Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon Helfried » Di 5. Dez 2017, 22:50

tobacco hat geschrieben:
dann muss sich bei allen Marken noch einiges ändern, bzw. verbessern - auch bei meinem neuen 94iger i3.


Denkst du, dass der i3 noch weiter entwickelt wird?
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon mstaudi » Di 5. Dez 2017, 22:51

Helfried hat geschrieben:
mstaudi hat geschrieben:
Ich behaupte mal dass der i3 bis 50km/h das effizienteste e-Auto ist


Da braucht der Ioniq auch nur 7,7 kWh/100km, und zwar bei nicht konstanter Geschwindigkeit, sondern beim (testhalber) ständigen Wechsel zwischen 30 und 70 km/h auf der Landstraße.

Was will man da noch sparen? Selbst 10% weniger wären quasi "nix".


Der Luftwiderstand steigt mit der Geschwindigkeit wie??? Deswegen kannst du nicht von 30km/h bis 70 km/h mit bis 50km/h vergleichen... Scheiß Physik ;)
Und überhaupt ging es um das Gewicht und nicht um den Ioniq!
Gruß, mstaudi
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon fly » Di 5. Dez 2017, 22:55

in deutlich geringeres Gewicht ermöglicht auch schmalere Reifen, die wiederum auch wieder Energie sparen.
Das ist vielleicht noch der größte Vorteil.

Horst Teslafan Lüning sagt in seinen E-Auto-Videos auch immer wieder, dass das hohe Gewicht keine große Rolle spiele. Andererseits geht Gewicht auf die Reifen, wir haben einen SMAX, der natürlich etwas mehr als normale Autos wiegt, und der braucht am häufigsten neue Reifen/Bremsen. Wobei Bremsen ja nicht das Problem bei E-Autos sind.
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon Waldameise » Di 5. Dez 2017, 22:58

Helfried hat geschrieben:
tobacco hat geschrieben:
dann muss sich bei allen Marken noch einiges ändern, bzw. verbessern - auch bei meinem neuen 94iger i3.


Denkst du, dass der i3 noch weiter entwickelt wird?

Es ist Fakt: die Tage des I3 sind gezählt.
Eine Sonderkonstruktion in Carbon hat aus kommerziellen Gründen keine Zukunft.
Der I3 ist wie ein Versuchsballon.
Und ich bin froh ein Passagier zu sein.
Es ist immer zu früh für den Einstieg in die E-Mobilität. Aber wenn niemand einsteigt, dann wird das nix. :D
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon graefe » Mi 6. Dez 2017, 01:29

Helfried hat geschrieben:
In der Stadt ist die Ersparnis durch Leichtbau höchstens prozentuell relevant. Aufgrund der geringen Geschwindigkeit und des allgemein geringen Stadtverbrauchs helfen ein paar Prozent eben auch nichts.

Was soll denn in der Stadt verbrauchsrelevant sein, wenn nicht das Gewicht?? Gar nichts? :lol:
Ich würde sagen: Das Gewicht ist gerade in der Stadt der mit Abstand wichtigste Faktor und der Rollwiderstand ist proportional dazu. Und Energie, die durch den Rollwiderstand verloren geht, läßt sich auch mit Rekuperation nicht mehr zurückgewinnen.

Das eigentliche Problem des Leichtbaus: in Zeiten immer größerer Akkukapazitäten und somit besserer Reichweiten, interessiert sich einfach niemand mehr dafür, wie hoch der Energieverbrauch ist. Energie ist dafür viel zu billig. Leider...
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon E-lmo » Mi 6. Dez 2017, 08:04

Natürlich ist in der Stadt das Gewicht verbrauchsrelevant. Die Frage ist aber, ob die Einsparung beim Verbrauch den Aufwand des Leichtbaus in der Massenproduktion aufwiegt.
In Zeiten, in denen die Akkukapazität knapp ist, mag der Verbrauchsvorteil noch die entscheidenden Kilometer herauskitzeln.
Bei immer größerer Reichweite schwindet dieser Effekt leider.
Mit den aktuellen hochfesten Stählen an geeigneter Stelle lässt sich das Fahrzeuggewicht auch noch etwas drücken, und am Lebensende lässt sich Stahl wieder gut recyceln.
Wie sieht es da mit Carbon aus?
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon Wiese » Mi 6. Dez 2017, 08:07

graefe hat geschrieben:
Helfried hat geschrieben:
In der Stadt ist die Ersparnis durch Leichtbau höchstens prozentuell relevant. Aufgrund der geringen Geschwindigkeit und des allgemein geringen Stadtverbrauchs helfen ein paar Prozent eben auch nichts.

