Gebrauchtwagen Ankauf Subventionen??

Re: Gebrauchtwagen Ankauf Subventionen??

Beitragvon TeeKay » Do 21. Aug 2014, 08:11

mahe_i3 hat geschrieben:
Wills du kaufen must Du bezahlen oder wieder gehen !
So ist halt die Politik der Premium- Anbieter.

Wenn ich einen voll ausgestatteten 760Li mit Listenpreis 160.000 haben will, bekomm ich den von BMW mit Tageszulassung mit min. 20% Rabatt. Nehme ich einen Jahreswagen mit weniger als 10.000km, sinds 50% Rabatt. Das ist also mitnichten Politik der Premium-Anbieter, sondern Politik zum Verhindern von Verkäufen.

Wer in seiner restlichen Modellpalette praktisch durchgängig zweistellige Rabatte einräumt, über Eigenzulassungen einen ansonsten inexistenten Gebrauchtwagenmarkt kreiert und bei einem einzigen, derzeit kaum nachgefragten Fahrzeug (Stückzahlen von 10.000 im Jahr bei einem Kleinwagen sind keine echte Nachfrage für BMW) keine Rabatte, keine Eigenzulassungen und winzige Händlermargen anbietet, der will nicht verkaufen.
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Re: Gebrauchtwagen Ankauf Subventionen??

Beitragvon Poolcrack » Do 21. Aug 2014, 08:39

Bei BMW verkaufen die Händler die Autos und gewähren die Rabatte, bei BMW-i jedoch der Hersteller selbst. Mein BMW-i Agent war sehr stark daran interessiert mir das Auto zu verkaufen und ich schätze den anderen i3 Fahrern erging es ähnlich.

Versuch doch mal bei Smart einen ED zu kaufen. Dort wurden mir auch keinerle Rabatte gewährt. Ich wurde auch nie an-/zurückgerufen trotz mehrfach bekundetem echtem Kaufinteresse. Die Probefahrten fanden einmal mit 54% SoC (2.Generation) und ein zweites Mal mit 36% SoC (3. Generation) statt, trotz versprochener Vollladung. Die haben auch nie nachgehakt, nicht mal per Email. Nur ein Internet-Händler gewährte 5% Rabatt bei Selbst-Abholung bei einem smart-Händler in NRW - für mich damals zu weit weg.

Meines Wissens räumt auch Tesla keine Rabatte ein. Von den anderen EV Herstellern weiß ich gar nichts. Vielleicht ist mein Wissen inzwischen auch überholt. Ich will hiermit nicht sagen, dass ich mit dieser unterschiedlichen Preispolitik zufrieden wäre, aber es scheint im EV Markt der Standard zu sein. Bitte korrigiert mich falls ich falsch liege.
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Re: Gebrauchtwagen Ankauf Subventionen??

Beitragvon Deef » Do 21. Aug 2014, 09:20

Das mit dem Smart kann ich so bestätigen. Kein - wirklich NULL Interesse. Ab und an ist total sinnvoller Schnulli im Briefkasten, der wandert sofort in die Tonne daneben.
Auch wenn man sich in 10 Mailinglisten einträgt - wirklich interessante Informationen kommen nie - geschweige denn ein Anruf, ob man nich doch noch mal fahren möchte. Wer verkaufen WILL macht das anders. Die Märkte sind woanders und die Autos überbestellt...
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Re: Gebrauchtwagen Ankauf Subventionen??

Beitragvon Carsten » Do 21. Aug 2014, 09:22

TeeKay hat geschrieben:
Wer in seiner restlichen Modellpalette praktisch durchgängig zweistellige Rabatte einräumt, über Eigenzulassungen einen ansonsten inexistenten Gebrauchtwagenmarkt kreiert und bei einem einzigen, derzeit kaum nachgefragten Fahrzeug (Stückzahlen von 10.000 im Jahr bei einem Kleinwagen sind keine echte Nachfrage für BMW) keine Rabatte, keine Eigenzulassungen und winzige Händlermargen anbietet, der will nicht verkaufen.

TeeKay, ich schätze zumeist Deine Meinung, aber was ist das denn für ein Quatsch? Wer sagt denn, daß man grundsätzlich immer Rabatte anbieten muß um zu verkaufen? Wenn man ehrlich ist, führt diese ganze Rabattschlacht dazu, daß der Standardpreis nur Makulatur ist und jeder sich nach Hersteller 5-30% vom Neupreis abzieht und keiner den Normalpreis bezahlt. Wozu der ganze Unsinn?

