Preiserhöhung beim i3!!

Re: Preiserhöhung beim i3!!

Beitragvon TJ0705 » Mi 25. Dez 2013, 13:34

Hi Juergen,

mal abgesehen davon, daß mich der I3 als Leaf-Fahrer keineswegs vom Hocker gerissen hat, ganz im Gegenteil, geht es hier imo gar nicht um eine Neid-Debatte. Ich finde es gut, daß der I3 eine ordentliche Welle macht und so die E-Autos mehr ins Bewusstsein rückt. Was den meisten und so auch mir aufstößt, ist halt, daß BMW so tut, als hätten sie das E-Auto erfunden, nur weil sie nun nach langem unmotiviertem Gefummel auch ein mehr oder weniger gelungenes Exemplar auf die Beine gestellt haben. Das kann einem schon quer runter gehen, selbst wenn man sich drei davon kaufen könnte finanziell.

Es wurde schon gesagt - Tesla gehören genau aus dem Grund die Sympathien, und BMW kann mich mal, genau wie VW, und wer da noch alles kommen mag. :mrgreen:

Grüße Dirk
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Beitragvon ZoePionierin » Mi 25. Dez 2013, 13:40

Ich weiß gar nicht, was diese Diskussion soll. Es ist doch gut, wenn es für jeden Geschmack und zumindest die etwas größeren Geldbeutel eine Auswahl unterschiedlicher Fahrzeuge gibt. Es kann sich doch jeder das Auto kaufen, das seinen Ansprüchen genügt. Und wenn ich mich für eine Zoe entschieden habe, laber ich doch keinem eine Kartoffel ans Ohr, weil er einen Leaf, i3 oder Tesla kaufen will. Das ist doch jederfraus und jedermanns eigene Entscheidung. Was gibt es da auf der Ebene zu diskutieren? Klar kann man sachliche Argumente wie Ladezeiten, Reichweite, Ausstattung heranziehen. Aber wenn's für einen selbst passt, so what.

Ein Autokauf ist immer eine emotionale Angelegenheit die mit Rationalität nur bedingt was zu tun hat. Hat sich jemand in den i3 verguckt, kann ihn sich leisten und braucht keine Schnellladung. Jo, ab zum i-Agenten und bestellen. Alle anderen macht das Auto vielleicht den Mund wässrig durch die PR-Maschinerie von BMW. Das nutzt auch den anderen Herstellern, denn wer den i3 nicht so prickelnd findet aber elektrisch fahren will, schaut sich eben nach anderen Modellen um. Und die beste Werbung für die Elektromobilität sind immer noch die E-Autos auf den Straßen und in der Einfahrt vom Nachbarn.

Ich freue mich über jedes Elektroauto mehr auf der Straße. Und ich mag nun mal die Zoe, weil oben genannte Argumente für mich auf dieses Auto passen. Alle anderen, müssen diese Entscheidung selbst treffen.
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Re: Preiserhöhung beim i3!!

Beitragvon Twizyflu » Mi 25. Dez 2013, 14:09

JuergenII hat geschrieben:
Efan hat geschrieben:
Und warum kannst DU dir einen BMW i3 leisten?

Erbe? Oder Lottokönig? Ganz sicher aber nicht Verkäufer bei Kik, oder?

Vielleicht kommen da noch ein paar Faktoren dazu:

Vielleicht gehört ja Casten und viele andere Käufer des i3 zu den 1/4 Steuerpflichtigen, die in unserer Republik 80% der Einkommenssteuer tragen dürfen. Vielleicht gehört ja die Schicht der Premiumfahrer zu einem Personenkreis, denen Schulausbilidung, Weiterbildung, gute Geschäftsideen, harte Arbeit zu Jobs geführt haben, die sich eben so ein Fahrzeug leisten können, wenn sie denn wollen.

Andererseits gibt es da noch die sogenannten "Working Poor":

Waren es 2004 noch 4,9 Prozent, stieg ihre Zahl bis 2010 schon auf 7,5 Prozent. Sie bleiben arm, obwohl sie arbeiten, häufig sogar in Vollzeit. Das ist die Konsequenz der massiven Ausweitung des Niedriglohnsektors mit einem Höchstlohn von 9,15 Euro pro Stunde. In ihm ist mit über 23 Prozent mittlerweile fast ein Viertel der Beschäftigten tätig. Von den Jugendlichen ist es sogar über die Hälfte, von den Leiharbeitern über zwei Drittel. Die Löhne im Niedriglohnsektor liegen teilweise unterhalb der Hartz IV-Sätze und müssen deshalb durch staatliche Transferzahlungen ergänzt werden. Von den sechs Millionen Beziehern von Hartz IV gehören 1,3 Millionen in diese Kategorie. Elf Milliarden Euro, das heißt ein Drittel des Bundesetats für Hartz IV-Leistungen, werden inzwischen für solche Aufstockungsleistungen ausgegeben. Zwölf Prozent der Beschäftigten, also fast vier Millionen Menschen, müssen für Bruttostundenlöhne von weniger als sieben Euro und vier Prozent sogar für weniger als fünf Euro arbeiten. Das sind die Leute, für die selbst ein gebrauchter Dacia noch viel zu teuer ist.

