Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon green_Phil » Mi 12. Feb 2014, 14:35

kai hat geschrieben:
Privat haben in 2013 nur eine Handvoll Privatpersonen ( ich glaube 7 Privatpersonen) das Auto gekauft. Quelle KBA.


Tja, typischer Fall von aus dem Zusammenhang gerissen zitiert. Die KBA spricht von Zulassungszahlen, nicht von käufen. Allein ich kenne mehr als 7 User hier im Forum, die sich den i3 bereits 2013 gekauft haben. Die Auslieferung erfolgte leider erst in diesem Jahr. Die private Käuferschicht sind sicher mehr als ein paar Hanseln, die man an zwei Händen abzählen kann. :lol:
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon TJ0705 » Mi 12. Feb 2014, 14:50

Hallo HED,

das finde ich eine sehr schön versöhnliche Antwort. Wenn das hier kein Forum wäre sondern ein reales Treffen, würden wir eh alle zusammen ein kühles Bierchen trinken und uns die Schultern klopfen, vereint als E-Mobilisten. Schriftlich kommt vieles zu ernst rüber, und hier laufen ja auch irgendwie keine Verbrenner-Fahrer herum, so daß man sich dann eben ein wenig untereinander reiben muß. :mrgreen:

Allerdings was den erwarteten Wertverlust angeht, liegst Du imo mal wirklich daneben. So ziemlich sämtliche heutige EVs bekommst Du in wenigen Jahren hinterher geschmissen. Die will dann kein Mensch mehr. Da bin ich mir ziemlich sicher und freue mich schon drauf.

Grüße Dirk
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon kai » Mi 12. Feb 2014, 15:08

green_Phil hat geschrieben:
kai hat geschrieben:
Privat haben in 2013 nur eine Handvoll Privatpersonen ( ich glaube 7 Privatpersonen) das Auto gekauft. Quelle KBA.


Tja, typischer Fall von aus dem Zusammenhang gerissen zitiert. Die KBA spricht von Zulassungszahlen, nicht von käufen. Allein ich kenne mehr als 7 User hier im Forum, die sich den i3 bereits 2013 gekauft haben. Die Auslieferung erfolgte leider erst in diesem Jahr. Die private Käuferschicht sind sicher mehr als ein paar Hanseln, die man an zwei Händen abzählen kann. :lol:


Ach Phil,

Fakt ist, es wurden nur 7 BMW i3 auf Privatpersonen in 2013 zugelassen. Mal sehen, wieviele es 2014 sein werden, da müssten dann mehr dazukommen.

Man sieht an diesen Zahlen jedenfalls objektiv, wer sich so eine Kiste echt kauft oder eben least und "hinter mir die Sintflut" spielt. Bei der aktuellen Technologieentwicklung steht eben "lease und weg" im Vordergrund. Mehr wollte ich nicht sagen.

Kannst ja mal bei anderen Elektroautos schauen wie es da aussieht.

Gruß

Kai
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon green_Phil » Mi 12. Feb 2014, 15:11

Ich weiß was Du sagen wolltest. Und diese Zahlen sind nicht aussagefähig, Du solltest sie also nicht für diesen Zweck heranziehen. Grund: Einige größere Leasingnehmer haben i3s schon in 2013 bekommen. Für Privatpersonen, die nicht Fischer heißen, war das unmöglich. Du kannst aus dem Verhältnis also kein Kundenprofil ableiten. Dabei spielt es keine Rolle, wie das tatsächliche Verhältnis ist. Ich will auch nicht Deine Kernaussage angreifen. Ich weiß nicht mal, wie viele Autos so geleast werden... Die Zahlen liefern keine Grundlage, da an Privatpersonen noch nicht in 2013 ausgeliefert wurde. Alles klar Kai?

Gruß
Phil.
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon Knobi » Mi 12. Feb 2014, 15:20

Wie wärs mit einer Umfrage, ich weiß wäre auch nicht repräsentativ aber vieleicht kriegen wir ja mehr als 7 privat Zulassungen vom i3 zusammen. ;)
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon Klingon77 » Mi 12. Feb 2014, 16:11

hi,

ich glaube nicht, das der i3 (oder ein anderes Elektroauto) für "die Ewigkeit" (ca. 20 Jahre) konzipiert ist.
Mechanik und Karosserie: OK, durchaus möglich (Verschleißteile wie Radlager, Bremsen usw. ausgenommen).


Elektronik:
glaube ich nicht.
Gebrannte EE-Proms, welche wohl die Steuersoftware tragen, sollen diese so ca. 10-12 Jahre halten können. Ich bin da aber nicht der Fachmann, habe dies nur vor Jahren einmal gelesen.

geplanter Obsoleszenz:
gemeint ist der geplante Verschleiß. Einen Artikel dazu findet man hier:
http://www.sueddeutsche.de/geld/studie- ... -1.1628942
Damit möchte der Hersteller den Umsatz heben. Wir produzieren also für die Mülltonne :twisted:
Nun möchte ich BMW dies aber nicht unterstellen. Belege dafür habe ich natürlich nicht.

Ersatzteilkosten:
Manche Ersatzteile sind extrem teuer. Dies wird bei der Elektronik im BMW i3 nicht anders sein, vermute ich einmal.
Wenn man die Herstellungskosten den Verkaufspreisen gegenüberstellt sucht man unwillkürlich nach dem versteckten Goldbarren auf der Platine; findet ihn aber in der Regel nicht (Ironie Off)
Man kann ein Fahrzeug auch durch überzogene Ersatzteilpreise an den wirtschaftlichen Ruin bringen.
Einziger diesbezüglicher Lichtblick wären ggf. Drittanbieter. Aber auch diese orientieren sich an den Originalpreisen.

