aber beim abbiegen aus der Seitenstraße um in enge Lücken zu kommen. Hier spielt ein EV sein volles Potential aus - zudem unabwürgbar zur Freude aller Fahrschüler ;-)
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Re: Probefahrt im i3, mein Eindruck

Beitragvon marc_sommer » Fr 22. Nov 2013, 17:02

Ich hatte heute das Vergnügen den i3 für 1 Stunde selber zu fahren ohne Begleitperson. Habe meinen Arbeitsweg testen wollen.
Temperatur 3.5 Grad. I3 ohne Rex, aber mit Wärmepumpe und Winterräder. Akku 86% geladen. Reichweitenanzeige 100 km im ComfortModus, 117 im EcoPro+
Strecke 78.8 km gefahren vorwiegende im EcoPro+ Modus. Tempo um die 120 km/h. Verbrauch 16.6 kW/h. Restreichweitenanzeige 18 km.
Umgerechnet:
Total mit 100% Ladung -> 136 km im EcoPlus (Ausgangswert), 117 im ConfortModus.
Realverbrauch auf 16.6 kW/h gerechnet. 97 EcoPro+ auf 86%. 100%->112km

Bei diesen Werten war die Batterie nicht vorkonditioniert. Die Temperatur war mit 3.5 Grad eher kalt. Im EcoPro+ Modus regelt das Auto bei 90 km/h ab. Wenn man dann auf den EcoPro Modus zurückschaltet, kann man hochbeschleunigen und dann wieder auf den EcoPro+ schalten und bei 120 km/h bleiben. Die Reichweite geht auch nach oben. Die Heizung wird einfach ausgeschaltet und man kriegt kalte Füsse.

Für meinen 94 km langen Arbeitsweg (hin und zurück, keine Möglichkeit im Geschäft aufzuladen) wäre der i3 eine gute Alternative. Wenn ich jetzt jedoch die realen Werte anschaue, kriege ich kalte Füsse. REX müsste glaub sein. Ich weiss nicht was die Konditionierung der Batterie (oder wie man dem auch immer sagt) Einfluss auf die Reichweite hat. Ich weiss auch nicht, ob man die 86% geladener Batterie einfach so auf 100% umrechnen kann.

Hat jemand Erfahrung mit dem Konditionierung in Sachen%?
Mir ging‘s bei diesem Test vor allem drum, ob ich den Arbeitsweg schaffen würde. Ab und zu kämen noch ein paar Umweg-km dazu, aber dafür wäre der REX perfekt. Ich weiss leider nicht, wie schnell die Akkuleistung nachlässt. Gehe ich davon aus, dass ich im Winter mit Ausgangswert 117 km dann nur noch 70% Akkuleistung habe, komme ich auf ca. 90 km. Gehe ich weiter davon aus, dass der REX ca. 100 kg ist und dadurch noch weniger Leistung zur Verfügung steht, da Auto schwerer wird.

Zum restlichen Auto. Innenausstattung ist angenehm. BMW Standard. Die viel erwähnte Pappmasche kann man optisch auch gelten lassen. Kofferraum reicht völlig aus für ein Pendlerauto. Die Instrumente sind BMW Typisch. Optisch gefallen mir die Räder. Carbon hin oder her, dies bemerkt man beim Fahren nicht. Windgeräusch bei 120 auf der Autobahn ist ähnlich einem Verbrenner. Wenn man Musik hört dazu, spürt man keinen Unterschied. Ich bin noch über 6 „Verkehrsberuhiger“ Bodenwellen gefahren. Die Federung ist schon eher steif, aber würde ich dennoch gelten lassen. Halt Sportlich. Anzug …wow…habe ich aber nur 1x getestet, da ich echte Werte haben wollte.

Meine Entscheidung, ob dieses Auto für mich als Pendler vorwiegend auf der CH Autobahn gut ist oder nicht, habe ich noch nicht gefällt. Umwelttechnisch und technologisch absolut ein grosses WOW.

Bin mal auf eure Antworten gespannt. Habt ihr auch bereits Erfahrung.
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Re: Probefahrt im i3, mein Eindruck

Beitragvon zottel » Sa 23. Nov 2013, 00:30

Wenn Du Dir unsicher bist, ob es reichen wird: Nimm auf jeden Fall den REX. Heizung kann böse Auswirkungen auf die Reichweite haben, und tiefe Temperaturen sowieso. Wenn Du nicht mindestens 30-40% Reichweitenreserve hast, kann es zumindest dann knapp werden, wenn es richtig kalt wird. Vielleicht schaffst Du es trotzdem, wenn Du bereit bist, dann auf Heizung zu verzichten und langsamer zu fahren. Wenn Du immer, bei jeder Temperatur, Dein Elektroauto ohne Abstriche genauso nutzen willst wie den Verbrenner zuvor, und Du hast diese Reserve nicht, nimm den REX.
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Re: Probefahrt im i3, mein Eindruck

Beitragvon TeeKay » Sa 23. Nov 2013, 11:16

Die Konditionierung bringt dir kaum etwas, wenn du nicht vor dem Nachhauseweg auch konditionieren kannst. Die Batterieheizung erhöht vor allem die entnehmbare Leistung. Aber nach 8h Arbeitstag ist die am morgen vorgeheizte Batterie wieder kalt - und gerade dann brauchst du die "eingefrorene" Leistung.
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Re: Probefahrt im i3, mein Eindruck

Beitragvon JuergenII » Sa 23. Nov 2013, 11:24

Hallo Marc,

würde zottel hier zustimmen, nimm auf jeden Fall den Rex. Ohne könnte es knapp werden. Denn wer den REX nicht braucht und nicht unbedingt auf BMW wert legt, kann genauso gut den Leaf nehmen. Damit spart man sich über 7.000 Euro wenn man die notwendigen E-Extras wie LED Licht, Sitzheitzung, Wärmepumpe, etc. beim i3 mit ordert.

Die Reichweite ist ähnlich wie beim i3, aber in der Schweiz gibt es glaub ich eine bessere Versorgung mit CHAdeMO Ladesäulen.

Juergen
i3 REX - der einzige BEV Ableger ohne Reichweitenangst und Ladestress
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