Probefahrt BMW i3

Probefahrt BMW i3

Beitragvon Joggl » Mo 26. Jan 2015, 08:19

Hallo Leute,

ich möchte mich kurz vorstellen. Bin 47 Jahre jung, verheiratet und habe zwei Kinder (16+19 Jahre). Von Haus aus würde ich mich als ökologisch lebenden Menschen bezeichnet (wenn auch nicht immer ganz einfach).

Nun zum eigentlichen Thema:
Ich habe einen BMW i3 (ohne Range) zum Testfahren zum Nulltarif über das Wochenende bekommen :D . Zuerst wurde mir das Fahrzeug sehr genau erklärt. Da ich aber im Vorfeld mich schon in diesem Forum belesen habe, hatte ichs chon einige Dinge gewusst. Leider war das Fahrzeug nicht zu 100% geladen. Eine gewisse Angst hatte ich bezüglich der Bedienbarkeit von einigen Funktionen. Aber diese stellte sich sofort als unbegründet heraus. Ich stieg ein und schaltete sofort in den ECo Pro +-Modus. Es war draußen ca. 2 Grad. Ich musste von Nürnberg nach Hirschaid was hin- und zurück ca. 100km bedeutete. Das erste Gasgeben was soll ich sagen. Einfach traumhaft wie senftenhaft sich der BMW i3 davon schlich.
Musste auch gleich vom Gas und die bis dahin nicht gekannte Verzögerung setzte ein, was ein Bremsen als solches überflüssig machte. Ich fühlte mich gleich pudelwohl im i3 als ob ich ihn schon immer hätte. Natürlich wollte ich gleich testen wie diese gummiband-ähnliche Beschleunigung einsetzte. Unglaublich :D . Es waren zuerst ein paar Ampeln zu bewältigen die in einem EV eine völlig neue Bedeutung bekommen. Auch der dann einsetzente Berufverkehr mit Stop-and-go-Phasen waren sehr entspannt. Ich brauchte nicht einmal die Bremse. Ich bin auch mit einem Stinker im Stau sehr darauf bedacht vorausschauend zu fahren und daher kann ich Leute nicht verstehen die viel Gas geben und wieder bremsen. :shock: Bremsen bedeutet einfach nun mal Energievernichtung. Auf der weiteren Fahrt bin ich dann mit 90 auf dem Frankenschnellweg dahingegleitet, Leider habe ich keinen LKW getroffen dessen Windschatten ich hätte nutzen können. So sah ich zu wie sich der Akku allmählich leerte. Hier viel mir auch schon vorher auf, dass die Vorderradaufhängugn sehr polterte. Hier sollte nachgebessert werden. Die Straßenlage ist trotz der schmalen Trennscheiben völlig in Ordnung. Die Windgeschräusche nehmen aber dann doch merklich zu bei 90. Die Vmax habe ich nie ausgespielt. Der Verbrauch bei 90 pendelte sich bei 14-16 ein. Was ich jetzt noch nicht den Burner empfand. Zugegeben es war sehr windig. Kam eine Böe hat man es sofort am Verbrauchsanzeiger ablesen können. Die Strecke von 100km konnte ich problemlos absolvieren. Man merkt auch sofort, dass man an Ampeln oft beobachtet wird. Jeder wartet jetzt was da wohl kommen mag. Dennoch setzt ab Stillstand eine gewisse Verzögerung ein bis das Fahrzeug auf Touren kommt. Einmal angerollt zischt es davon als gäbe es kein halten (gemessen haben wir später 0-80 in 5,6s; zugegeben per Hand). Daher habe ich mich an Ampeln immer hinrollen lassen und dann beschleunigt. Da ich aber von Nürnberg noch nach Spalt fahren musste, musste ich an meinem Arbeitsplatz zwischenladen. Ich hatte nur noch 15km Restreichweite. Ich habe 2 Std. aufgeladen und dachte, dass ich damit Heim komme. Es war eine Restreichweite von 41km angezeigt mit ECO Pro Plus. Es sind aber nach Hause bei der kürzesten Strecke 38km. Ich bin sehr heimgeschlichen. Ich merkte aber schnell, dass das eine sehr enge Kiste wird. Aber aufgrund der Topographie war ein Vorhaben nach Hause zu kommen ein Utopie und ich versuchte so weit wie möglich zu kommen. Restreichweite zeigt dann doch mal 0 an und ich dachte, da ist bestimmt noch Reserve vorhanden, aber da habe ich falschgedacht. Es war quasi -1km und ich bleib stehen. Na toll dachte ich. Es waren noch 3km nach Hause. Schuld war ich ja selbst. Andererseits lernt man aus solchen Aktionen. Der gelbe Bengel kam dann auch recht schnell und hob den i3 auf die Rampe. Zuhause abgeladen gleich an die Steckdose gesteckt.
Voll war der i3 nach ca. 8,5 Std. Am nächsten morgen wackelten die Vorhänge der Nachbarn. Überhaupt finde ich den BMW i3 echt spacig. Am Samstag haben wir dann diverse Einkäufe gemacht und sind mit Comfort-Modus gefahren, da meine zweite bessere Hälfte es doch gerne etwas wärmer hat. Der Kofferraum reicht für den Samstag-Einkauf völlig aus. Mit meinen Söhnen bin ich später eine Runde gedreht udn die haben sich regelrecht in das Auto verliebt. Die beiden Selbstmördertüren sind einfach genial. Am 14.02. werde ich den Tesla Model S probefahren, dann folgt eine Testfahrt mit dem Kia Soul EV und später eine Probefahrt mit dem E-Golf. Meine Erwartungen sind jetzt aber schon extrem hoch. So sehe ich bei BMW den richtigen Ansatz das Fahrzeuggewicht aufgrund der Carbon-Karosse nach unten zu drücken. Ich wünschte mir aber noch weit reichendere Veränderungen am i3. Wie Radkastenabdeckung wie beim VW XL1 sowie die Senkung der Fahrzueghöhe (Thema Stirnfläche; Kopffreiheit ist genug vorhanden). Leider hatte das Testfahrzeug die optionlae Wärmepumoe nicht an Bord.

Mein Resüme:
+ Fahrleistungen
+ Reichweite (liegen beleiben war mein Fehler)
+ Fahrdynamik
+ Platzangebot
+ Gewicht
+ Opitk
+ ideales Fahrzeug für Pendler und Kurzstreckenfahrer
- Windgeräusche
- Poltergeräusche an der Vorderachse
- Preis (der nicht wirklich negativ ist)

Als Nebengewerbe betreiben wir ein kleines Unternehmen, das sich etwas mehr um die Thematik Effizienz von muskelbetriebenen Fahrzeugen befasst. So kommen wir mit einem cw-Wert kleiner 0,07 mit 200 Watt auf 65 km/h. Man sieht also, dass auch bei E-Autos viele möglich wäre. Ein elektrifiziertes Fahrzeug hat ein Kunde von uns mit 1,2kW auf 130 km/h beschleunigen können. Aber kein Wunder bei einem Fahrzeuggewicht von unter 50kg inkl. Equipment.

Ich hoffe mein beitrag hat Euch nicht gelangweilt.

Ciao



Jörg
Joggl
 
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Registriert: Mo 26. Jan 2015, 07:07

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