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Beitragvon Semi » Fr 8. Nov 2013, 01:25

Carsten hat geschrieben:
Hier kann ich Dir "Semi" nicht folgen. Was ist dann das Resultat für Dich? Tesla kaufen? Unerschwinglich. Renault kaufen? Für mich nicht interessant. Ich finde den i3 im Vergleich zu anderen EVs weder überteuert, noch befinde ich mich im möchtegernpremiumluxussegmentlifestyle. In der Tat reagierte vor 5 Jahren BMW als erster deutscher Autobauer konsequent in Richtung Elektromobilität in einer Zeit, in der neben Elektro noch vieles anderes möglich schien und hat jetzt vor Mercedes, Audi und VW ein Elektroauto auf dem Markt. Es ist zudem BMW überhaupt nicht anzulasten, aktuell neben dem i3 noch Verbrenner zu verkaufen, aber wenn sich der i3 am Markt durchsetzen sollte, dann mit Nachdruck weitere Elektrofahrzeuge nachzuschieben.

Wo soll Deine Diskussion hinführen? Eine Ethikdebatte oder eine Diskussion á la "Wer war der Erste"? Get real.


Der E-BMW von früher war ein "eigentlich könnten wir schon, wenn wir wollten, wir wollen aber nicht" Auto. Jeder der es gefahren ist, hat davon geschwärmt und dann beim Preis von 1Milon einmal schwer geschluckt und die Sache wieder vergessen.

Dann kamen die Japaner mit ihren E-Autos, wurden in der deutschen Presse durchs Band schlechtgeredet, wie auch der Hybridantrieb... braucht kein Mensch... anfällige Technik... viel zu teuer... Zukunft heisst Wasserstoffauto.... und genau dann passiert es... BMW geht mit Toyota kooperation ein, jetzt NEU, BMW Hybrid dank Toyota, wow, BMW bringt Elektroauto Ende nächstes Jahr... Mercedes neu mit Hybridantrieb. Tja und jetzt ist Hybrid und Elektro plötzlich voll schick bei den DE Autobauern und obwohl sie nur copy&past machen, feiern sie sich wieder als "Beste" Autobauer der Welt. In Wahrheit haben sie absolut nichts gemacht. In Tat und Warheit hat man einfach gepennt, das Blaue vom Himmel geredet, Gewinne maximiert, Firmen aufgekauft und Verhindert wo es nur ginge und es sogar noch geschafft, das der Deutsche Steuerzahler denn DE Autobauern noch Geld zahlen, obwohl diese faktisch im Geld "schwimmen".

Und wenn ich dann noch Fernsehinterviews sehe wo diese Autozirkusmafia aalglatt in die Kamera lügt, wie toll und innovativ die DE Autoindustrie sei würde ich am liebsten *zensur*. :mrgreen: Und ihr Bürger findet das z.T irgendwie noch geil habe ich manchmal das Gefühl...

Wenn man schon grosses rausposaunt, sollte es auch tatsächlich gross sein und sonst "weniger ist mehr".

Und nun zurück zum I3. Hätte der BMW ohne RE reale 250km Reichweite, wäre der Preis ok. Da die EV Technik noch grosse Fortschritte machen wird, sehe ich für den Werterhalt des I3 jedoch schwarz. Die EV Fahrer, welche jetzt einen I3 kaufen, werden von mir gesehen eigentlich über den Tisch gezogen, der I3 kostet mehr als alle anderen EV's ausser Tesla, ist technologisch aber nur auf der Höhe der Konkurrenz. Kurzum, man zahlt einfach den Namen. Schnick Schnack lohnt sich bei einem "kann nur 140km am Stück fahren" Auto einfach nicht. Wenn du schlau bist, kaufst du dir besser ein OccasionEV für die Hälfte des Preises, das fährt fast gleich weit wie der I3 und wenn der Wertezerfall anfängt, weil die Japaner EV 2.0 mit real 300km Reichweite vorstellen, kratzt dich das viel weniger. Die Innovationskraft bei EV ist momentan noch zu gross, um da viel Geld zu verbraten für teure Autos, welche in 5 Jahren vielleicht technologisch schon wieder als veraltet gelten. ;)
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Beitragvon Carsten » Fr 8. Nov 2013, 08:56

