Maus knabbert Kabel an - 1000 Euro Schaden

Re: Maus knabbert Kabel an - 1000 Euro Schaden

Beitragvon babyblum » Do 30. Mär 2017, 08:38

Selbst im Bereich bis 20.000V (AC) wird heutzutage mit Schrumpfschläuchen gearbeitet,wo sollte dann hier das große Problem sein?
Ok, es ist schon recht knapp am Ende des Kabels, aber das sollte trotzdem realisierbar sein.

Finde auch die Bezeichnung 'Hochvolt' im Bezug auf den i3 recht interessant. ;)
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Re: Maus knabbert Kabel an - 1000 Euro Schaden

Beitragvon Starmanager » Do 30. Mär 2017, 09:41

bm3 hat geschrieben:
Im Übrigen liegen da keine höheren Spannungen an als bei jeder AC-Elektroinstallation, wo Leitungen auch öfter im Freien verlegt werden. Auch im Freien bewegliche Maschinen werden sehr oft über flexible Stromkabel mit eben solchen maximalen Spannungen versorgt. Das fängt schon bei der Heckenschere und dem E-Rasenmäher zuhause an , nur werden die Anschlusskabel dann sehr selten hochvolt-mäßig markiert und mit genauso viel Respekt behandelt ! Natürlich, wenn man nicht mehr weiter weiß kommt die "Sicherheit". Mit der kann man dann immer argumentieren ohne das genauer ausführen zu müssen, besonders bei uns hier.
Wenn Kosten keine Rolle spielen kann man natürlich auch noch mit der "Schönheit" argumentieren.


Bei DC fliessen hier ganz andere Stroeme als bei der Hausinstallation. Mehrere 100A fliessen durch das Kabel bei ca 360 - 400V DC bis die Sicherung anspricht. Das Kabel im i3 ist mit 300A Sicherungen ausgestattet. Und bei DC kennen wir ja die Kraft einer Autobatterie mit 100AH bei 12V wenn man den Schraubenschluessel mal ueber die 2 Pole legt. Das Kabel wird anders als auf dem Dach belastet wo eine laecherliche Spannung verwendet wird. Dazu kommt das Salzwasser im Winter und Bewegungen die der Motor staendig macht. Ein Auto ist nun mal kein Hausdach oder eine Maschine. Und die Heckenschere nimmt wenn es hoch kommt 3A bei 230V AC auf.
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Re: Maus knabbert Kabel an - 1000 Euro Schaden

Beitragvon DeJay58 » Do 30. Mär 2017, 09:48

Und was hat die Isolation mit fließenden Strömen zu tun? Und wenn da an der Salzwasser hinkommt, dann hast sowieso ein Problem vermutlich (Auto versenkt).

Man hat halt auch leichter reden wenn man nicht selbst betroffen ist. Ich würde das nicht tauschen lassen.

Ich habe übrigens gestern noch mit einem Professor für E-Technik der Uni Graz gesprochen (Familienmitglied) und der bestätigte mir übrigens, dass nichts gegen eine Reparatur sprechen würde. (Sein Spezialgebiet ist übrigens Energiespeichersysteme ;) )
Video Reku Test alte/neue SW: https://youtu.be/mTpot4lZYtA
Video 2: Reku Test: https://www.youtube.com/watch?v=HQd-0jxuzow
Video 3: i3 geht auch quer: https://www.youtube.com/watch?v=lM-mqv72fdY



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Re: Maus knabbert Kabel an - 1000 Euro Schaden

Beitragvon Starmanager » Do 30. Mär 2017, 10:12

Nun bei uns verwendet man im Winter Streusalz, das setzt jedem Auto bis in die feinsten Ritzen zu. Wenn ein Kupferkabel koorodiert und das bei hohen Stroemen ist es nach einiger Zeit auf jeden Fall ein Problem. Es kommt den Uebergaengen zu Gruenspan und die Stecker faulen ab... gibt es in allen Preisklassen im Auto z.B. wenn der Marder die Kabel anknabbert wie hier in diesem Fall. Alles schon gesehen. Aber Jeder darf es so machen wie er es moechte. Ich wuerde das Kabel auf jeden Fall tauschen da ein Liegenbleiber dann teurer wird wenn es nicht fachmaennisch ausgefuehrt wird. Nur der Preis fuer das Wechseln ist vielleicht ein bisschen zu hoch angesetzt.

Ach und wie soll man dieses Kabel denn richtig reparieren? Nachfassen geht nicht weil das Kabel genau fuer die Laenge gemacht worden ist , die Stecker zerlegt auch keine Werkstatt um z.B. selbstverschweissenden Schrumpfschlauch darum zu machen... und mit Isolierband ist das nur gebastelt hoch 3.
Zuletzt geändert von Starmanager am Do 30. Mär 2017, 10:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Maus knabbert Kabel an - 1000 Euro Schaden

Beitragvon babyblum » Do 30. Mär 2017, 10:16

Für hohe Ströme verwendet man entsprechend dicke Leitungen, für hohe Spannungen die passenden Isolierungen oder entsprechende Abstände.
Hier in dem Fall hätte es eine Schrumpfmaschette oder selbstverschweißendes Isolierband (da geht auch kein Wasser/Salzwasser durch) getan.

