i3 ab 2021

Re: i3 ab 2021

Beitragvon ohne22 » Sa 25. Nov 2017, 16:29

motion hat geschrieben:
@ohne22

Der Knick in der Seite ist der Übersichtlichkeit geschuldet. Die hinteren Fahrgäste können so wesentlich mehr sehen, aber auch der Fahrer beim Schulterblick. Es hat also einen Sinn, schön sieht das aber nicht aus.


Da reden wir wohl aneinander vorbei. Ich meinen diesen Zacken ganz unten. Da, wo der Gurt befestigt ist, geht die hintere Tür noch ein Stück weiter. Das macht das "Rangieren" in engen Parklücken und auch in der eigenen Garage zur Tanzvorstellung. (Oder man haut sich dieses Ding voll gegen das Bein, wenn man nicht aufpasst.)

Wäre dieser Teil gerade, wären die Türen sofort doppelt so praktisch. (Bzw. wenn die Türen eben allgemein eher an einer gedachten vertikalen Linie aufeinanderstoßen würden, statt irgendwie geschwungen.

Ich meine also nicht den Bogen, den die Seitenlinie beschreibt und damit ein großes hinteres Fenster ermöglicht. Das mögen zwar manche Leute nicht schön finden, für mich ist es aber eindeutig eines der Highlights. Die hinteren Fahrgäste (bei mir meist der Hund) haben einen tollen Ausblick und die Rundumsicht wird verbessert. Schade nur, dass man nach schräg hinten wieder stark zugebaut hat. Das ist aber wohl der Stabilität geschuldet, schätze ich.

Daher noch mal: Die gegenseitig öffnenden Türen sind klasse. Es fehlt nur an Optimierungen im Detail.

Die Gurte könnte man übrigens "von oben" kommen lassen. Da ist ja ohnehin der Knubbel, an dem die Türen einrasten. Dort den Gurt-Aufroller hin und ggf. am Sitz eine Führung einbauen, damit der Gurt ordentlich sitzt. Sollte auch bei den schmalen Sitzen machbar sein – im Gegensatz zu dem Monstrum auf dem Bild vom Cabrio. ;)
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Re: i3 ab 2021

Beitragvon motion » Sa 25. Nov 2017, 18:55

Es bedarf aber auch einer Gurtaufwicklung samt Mechanismus für die Gurtstraffung. Ob man das dort unterkriegt weiß ich nicht, sonst hätte BMW es vielleicht so gemacht.

Zum eigentlichen Thema, es gibt einen Artikel auf Focsus:

BMW Elektro Strategie 2025

http://www.focus.de/auto/elektroauto/el ... 81983.html

Zu dem i5. Meint ihr das wird nicht eher ein 5er nur mit E-Antrieb? Schließlich hat sich BMW die Namensrechte für alle X-Baureihen mit dem Zusatzbuchstaben i gesichert. Er könnte aber auch für Plug-In-Hybride gelten.

Namensrechte: BMW sichert iX1, iX2, iX3, iX4, iX5, iX6, iX7, iX8, iX9

http://www.bimmertoday.de/2017/11/15/na ... 7-ix8-ix9/

Ansonsten sehe ich nicht viel Sinn, ein neues E-Auto als i5 zu konzipieren, wenn man den i3 einfach etwas verlängern, gegebenfalls verbreitern und mit mehr Ausstattung anbieten könnte. Das würde imense Kosten sparen.

Die Frage ist halt, ob BMW an das Konzept mit der CFK-Fahrgastzelle festhält und dennoch so hohe Stückzahlen garantieren kann, die man später dringend brauchen wird.
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Re: i3 ab 2021

Beitragvon ohne22 » Sa 25. Nov 2017, 21:49

Der Focus-Artikel ist gar nicht übel, aber ich frage mich immer, wie man als Journalist solche völlig falschen Infos von sich geben kann: "Als Positiv-Beispiel nennt BMW-Mann Feist Norwegen, das Elektro-Wunderland der EU." Warum nicht "Europa" schreiben? Ist "EU" cooler? Dumm nur, wenn das Land nicht in der EU ist ...
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Re: i3 ab 2021

Beitragvon Helfried » Sa 25. Nov 2017, 22:09

motion hat geschrieben:
Die Frage ist halt, ob BMW an das (dem) Konzept mit der CFK-Fahrgastzelle festhält


BMW macht meines Wissens nichts mehr mit Carbon. Da sind die geheilt. Auch keine Felgen.
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Re: i3 ab 2021

Beitragvon Waldameise » Sa 25. Nov 2017, 23:39

Ich finde es mutlos und schade, dass die Entwicklung einer eigenständigen I-Serie bei BMW so gut wie vorbei ist.
Allerdings kann ich sehr gut nachvollziehen, dass BMW aus kommerziellen Gründen den Weg des geringsten Widerstandes geht und wegen des äußeren Erscheinungsbildes in Verbindung mit Synergieeffekten bei der Produktion das Gewohnte und Akzeptierte im I-Bereich weiterentwickelt.

