Offener Brief an BMW (und die Antwort)

Re: Offener Brief an BMW (und die Antwort)

Beitragvon LocutusB » Mi 6. Aug 2014, 12:03

Ja, auch von mir ein Danke an Carsten und an BMW für die geduldige Antwort.

Aus meiner Sicht werden in der Mail von i3_er hauptsächlich Punkte aufgeführt, die nur in begrenztem Umfang stören, teileweise nicht von BMW zu verantworten und leicht abzustellen sind. Ich käme nicht im traum darauf das Ladeverzeichnis von BMW zu nutzen.
Auf der anderen Seite finden wichtigere Punkte, wie der dreiphasige Lader, Scheinwerfer oder die Informationspolitik zu Autozustand, keine Erwähnung ...

Gruß
Philipp
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Re: Offener Brief an BMW (und die Antwort)

Beitragvon TeeKay » Mi 6. Aug 2014, 12:56

Ottonormalverbraucher nutzen aber vermutlich ausschließlich das BMW-Verzeichnis. Daher sehe ich durchaus erheblichen Nachbesserungsbedarf auf Seiten BMWs. Ein Kunde darf sich nicht damit zufrieden geben, Schrott geliefert zu bekommen, der umständlich über externe Quellen ergänzt werden muss.
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Re: Offener Brief an BMW (und die Antwort)

Beitragvon green_Phil » Mi 6. Aug 2014, 13:21

Da hast Du vollkommen Recht TeeKay, aber ich glaube was rüberkommen sollte war, dass es derzeit noch wichtigere Baustellen gibt, wo sich BMW erstmal ins Zeug legen sollte.
Und mal unter uns: Ich verstehe nicht, warum BMW das nicht alles parallel machen kann. Techniker basteln einen Drehstromlader während Informatiker Ladeverzeichnisse importieren. Nicht oder?
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Re: Offener Brief an BMW (und die Antwort)

Beitragvon endurance » Mi 6. Aug 2014, 20:17

green_phil: Ich bin Deiner Meinung!

wie in
http://okedv.dyndns.org/wbb/index.php/T ... Community/

angekündigt ist mein Brief an das i-Projekt auch raus (leider aus privaten Gründen und auch wegen der BMW Informationspolitik verzögert). Je nach Antwort werde ich Ihn und die Antworten hier (evtl. in Auszügen) veröffentlichen.
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Re: Offener Brief an BMW (und die Antwort)

Beitragvon Hasi16 » Mi 6. Aug 2014, 20:56

Sehr gut! :!:
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Re: Offener Brief an BMW (und die Antwort)

Beitragvon Manfred Heck » Mi 6. Aug 2014, 22:05

Im Gegensatz zu einem Vorschreiber würde ich mir den i3 jederzeit wieder kaufen. Nach einem Probejahr ob der Praxistauglichkeit bei meinem Fahrprofil mit einem Leaf ist nun der i3 angekommen. Die normalen Fahrten finden in einem Radius von max. 50 km statt. Dafür reichen Leaf, i3 und Co.

Es stehen zwei weitere Fahrten an. Morgen von Mannheim über Kaiserslautern nach Idar Oberstein = ca. 125 km. Seit kurzem gibt es bei der Volksbank Kaiseslautern = ungefähr die halbe Wegstrecke eine Schnellladestation für Typ 2 / Chademo und CCS. Ich habe dort angerufen, wurde sehr nett bedient und erhielt per Post eine Ladekarte. Den Strom bekomme ich kostenlos. Bin gespannt, wie's läuft, ich habe noch nie "fremdgetankt".

In zwei Wochen hole ich in Frankfurt einen amerikanischen Gast ab. Also habe ich meinen BMW-i-Agenten (auch sehr freundlich und hilfsbereit) gefragt, ob ich bei der Frankfurter BMW-Niederlassung in der Hanauer Landstrasse problemlos nachladen könne, was er mir bestätigte. Ich werde dennoch sicherheitshalber und wenn meine Ankunftszeit feststeht, dort Kontakt aufnehmen.

