Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon kriton » Mi 6. Dez 2017, 23:11

Zu der Zeit als der i3 angegangen wurde, war die CFK Technik top aktuell, nicht zuletzt mit dem A380. BMW hat in diese Technologie investiert mit der Aussicht, die herkömmliche Fertigung abzulösen. Der simple Zusammenhang aus Gewicht und geringer Energieersparniss war denen selbstverständlich klar. Kann ja durchaus sein, dass CFK einmal soweit automatisiert werden kann, dass sich das rechnet. Bei den geringen Produktionszahlen ist das bestimmt nicht in Reichweite.
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon motion » Mi 6. Dez 2017, 23:16

drilling hat geschrieben:
Crashsicherheit ist aber jetzt kein Argument für CFK.
Die Drillinge schaffen es mit Stahlkarosserie, kleinerer Knautschzone und fast 200 kg weniger Gewicht als der i3 genau so sicher zu sein (4 Sterne NCAP):
https://www.youtube.com/watch?v=5IzVLvdU1GQ
https://www.youtube.com/watch?v=xwsHidbzfmw


Da muss ich dir widersprechen. Die Abstufung des i3 war wegen der Gefahr von einem Schleudertrauma (Fehlkonstruktion der Sitze). Auch der Fußgängerschutz ist nicht der beste und führte zur Abwertung. Das hat aber nichts mit dem CFK zu tun.

In Hypercars mit Monocoque-Bauweise (CFK) kann man die übelsten Unfälle haben und dennoch überleben.
Vergleichbare Autos mit Leichtmetall Karosserie fallen hingegen zusammen wie ein Kartenhaus.

Beispiel 918 Spyder:

Bild

Corvette C7

Bild
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon umali » Do 7. Dez 2017, 14:30

Natürlich geht alles mit CfK. Wir reden hier aber vom Massenmarkt der E-Mobile (oder ist der i3 ein Sportwagen? Selbst der i3s ist keiner.) und nicht von wenigen Hypercars.
Und im Massenmarkt hat CfK sowohl massive Kosten- als auch Nachhaltigkeitsnachteile. Letztere deshalb, weil man das Zeug, auch wenn es länger halten sollte, nach dem Ableben nur noch Schreddern kann und keinen Vollkreislauf hinbekommt, wie z.B. bei Stahl. So etwas spielt heute eine immer größere Rolle.

Wer möchte, kann sich seinen Voll-CfK-Stromer für >60k Eur kaufen. Die Dinger wird es bald häufiger geben. Leider viel früher als normale Blech-E-Mobile für die Masse, weil die Marge dort höher ausfällt.

Letzlich lässt sich ein Blech-EV auch leicht bauen. Das ist nur eine Frage des Designs. BMW ist auf einen sinnvollen Weg eingeschwenkt, um weiter mit Volumenmodellen punkten zu können. Ob deren zukünftige Performance-Baureihe nun i oder y heißt, ist mir Wumpe. Hauptsache ich muss nicht >40k für ein kleinkalibriges Volumenmodell wie den i3 hinlegen.
VG U x I
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon zitic » Mo 11. Dez 2017, 16:32

Man darf nicht vergessen, dass die i-Modelle als Technologieträger angesehen wurden. Und damit hat man sich ja auch abgehoben. Und die Verkaufszahlen sind ja nicht so schlecht. Als Technologieträger haben sie ja schon etwas bewirkt. Massenverarbeitung und Reparatur von CFK wurden weiterentwickelt. Die Zukunft ist ja auch immer nur begrenzt absehbar. Und sowohl solche Entwicklungen als auch der Alu-Bereich haben ja ordentlich Druck gemacht, sodass man beim Stahl in den letzten Jahren auch signifikante Entwicklung hin zur Gewichtsreduktion erlebt hat.
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