Was soll denn in der Stadt verbrauchsrelevant sein, wenn nicht das Gewicht?? Gar nichts? :lol:
Ich würde sagen: Das Gewicht ist gerade in der Stadt der mit Abstand wichtigste Faktor und der Rollwiderstand ist proportional dazu. Und Energie, die durch den Rollwiderstand verloren geht, läßt sich auch mit Rekuperation nicht mehr zurückgewinnen.

Das eigentliche Problem des Leichtbaus: in Zeiten immer größerer Akkukapazitäten und somit besserer Reichweiten, interessiert sich einfach niemand mehr dafür, wie hoch der Energieverbrauch ist. Energie ist dafür viel zu billig. Leider...


Natürlich ist das Gewicht gerade im Stadtverkehr wichtig. Aber 100 kg mehr merkt man beim Verbrauch des E-Auto wegen des hohen Wikungsgrads und der Reku eben kaum bis gar nicht. Ein Verbrenner, der die gleiche Antriebsenergie leisten muss, saugt die 4 bis 5fache Energiemenge aus dem Tank, und heizt mit dem Überschuss beim Bremsen die Stadtluft. 100 kg mehr haben deshalb beim Verbrenner einen viel höheren und auch messbaren Verbrauchanstieg zur Folge.

Auch ich habe an anderer Stelle schon bemängelt, dass der Verbrauch beim E-Auto kaum Gewicht hat. Ein Tesla ist nicht nur teuer, er braucht auch 10 kWh pro 100 km mehr als ein Ioniq. Da gibt es also noch erheblichen Hanlungsbedarf. Man darf gespannt sein wie das beim Modell 3 wird. Ob ich einen Leaf oder Ioniq kaufe wird, wegen der wahrscheinlich sehr ähnlichen Größe und Ausstattung der Verbrauch entscheiden.
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon Weanarin » Mi 6. Dez 2017, 08:12

Waldameise hat geschrieben:
Es kommt natürlich immer auf den Fahrstiel an.


Verzeih mir altem Weib, aber wo finde ich den Stiel? Das ist doch nicht der Wählhebel? :doof:
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon drilling » Mi 6. Dez 2017, 09:16

Das Gewicht des i3 mit dem des Tesla zu vergleichen ist Unsinn da der i3 ein Kleinwagen ist und der Tesla eine Oberklasse Limousine.

Was eher verwundert ist das der i3 gar nicht so leicht ist im Vergleich zu manchen konventionell mit Stahl gebauten Konkurrenten, die Drillinge z.B, die zwar noch etwas kleiner sind aber auch trotz konventioneller Stahlkarosserie deutlich weniger wiegen als der i3 (nein, entgegen hartnäckigen Gerüchten haben die Drillinge keine Alu-Karosserie).

BMW hat mit dem i3 eigentlich nur gezeigt das sie nicht in der Lage sind leichte Autos zu bauen (die BMW Verbrenner sind ja auch alle übergewichtig), trotz Karbon schaffen sie gerade mal das Gewicht das andere mit Stahl schaffen.

Ein paar Daten um zu veranschaulichen was ich meine (Fahrer laut EU Norm 75 kg):

Peugeot iOn Leergewicht inkl. Fahrer kg 1.140
BMW i3 Leergewicht inkl. Fahrer in kg 1320
Hyundai Ioniq electric inkl Fahrer kg 1495

Der BMW sitzt vom Gewicht genau zwischen dem iOn und dem Ioniq (beide konventionell Stahl) was passend ist da der i3 auch von der Größe genau zwischen diesen beiden liegt, nur der i3 benötigt Alu und Karbon um das zu schaffen.
Zuletzt geändert von drilling am Mi 6. Dez 2017, 09:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hat sich BMW mit Carbon-Schiene voll verschätzt?

Beitragvon Norbert W » Mi 6. Dez 2017, 09:21

Man kann sich vieles zurechtrücken, wie man es gerne hätte...

Es ist kein Geheimnis, dass das Gewicht bei konstanter Fahrt keinen Unterschied beim Verbrauch macht.
Auch dass durch die Rekupation ein großer Teil der Beschleunigungsenergie beim Rekupieren wieder zurück kommt (aber nicht alles). Reibungswiderstand wurde schon erwähnt.

Wie wäre wohl ein Verbrauchsvergleich, bei einer Serpentinenfahrt durch die Alpen? :D
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