Ansonsten bleibt es bei den Mittelstrecken bis 50 km und so kann ich mit i3 / Leaf / e-Golf / ZOE und Konsorten gut leben äääh fahren. Dennoch sind größere Reichweiten (ohne REX oder Plug in) und eine engmaschige Schnelllade-Infrastruktur für CCS / Chademo / Typ 2 sowie niedrigere Anschaffungspreise für attraktive E-Autos dringend zu realisieren. Aber wir stehen ja erst am Anfang dieser hochinteressanten Entwicklung.

Gruß, Manfred
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Re: Offener Brief an BMW (und die Antwort)

Beitragvon JuergenII » Do 7. Aug 2014, 06:34

TeeKay hat geschrieben:
Ottonormalverbraucher nutzen aber vermutlich ausschließlich das BMW-Verzeichnis. Ein Kunde darf sich nicht damit zufrieden geben, Schrott geliefert zu bekommen, der umständlich über externe Quellen ergänzt werden muss.

Dazu zwei Anmerkungen:

Ottonormalverbraucher kauft sich weder den i3 noch sonst ein EV eines anderen Herstellers.

Der Kunde bekommt keinen Schrott geliefert. Ich kenne jetzt auch kein Ladeverzeichnis im Internet, das vollständig alle Ladestationen enthält. Im Gegenteil, BMW ist der einzige Hersteller, der seinen Kunden eine universelle Ladekarte anbietet. Bis auf die zukünftigen überteuerten monatlichen Kosten eine deutliche Erleichterung für den i3 Fahrer.

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Re: Offener Brief an BMW (und die Antwort)

Beitragvon eDEVIL » Do 7. Aug 2014, 07:26

JuergenII hat geschrieben:
Ottonormalverbraucher kauft sich weder den i3 noch sonst ein EV eines anderen Herstellers.

Es sind nicht nur "Freaks" wie die hier im Forum aktiven, sondern auch trendbewußte Menschne, die sich einen i3 zulegen, weil es gerade in Mode ist.
Habe z.B. an der Schnelladesäule einen BMW 7er Fahrer gesprochen, der seinen i3 erst ganz kurz hatte. Wenn man dieses Fahrer in einem halbe jahr fragt, wie oft er noch mit dem 7er fährt, wird klar, das er den gern gegen einen "Elektrischen" ersetzen würde. Da nutzt es nix, das man mit der "Ausrede" kommt, das der i3 ja nur als Stadtfahrzeug konzipiert ist, der Kunde möchte weiter fahren können und wenn BMW das nicht anbietet, wechselt er eben die Marke.
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Re: Offener Brief an BMW (und die Antwort)

Beitragvon endurance » Do 7. Aug 2014, 07:44

JuergenII hat geschrieben:
Der Kunde bekommt keinen Schrott geliefert. Ich kenne jetzt auch kein Ladeverzeichnis im Internet, das vollständig alle Ladestationen enthält. Im Gegenteil, BMW ist der einzige Hersteller, der seinen Kunden eine universelle Ladekarte anbietet. Bis auf die zukünftigen überteuerten monatlichen Kosten eine deutliche Erleichterung für den i3 Fahrer.

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Das kann und darf aber keine Begründung sein sich mit dem Status Quo zufrieden zu geben. Ich nutze das BMW Verzeichnis nicht zur Routennavigation, sondern immer GoingElectric und dann Einspeisung über BMW Routes. Das kann nicht die Lösung sein.
Bemerkung: erst im Sichtbereich (Kartendarstellung) nutze ich wenn Säule bekannt wieder die POIs von BMW im Navi (da Straße + Hausnummer oft zu ungenau)
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Re: Offener Brief an BMW (und die Antwort)

Beitragvon JuergenII » Do 7. Aug 2014, 08:12

endurance hat geschrieben:
Das kann und darf aber keine Begründung sein sich mit dem Status Quo zufrieden zu geben.