Aber was soll die Lösung sein? Nur noch billige Fahrzeuge kaufen, damit der Arme sich wohler fühlt in dieser Republik? Und wo hört das auf?

Darf ich nur noch Aldi-Lachs kaufen, weil das ja preislich korrekt ist, oder darf es auch der teure Lable Rouge bei Käfer aus schottischer Züchtung sein?

Darf ich in Zukunft nur mehr Discounter-Weine trinken oder ist es noch korrekt die eine oder andere Flasche aus dem Hochpreissegment so mancher Bordeaux Regionen sich zu leisten?

Darf ich mir noch Maßschuhe gönnen, die ich Jahrzehnte lang ohne Abnutzungserscheinungen tragen kann, oder ist nur mehr Plastik-Billigware von Deichmann erlaubt, die ich alle paar Monate ersetzen muss?

Wie sieht es mit Bekleidung aus? Muss ich da bei Kik und Konsorten einkaufen, wohl wissend, dass die Produkte unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen hier immer noch viel zu teuer angeboten werden, oder ist es verwerflich sich maßgeschneiderte Kleidung von in Deutschland noch tätigen Schneidern anfertigen zu lassen?

Sollen wir bei der Bahn die 1.Klasse abschaffen, weil ja die Kik-Verkäuferin sich die nicht leisten kann? Werden Flugzeuge in Zukunft nur mehr mit Economy Sitzen ausgestattet weil es ungerecht ist, das sich viele nur dies Klasse leisten können, aber wenige auch die First?

Ist es gerecht, das eine Handvoll Leute in Deutschland einen Leaf für 200 Euro Leasing-Rate im Monat bekommen haben, die Masse aber ab 24.000 Euro oder 500 Euro Leasing p.M. und mehr ausgeben müssen um das Fahrzeug zu erwerben, wenn sie denn können und wollen?

Wenn Dir E-Fahreuzge für 15.000 Euro so wichtig sind, warum suchst Du Dir keinen Job in Frankreich oder Spanien? Da bekommst Du dann Zoe, Leaf und Konsorten für diesen Preis. Und auch da werden - trotz Krise - gute Gehälter bezahlt, wenn man die beruflichen Qualifikationen mitbringt.

Aber warum man auf dem i3 herum hacken muss, der rund 7.000 Euro ausstattungsbereinigt teurer ist wie ein Leaf mit Kaufbatterie, das konnte mir hier noch keiner so richtig erklären.

Juergen


Stimme dir da vollkommen zu.
Seien wir froh, dass man die Wahl hat und so für einige Zielgruppen mehr das E-Auto attraktiv wird.
das hilft dann auch, dass die die immer schimpften wie schlecht es sei, sich dann vielleicht doch reinsetzen und es mal testen wie Elektroautos so sind ;).
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Re: Preiserhöhung beim i3!!

Beitragvon BreitSide » Mi 25. Dez 2013, 20:47

@Efan: Stimmt schon.

Ich war wohl zu sehr von mir ausgegangen. Ich brauche eigentlich 200 km Reichweite. Und selbst wenn ich die nicht auf einen Rutsch schaffe, durch die Schnelllademöglichkeit bin ich mobiler als mit jedem anderen E-Auto. Außer halt Tesla...

Sonst hätte ich wohl längst den Leaf oder so.

@Carsten: Gute Argumente werden durch Wiederholung nicht schlecht, schlechte durch Wiederholung nicht besser:-) Und ich habe auch gar nichts gegen echte Ökologie in der Oberklasse, ganz im Gegentum. Allemal besser, wenn die Reichen sich teure Ökoautos kaufen als teure Suffs.
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Re: Preiserhöhung beim i3!!

Beitragvon ccr65 » Mi 25. Dez 2013, 20:53

Efan hat geschrieben:
Ich will nicht recht haben, ich will Elektroautos für unter 15k Euro!

Edit: Und bevor jemand behauptet, das ginge nicht:

http://www.mahindrae2o.com/

Es geht, in Indien sogar für unter 9k Euro. Bis er hier ist, gebe ich ihm noch 3k Euro, das wären 12k Euro +19% MwSt = 14280 Euro ;-) Voila ...


aufgrund ihrer Formulierungen und Stellungnahmen gehe ich davon aus, dass sie noch nicht soviel Lebenserfahrung haben
vorab, die Grundlage einer Diskussion ist die Sachlichkeit
Indien ist nicht Europa oder die USA, was dort möglich ist basiert auf völlig anderen Grundlagen
ich will, gibt es nicht im wirklichen leben, wünsche muss man sich verdienen

wir stehen am anfang dieser Technik, da kann keiner ein wunder erwarten, das wächst ganz von alleine und einige Vorreiter und Individualisten sind sehr wichtig für die weitere Entwicklung

sollten wir auch über die Atomkraft reden oder was soll daran ironisch sein?
wissen kommt nicht von Google - wissen erfordert sehr viel zeit
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Re: AW: Preiserhöhung beim i3!!