Ich bekomme zum Aussehen meines I3 überwiegend negatives Feedback. Da geht es immer nur um die Optik.

Kaum jemand interessiert sich für das geniale Konzept des I3: bei nur knapp 4m Länge großer Innenraum und fantastisches Raumgefühl (dort wo es darauf ankommt, nämlich vorne), hohe Sitzposition und bequemer Einstieg, hohe Ladekante ohne Barrieren (das Transportieren von isotronischen Getränkekisten ist ein Genuss :prost: ), Heckantrieb mit hohem Gewicht auf der Hinterachse und kleiner Wendekreis.

Natürlich ist der I3 keine Familienkutsche. Und natürlich muss deshalb ein größeres BEV folgen. Aber ich würde es sehr begrüßen, wenn man einen I5 mit dem gleichen Konzept entwickeln würde wie beim I3.

Ich frage mich, ob beim Cloonen der aktuellen Verbrennerfahrzeuge der E-Motor vorne sitzen wird und dann trotzdem die Antriebsenergie auf die Hinterachse übertragen werden soll oder ob am Ende sogar auf Vorderradantrieb umgestellt werden wird.

Beide Vorstellungen sind mir suspekt.

Jedenfalls bin ich froh, dass ich die Zwischenentwicklung "Konzept I3" aktiv miterleben darf, bevor die Tristesse Einzug hält.
Für mich sind auch Sportwagenkopienen a`la Tesla Roadster kein Thema. Aber das ist Geschmackssache und ich gönne der jüngeren Generation, dass sie da möglicherweise eine andere Auffassung vertritt.
Es ist immer zu früh für den Einstieg in die E-Mobilität. Aber wenn niemand einsteigt, dann wird das nix. :D
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Re: i3 ab 2021

Beitragvon umali » So 26. Nov 2017, 01:12

Vom letzten Vortrag eines BMW-Entwicklungsleiters habe ich mitgenommen, dass zuerst immer das Design gekauft wird. Da wir mit den paar i3 eine Randerscheinung sind, wird die bekannte und sich gut verkaufende Blechflotte elektrifiziert.

Über den Ausstieg aus Carbon sollte man sich freuen. Allein die Reparaturkosten bei einem mittelschweren Auffahrunfall dürften fast immer einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeuten, da es aufgrund mangelnder Konkurrenz nur teuer in der Spezialwerkstatt geht. Carbon ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Auch mit Stahlblech lässt sich Leichtbau betreiben. Mazda zeigt dort wie es geht.

Steigende Akkukapazitäten bzw. sinkende Akkupreise fördern die Negativtendenz bei Carbon/Alu zusätzlich.
Es ist und bleibt ein größerer Versuchsträger und wir können froh sein, den nicht wieder abgeben zu müssen wie bei den ersten e-Minis.
Man sollte mit den Fakten offen umgehen. Es liegt auf der Hand, dass mit dem jetzigen i3 keine Massen-E-Mobilität realierbar ist. Wenn beim Nachfolger die suicide-doors endlich wegfallen, ist alles gut, denn bis auf wenige Ausnahmen (Rollifahrer, Kleinstkindertransport, 2-Personenfahrzeug) sind die völlig unpraktisch bzw. manchmal unbenutzbar.

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Re: i3 ab 2021

Beitragvon Poolcrack » So 26. Nov 2017, 01:35

Und auch hier muss ich wieder schreiben: Wenn die Reparaturkosten tatsächlich höher wären, wieso sind die Versicherungsbeiträge niedriger als bei vergleichbaren Fahrzeugen? Die Typklassen wurden dieses Jahr sogar gesenkt.
i3 BEV (SW: I001-17-07-500), BJ 04/2014, LL >98.000 km, Gesamtschnitt 12,8 kWh/100 km netto
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Re: i3 ab 2021

Beitragvon geko » So 26. Nov 2017, 09:01

Der i3 hat es schon so weit geschafft wie kein anderes BMW Concept Car vor ihm. Ursprünglich ausschließlich als Megacity Vehicle (von denen wir in Deutschland keine einzige haben) gedacht, wurde der i3 durch Akku-Upgrade zum Mittelstreckenfahrzeug.

