i3 in Japan mit Chademo

Re: i3 in Japan mit Chademo

Beitragvon bm3 » Sa 16. Nov 2013, 18:59

Hallo,
denkt doch mal noch ein Stück weiter,
BMW ist in Nordamerika schon bekannt und präsent und da gibts ja einen, wenn nicht den steigenden E-Mobil-Markt und auch sehr viele Chademo-Ladestationen .
Denkt ihr die bieten da auch CCS an und verar.... alle Amerikaner und die machen das auch schön mit ? :mrgreen:

Viele Grüße:

Klaus
Zuletzt geändert von bm3 am Sa 16. Nov 2013, 19:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: i3 in Japan mit Chademo

Beitragvon Guy » Sa 16. Nov 2013, 19:01

Zumindest für Deutschland habe ich noch so meine Probleme CHAdeMO als Standard zu sehen - einmal quer durch Deutschland kann man doch mit CHAdeMO ebenfalls vergessen. Faktor 100 ist der Unterschied zudem auch nicht, noch nicht mal Faktor 10.

Haben sich die Hersteller nicht verpflichtet Typ 2 bzw. CCS in Europa einzusetzen? Ich bin noch immer der Meinung, dass CHAdeMO seine Chance hatte und nichts daraus gemacht hat. Es wäre sicher für Nissan ein Leichtes gewesen in den vergangenen beiden Jahren in Deutschland Fakten zu schaffen.

In Japan ist die Situation eine ganz andere, dort kommt man um CHAdeMO nicht herum. Ist also nur logisch den i3 dort schon und hier eben nicht mit CHAdeMO anzubieten.

Mike hat geschrieben:
Wir haben hier in Deutschland wunderbaren Drehstrom. Weshalb nutzt den eine deutsche Autofirma nicht?

Du sagst es, in Deutschland, ein Auto wird heute aber wohl kaum für den deutschen Markt alleine entwickelt.
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Re: i3 in Japan mit Chademo

Beitragvon eCar » Sa 16. Nov 2013, 19:27

War heute zum Verkaufsstart des i3 bei der BMW Niederlassung Saarbrücken. Die haben vorm Haus eine CCS-Ladesäule von ABB stehen. Rüstet BMW nun die Händler flächendeckend mit diesen Ladesäulen aus? Denn das kann ja nicht eine der angeblich 4 weltweiten CCS-Ladesäulen sein...
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Re: i3 in Japan mit Chademo

Beitragvon bm3 » Sa 16. Nov 2013, 20:01

Die E-Mobil-Händler von BMW sollen wohl Ladesäulen bekommen....
Ist aber genauso lustig wie bei Renault, lange nicht jeder Händler wird E-Mobile verkaufen.
Und komm da mal an die Ladesäule spät abends oder am Wochenende. Wird wohl schon am Hoftor scheitern. :mrgreen:

Viele Grüße:

Klaus
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Re: i3 in Japan mit Chademo

Beitragvon meta96 » Sa 16. Nov 2013, 20:27

Das Problem von offiziellen Standards ist, dass Förderstellen oder kleine Beamte die einfordern können. D.h. diese Entscheider sind mit Typ2 und/oder CCS immer auf der sichereren Seite ... und ich gehe davon aus, dass die europäische AI auch darauf drängen wird :cry: . Gleiches kann auch für Genehmigungen im öffentlichen Raum anstehen ... die paar 1000 Chademo-Fahrzeuge sind mengenmäßig nicht relevant genug, um so einen faktischen Standard zu setzen ... Nissan hat ihr Zeitfenster leider fast vergurkt um zumindest mit eigenen oder deutlich mehr Ladestationen Fakten zu schaffen ... Norwegen ist nicht Teil der EU und daher auch kein Argument ... bleibt nur die fiese Prügelvordiefüße-Entscheidung von BMW und VW CCS nur optional und überteuert anzubieten :evil:

Wenn Nissan taktisch klug wäre, würden sie ihren 2014er Leaf easycheesi mit chademo oder optional mit ccs anbieten und die Entscheidung dem Konsumenten überlassen, auch um ein bisserl dem Gegendruck der europäischen AI zu entgehen ;)
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Re: i3 in Japan mit Chademo

Beitragvon TeeKay » Sa 16. Nov 2013, 20:29

Guy hat geschrieben:
Zumindest für Deutschland habe ich noch so meine Probleme CHAdeMO als Standard zu sehen - einmal quer durch Deutschland kann man doch mit CHAdeMO ebenfalls vergessen. Faktor 100 ist der Unterschied zudem auch nicht, noch nicht mal Faktor 10.


Natürlich ist Chademo in Deutschland nicht flächendeckend verfügbar, weil in Deutschland niemand Elektroautos kauft und daher auch niemand in Ladeinfrastruktur investierte. Mit dem deutschen Sonderweg CCS schaffen die deutschen Hersteller nun den Fakt, dass man mit einem europäischen Elektroauto nicht in den Urlaub fahren kann. Die Franzosen, Belgier, Niederländer, Dänen, Norweger, Esten und Briten scheitern an der deutschen Grenze und die deutschen ebenso (vorausgesetzt, es investiert überhaupt jemand in CCS-Säulen).

Hätte man sich nicht zur Neuentwicklung CCS bekannt, sondern schon 2009 klar gesagt "Natürlich werden alle deutschen Autos auch den schon vorhandenen Standard Chademo unterstützen", sähe die Versorgungslage vielleicht schon ganz anders aus. Warum gibt es denn schon 1900 Chademos in Japan? Sicher nicht, weil alle Hersteller sagten, irgendwann mal irgendwas anderes einsetzen zu wollen.
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Re: i3 in Japan mit Chademo

Beitragvon Curio » Sa 16. Nov 2013, 20:31

Moooment :!:

Von weltweit der vierten CCS war ja nicht die Rede, es ging um DE, zumindest in meinem Hinterkopf.

Hier im Verzeichnis sind im Moment 70 CHAdeMOs gelistet und inzwischen 7 CCS - daher der Faktor 10 von Guy :)

Und klar, man kann Standards mit schierer Masse und kompletter Abdeckung durchsetzen - aber wie schon angesprochen tut das der aktuelle CHAdeMO Ausbau hierzulande eben gerade nicht.

Und ALLES mit dem einfachen Typ 2 Stecker erschlagen wäre zwar schön, hat aber seine Begrenzungen, so zB bei den möglichen DC Strömen und damit Ladeleistungen wenn man den Gleichstrom rüberschicken will. Meines Wissens gehört das zu den Gründen für die "extra" Pins für den erweiterten Typ2/CCS Stecker.

Im Vergleich zwischen CCS und CHAdeMO sollte auch das Handling eine Rolle spielen, ich meine schon von Handling Problemen mit dem CHAdeMO Stecker gelesen zu haben. Ok, CCS gibt es bis jetzt einfach so gut wie nicht, weder am Auto noch an der Säule, daher kann da kaum jemand drüber schreiben... Also, wie einfach lässt sich der Stecker stecken und wieder ziehen, hängt davon ab wie die Kontaktwege ausgeführt sind und wie "stramm" das alles sitzen muss und die sich das ganze im monate/jahrelangen Praxiseinsatz abnützt/ausleiert/ausfällt/repariert werden muss....

Und was die BMW Händler angeht: Inzwischen sollte es keine Neuigkeit mehr sein, dass bei weitem nicht alle Händler/Niederlassungen die i-Modelle verkaufen werden. Daher werden auch sicher nicht alle Händler/Niederlassungen mit Ladesäulen bestückt werden im aktuellen Schritt...