Ich finde es durchaus nachvollziehbar, daß BMW nicht nur beim Fahrzeug, sondern auch im Vertrieb neue Wege geht. Verkauf nur noch über die AG, dadurch Preiskontrolle und -stabilität. Der Vertriebskanal (z.B. Internet, NL, ...) ist dann nebensächlich. Der Gebrauchtwagenmarkt wird nicht künstlich aufgebläht, die Gebrauchtwagenpreise bleiben halbwegs stabil. Der Händler hat gar keinen Spielraum mehr für Rabatte. Das Geld wird nach München überwiesen, nicht an den Händler. Dieser erhält nur noch eine kleine Provision.

Nur weil die letzten 50 Jahre Rabatte gewährt wurden, muß das nicht automatisch die nächsten 50 Jahre auch so sein. Wenn BMW merkt, daß das Fahrzeug sich wie geschnitten Brot verkauft, werden die Preise angezogen, ansonsten wird die Preisliste nach unten angepaßt. Aber eben kontrolliert.

Dazu paßt auch, daß die Vorführer alle ins Werk zurückgehen und nicht in den Gebrauchtwagenmarkt. BMW geht hier neue Wege, auch wenn es für manche noch ungewöhnlich ist, doch auch dies ist die Zukunft. Andere Branchen machen das vor.
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Re: Gebrauchtwagen Ankauf Subventionen??

Beitragvon fdl1409 » Do 21. Aug 2014, 11:09

Hatte mir für den MItsubishi i-MiEV auch ein Angebot machen lassen mit Option Selbstvermarktung. War froh, daß ich einen garantierten Mindestpreis hatte, konnte den i-MiEV dann aber für 1.700 Euro mehr privat verkaufen.

Ich denke die Rabatte haben wir schon alle im Listenpreis enthalten. Die Marge wird sehr gering sein. Vor Markteinführung wurde lange spekuliert, BMW werde den i3 zum Dumpingpreis von 40.000 Euro in der Grundausstattung anbieten. Jetzt sind es 35.000 geworden, viel weniger als erwartet. Vor gut 2 Jahren hat ein Mitsubishi i-MiEV so viel gekostet wie heute der i3. Ich klage nicht.

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Re: Gebrauchtwagen Ankauf Subventionen??

Beitragvon TeeKay » Do 21. Aug 2014, 12:22

Auch alle anderen Hersteller wollen nicht wirklich verkaufen. Deshalb sind die Elektroautos von Rabatten, Aktionen, günstigen Finanzierungs- und Leasingkonditionen ausgenommen. Deshalb gibts kaum Provisionen für die Verkäufer. Was ist es bitte für ein Quatsch, es als tolle Idee darzustellen, dem privaten BMW-Händler die Investitionen für die i-Filiale aufs Auge zu drücken, ihm aber gleichzeitig nur eine winzige fixe Provision für jeden Verkauf zu gönnen? Das gleiche Spiel bei allen anderen Automarken. Wer verkaufen will, setzt Anreize zum Verkauf und nicht das Gegenteil davon.

Und wenn die Hersteller ihre Kunden seit 50 Jahren zu Rabatten erziehen, ausgerechnet bei ohnehin teuren Produkten aber auf "Liste oder gar nicht" bestehen, dabei gleichzeitig nur ein paar hundert pro Monat verkaufen, dann ist das nicht clever, sondern Verkaufsverhinderung. Wenn das so clever wäre, warum senken sie denn dann nicht für den Rest der Modellpalette einfach auch den Listenpreis auf das aktuelle Rabattniveau? Wäre doch viel cleverer. Und der gewerbliche Nutzer spart Steuern ohne Ende, weil die 1%-Regelung sich auf Listen- und nicht Kaufpreis bezieht. Macht man nicht, weil sie der Meinung sind, mit 20-40% Rabatt besser zu verkaufen.

Renault geht mit 0%-Finanzierung inzwischen etwas weiter als die anderen Hersteller. Tesla bietet inzwischen wenigstens 1% Finanzierungen an. Und bei Tesla liegen die Preise auch ohne Rabatt schon auf einem mit ähnlichen Verbrennern vergleichbaren Niveau. Das ist bei allen anderen Herstellern nicht der Fall.
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Re: Gebrauchtwagen Ankauf Subventionen??

