i3 floppt in Deutschland

i3 floppt in Deutschland

Beitragvon marfuh » Di 11. Nov 2014, 20:39

marfuh
 
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Re: i3 floppt in Deutschland

Beitragvon JoySpell » Di 11. Nov 2014, 20:51

Ich habe auf der Straße noch keinen gesehen, außer den den ich selbst Probe gefahren bin.
Dafür aber jede Menge neue SUVs, Porsche unter anderem.

Die Deutschen sind in großer Zahl nicht für das Elektroauto zu begeistern, leider. Es darf nicht mal geringfügig teurer sein, sondern es darf nur genauso viel kosten! Man will alle Vorteile nutzen, zum gleichen Preis der alten Technik. Und selbst dann ist man noch nicht mal zufrieden.
Das man E-Autos nicht zu jeden Preis kaufen möchte, kann ich verstehen. Und das ist bei mir auch nicht anders. Aber man muss sich von unrealistischen Wünschen befreien.

Der i3 ist nicht teurer als ein gut ausgestatteter 3er BMW. Und auf nach wenigen Jahren ist der i3 bedeutend günstiger im Unterhalt, wenn man den Wertverlust außen vor lässt.

Ich meine 5.000 - 6.000 Euro Aufpreis zum Verbrenner sind okay. Was nicht geht ist, das ein E-Smart doppelt so teuer wie die Basis ist.
Zwar sind die Akkus derzeit noch seht teuer, man darf aber nicht vergessen, dass ein hoch moderner Motor, mit teils doppelter Aufladung, Direktschaltgetriebe etc. auch einige tausend Euro kostet! Wer sich mal informiert wird erstaunt sein, wie viel ein moderner Verbrennungsmotor samt Automatikgetriebe kostet!

Das Absatzproblem von E-Fahrzeugen in Deutschland ist aber auch nicht so tragisch, bis auf das Problem mit dem Straßenlärm. Denn dieser könnte durch E-Autos sehr reduziert werden.

Denn Deutschland wird auf lange Sicht nicht der Kernmarkt von E-Mobilität sein, das hat viele Gründe und ist nicht bei einer einzigen Ursache zu sehen.

China wird auf langer Sicht der wichtigste Markt sein und bleiben. Generell Asien. Kalifornien z.B. ist in den U.S.A. eine absolute Ausnahme, genauso wie Norwegen in Europa.

Nach Asien werden dann auf langer Sicht europäische Metropolen wie London und Paris dran sein!


Ein Argument spricht aber sehr wohl gegen den derzeitigen Kauf von E-Autos. Schon in 5 Jahren kommen deutlich bessere Akkus mit mindestens 50% mehr Reichweite und das zum günstigeren Preis. Alle Hersteller von E-Autos und Batterie-Konzernen behaupten das, also muss da was dran sein.

Der i3 als solches ist ein tolles Auto, mit Mängeln im Detail, die aber nicht extrem gravierend sind, sondern lediglich den Genuss etwas trüben.

Wem die Reichweite genügt und keine Raserei auf der Autobahn veranstaltet, kann mit dem i3 sehr wohl glücklich werden, sofern er nicht nach ein paar Jahren ein neues Fahrzeug kauft und ihn 10 Jahre fährt.

Meiner Ansicht wird ein E-Auto rentabler, so länger es man fährt.
JoySpell
 

Re: i3 floppt in Deutschland

Beitragvon PowerTower » Di 11. Nov 2014, 21:05

Flop würde ich jetzt nicht sagen, er sortiert sich doch ganz gut in die Liste der anderen Elektroautos ein. Das ist halt einfach der Stand in Deutschland, mit dem jeder Hersteller leben muss. Andererseits wundert es mich nicht, und zwar aus folgenden Gründen, die nur meine persönliche Meinung wiederspiegeln.