Marketing und persönlicher Wert:
das Marketing vermittelt den Besitzern das Sie mit dem alten Fahrzeug nicht mehr "state of the Art" sind.
Insbesondere Besserverdienende und junge Menschen legen diesbezüglich sicherlich einen größeren Wert auf diesen Teil der Urteilsbildung und der persönlichkeitsbezogenen Außenansicht durch dritte.


Dies alles und meine Vermutung das die Entwicklung der E-Mobilität möglicherweise nicht linear sondern mit steigender Kurvenform verlaufen wird, könnte zu günstigen Gebrauchtwagenpreisen führen.
Will sagen: die heutigen Fahrzeuge und auch noch die von morgen werden als "junge Gebrauchte" möglicherweise einen höheren Wertverlust erleiden als dies bei Verbrennern der Fall ist.
Das wird sicherlich noch eine Dekade dauern bis sich das eingespielt hat.


Dennoch:
Wenn ich das Geld dazu hätte (und nicht noch ansparen müßte) würden wir heute ebenfalls einen LEAF fahren :D
Vorfreude ist bekanntermaßen die schönste Freude :)
Bis es soweit ist lese ich hier gerne mit und gebe, sofern ich was beizutragen habe, gerne meinen "Senf" dazu.


liebe Grüße,

Ralf
www.ad-kunst.de Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln :-)
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon kai » Mi 12. Feb 2014, 17:03

green_Phil hat geschrieben:
Ich weiß was Du sagen wolltest. Und diese Zahlen sind nicht aussagefähig, Du solltest sie also nicht für diesen Zweck heranziehen. Grund: Einige größere Leasingnehmer haben i3s schon in 2013 bekommen. Für Privatpersonen, die nicht Fischer heißen, war das unmöglich. Du kannst aus dem Verhältnis also kein Kundenprofil ableiten. Dabei spielt es keine Rolle, wie das tatsächliche Verhältnis ist. Ich will auch nicht Deine Kernaussage angreifen. Ich weiß nicht mal, wie viele Autos so geleast werden... Die Zahlen liefern keine Grundlage, da an Privatpersonen noch nicht in 2013 ausgeliefert wurde. Alles klar Kai?

Gruß
Phil.


OK, OK

beim Nissan Leaf der ja schon etwas länger verkauft wird waren es bei 855 Zulassungen 36 private Zulassungen im gesamten Jahr 2013.

Auch beim "altbewährten" Leaf sind die Leute extrem vorsichtig mit kaufen.

Gruß

Kai
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon midimal » Mi 12. Feb 2014, 17:52

HED hat geschrieben:
Ich freue mich über jedes Elektroauto, auch wenn es nur ein Smart ED ist. Alleine das man nicht von Lärm belästigt wird gefällt mir dermaßen, das ich E-Autos generell vor den Kritikern verteidige. ;) Notfalls rede ich dann auch den LEAF oder Zoe schön.

Habe ich alles schon gemacht! Ich halte vom Verbrennern nicht mehr so viel in Zukunft, bin da auf eurer Seite.

Okay, der i3 ist mein "Favorit". Aber ich finde es wirklich ganz toll, das ihr überhaupt ein E-Auto fahrt. Ist so schon teuer genug.

Ich selber kann mir auch kein i3 kaufen. Und auf den Gebrauchtmarkt (wenn es überhaupt dazu kommt) wird man auch kein guten Preis sehen, da mache ich mir keine Illusion.

::::

Aber warum willst du den ZOE so schnell abgeben? Fahr ihn doch wirklich bis er kaputt geht. Den i3 würde ich 20 Jahre fahren.... nach 15 Jahren mal ne neue Farbfolie drauf, das muss reichen.


Sobald ZOE/Leaf usw mit doppeltem AKKU kommen bricht der Gebrauchtmarkt für "alte" EVs zusammen
(ähnlich wie beim PC 486->PentiumI->pentium II usw.)
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon ratzfatz » Mi 12. Feb 2014, 18:47

midimal hat geschrieben:
Sobald ZOE/Leaf usw mit doppeltem AKKU kommen bricht der Gebrauchtmarkt für "alte" EVs zusammen
(ähnlich wie beim PC 486->PentiumI->pentium II usw.)


Genau das ist der springende Punkt. Wenn sich ein mögliches "Upgrade" des Akkus irgendwann als unwirtschaftlich darstellt (weil zu kompliziert verbaut oder zu teuer wegen geringer Nachfrage des Marktes) wars das mit der langfristigen Perspektive. Schon in 2 Jahren kann sich eine Menge getan haben. Ein Horizont von 20 Jahren Nutzungsdauer geht aus meiner Sicht ziemlich an der Realität vorbei.
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Re: Ist der i3 ein Auto für eine Ewigkeit?

Beitragvon TJ0705 » Mi 12. Feb 2014, 18:53

Hi Ratzfatz,

das kommt auf den Standpunkt an. Wir haben gerade unseren Verbrenner (13Jahre) durchrepariert für die nächsten 10. Ich brauche also nicht mehr Reichweiter als derzeitige EVs bieten. Ich spekuliere daher sogar auf diesen Preisverfall, der mit Sicherheit kommen wird.

Grüße Dirk

P.S.: Die Masse will kein "altes" Auto und erst recht keine Akkubasteleien. Das ist denen noch viel suspekter als EVs an sich schon. Ne, wir können uns in ein paar Jahren auf eine Welle praktisch neuer und dennoch veralteter Gebraucht-EVs freuen. Wirst sehen.
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