Aber das hilft dem TE jetzt leider nicht mehr wirklich, er hat den Drops jetzt gelutscht... :|
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Re: Maus knabbert Kabel an - 1000 Euro Schaden

Beitragvon e-ma » Do 30. Mär 2017, 10:44

babyblum hat geschrieben:
Für hohe Ströme verwendet man entsprechend dicke Leitungen, für hohe Spannungen die passenden Isolierungen oder entsprechende Abstände.
Hier in dem Fall hätte es eine Schrumpfmaschette oder selbstverschweißendes Isolierband (da geht auch kein Wasser/Salzwasser durch) getan.

Aber das hilft dem TE jetzt leider nicht mehr wirklich, er hat den Drops jetzt gelutscht... :|


Selbstverschweißendes Band ist für eine solche Reparatur mMn. wirklich nicht geeignet, Warmschrumpfschlauch auch nur bedingt. Probleme: Feuchtigkeit, Vibrationen, Hitze, Starke Ströme, Hohe Spannungen. Elektrisch gesehen sind die Anforderungen wie bereits erläutert maximal hoch.

Selbst "lahme" 230V Kabel im Erdreich (die da in der Erde entspannt rumliegen, nicht bewegt werden, schön kühl, und nur Dauerhaft gegen Nässe geschützt werden müssen) werden mit Gießharzmuffen repariert. Ach so ja: Natürlich nur wenn es ein Fachmann macht.
Denn da ist der Hund begraben: Klar kann man das auch anders lösen. Aber ist dann halt nicht ordentlich gemacht.
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Re: Maus knabbert Kabel an - 1000 Euro Schaden

Beitragvon bm3 » Do 30. Mär 2017, 11:10

Natürlich muss jedes Kabel für die fließenden Ströme entsprechend dimensioniert sein, wo liegt hier aber das Problem ? Die Kabelseele wurde nicht angenagt ! Ein Austauschkabel hat, natürlich, wieder den gleichen Querschnitt.
So ist es eben wenn Auto-Leute meinen die Elektrik neu erfinden zu müssen. ;)
@e-ma: Für Kabelreparaturen im Erdreich werden inzwischen schon seit Jahrzehnten erfolgreich auch Schrumpfmanschetten / -Muffen verwendet. Wenn man nicht vom Fach ist sollte man vielleicht einfach einmal nichts dazu schreiben ?

Silikon aus der Kartusche ist ebenfalls hoch beständig, hochisolierend und flexibel. Synthetischer Kautschuk kommt auch noch in Frage. Für solche Fälle gibt es eine ganze Reihe an speziellen Lösungen. Eventuell mit 2 Lagen Schrumpfschlauch als äußerer Abschluss versehen.
Was mich bei den "Sicherheitsaposteln" so stört ist eben immer dass die "Sicherheit" meist nicht ohne Hintergedanken dem Kunden vorgesetzt wird. Geschäfte mit der Angst eben.

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Re: Maus knabbert Kabel an - 1000 Euro Schaden

Beitragvon babyblum » Do 30. Mär 2017, 11:11

Giessharz wird in der Regel nur noch bei T-Muffen eingesetzt.
Alles was reine Verbindungs- oder sogar auch Übergangsmuffen betrifft, wird seit Jahren in der Regel nur noch mit Schrumpftechnik realisiert, selbst bei 20kV-Kabel.
Und da sind die entstehenden Felder im Vergleich zu dem hier eingesetzten 'Hochvolt'-Kabel ganz andere.
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Re: Maus knabbert Kabel an - 1000 Euro Schaden

Beitragvon e-ma » Do 30. Mär 2017, 11:30

Ich weiß nicht welchen fachlichen Hintergrund du hast @babyblum, aber was die Längswasserdichtigkeit angeht sind die Gießharzmuffen vorzuziehen.
Ich komme aus dem Elektroinstallationsbereich und verwende bei Reparaturen (Verbinden, Abzweigen) im Erdreich fast ausschließlich Gießharztechnik.
Allein aus der Erfahrung und den zahlreichen abgefaulten Verbindungsstellen die ich in der Erde bereits reparieren durfte.
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Re: Maus knabbert Kabel an - 1000 Euro Schaden

Beitragvon bm3 » Do 30. Mär 2017, 11:44

Ist zwar schön dass du Gießharz verwendest, aber hauptsächlich werden Schrumpfmuffen heute eingesetzt.Der Vorteil liegt beim deutlich geringeren Arbeitsaufwand.Gießharz scheidet auch für so eine Reparatur wegen mangelnder Flexibilität der Reparaturstelle aus. Gegen laufende Feuchtigkeit in Kabeln werden ebenfalls schon seit Jahrzehnten bestimmte feuchtigskeitshemmende/-abstoßende Füllungen verwendet. Eindringendes Wasser tritt auch nur bei äußeren Beschädigungen auf oder unsachgemäßer Montage. Was es aber auch öfter mal gibt sind Blitzeinschläge, man glaubt es kaum, unter der Erde in die Erdkabel, da sieht man dann einen kleinen Eintrittspunkt mit Durchdringung des äußeren Mantels, wird aber im i3 selten mal vorkommen. :)
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