- Der i3 ist ein Technologieträger, ein Lifestyle-Produkt, der praktische Nutzen (z.B. Kofferraum) ist eher untergeordnet.
- Der Spaß geht ab 35.000 Euro los und in Deutschland gibt es keine Kaufprämie.
- Die AC Ladetechnik ist ok, aber eben nicht Stand der Technik in Europa. Hier hat man klar andere Märkte zum Ziel gehabt.
- Die DC Ladetechnik ist gut, wenn die Infrastruktur mitwächst. Das dauert seine Zeit.

BMW hat genau gewusst, dass sie mit einem Fahrzeug welches hauptsächlich für Kalifornien entwickelt worden ist, mit deutlich geringeren Zulassungszahlen in Deutschland rechnen müssen. In Amerika bezahlst du deutlich weniger für das Auto und du kannst es so nutzen wie es im Land üblich ist (AC laden einphasig mit 32 A ist Standard).

Ich stelle mir vor Allem die Frage, wer ist denn die Zielgruppe des i3? Wohl hauptsächlich moderne Individualisten, selbst Firmen scheinen sehr zurückhaltend zu sein. Ich habe bis jetzt überhaupt erst zwei offensichtlich gewerbliche i3 gesehen, ansonsten dominieren nach meinen Beobachtungen in unserer Region Drillinge, Leaf, e-up! und Smart ED.

Aber: wenn sich der i3 außerhalb Deutschlands gut verkauft, dann besteht zumindest die Hoffnung dass er weiter im Programm bleibt und in Zukunft eine entsprechende Modellpflege erfahren wird, so wie sie viele Elektroautos schon durch haben (z.B. ZOE, Leaf, i-MiEV). Was sich die Kunden wünschen hat BMW denke ich zur Genüge zu lesen bekommen. Jetzt sind sie am Zug, für ihre gewünschten Zulassungszahlen das passende Produkt zu liefern.
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Re: i3 floppt in Deutschland

Beitragvon JoySpell » Di 11. Nov 2014, 21:24

Es gibt noch mehr Faktoren!

- Leasingrate viel zu hoch (i3 spezifisch)
- Diesel ist für 1,25 Euro zu haben (allgemein)
- Ladechaos (allgemein)
- Mangelndes Wissen über die Vorteile von E-Mobilität und die dadurch resultierenden Vorurteile und Vorbehalte (allgemein)

Die mangelnde Förderung würde ich nicht dafür verantwortlich machen, denn dafür verkaufen sich Edel-SUVs immer noch zu gut. Und auch der i3 ist ein Statussymbol und vor allem ein Statement.
JoySpell
 

Re: i3 floppt in Deutschland

Beitragvon Vanellus » Di 11. Nov 2014, 22:09

JoySpell hat geschrieben:

Ein Argument spricht aber sehr wohl gegen den derzeitigen Kauf von E-Autos. Schon in 5 Jahren kommen deutlich bessere Akkus mit mindestens 50% mehr Reichweite und das zum günstigeren Preis. Alle Hersteller von E-Autos und Batterie-Konzernen behaupten das, also muss da was dran sein.


Das war der Grund, weshalb ich sehr froh war, dass Renault den Zoe mit Miet-Akku anbot. Denn dass die Akkutechnik schnell voranschreiten würde, war doch absehbar. So wie es aussieht, wird Renault in 1-2 Jahren einen Tausch ihrer vermieteten Akkus anbieten. Ich würde mich ärgern, wenn ich einen Akku für rund 7000 € mein eigen nennen müsste und ihn einerseits möglichst lange fahren wollte und andererseits ihn möglichst schnell loswerden wollte, sobald ein besserer auf den Markt kommt.
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Re: i3 floppt in Deutschland

Beitragvon Hamburger Jung » Di 11. Nov 2014, 22:16

Hallo,

Mieten geht mal meinen Augen gar nicht.
Was müsste ich bei einer Jahreskilometerleistung von 25-30.000 im Monat zahlen?

