Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon HED » Di 11. Feb 2014, 23:49

Guten Abend,

die Frage beschäftigt mich schon sehr lange. Gerade das macht den i3 für mich so interessant. Erst ein Auto welches lange genutzt werden kann, ist ein umweltfreundliches Auto.

Es gibt 2 Punkte, wo sich der i3 von derzeitigen Elektroautos sehr unterscheidet, der eine ist relativ bekannt.

1. Das Chassi und das Fahrwerk sind aus Aluminium gefertigt. Die Fahrgastzelle besteht aus Carbonfasern und die Beplankung ist mittels Thermoplast realisiert.

Das macht das Auto extrem unempfindlich gegen äußere Umwelteinflüsse vom Wetter her. Auch sind kleinere Unfälle unproblematisch. Bei größeren Crashs jenseits der 50km/h ist jedes andere Auto auch ein Totalschaden. Das dürfte beim i3 nicht anders sein, obwohl es interessante Reperaturverfahren für die Fahrgastzelle gibt. Mittels Ultraschall werden die Risse gefunden.
Wenn möglich werden Teilabschnitte rausgetrennt und extrem stark verharzt.

Auch wenn eine Karosserie weder korrodiert bzw. rosten sollte, verschleißt sie. Im Laufe der Zeit ist die Verwindungssteifigkeit nicht mehr diese selbe, wie von Anfang an.

Bei Carbon ist das anders.Zumal das hier keine selbstragende Karosserie ist, dürften die positiven Eigenschaften des Materials über eine Langzeit zufrieden stellen.

2. Die Batterie. Meine Aussage bezieht sich auf ein Interview, aber ich fasse mich kurz.

Die Batterie des i3 soll 20 Jahre halten.

Hier der Artikel:

http://adacemobility.wordpress.com/.../

20 Jahre? Woher wissen Sie das so genau?
Man kann Simulationen in Testreihen fahren.

Ist die Lebenszeit-Prognose zuverlässig?
Die ist sehr zuverlässig. Das kann man bis auf einen Monat genau nachweisen. Die Lebenszeit ist genau gesagt 20,9 Jahre. End of Life heißt, der Akku lässt sich dann noch bis 80 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität aufladen.

Zudem lassen sich die Module in Zukunft durch leistungsstärkere setzen.

3. Der Motor.

Über die Haltbarkeit liegen mir keine Kenntnisse vor.
Allerdings hat mir ein Mitarbeiter von Tesla zugesichert, dass der Motor des Model S 500.000km ohne Wartung überstehen soll.

Warum sollte das dann nicht für den i3 gelten?


Größter Verschleiß wird wohl nur das Fahrwerk sein, das dieses beim i3 aufgrund der großen Räder nicht zu knapp gefordert wird. Aber die Kosten dürften sich im Rahmen halten, wenn man mit solch ein Auto 20 Jahre fahren könnte.

Außerdem. Das Fahrzeug ist so modern vernetzt, dass es praktisch bis auf autonomes Fahren, für die Zukunft gerüstet ist. Selbst in 20 Jahren wird der Großteil der Fahrzeuge nicht über diese Vernetzung verfügen.


Daher kann sich der Kauf rechnen. Aber nur, wenn man den i3 sehr lange fährt. Nicht 10 Jahre, nicht 15 Jahre. Ich setze mal 20 Jahre an.
Zuletzt geändert von HED am Mi 12. Feb 2014, 00:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon p.hase » Mi 12. Feb 2014, 00:17

ich zitiere dich mal vom 08.02.2014: "...Und auch wenn ich mir in den nächsten 2-4 Jahren wohl kein i3 kaufen kann, so ist..."
aber wenn du noch ein paar jahre dranhängst wird das ein prima youngtimer mit dem du zu isettatreffen segeln kannst. :mrgreen:
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon HED » Mi 12. Feb 2014, 00:55

Na und? Kannst du dir einen i3 für 50.000 Euro kaufen? So viel würde der gut ausgestattet kosten.

