Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon Hamburger Jung » So 16. Nov 2014, 02:00

Hallo,

so, ich muss ein Fazit ziehen, nach 5500 Kilomtern in zwei Monaten.

Ja, ich brauche einen REX. Nicht für meinen Alltag, sondern für eben genau diese 3-5% der Fahrten die nicht in der Reichweite liegen.

Gestern Pinneberg - Bremen. 141 Kilomter.
In Bremen angekommen, 10 Kilometer Restreichweite. Sehr gut, Ladesäule anfahren, passt.
Bremen City war voller Menschen.

1. Säule - abgebaut
2. Säule - steht ein voll geladener i3 dran aus Bremen
3. Säule - ohne Funktion - auch nur in der Plug Finder App zu sehen
4. Säule - klappt endlich. Mit 20 Minuten Fußmarsch in einer fremden Stadt.

Zu Fuß zurück verlaufen und in einer Gruppe Aggro Jugendlicher gelaufen. Ich gebe zu, durch eine gewisse Erfahrung bin ich zügig vor denen weg.

Taxi dann zum Auto. Für meine Frau ist diese Art von E Mobilität gar nichts. Sie ist da nicht der Typ für. Der Abend war bereits im Vorfeld versaut. Ich fand den Weg zurück auch nicht toll.

Zurück musste ich in Hamburg am Offakamp mit CCS Zwischenladen. Da merkt man wieder, wie gut es funktionieren KÖNNTE, wenn gewollt.

Ich bin ehrlich, ich versuche den i3 zu verkaufen und mir einen mit REX zu holen.
Möchte auch mal wieder eine Tour machen, ohne Streit mit meiner Frau zu haben.

Immer ein Auto mieten, könnte ich. Aber dann den Hund immer dabei? Nein, geht nicht. Oder anders, möchte ich nicht.

So schlägt also eine Anfangseuphorie in Realismus um.
Da denkt man im Vorfeld, wiegt das für und wieder ab, doch der Alltag und die Realität ist etwas anderes.

HH Jung
Hamburger Jung
 

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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon endurance » So 16. Nov 2014, 05:55

Danke für Deine ehrliche Meinung - dass ist bei uns im Prinzip ähnlich - nur haben wir für den Fall des Falles noch einen alten Polo Diesel. Leider nutzt den meine Frau viel zu oft - sie traut dem Ladekram nicht. Selbst Agumente wie
- Schau mal ich bin >2500km an 30+ Säulen gefahren und hatte kein Problem oder
- Gestern mit --- in der Restreichweitenanzeige noch >1km gefahren (also ist noch Puffer drin)
....
noway die Angst liegenzubleiben bleibt.
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon RegEnFan » So 16. Nov 2014, 08:08

Ist bei mir ähnlich. Meine Frau hat selbst mit Rex noch bedenken. Bisher hat er sich einmal bei Ihr eingeschaltet und sie hatte kein Problem damit. Hat also alles Problemlos funktioniert. Trotzdem tendiert Sie immer noch dazu wenn nicht genügend Reichweite zur Verfügung steht zum Diesel zu greifen.
Ich hoffe das gibt sich nach weiteren positiven Erfahrungen. Wie sind schließlich mit der Familie auch schon Strecken >500km gefahren.
Aber ohne Rex, no way. Deshalb hat sie von Anfang an auf den Rex bestanden, worüber ich heute froh bin.
Im Prinzip würde es schon ohne Rex gehen, nur leider kann man sich auf die Ladeinfrastruktur nicht verlassen, was ich leider auch schon mehrfach erleben musste. Mit Rex war das dann aber, bis auf den Ärger, kein echtes Problem.
40 qm Solarthermie mit 10,5m3 Pufferspreicher. 26,6 kWp Photovoltaik mit 16,2 kWh LiIon-Speicher.
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon 9volt » So 16. Nov 2014, 08:08

Hallo Hamburger Jung,
obwohl Du im Vorfeld wusstest, dass Du gelegentliche Fahrten außerhalb der E-Reichweite hast, hast Du dich bewußt für ein BEV entschieden. Hut ab, dafür!!
Wäre nicht DriveNow oder Car2Go für Dich eine alternative?

Der Ladesäulen ausbau geht doch voran. Keine Frage, das könnte schneller und deutlich besser gehen (Systeme, Karten, Abrechnung usw.), aber in wenigen Monaten sieht's bestimmt schon wieder besser aus mit der Lademöglichkeit.

Von mir ein: Halte durch!! Behalte Dein BEV.