Vollkommen richtig. Und es wird da sicher auch in Zukunft deutliche Verbesserungen geben. In Deutschland bewegen sich gerade mal 1.500 i3, die meisten ohne jede Notwendigkeit je eine externe Ladestation benützen zu müssen. Und selbst wenn hie und da mal extern geladen werden muss, sind die Konditionen von ChargeNow eine Zumutung, die die Verbreitung relativ stark einschränken wird - sofern sie auf den monatlichen Gebühren bestehen sollten.

Das hier einige Freaks unbedingt auf Fernreise gehen wollen ist ein anderes Thema. Dazu gehört - selbst wenn alle Stationen ordnungsgemäß angezeigt werden - eine gehörige Portion Pioniergeist. Denn an der Problematik nicht funktionierender, zu geparkter oder aus welchen Gründen dann nicht freischaltbarer Lader wird sich daran nicht viel ändern.

Und Ihr solltet eins nicht vergessen: Deutschland ist nur eins von vielen Ländern, in denen der i3 und sein Mobilitätskonzept verkauft wird. Da gehört schon ein gewisser Aufwand dazu, in allen Märkten ein voll funktionsfähiges Konzept auf die Beine zu stellen. Das soll jetzt keine Entschuldigung sein, aber man sollte das auch mal im Hinterkopf haben.

eDEVIL hat geschrieben:
Es sind nicht nur "Freaks" wie die hier im Forum aktiven, sondern auch trendbewußte Menschne, die sich einen i3 zulegen, weil es gerade in Mode ist.
Habe z.B. an der Schnelladesäule einen BMW 7er Fahrer gesprochen, der seinen i3 erst ganz kurz hatte.

Auch das ist nicht de Ottonormalverbraucher, schon gar nicht, wenn er einen 7er fährt.

Da nutzt es nix, das man mit der "Ausrede" kommt, das der i3 ja nur als Stadtfahrzeug konzipiert ist, der Kunde möchte weiter fahren können und wenn BMW das nicht anbietet, wechselt er eben die Marke.

Der i3 ist ein "Stadtfahrzeug" bzw. Pendlerfahrzeug im Umkreis von real 50 bis 80 km, mit REX auch darüber hinaus. Da nützen auch keine Schnellladestationen, wo er rund 80% Akkuladung in rund 30 Minuten schafft. Keines der heutigen europäisch-/asiatischen Fahrzeuge ist für den normalen Autofahrer geeignet, der mit einem Wagen öfters 300 km und mehr am Tag unterwegs ist. 9 Stunden um von München nach Leipzig zu kommen ist fern jeder Realität!

Richtig ist, das man als Besitzer eines EV kaum noch Verständnis hat, warum man mit einem solchen Gefährt nicht auch Langstrecken komfortabel und mit wenigen Ladehalten absolvieren kann. Wer das heute will, muss zu Tesla.

Ich denke mal der Durchbruch bei den "Langstrecken"-EV's bringt das neue Jahrzehnt. Solange Tesla sein G III nicht auf die Straße bringt wird sich daran nicht viel ändern. Die etablierten Hersteller haben kein großes Interesse an diesen Fahrzeugen, weil diese - vernünftig gepreist - ihre Volumenmodelle mit denen sie und ihre Werkstätten gutes Geld verdienen unverkaufbar machen.

Und selbst wenn BMW, Mercedes oder VW ein "Langstreckenfahrzeug" anbietet, wird dies die 50.000 Euro Schwelle recht schnell übersteigen. Dann stellt sich nur die Frage warum es ein dt. Fahrzeug sein muss, wenn der E-Pionier für weniger Geld das Gleiche anbietet inkl. eines europaweiten und im Fahrzeug eingepreisten kostenlosem SC-Netzes.

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