Und ich denke nicht, dass wenn ein neuer Akku für den Zoe kommt Renault einfach so tauscht.
Von diesem Gedanken kann man sich, so meine Meinung, verabschieden.

@joyspell
Bist Du HEB?

Mit kommt deine Schreibweise irgendwie bekannt vor...

LG HH Jung
Hamburger Jung
 

Re: i3 floppt in Deutschland

Beitragvon Hasi16 » Di 11. Nov 2014, 23:35

HI,

ich kann den Flop als Laie nicht erkennen. Aber zum Glück ist das Werk ja unter Volllast (läuft sogar viel besser als erwartet), so dass man sich keine Sorgen machen muss, dass BMW vom i-Kurs abweicht!

Viele Grüße
Hasi16
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Re: i3 floppt in Deutschland

Beitragvon JuergenII » Mi 12. Nov 2014, 00:57

Vanellus hat geschrieben:

Das war der Grund, weshalb ich sehr froh war, dass Renault den Zoe mit Miet-Akku anbot. Denn dass die Akkutechnik schnell voranschreiten würde, war doch absehbar. So wie es aussieht, wird Renault in 1-2 Jahren einen Tausch ihrer vermieteten Akkus anbieten.

Noch sehe ich keinen so euphorischen Ausblick in der Akkutechnik. Vor allem nicht in den nächsten 2 Jahren. Auch das Mietmodell ist mit großen Fragezeichen zu sehen, vor allem, wenn man Richtung 20.000 und mehr Km im Jahr zurücklegt. Da hat man dann auch bei Renault in 5 Jahren den Akku alleine durch die monatliche Leasingrate finanziert. Da habe ich dann doch lieber meinen eigenen im Fahrzeug.

Und das mit dem floppen ist so eine Sache. In D sind jetzt rund 2.000 i3 zugelassen. Bitte aber bedenken, dass wir zur Zeit rund 3 Monate Lieferverzug haben. Eigentlich hätten diese Mengen bereits Anfang Juli zur Auslieferung kommen sollen.

Nicht desto Trotz wird die Akkukapazität steigen. Die Preise fallen und damit kann man wirtschaftlich vertretbar die Akkugröße erweitern. Aber dass wir bald eine doppelte Leistungsdichte im Akku sehen, glaube ich nicht. Frühestens im neuen Jahrzehnt sehe ich das wirklich auf uns zukommen. Wenn die Branche es schneller schafft, soll es mir aber auch Recht sein. :D

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Re: i3 floppt in Deutschland

Beitragvon TOMbola » Mi 12. Nov 2014, 07:46

JoySpell hat geschrieben:

Ein Argument spricht aber sehr wohl gegen den derzeitigen Kauf von E-Autos. Schon in 5 Jahren kommen deutlich bessere Akkus mit mindestens 50% mehr Reichweite und das zum günstigeren Preis. Alle Hersteller von E-Autos und Batterie-Konzernen behaupten das, also muss da was dran sein.



Dieses Argument zieht für jedes Marktsegment, egal ob Unterhaltungselektronik, EDV, etc.. Nach der Logik dürfte ich gar nichts mehr kaufen, da es kurz nach dem Kauf veraltete Technik ist. Günstiger wird im Übrigen nicht die Neue sondern sie veraltete Technik.

Bei den momentanen Lieferzeiten werden die Zulassungszahlen in Deutschland ein Stück weit verfälscht. Ansonsten kann ich mir nur wiederholen, die Deutschen sind ein Volk von Zögerern und Zauderern.
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Re: i3 floppt in Deutschland

Beitragvon redvienna » Mi 12. Nov 2014, 07:57

Deutschland ist für den I3 relativ unwichtig.

Zumindest derzeit.

BMW kommt kaum nach die weltweite Nachfrage zu produzieren.

Anscheinend kommt man nur auf 15000 Stück pro Jahr.

Bin gespannt wann die Produktion erhöht wird.
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