Semi hat geschrieben:
Carsten hat geschrieben:
Da die EV Technik noch grosse Fortschritte machen wird, sehe ich für den Werterhalt des I3 jedoch schwarz. Die EV Fahrer, welche jetzt einen I3 kaufen, werden von mir gesehen eigentlich über den Tisch gezogen, der I3 kostet mehr als alle anderen EV's ausser Tesla, ist technologisch aber nur auf der Höhe der Konkurrenz. Kurzum, man zahlt einfach den Namen. Schnick Schnack lohnt sich bei einem "kann nur 140km am Stück fahren" Auto einfach nicht. ... Die Innovationskraft bei EV ist momentan noch zu gross, um da viel Geld zu verbraten für teure Autos, welche in 5 Jahren vielleicht technologisch schon wieder als veraltet gelten. ;)


Die Innovationskraft ist bei EV tatsächlich gross, dies gilt aber für alle gleichsam und nicht nur für den i3. Dies sollten aber heutige Käufer wissen und einkalkieren in die private Rechnung. Und wann wäre dann der richtige Zeitpunkt? In 3 Jahren wird das EV doppelt so weit fahren bei gleichen oder geringeren Kosten. Weiß ich. Wenn ich heute einen PC kaufe, dann kann ist der in 3 Jahren auch 4x so viel schnell und kostet nur die Hälfte. Trotzdem kaufe ich heute einen.

Daß das Thema Werterhalt fraglich ist, wurde schon in anderen Threads diskutiert. Dies kann nach oben wie nach unten ausschlagen. Im Gesamtkonzept ist der i3 einem Leaf oder Zoe oder e-up imho durchaus überlegen, auch mag ich den von Dir bezeichneten Schnickschnack und die 170PS, die manche als sinnlos empfinden. Es gibt also schon Leute, für die das Auto wirklich gut zugeschnitten sind, so ganz am Markt vorbei scheint BMW nicht geplant und gebaut zu haben. Wenn Du nicht dazugehören solltest, ist dies eben so. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Anbieter und Konzepte.
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Re: Ecoist.ch

Beitragvon Semi » Fr 8. Nov 2013, 09:12

Carsten hat geschrieben:
Im Gesamtkonzept ist der i3 einem Leaf oder Zoe oder e-up imho durchaus überlegen, auch mag ich den von Dir bezeichneten Schnickschnack und die 170PS, die manche als sinnlos empfinden.

Hauptsache du hast Freude am EV. Vom Fahrfeeling her wirst du nachher sowieso nie mehr einen Verbrenner fahren wollen :mrgreen:
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Re: Ecoist.ch

Beitragvon green_Phil » Fr 8. Nov 2013, 10:09

Semi, Dich kann ich einfach nicht verstehen. Fördergelder fließen auch in Frankreich. Und Renault verkauft auch Verbrenner. Selbiges mit Nissan. Dürfte man jetzt auch keinen I-ON, Zoe oder Leaf kaufen? Darf man eigentlich nur Tesla kaufen, oder? Vielleicht noch Leichtkraftfahrzeuge.
Mit völlig irrgeleiteter Ideologie kann man die Welt nicht retten. Realistisch gesehen können Konsumenten aber durch ihr Konsumverhalten etwas ändern, nicht dadurch, dass man einfach gar nicht konsumiert. Gezielt konsumieren heißt das Stichwort. Also keine Verbrenner, sondern EVs. Und in wenigen Jahren sind die Modellpaletten umgekrempelt.