Beitragvon Karlsson » Mi 25. Dez 2013, 21:14

Den Sinn für das Navi sehe ich eh nicht so richtig. Bei mir wäre das ein Zweitwagen, in dessen Reichweite ich kein Navi bräuchte. Sprich Geld würde ich für das Navi ohnehin nicht ausgeben.

Aber mich kommt er ja noch billiger, weil ich keinen kaufe :lol:

Ist aber kein Manko vom i3. Die Zielgruppe scheint ja hinreichend groß zu sein. Mich freut jedes neue E-Fahrzeug auf der Straße, auch wenn die bei der Zielgruppe mich wohl nicht vor Augen hatten.
Aber vielleicht werde ich ja auch irgendwann noch entdeckt, wenn Skoda den E-Rapid mit markentypischem Preis-/Leistungsverhältnis inklusive AHK bringt.
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Re: Preiserhöhung beim i3!!

Beitragvon BreitSide » Mi 25. Dez 2013, 21:30

Mike hat geschrieben:
Die "5 Jahres" Angabe ändert wenig daran, dass nicht jeder im BMW i3 ein Meilenstein sieht. Wer es möchte, darf es aber!

Mein "persönlicher Meilenstein" wäre eine rein elektrische reale Reichweite von 250km gepaart mit einem gut verbreitetem Schnellladesystem. Der Hersteller spielt für mich dabei absolut keine Rolle! Genau so wenig wie die Beschleunigungswerte oder Höchstgeschwindigkeit. Weniger Verbrauch ist super, sollte aber bitte auch in mehr Reichweite umgesetzt werden.

Da mir Automarken völlig egal sind, freue ich mich über jedes in Deutschland neu zugelassene EV. :)

Da kann ich Dich nur völlig zustimmen!
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Re: Preiserhöhung beim i3!!

Beitragvon BreitSide » Mi 25. Dez 2013, 22:45

Nochmal @Mike: garantierte 250 km wären auch mein Meilenstein. Aber ich will nicht noch einmal 2 Jahre warten.

Ich hatte ja eigentlich gedacht, dass ich die ECE-210 km der Zoe locker erreiche, weil ich auch bei meinen bisherigen Verbrennern die ECE-Verbräuche locker um 20% unterschritten hatte. Das hatte beim Probefahr-Wochenende nicht so gut geklappt. Mehr als 145 km zeigte er nach dem Vollladen nicht an, keine 70% des erwarteten Werts.

Also werde ich mich mehr um Ladestellen kümmern müssen.

Und hier spielt die Zoe ihre Qualitäten aus: Mit den Adaptern von meinem :D aus NES kann ich
- sowieso mit 43 kW laden (ohne Adapter, halt an den wenigen Ladepunkten in D),
- und erst recht mit 22 kW, da gibt es ja schon wesentlich mehr Stromtankstellen,
- und dann eben 11 kW an jeder stark genugen CEE,
- oder 3,7 kW an kleineren CEEs
- oder 16 A / 3,7 kW an geeigneten Schukos
- oder umschalten auf 10 A / 2,3 kW für die anderen Schukos.

Das ist eben der Clou dabei: Überall laden können. Bezahlen kann ich ja bei CEE über die angezeigte Differenz, bei Schuko sogar über die üblichen Stromzähler, mit denen man sonst die Stromfresser im Haushalt aufspürt.

Aber nochmal: Das ist mein persönliches Kriterium. Ich freue mich über jeden neuen i3 auf den Straßen.
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Re: AW: Preiserhöhung beim i3!!

Beitragvon molab » Do 26. Dez 2013, 06:18

@Breitside: Ist ja gut - aber was soll das hier? Anderen sind halt Spaß, geringe Ladeverluste und eine gute Verarbeitung wichtig, weil sie nur einmal täglich und zwar nachts laden - so what?
BildSmart ED3 Cabrio, Rekupaddel, SHZ, TFL, etc.; Lader: RTP Bettermann + HausBus
Eigenstromladung: PV: SMA/Solarwatt 3,2kWp; KWK: EcoPower 1.0; Puffer: SMA SI 6.0, Pb 30(15)kWh nur für KWK
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Re: Preiserhöhung beim i3!!

Beitragvon green_Phil » Do 26. Dez 2013, 11:19

Wow Leute, ist der Fred hier offtopic geworden. Merkt das denn keiner?
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