Wenn ja, Glückwunsch und Respekt. Wenn nicht, hat das hier nichts zu suchen.
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon silberstrom » Mi 12. Feb 2014, 01:19

Ich ignoriere jetzt mal den letzten Beitrag und gehe dauf das im Eröffnungsbeitrag ein.

Außerdem. Das Fahrzeug ist so modern vernetzt, dass es praktisch bis auf autonomes Fahren, für die Zukunft gerüstet ist. Selbst in 20 Jahren wird der Großteil der Fahrzeuge nicht über diese Vernetzung verfügen.
Kannst du da Beispiele nennen? Inwiefern soll ein i3 besser vernetzt sein als ein 5er, ne C-Klasse (205) oder ein A7?
Und: Wenn du dir die elektronischen Systeme der fortschrittlichsten Fahrzeuge vor 20 Jahren anschaust und mit denen von heute vergleichst, wirst du feststellen, dass die Systeme des i3 in zwanzig Jahren das Image eines 386ers haben werden.

Die Batterie des i3 soll 20 Jahre halten.
:D
bei welcher Fahrleistung?

Nicht 10 Jahre, nicht 15 Jahre. Ich setze mal 20 Jahre an.
Mit genug Herzblut und Zuneigung kann man mit jedem Fahrzeug 20 Jahre fahren.
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon HED » Mi 12. Feb 2014, 01:40

1. Habe ich geschrieben die meisten Autos.

2. Kommst du mit der oberen Mittelklasse an

3. Und ja, der i3 ist teilweise besser vernetzt. Er gleicht Routen vom Smartphone an und umgekehrt. Er bezieht öffentliche Verkehrsmittel in die Route, aber auch den Fußweg. Das kann laut meinen Kenntnisstand nicht mal das Model S.

Die Routen können vom Smartphone mit dem i3 abgeglichen werden umgekehrt geht es auch.

______________

20 Jahre sind heute wirklich schon eine Menge Holz. Beim Verbrenner muss man da sehr viel Geld an Wartung und Reparatur stecken.

Außerdem verschlechtert sich die Qualität Karosserie auch ohne Korrosion und die Elastizität und Laufkultur des Motors ebenso. Auch können die Abgaswerte schlechter werden.

Also wenn unser Auto mit DSG Getriebe 20 Jahre halten würde, das wäre ja ein guter Kauf gewesen....


Man kann auch mit Gewalt alles kaputt reden.
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon silberstrom » Mi 12. Feb 2014, 01:51

Man kann auch mit Gewalt alles kaputt reden.
Man kann ebenso mit Gewalt alles schön reden. Ich bin an einer Diskussion interessiert und lasse mich gern überzeugen.

Was soll denn am i3 so gut vernetzt sein? Er kann Fußwege und andere Verkehrsmittel berücksichtigen, da wird man in 20 Jahren bestimmt drüber staunen ;)

Der i3 ist ein feines Auto. Vielleicht ist er hier und da auch weniger anfällig gegens Altern. Aber das Ding ist grundsätzlich ein Auto wie jedes andere auch. Innerhalb 20 Jahren wirst du da EINIGEs auszutauschen haben.
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon Robert » Mi 12. Feb 2014, 01:57

Ich glaube schon, dass Emobile im speziellen der BMW i3 lange halten können. Die Komplexität und Haltbarkeit von Steuergeräten sowie Verkabelungen könnte evtl. doch ein Reparaturthema werden.

Bezüglich Karbon kommt es auf die Fertigungsqualität an, da gab es ja im Fahrradsektor unliebsame Karbonüberraschungen.
Wie viel Spass macht dein Auto ?
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon HED » Mi 12. Feb 2014, 02:29

silberstrom hat geschrieben:
Man kann auch mit Gewalt alles kaputt reden.
Man kann ebenso mit Gewalt alles schön reden. Ich bin an einer Diskussion interessiert und lasse mich gern überzeugen.