Stichwort Gewinnmaximierung: Zeig mir ein wirtschaftliches Unternehmen, dass nicht versucht die maximalen Gewinne abzuschöpfen. Eine einziges am freien Markt!
Kleiner Exkurs in die die Biologie: Es gibt sogenannte Top-Down kontrollierte Nahrungsketten. Da kontrolliert die Räuberanzahl direkt die Populatioin der Beute. "Viele Räuber" bedeutet starke "Reduzierung der Beute". Wenige Räuber und die Beute nimmt zu. Umgekehrt gibt es Bottom-Up kontrollierte Nahrungsketten. Hier stellt sich die Räuberanzahl auf die Anzahl der Beute ein. --> Was Du gerne hättest ist ein Top-Down kontrolliertes System, in dem große Hersteller aus innerem Antrieb heraus (moral. Gründe etc.) nur noch Elektroautos anbieten und aus dem Verbrennergeschäft aussteigen. Ich finde das unglaublich naiv, dies zu erwarten. Meiner Meinung nach sollten wir (die Nachfrager) alle die EVs von allen Unternehmen kaufen, um allen zu zeigen, womit Umsatz zu generieren ist. Das möchte ich mit Bottom-Up Kontrolle vergleichen. Modellvielfalt gibt es bei den EVs langsam mehr und mehr und wir sollten FROH sein, dass BMW und auch VW jetzt mitmischen. Nicht rumnörgeln.
Zeigen wir ihnen, was wir haben wollen!! (Und nicht, was wir nicht nicht wollen - das kaufst Du einfach nicht.)
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Re: Ecoist.ch

Beitragvon Rogriss » Mi 13. Nov 2013, 08:41

Wow, die Werbetrommel für den i3 wird ja echt gerührt - aber nicht als BMW direkt, sondern für/ über dieses ecoist.ch.
Gestern eine Drittel-Seite vom Garagisten (immerhin mit dem i3 drauf) - heute eine ganze Seite, vollfarbig in der Zeitung.
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Re: Ecoist.ch

Beitragvon JuergenII » Fr 15. Nov 2013, 09:47

Semi hat geschrieben:
Dann kamen die Japaner mit ihren E-Autos, wurden in der deutschen Presse durchs Band schlechtgeredet, wie auch der Hybridantrieb... braucht kein Mensch... anfällige Technik... viel zu teuer... Zukunft heisst Wasserstoffauto....

Das der Nissan Leaf auf die Straßen gekommen ist, lag weniger an den "Japanern" als vielmehr beim "Mutterkonzern" Renault. Die haben das dort gepuscht. Der i-MiEV von Mitsubishi war da schon eher eine rein "Japanische Inovation". Allerdings war das Fahrzeug außerhalb Japans nie konkurrenzfähig. Und was die Hybridtechnik anbelangt, bin ich immer noch der Überzeugung, das ein effizienter Diesel noch deutlich sinnvoller ist.
In Tat und Warheit hat man einfach gepennt, das Blaue vom Himmel geredet, Gewinne maximiert, Firmen aufgekauft und Verhindert wo es nur ginge und es sogar noch geschafft, das der Deutsche Steuerzahler denn DE Autobauern noch Geld zahlen, obwohl diese faktisch im Geld "schwimmen".

Ob man tatsächlich gepennt hat weiß ich nicht, aber die Milliardenzahlungen für die Batterieentwicklung war und ist grenzwertig. Da wurde wirklich Geld zum Fenster hinaus geschmissen. Bestes Beispiel Mercedes und die Kooperation mit Evonik. Und was kam dabei heraus? Daimler baut Tesla Technik inkl. deren Akkus in den B-Klasse und mittlerweile auch in den Smart.

Und nun zurück zum I3. Hätte der BMW ohne RE reale 250km Reichweite, wäre der Preis ok. Da die EV Technik noch grosse Fortschritte machen wird, sehe ich für den Werterhalt des I3 jedoch schwarz. Die EV Fahrer, welche jetzt einen I3 kaufen, werden von mir gesehen eigentlich über den Tisch gezogen, der I3 kostet mehr als alle anderen EV's ausser Tesla, ist technologisch aber nur auf der Höhe der Konkurrenz.