9Volt
Gruß Holger

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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon BMWFan » So 16. Nov 2014, 08:40

Mir war bereits bei der ersten Probefahrt vor einem Jahr klar, dass es ohne Rex nicht gehen wird. Meine Frau hat drauf bestanden, weil dieser ständige Stress mit der Reichweite und der Ladeinfrastruktur vor allem für Leute, die arbeiten und Familie haben, nicht durchzuhalten ist. Wir fahren beide sehr gerne mit dem i3 und haben nach 9 Monaten die 22'000 km-Marke überschritten. Der Rex-Anteil liegt bei unter 5 %, trotzdem ist er für uns unverzichtbar.
Plusenergiehaus, 10 kW PV, 7 qm Röhrenkollektoren, BMW i3 Rex und i8
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon midimal » So 16. Nov 2014, 09:04

Hamburger Jung hat geschrieben:
Hallo,


Ich bin ehrlich, ich versuche den i3 zu verkaufen und mir einen mit REX zu holen.
Möchte auch mal wieder eine Tour machen, ohne Streit mit meiner Frau zu haben.


HH Jung



Hi!
Für 3-5% Fahrten würde ICH MIR keinen Rex holen. Wären es über 10% - dann würde es anders aussehen!
Schade, denn wie Du weißt wäre es genau meine Ausstattung die Du fährst - leider ist es noch zu früh für mich ,da mein Leaf-Leasing erst in 2 Jahren endet.
Ja I3 mit REX ist es ein anderer Schnack - aber man MUSS den REX-"Sound" mögen/ich könnte es nicht(und schon gar nicht für knapp 5000Euro Aufpreis :lol:)
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon JuergenII » So 16. Nov 2014, 09:22

Hamburger Jung hat geschrieben:
So schlägt also eine Anfangseuphorie in Realismus um.
Da denkt man im Vorfeld, wiegt das für und wieder ab, doch der Alltag und die Realität ist etwas anderes.

"Quod erat demonstrandum" wie der Lateiner zu sagen pflegt.

Irgendwann werde ich mal einen Dankesbrief an Nissan schicken, dass sie mir letztes Jahr 3 Monate einen Leaf überlassen haben. Gut, wir waren damals nicht vom E-Virus infiziert, das kam erst nach der Nutzung des Wagens. Aber eins war so klar wie die sprichwörtliche Kloßbrühe: Die Akkus in den Fahrzeugen sind viel zu klein um praxisgerecht nur einigermaßen damit klar zu kommen (vor allem im Winter). Dazu zählt auch der Zoe, trotz 22 kW Lader. Der Tesla war zu groß, also blieb als einzige Möglichkeit um nicht ein drittes Fahrzeug in Reserve zu halten der i3 mit REX. Trotz ein paar "Anfangsschwierigkeiten" - die werde ich demnächst mal hier veröffentlichen - sind wir mittlerweile 100% überzeugt, den richtigen Kauf getätigt zu haben.

Und die "harte" Zeit für die ganzen BEV's kommt ja noch in den Wintermonaten bis März. Da wird so mancher zu fluchen anfangen.

Aber auch für uns steht fest, Langstrecke (> 300 km) wird trotz REX in Zukunft mit dem verbliebenen Diesel zurückgelegt. Es nervt einfach alle 100 km an die Tanke zu fahren. Nimmt man dann noch die Differenz Diesel /Benzin und rechnet auch noch die eine oder andere Ladung an einem CCS dazu, spricht zumindest die Zeitersparnis und der Kostenvergleich für den Diesel.

Aber selbst bei einer Verdopplung der Akkus sieht es für manche ziemlich mau aus. Da kommt man im Winter auch keine 200 km weit, muss aber dann schon die doppelte Zeit für den Ladevorgang rechnen. Für Zoefahrer bedeutet es rund 2 Stunden zu stehen bis die Reichweite wieder vorhanden ist, an CCS wird wohl locker 1 Stunde vergehen, von 22 kW Ladestationen bei 7,4 kW Ladeleistung möchte ich erst gar nicht sprechen. Und dann gibt es ja noch die 3,7 kW Fahrzeuge......

Wird sicher interessant was HH Jung a) noch für seinen i3 bekommt, und b) wie lange es dauert, bis er ihn verkauft hat. Wobei ich persönlich mir überlegen würde ob nicht die zusätzliche Anschaffung eines preiswerten Benziners in Summe günstiger kommt. Die werden ja zur zeit förmlich verschleudert.

@midimal: Der "REX-Sound" ist im Fahrzeug so gut wie nicht wahrnehmbar. Außerhalb knattert es "etwas". Aber das betrifft zu 99% nur Fahrten außerhalb geschlossener Ortschaften und da stört es doch eher nicht.

