Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon midimal » Di 5. Dez 2017, 18:29

Ausschnitt aus : http://www.businessinsider.de/bmw-koennte-im-kampf-gegen-tesla-einen-teuren-fehler-begangen-haben-2017-12
Es klingt zunächst einmal logisch: Je leichter ein Auto ist, desto weniger verbraucht es. Gerade bei älteren Modellen merkt man als Fahrer schnell: Regelmäßige Fahrten mit fünf Personen und Gepäck lassen den Tank schneller leer werden, als die alleinige Fahrt zur Arbeit.

Daher gibt es neben dem zeitlichen Aspekt beim Wettlauf um die Vorreiterschaft bei Elektroautos auch ein Rennen um die Frage: Wie leicht kann man ein elektrisch betriebenes Fahrzeug bauen? BMW setzt dabei schon seit langer Zeit auf Carbon-Lösungen.

Test zwischen i3 und Model S
Für ihre Tests fuhren die Experten jeweils einen BMW i3 und ein Tesla Model S auf einer Teststrecke von 100 Kilometern. Die Bedienungen waren immer gleich, wodurch ein direkter Vergleich des Energieverbrauchs im leeren Zustand, sowie mit 100, 200 und 300 Kilogramm Zuladung möglich wurde.

Nach jeweils eigenen Angaben kommt der Tesla dabei auch ein Leergewicht von 2.200 Kilogramm. Der i3 wiegt hingegen nur 1.320 bis 1.460 Kilogramm. Und trotzdem: Nur mit einem Fahrer an Bord brauchte der Tesla auf der 100 Teststrecke 17,77 Kilowattstunden (kWh) Strom. Zusätzlich beladen mit 100 Kilogramm Kieseln sank der Verbraucht sogar leicht auf 17,67 kWh. Mit 300 Kilogramm Extra-Gewicht braucht der Tesla 17,87 kWh.

„Leichtbau spielt so gut wie keine Rolle“
Die Ergebnisse würden sich sich im Bereich von Messtoleranzen bewegen, der Verbrauch nehme maximal um 0,6 Prozent zu, schreibt die „Welt am Sonntag“. Der Grund für das Ergebnis: Die Energierückgewinnung beim Bremsen. Die sogenannte Rekuperation kann mehr Energie zurückgewinnen, desto schwerer das Auto ist. Das Fazit der Forscher: „Leichtbau spielt so gut wie keine Rolle.“

Midimal : Die meinen wohl das Fahren in der Stadt (Stop & Go). Auf der Landstraße bzw Autobahn kommt ja die Rekuperation keine große Rolle. Aber: Beim leichten Auto machen die Kurven definitiv mehr Spaß!
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon TMi3 » Di 5. Dez 2017, 19:16

Abgesehen von Handling, spielt die Masse auf der Bremse durchaus eine Rolle. Wenn das leichtere Auto steht, hat man mit mehr Masse noch deutlich Rest-Energie. Die geht dann ggf. in die Kaltverformung ...
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon Dani » Di 5. Dez 2017, 19:23

Denke auch dass das Gewicht beim E-Auto nicht die grosse Rolle spielt, aber weniger Masse lässt sich sicher mit weniger Energie beschleunigen, was auch spass macht. Und das ohne super viel PS.
Wunsch Ladeinfrastruktur
Auswärts Schnell: DC (A und HS)
Auswärts Normal: AC bis 11kW (Destination-Charging)
Zu Hause: Voll in 8h

BMW i3 BEV (60 Ah) rollt seit 3/2014 -> wurde 4/2017 ersetzt mit (94 Ah) -> wird 03/2019 ergänzt mit TM3
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon 9volt » Di 5. Dez 2017, 19:55

Was war das denn für ein Test?
Bei konstanter Geschwindigkeit (z.B. auf der Autobahn) spielt das Gewicht in der Tat kaum eine Rolle. Wenn die Masse erst einmal beschleunigt wurde und nur noch gehalten werden muss, wundert mich das Ergebnis nicht.
Bei 100 Km Stadtverkehr macht die Leichtbauweise in jedem Fall Sinn. Da wird der Unterschied im Verbrauch deutlich sichtbar sein.