Was soll das feilschen mit Km-Angaben. Selbst der große Akkublock des Modell S wird real nur 300 bis 350 km Reichweite auf dt. Straßen haben. 250 Km in einem Fahrzeug < 4 Meter wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Der Einstiegspreis eines i3 liegt fast auf der Höhe des Leaf Acenta (33.000 Euro), da kann man von über den Tisch gezogen nicht wirklich sprechen. Die einen bauen konventionelle Autos (auch wenn diese speziell für E-Fahrzeuge entwickelt wurden). BMW hat da eine ganz neue Produktionsphilosophie kreiert. Der Recourcenverbrauch ist deutlich gesenkt worden.
Das Zertifikat gemäß ISO-Norm ist nicht nur ein Gütesiegel für den i3, sondern auch eine Bestätigung des ganzheitlichen Ansatzes der neuen Marke BMW i für eine nachhaltige individuelle Mobilität.
Quelle: ISO-Zertifikat für die Ökobilanz des BMW i3

Technologisch ist der i3 Lichtjahre von einem Leaf, Zoe, E-up und wie die ganzen anderen EV's heißen entfernt. Das auch BMW noch die eine oder andere Schwachstelle beim i3 hat, will ich gar nicht bestreiten.

Und zum Wertverlust:

Der Wagen selber, dürfte relativ stabil bleiben, denn mehr Innenraum als der i3 auf 4 Meter Fläche bietet, dürften auch neue Fahrzeugkonzepte kaum bieten. Die zu wartende Technik ist gering. Der Grund liegt aber noch woanders. Wenn BMW nicht allzu viel falsch gemacht hat, dann dürfte der i3 locker 15 bis 20 Jahre durchhalten - Akku ausgenommen. Das da in der Zwischenzeit die Entwicklung nicht stehen bleibt ist klar, aber der Wert des i3 ist gerade sein Akku. Nach 8 Jahren oder 100.000 km ausgewechselt, wird er ein zweites Leben im häuslichen Bereich als PV-Speicher erleben. Entweder man nutzt ihn selber oder kann ihn für gutes Geld weiterverkaufen. Ersatzakkus dürften dann Preiswert zur Verfügung stehen, wahrscheinlich sogar mit deutlich mehr Kapazität. Und dank Rohstoffverknappung werden neue Fahrzeuge deutlich teurer werden als sie es heute bereits sind.

Nicht zu vergessen, in Europa findet gerade ein Verdrängungs- und Absatzkrieg unter den Autoherstellern statt, der sich in hohen Rabattschlachten niederschlägt. Die Margen sinken, das fällt vor allen bei den Herstellern auf, die hauptsächlich in Europa verkaufen. Da ist kaum noch Geld zu verdienen.

Beim i3 kommt es auf den Standpunkt an. Rein in Euro gerechnet ist er in der Tat eines der teuren Fahrzeuge. Nimmt man aber das Gesamtpaket, dann entlastet man durch den Kauf deutlich die Umwelt (wenn man das überhaupt bei einem Fahrzeug sagen kann). Ob einem das Wert ist, muss jeder selber entscheiden. Viele werden es gar nicht können, weil sie finanziell gar nicht in der Lage dazu sind. Aber BMW hat da momentan ein Alleinstellungsmerkmal. Zumindest waren die Steuergelder, die Richtung BMW geflossen sind noch die Vernünftigsten im Gegensatz zu den anderen Kandidaten.

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Re: Ecoist.ch

Beitragvon Rogriss » Fr 15. Nov 2013, 16:06

http://www.20min.ch/finance/news/story/ ... n-13758438

Wow, E-Auto in der Schweizer Massenpresse. Die Werbetrommeln scheinen zu rühren.
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