Was soll denn am i3 so gut vernetzt sein? Er kann Fußwege und andere Verkehrsmittel berücksichtigen, da wird man in 20 Jahren bestimmt drüber staunen ;)

Der i3 ist ein feines Auto. Vielleicht ist er hier und da auch weniger anfällig gegens Altern. Aber das Ding ist grundsätzlich ein Auto wie jedes andere auch. Innerhalb 20 Jahren wirst du da EINIGEs auszutauschen haben.


Der i3 ist sicherlich nicht fehlerfrei. Es gibt noch hier und dort was zu verbessern.

Aber ich bin fest davon überzeugt, das der i3 sozusagen das Musterbeispiel für kommende Fahrzeuge in der Zukunft sein wird.

Von mir aus könnte da auch Opel drauf stehen, es geht nicht darum das es ein BMW ist, oder BMW so ein Marketing betreibt, sondern das Konzept ist einfach, ich würde mal sagen, das stimmigste.

Und das wird Schule machen.

Du fährst den Tweezy, oder? Der scheint mir auch recht haltbar. Wobei ich natürlich nicht weiß, welche Batterien dort verbaut sind.

Eins weiß ich sicher. Das Auto, was ich jetzt fahre, hält sicherlich keine 20 Jahre! Schön wäre es ja.

10-11 Jahre vielleicht, vorausgesetzt gute Pflege, Wartung und ja auch ein wenig Glück! Damit könnte man schon zufrieden sein.
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon endurance » Mi 12. Feb 2014, 06:15

Robert hat geschrieben:
Ich glaube schon, dass Emobile im speziellen der BMW i3 lange halten können. Die Komplexität und Haltbarkeit von Steuergeräten sowie Verkabelungen könnte evtl. doch ein Reparaturthema werden.

Bezüglich Karbon kommt es auf die Fertigungsqualität an, da gab es ja im Fahrradsektor unliebsame Karbonüberraschungen.

Yepp - das thema Elektronik und Beta-Software wird eine immer größere Rolle spielen. Zur SW Quali kann ich noch nichts sagen, dafür haben die paar Probefahrten nicht gereicht. Elektronikbausteine: werden wir auch sehen, was für Qualität eingebaut wurde. Das kann 20Jahre halten, könnte aber auch nach 2 Jahren schon erste Zermürbungsescheinungen aufweisen. BMW scheint da aber auch konservativ rangegangen zu sein siehe Mittelkonsole (i Drive und Tastaturfeld) - auch das Display ist kein Touchscreen.

Carbon bei Fahrrad: bin Jahrelang ein Carbonrad gefahren (MTB) das Teil war nicht zu zerstören (trotz Saltos etc.). War aber auch von einem größeren Hersteller mit entsprechender Erfahrung. Das gleiche gilt für Lenker und Sattel. Aber ja ich habe auch Bilder gesehen die sind nicht schoen - kann man sich auch vorstellen, wenn der Sattel bricht und man eine Carbondarmspülung erhält oder der Lenker als Nasenpiercing verwendet wird.

=> i3 hat def. das Potential ein Langläufer zu sein (auch die sehr konservative Ladekurve trägt dazu bei). und ich hatte auch schon dran gedacht, dass das Teil evtl. ein guter Invest für ein Liebhaberauto zum selber fahren sein könnte.
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon Norbert W » Mi 12. Feb 2014, 06:32

Ich habe eine Lotus Elise, 2002 gekauft. Das Chassis ist da Alu, die Außenhaut ist aus GFK.
Die sieht noch fast aus wie neu und sie rostet auch künftig nicht.
Die hatte neu 30000 EUR gekostet, gut erhaltene und nicht zu sehr verbastelte Exemplare dieses Baujahrs werden mit ca. 26000 bis 28000 EUR gehandelt. Aber Linkslenker, die Rechtslenker von der Insel werden viel günstiger verkauft.

So ähnlich könnte das mit dem i3 auch werden. Zumal der Elektromotor große Haltbarkeit verspricht. Aber -wie schon beschrieben- die ganzen Steuergeräte, ob die auch so lange halten? In meinen 5er (E91) musste ich kürzlich 2 neue Steuergeräte einbauen lassen, über 2000 EUR Kosten waren das.
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