Feedback zu meinem Fahrzeug interessiert mich schlicht nicht in 90% der Fälle, da es von Ahnungslosen kommt. Amüsant ist Feedback von Golf Besitzern. Da fährt man das angepasseste Angsthasenauto (bloß nicht auffallen), am besten in boring black und erlaubt sich überhaupt etwas zu einem anderen Auto zu sagen.
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Re: i3 ab 2021

Beitragvon TurboK » So 26. Nov 2017, 10:07

umali hat geschrieben:
Wenn beim Nachfolger die suicide-doors endlich wegfallen, ist alles gut, denn bis auf wenige Ausnahmen (Rollifahrer, Kleinstkindertransport, 2-Personenfahrzeug) sind die völlig unpraktisch bzw. manchmal unbenutzbar.
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Eine fragwürdige Behauptung wird weder durch Wiederholung noch durch die Vehemenz der Wortwahl richtig. Bzgl. des Türkonzepts bestehen offensichtlich 2 Fraktionen mit gegensätzlichen Auffassungen. Das wurde weiter oben ziemlich deutlich. Ich gehöre zu denen, die mit den hinten angeschlagenen Türen nicht nur zufrieden sind, sondern das Konzept klasse finden. Aus dem täglichen Umgang mit denTüren weiß ich . dass sie weder "völlig unpraktisch" noch gar "unbenutzbar sind". Wenn ich eine enge Parklücke ansteuere und Beifahrer habe, so lasse ich sie immer vorher bequem aussteigen. Egal wie die Türen öffnen.

Zurück zum Thema: es ist sehr schade, dass die CFK Fahrgastzelle vermutlich -zumindest vorerst- sterben wird. Die Produktion dürfte für größere Serien zu teuer sein. Vielleicht wird ja trotzdem mit dem Ziel weiter entwickelt, die Produktionskosten zu optimieren. Verdient hätten es der Werkstoff, das Auto und vor allem die Insassen. Ich freu mich jedenfalls, den jetzigen i3 mit CFK zu haben. BTW, wenn die CFK-Struktur mal so beschädigt sein sollte, dass wirtschaftlicher Totalschaden droht, dann war die Kollision so stark, dass auch eine Stahl- oder Alukarosserie wirtschaftlich irreparabel wären.

Klaus
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Re: i3 ab 2021

Beitragvon umali » So 26. Nov 2017, 16:11

TurboK hat geschrieben:
... Ich gehöre zu denen, die mit den hinten angeschlagenen Türen nicht nur zufrieden sind, sondern das Konzept klasse finden. Aus dem täglichen Umgang mit denTüren weiß ich . dass sie weder "völlig unpraktisch" noch gar "unbenutzbar sind". Wenn ich eine enge Parklücke ansteuere und Beifahrer habe, so lasse ich sie immer vorher bequem aussteigen. Egal wie die Türen öffnen.
Klaus

Du widerlegst Dich in einem einzigen Absatz ;).
Hättest Du ein normales Türkonzept, könntest Du auch enge Parklücken ansteuern, OHNE dass vorher jemand aussteigen muss (,was manchmal sogar gefährlich ist (in der City - nicht auf dem Dorfplatz)).
Stell Dir vor, Du ziehst um und bekommst einen engen Stellplatz. Dann hast Du das Elend jeden Tag - mindestens 2x.
In meinem praktischen Einsatz habe ich bis dato nur Verwunderung - jedoch nie positives feedback erhalten.
Da ich denke, dass dies bei der Mehrzahl der i3-Fahrer und Mitbenutzer der Fall ist, ist es nur verständlich, dass BMW dort umschwenkt.
Im übrigen versuche ich nicht zu wiederholen, die Türen sind jedoch ursächlich für viele UNTERSCHIEDLICHE Negativsituationen, die nicht sein müssten.
TurboK hat geschrieben:
...wenn die CFK-Struktur mal so beschädigt sein sollte, dass wirtschaftlicher Totalschaden droht, dann war die Kollision so stark, dass auch eine Stahl- oder Alukarosserie wirtschaftlich irreparabel wären. Klaus

Du vergisst leider, dass hier nur zertifizierte Spezialwerkstätten ran dürfen. Ich ließ meine bisherigen Fahrzeuge auch in freien Werkstätten reparieren und dort ging es sogar bis zur Richtbank. Nun erkläre mir bitte, wie das bei CfK gehen soll. Es gibt doch gar keinen echten Werkstattwettbewerb bzw. ist durch die nötige Schulung/Zertifizierung viel zu teuer.
CfK kann man bei teuren Sportwagen oder Einzelanfertigungen bringen - für den Rest ist es Träumerei.

Wir haben einen Versuchsträger und der dient dem Experimentieren. Es werden nur die Dinge in einen große Nachfolgeserie übernommen, die sich bewährt haben. CfK und suicide-doors gehören da nicht hin. Der Rest ist ziemlich gut.
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