Laden muss einfach und möglichst universell überall möglich sein. Daher ist das was Tesla tut, am vorbildlichsten: Eigene SC Infrastruktur ausbauen, und gleichzeitig "so kompatibel wie möglich" sein, mit Typ2, CCS und CHAdeMO.
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Re: i3 in Japan mit Chademo

Beitragvon meta96 » Sa 16. Nov 2013, 20:46

Ich glaube, wir dürfen unsere AI nicht für dumm halten. Die wissen ganz genau, was für eine funktioniernede E-Mobilität nötig wäre, genausogut wissen sie, wie man diese noch für ein paar jährchen hintanhalten kann ... da gehört der Baustein, Standard der Dritte, sicher auch dazu ... nur wird es ihnen nix helfen :-D ... wenn sie damals wollten, hätten sie aus dem typ2 eine rev 1.01 gemacht, und ähnlich wie Tesla, diesen für höhere Stromstärken geringfügig modifiziert und alleswäre gut ...
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Re: i3 in Japan mit Chademo

Beitragvon TeeKay » Sa 16. Nov 2013, 22:09

Curio hat geschrieben:
Und ALLES mit dem einfachen Typ 2 Stecker erschlagen wäre zwar schön, hat aber seine Begrenzungen, so zB bei den möglichen DC Strömen und damit Ladeleistungen wenn man den Gleichstrom rüberschicken will. Meines Wissens gehört das zu den Gründen für die "extra" Pins für den erweiterten Typ2/CCS Stecker.


Tesla hat einfach die Pins länger gemacht und schickt jetzt über den Standard Typ 2 Ladeströme, für die die zwei Zusatz-PINs von CCS erst "entwickelt" wurden.

Curio hat geschrieben:
Im Vergleich zwischen CCS und CHAdeMO sollte auch das Handling eine Rolle spielen, ich meine schon von Handling Problemen mit dem CHAdeMO Stecker gelesen zu haben. Also, wie einfach lässt sich der Stecker stecken und wieder ziehen, hängt davon ab wie die Kontaktwege ausgeführt sind und wie "stramm" das alles sitzen muss und die sich das ganze im monate/jahrelangen Praxiseinsatz abnützt/ausleiert/ausfällt/repariert werden muss....


Der Chademo-Stecker ist meiner Ansicht nach definitiv komplexer als CCS, sowohl was das An- als auch Abstecken angeht. Aber es war 2011, als CCS erdacht wurde, ein weltweit schon tausendfach installierter Standard. Wie der i3 zeigt, erhöht BMW seine Fertigungskomplexität durch CCS jetzt selbst. Sie haben drei Versionen des i3 im Angebot: CCS-Typ2 in Deutschland, CCS-Typ1 in Amerika und Chademo-Typ1 in Japan. In einem Noch-Nischenmarkt wie E-Autos und erst Recht Schnellladestationen wäre es nicht schlecht, Skalenvorteile durch größere Stückzahlen zu haben.
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Re: i3 in Japan mit Chademo

Beitragvon Mike » So 17. Nov 2013, 10:20

Guy hat geschrieben:
Mike hat geschrieben:
Wir haben hier in Deutschland wunderbaren Drehstrom. Weshalb nutzt den eine deutsche Autofirma nicht?

Du sagst es, in Deutschland, ein Auto wird heute aber wohl kaum für den deutschen Markt alleine entwickelt.


Dem nach hätte Renault sich aber fürchterlich geirrt, mit dem genialen Drehstromlader im ZOE. Drehstrom gibt es auch noch außerhalb Deutschland, oder?

Prinzipiell ist es mir völlig egal, welcher Ladestandart sich durchsetzt. Hauptsache er ist weit verbreitet, auch über D Grenzen hinaus. Außerdem hoffe ich, das Stecker und Kabel in absehbarer Zeit nicht mehr nötig sind. Induktive Ladung wäre auch die Chance, sich Europaweit auf ein Ladestandart/Ladeprotokoll zu einigen. Sinnigerweise bevor ein Hersteller vorprescht und sein eigenes Süppchen kocht.
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