Gruß Holger
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon DaKienes » Di 5. Dez 2017, 20:24

midimal hat geschrieben:
Und trotzdem: Nur mit einem Fahrer an Bord brauchte der Tesla auf der 100 Teststrecke 17,77 Kilowattstunden (kWh) Strom. Zusätzlich beladen mit 100 Kilogramm Kieseln sank der Verbraucht sogar leicht auf 17,67 kWh. Mit 300 Kilogramm Extra-Gewicht braucht der Tesla 17,87 kWh.


Die Messung, die zum Ergebnis kommt, dass der Verbrauch bei zusätzlicher Beladung sinkt, würde ich eher als Messfehler deklarieren. Aber ich will nachsichtig sein. Die Menschen aus der Finanzwirtschaft glauben immer noch an das unendliche Wachstum, an den unendlichen Gewinn und generell sind sie unendlich weit von der Realität entfernt.
Glaube keinem Wirtschaftsmagazin, dass sich mit Technik beschäftigt.

Schade dass Tesla und BMW für diesen Vergleich heralten müssen. Ich denke, dass beide Seiten diesen Artikel nur belächeln werden.
i3s in Melbourne Rot, fast in Vollausstattung, 26.02.2018*
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Danke für das geliehene Ladekabel an:
Ladeequipment vom Mechatroniker mit persönlichem Service: https://www.enercab.at/
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon E-lmo » Di 5. Dez 2017, 20:41

Neben der Frage, ob Leichtbau zu geringem Verbrauch führt, steht für mich dann aber gleich die Frage, ob sich der Aufwand für den Leichtbau durch den durchaus geringeren Verbrauch in der Massenproduktion rentiert.

Durch die Rekuperation beim BEV/PHEV fällt der Verbrauchsvorteil durchaus etwas geringer aus, als beim normalen Verbrenner
Seit Mai 2016 mit einem e-UP unterwegs
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon Helfried » Di 5. Dez 2017, 20:44

E-lmo hat geschrieben:
Neben der Frage, ob Leichtbau zu geringem Verbrauch führt, steht für mich dann aber gleich die Frage, ob sich der Aufwand für den Leichtbau durch den durchaus geringeren Verbrauch in der Massenproduktion rentiert.


Nein, er rentiert sich nicht.

In der Stadt ist die Ersparnis durch Leichtbau höchstens prozentuell relevant. Aufgrund der geringen Geschwindigkeit und des allgemein geringen Stadtverbrauchs helfen ein paar Prozent eben auch nichts.

Und überland zählt eher die Aerodynamik als das Gewicht.

Darum ist, wenn es aufs Sparen ankommt, der Ioniq besser als der BMW. Blech besiegt Carbon sozusagen.
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon R400 » Di 5. Dez 2017, 20:56

Was seid Ihr denn für Spaßbremsen?

Eisenzeitliches rostet nicht nur ganz schnell - schaut doch mal in der aktuellen Salzlake Eure Unterböden an!!!!!!!!!

Es ist auch "bleischwer" - um in 7 sek die 100 km/h zu erreichen, braucht man dann wie viel PS mehr, aber beschleunigen macht Euch sicher genauso wenig Spaß wie one pedal-rekuperieren, stimmt's?!

Also ich mag dieses alu-cfk Spaßauto jeden Tag neu und bin so froh, dass ich eines fahren darf!!!!!!!!!

Für alle anderen Eisenfetischisten gibt's ja ZOE, Golf E, Ioniqu etc genug, kauft's, fahrt's und versauert; für Euch war das eh nicht gemeint!

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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon kub0815 » Di 5. Dez 2017, 21:02

Helfried hat geschrieben:
Nein, er rentiert sich nicht.

Fahrspass muss sich auch nicht rentieren. Spassbremse!
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, PlugIn-PV Anlage
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon Helfried » Di 5. Dez 2017, 21:04

kub0815 hat geschrieben:
Fahrspass muss sich auch nicht rentieren. Spassbremse!


Es ging um den Verbrauch, nicht um den Spaß. ;)
Dass sich der i3 spaßiger fährt als die Blechautos, habe ich ja schon oft erwähnt.

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