Beitragvon Carsten » Do 21. Aug 2014, 16:55

Klar, die Hersteller investieren Milliarden und wollen nicht verkaufen. :lol:

Dein Denkfehler ist, daß Du meinst, daß das was in den letzten 50 Jahren Praxis war auch fortgesetzt werden muß. Wie ich bereits geschrieben habe, sind andere Branchen beim Wandel des Vertriebskonzepts deutlich weiter. In der Luftverkehrsbranche z.B. gab es früher fixe Provisionen für Reisebüros, die dann gerne zu Teilen weitergegeben wurden. Dies ist mittlerweile Geschichte, wobei der Trend zu Internet und Mobilgeräten sein übrigens tut, dem klassischen Reisebüro langsam den Garaus zu machen. Nicht nur Google und Amazon zeigen vehement, daß klassische Vertriebswege der Vergangenheit angehören. In der Modebranche machen manche Marken mittlerweile bis zu 50% ihres Umsatzes online - wo man doch althergebracht denken könnte, daß anprobieren (wie Probefahren auch) zum Standard gehören sollte. Auch bei BMW z.B. ist man sicherlich nicht erfreut, wie sich das Rabattsystem über die Jahre entwickelt hat und man probiert neue Wege. Klar, daß manche etablierten Player hier nicht happy sind - aber sorry, das ist leider immer so. Wieviele kaufen mittlerweile ihren Wagen im Internet? Ich bspw. habe den i3 nur nach dem Katalog und einer virtuellen Präsentation bestellt.

Du kannst davon ausgehen, daß wenn sich dieser Schritt mit dem i3 etabliert haben sollte, BMW dies auf weitere Modelle ausweitet. Logisch, daß das nicht rumsbums von heute auf morgen geht. Logisch aber auch, daß man mal einen Anfang machen muß, um Dinge zu ändern.

Verkaufsverhinderung ist nicht auf Marktgegebenheiten einzugehen. Bei BMW zumindest ist dies derzeit nicht zu sehen. Ganz im Gegenteil. Der Fahrzeugpreis steigt derzeit, da die Nachfrage ungebrochen hoch und die Produktion ausgelastet ist. Wenn andere Hersteller Akzeptanzprobleme im Markt haben, müssen sie reagieren. Manche machen dies auf die klassische Art und Weise mit günstigen Finanzierungskonditionen oder Rabatten. Man kann aber auch ganz einfach den Preis senken und weiterhin die Kontrolle haben, was im übrigen auch beim Werterhalt hilft.
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Re: Gebrauchtwagen Ankauf Subventionen??

Beitragvon eDEVIL » Do 21. Aug 2014, 17:47

Bei BMW kann man nicht so gut vergleichen, da es ja kein vergleichbares Verbrennerprodukt mit Carbon gibt, aber die künstliche Verknappung ziegt doch sehr stark, das man (noch) nicht mehr verkaufen möchte.Warum baut man nicht einfach mehr?
War nicht zu erwarten, das trotz der happigen Preise für einen Kleinwagen doch so viele kaufen werden? :twisted:

Das mit den unnötig hohen Listenpreisen mag ich wg. der 1% Regelung nicht. Entscheidend ist auch, ob das Angebot letztendlich preislich attraktiv ist. Ob man mir den i3 für 30K Basis oder 40K mit 25% Rabatt anbietet ist mir egal.
Rabatt klingt halt immer gut und man kommt sich bevorzugt vor.
Mit Premium kann BMW mir nicht kommen, da für premium da auch min 22KW AC Lader drin sein müssen oder eine CCS Wallbox, die ich mir dann irgendwo installieren lasse kann, wo ich sie benötige.
Von der Akkugröße möchte ich gar nicht anfangen. Beim i8 noch schlimmer. in der Preisklasse hätte man doch min den i3 Akku unterbringen müssen.
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Re: Gebrauchtwagen Ankauf Subventionen??

Beitragvon Carsten » Do 21. Aug 2014, 18:39

eDEVIL hat geschrieben:
Warum baut man nicht einfach mehr?

Man baut nicht mehr, da man sich hier auf komplett neues Terrain begeben hat mit der Produktion Carbon/Alu. Wie Du sicherlich weißt, kommt man derzeit schon mit dem Carbon nicht hinterher. Gleichzeitig ist bekannt, daß einem die Leute nicht gleich die Bude einrennen, nur weil man mit einem EV in die Läden kommt. So hat man sich dann wohl auf die 20.000 Einheiten geeinigt. Ist doch fein, daß dies derzeit so gut ankommt, so daß man über eine Ausweitung nachdenkt. Es hätte auch andersherum laufen können. Jetzt weiß man vieles besser als vor vielleicht 3-4 Jahren als der i3 und die Produktion geplant wurden. Zudem sieht man auch an den Kinderkrankheiten trotz intensiver Testphase, daß man erst im Echtbetrieb merkt, wo der Teufel im Detail steckt. Auch hier macht es mehr Sinn, erstmal auf Sicht zu fahren, als die uneinsehbare Kurve mit Vollstrom zu nehmen.
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Re: Gebrauchtwagen Ankauf Subventionen??

Beitragvon Carsten » Do 21. Aug 2014, 23:09

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