erste "Langzeiterfahrungen"

erste "Langzeiterfahrungen"

Beitragvon Parklückenzähler » Di 14. Okt 2014, 18:34

Heijeijei! Da sind schon 9 Monate und 10000 km rum.

Eigentlich habe ich meinen I3 nur für die Kurzstrecke und als Werbeträger angeschafft…
Mittlerweile fahre ich ihn im Alltag als Hauptfahrzeug.

Probleme? Nichts ernsthaftes. (Der übliche Softwarekram)

Meine durchschnittliche reale Reichweite liegt im Sommer bei 120 bis 150, im Winter bei 100 bis 120 km. Geschafft habe ich auch schon gefahrene 170km mit 30 km Restreichweite lt. Anzeige. (fast ausschließlich Landstraße im EcoProPlus).
Rücksicht auf die Tatsache, ein E-Auto zu fahren nehme ich nur bei Strecken über 80 km (Dann EcoPro und ausgeschaltete Klima).
Der Durchschnittsverbrauch liegt laut BC knapp über 15, lt. APP bei 16,3 KWh/100km.

In Sachen Laden bin ich mittlerweile sehr gelassen, manchmal tue ich es dreimal am Tag (heute z.B., insgesamt ca. 200 km gefahren), manchmal auch nur jeden dritten Tag… Ich habe den Luxus, eine 22-KW-Ladestation zu besitzen.

Mein Fahrstil (auch mit den anderen Fahrzeugen) ist insgesamt defensiver und vorausschauender geworden. Ich bin (trotz der Liebe für Beschleunigungsorgien) bislang nur einmal geblitzt worden (61 statt 50).

Ansonsten funktioniert das Auto nur einfach prima.

Lohnt sich die Anschaffung? (Häufigste Frage) Ja! 40k€ für einen Kleinwagen? (häufigstes Vorurteil) Nein! 40k€ für einen Sportwagen, der in der Stadt selbst den Porsches das Fürchten lehrt, auf kurvigen Strecken tierisch Spaß macht, dabei ein vollwertiger 4-Sitzer mit ausreichend Kofferraum ist, in der Stadt sowas von wendig und übersichtlich, zur Not auch mal 150km/h schnell, extrem gut verarbeitet und fast frei von Nebenkosten… Ist mir irgendwie 40k€ wert!

Was besser gemacht werden müsste? Ich würde 25kWh Batteriekapazität einbauen (Soviel wie Golf, Leaf und Co.) braucht man zwar nicht, dann hätte die Reichweitendiskussion aber ein abruptes Ende, ausserdem würden nicht nur Insider verstehen, wie effektiv das Ding ist.
Ach, ja und ich würde natürlich einen 22KW-Lader einbauen – Das Ruhrgebiet ist mit 22-KW-Stationen zugepflastert… Auf CCS könnte ich dann verzichten.
Aber BMW will das Teil in Deutschland offensichtlich nicht wirklich verkaufen…

Ich habe als Extras das Komfortpaket, die Wärmepumpe und die Schnellladeoption – alles drei sollte serienmäßig sein, genauso wie Freispreche und Komfortlenkrad… Das Schiebedach ersetzt im Sommer teilweise die Klimaanlage.
Das große NAVI (Frühbesteller-Bonbon) würde ich auch gegen Entgeld wieder bestellen.
Mein nächster I3 (ja, ich werde es tun) wird ausserdem LED-Scheinwerfer haben.
Ansonsten bin ich mit dem Atelier-Paket zufrieden. (Außer, dass es nur Einparksensoren für hinten gibt, ich hätte sie auch gerne vorne, aber ohne Kamera und Einparkautomatik)

Probleme mit dem Service habe ich bislang nicht gehabt, ganz im Gegenteil.

ChargeNow habe ich, werde aber kündigen, falls die Grundgebühr wirklich kommt…

REX? Habe ich bislang nicht vermisst (hätte ich selbst nicht gedacht).

Insgesamt bin ich sehr positiv überrascht, wie gut ein E-Auto im Alltag funktioniert. Schade eigentlich nur, daß weder der Staat, noch die Hersteller etwas tun, damit es sich ernsthaft durchsetzen könnte.

An die Mods:
Ich habe lange gesucht, aber keine passende Rubrik hier im Forum gefunden. Sollte es die doch geben, dann verschiebt mich ruhig! :D

Liebe Grüße
Parklückenzähler
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Re: erste "Langzeiterfahrungen"

Beitragvon Tomotter » Mi 15. Okt 2014, 09:13

Brillant formuliert, "Parklückenzähler". Ich hab die genau gleiche Ausführung wie du und kann deine Ausführungen zu 100% bestätigen. (nur "geblitzt" wurde ich bisher zum Glück noch nie, obwohl ich ab und zu - insbesondere, wenn - von weitem gesehen - eine Ampel von grün auf orange tendiert, ich schon mal eine Mini-Beschleunigungsorige veranstalte, um noch gerade so durchzuschlüpfen).
Weiterhin gute Fahrt!
Tomotter
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Re: erste "Langzeiterfahrungen"

Beitragvon iOrca » Mi 15. Okt 2014, 10:28

Genau. Perfekt formuliert. Danke Parklückenzähler. Super Bericht. Bin absolut der gleichen Meinung und habe die gleichen Erfahrungen bisher auf den 3'500km gemacht. Zwar ist das noch keine Langzeiterfahrung, aber meiner hatte bisher nicht das geringste Problem, nicht mal SW-seitig.

Die eigene Ladestation brauche ich nicht, da in meiner Alltags-Umgebung glücklicherweise viele verschiedene (kostenfreie) Lademöglichkeiten vorhanden sind. Lebe sozusagen im Lade-Schlaraffenland. Mein Arbeitsweg ist 40km, und die Fahrten zu den Kunden (auch mal 100km weit) kann ich immer planen.

Hatte mir eigentlich vorgenommen, nur jeden 2. Tag zu laden, aber die übermässige Freude am Fahren ;) zwingt mich zum täglichen Laden.

Den REX, die vorderen Parksensoren, den Abstandsassistent oder das Schiebedach vermisse ich überhaupt nicht. Bin froh, meine Fahrweise/-wege und die Lademöglichkeiten vor dem Kauf richtig eingeschätzt zu haben und dass ich den REX daher nicht bestellt hatte. Die LED-Scheinwerfer sind perfekt, würde ich jedem empfehlen. Die Sicht ist um Welten besser und LED steht dem i3 einfach gut.

Das seidene Fahrgefühl ist fantastisch. Das Design unvergleichlich. Und die Beschleunigung ist enorm. Das ist, auch bei meiner mittlerweile defensiv gewordener Fahrweise, beinahe das grösste Problem. Der Blick ist unentwegt auf den Tacho gerichtet, da bei uns an jeder Hausecke ein Blitzer steht. Da kann mein i3 aber nichts dafür.

Ich werde ihn nie mehr hergeben!!!

Liebe Grüsse
iOrca
BMW i3 ohne REX, seit 9/2014, 90-120Km pro Tag
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