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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon Hamburger Jung » So 16. Nov 2014, 09:27

Hallo,

im Vorfeld habe ich genau eben von diesen wenigen Nutzen des REX gelesen.
5% auf eine Fahrleistung von 25.000 Kilometer sind 1250 Kilometer. Ich bräuchte den REX noch weniger, ich denke mal so 500-800 Kilometer im Jahr.

Objektiv betrachtet ein Witz, der den Mehraufwand und die zusätzlichen Kosten nicht rechtfertig.

Real betrachtet, erspart einen dieses dann eben Ärger mit der Frau, den Stress mit der Ladesäulen Suche und eben eine ganze Ecke mehr Freiheit. Auf der Autobahn kann man dann eben auch mit 100 kmh, statt 90 kmh, nach Bremen fahren.
Hat keine Sorgen wenn Regen einsetzt, dass lässt den Verbrauch in die Höhe schnellen. Kälte verliert ein wenig mehr den Schrecken.

Drive Now, Car2go sind keine Alternativen. Zu teuer auf die Strecken gesehen. Sind ja dann doch länger, sonst würde ich sie mit dem i3 fahren.

Mieten, sind für mich 40 Euro am Tag, incl. 1000 Kilometer. Bekomme beim ADAC Sonderkonditionen, dann immer Golf Klasse.
Nun sagt ihr, ja, dass ist doch ok. Ist es auch, aber ich will mit meinem Auto fahren, nicht mit einem fremden Auto.

Darauf das die Ladesäulen nun endlich mehr ausgebaut werden... Naja, ich sehe das eher ein wenig skeptisch. Ob die so schnell kommen, das wage ich zu bezweifeln. Und dann auch noch in Richtung Ostdeutschland, von Hamburg aus gesehen. So wie es jetzt da eine Ladewüste ist, so wird dieser Teil der letzte Teil sein, der damit bestückt wird.

So muss ich schauen was ich mache. Die Frage ist ja, ist der Verlust für meinen i3 in einem Maß beim verkaufen, den ich tragen KANN und WILL?

Neupreis meines i3 waren 48.500 Euro. Bezahlt 45.000 Euro, nun 10.000 Kilometer und "schon" 2. Hand.
Das macht die Sache auf dem stagnierenden Gebrauchtwagenmarkt des i3 nicht leichter.

Ich möchte keinen Interessenten hier abschrecken, sich ein reines E Mobil zu kaufen. Aber man sollte eben einiges bedenken...

Fairerweise muss ich auch sagen, dass ein Zoe, ein Smart EV und der Tesla in Sachen Laden BMW überholt haben. Zumindest für die aktuell vorherrschende Infrastruktur.

Ein Minimum von 22 KW laden, sein es nun serienmäßig (Zoe), mit Aufpreis (Smart) und halt einfach Tesla machen die Sache alltagstauglicher und würden mich weniger zweifeln lassen.

Es ist einfach ein Unterschied wie Tag und Nacht, ob nun 7,4 KW oder 22 KW.

LG HH Jung
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon midimal » So 16. Nov 2014, 09:32

JuergenII hat geschrieben:
Hamburger Jung hat geschrieben:
So schlägt also eine Anfangseuphorie in Realismus um.
Da denkt man im Vorfeld, wiegt das für und wieder ab, doch der Alltag und die Realität ist etwas anderes.

"Quod erat demonstrandum" wie der Lateiner zu sagen pflegt.

@midimal: Der "REX-Sound" ist im Fahrzeug so gut wie nicht wahrnehmbar. Außerhalb knattert es "etwas". Aber das betrifft zu 99% nur Fahrten außerhalb geschlossener Ortschaften und da stört es doch eher nicht.

Juergen


Hi!
Im Sommer schon, wenn man einen I3 mit Schiebedach fährt :)
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Re: Fazit: i3 ohne REX nicht für mein Profil

Beitragvon JuergenII » So 16. Nov 2014, 10:11

midimal hat geschrieben:
Hi!
Im Sommer schon, wenn man einen I3 mit Schiebedach fährt :)

Wer kauft denn so was? Hier wird ja immer um jedes Gramm gefeilscht, und dann nimmt man ein Extra, das über 23 Kg Mehrgewicht auf die Waage bringt um an einer handvoll Tagen etwas frische Luft von oben zu bekommen?

Aber auch damit wird es nicht laut, da sind dann die Luftgeräusche durch das Schiebedach deutlich höher. Und beim Stand an der Ampel schaltet er ja sowieso ab.

Also immer noch kein stichhaltiges Argument gegen den "Krachmacher" ;)

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