Drei Jahre i3: Der erste Tüv

Drei Jahre i3: Der erste Tüv

Beitragvon Schibulski » Mo 20. Feb 2017, 10:29

Letzte Woche war es soweit: Nach drei interessanten Jahren i3 war der erste Tüv fällig.

Man sollte ja meinen, nach 48 000 km ist das bei so einem stabilen Auto ein "Piece of cake". Mitnichten. Es gab zwei Probleme.

1) Die Abgasuntersuchung (Rex) wurde nicht geschafft. Nach Tausch der Einspritzdüsen klappte es. Anscheinend ein bekanntes Problem, denn hier wurde von BMW eine neue Version kulant geliefert. Etwas erstaunt hat mich das schon. Wir haben den Rex immer bestimmungsgemäß gebraucht. Nur zweimal in den drei Jahren kam es zum automatischen Wartungslauf wegen zu langer Nichtnutzung. Nur einmal hatten wir eine Langstrecke von ca 400km, und da kam prompt die "Meldung Antrieb überprüfen" (weshalb letzte Woche auch bei unserem i3 der im Forum mehrfach berichtete Austausch des Startergenerators bei frühen i3 Rex durchgeführt wurde). Auf meine Frage, was wir denn anders machen müssten damit die AU in zwei Jahren nicht wieder patzt, war die Antwort "nichts anders machen".

2) Es gab einen geringen Mangel, bei dem ich zweimal lesen musste, es aber jetzt verstanden habe: Die Tankdeckelverlustssicherung war defekt. Ah ja. Diese vermutlich für das Wort des Jahres nominierte Wortschöpfung kann nur dem Amtsdeutsch entsprungen sein. Abgesehen davon ist es natürlich sicherheitsrelevant ist, wenn man den Tankdeckel verliert (Benzin kann austreten). Mit der gleichen Logik würde ich aber auch empfehlen noch andere Sachen zu sicheren: Wie wäre es mit "SonnenblendenrunterklapperbeiBlendung"? Vermutlich wird das beim autonomen Fahren eh obsolet.

Unser Resümee nach drei Jahren: Elektrisch Autofahren funktioniert "ganz normal" und kann jedem empfohlen werden. Das Fahren ist objektiv einfacher und angenehmer als mit Verbrennern. Für uns ist der i3 ein Auto im Normalbetrieb. Erstaunlich wie viele Leute das noch erstaunt, man hat immer ein schönes Gesprächsthema (auch beim Zuparken von Ladesäulen). Einziges wirkliches massives Ärgernis ist die geförderte deutsche Ladewüste. Kaufprämie statt Schnelllader kann ich mir nur erklären als Ergebnis von Lobbyarbeit, nicht als Ergebnis einer simplen Fahrt von Hamburg nach Hannover.
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Re: Drei Jahre i3: Der erste Tüv

Beitragvon MineCooky » Mo 20. Feb 2017, 10:39

Schibulski hat geschrieben:
Unser Resümee nach drei Jahren: Elektrisch Autofahren funktioniert "ganz normal" und kann jedem empfohlen werden. Das Fahren ist objektiv einfacher und angenehmer als mit Verbrennern.


Mir gefällt wie Punkt 1) und Punkt 2) das so schön bestätigen, das Elektroauto ist soweit, lediglich dem Museum unter dem Kofferraum lässt sich das alter des Autos anmerken und muss gewartet werden :lol:
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Re: Drei Jahre i3: Der erste Tüv

Beitragvon LocutusB » Mo 20. Feb 2017, 12:21

Nach 65.000km ohne Mängel. Gut, die AU habe ich nicht gebucht ;-).
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Re: Drei Jahre i3: Der erste Tüv

Beitragvon franmedia » Mo 20. Feb 2017, 14:16

War die Tage auch beim TÜV, mit dem BEV. Der Prüfer hatte sich gefreut wie ein Schneekönig, dass er außerhalb seiner, offensichtlich genossenen, EV-Weiterbildung mal ein E-Auto in der Praxis sehen durfte. Er hat sich alles gaaanz genau angesehen, meinte aber, ob das ok sei, wenn es länger dauert. Es läge nicht an vermuteten Mängeln, sondern an seiner Neugier ;-)

Das Einzige, was ihn etwas gestört hatte (aber kein Mangel), waren die etwas fleckigen Scheibenbremsen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das nicht seine Standardvermutung aus dem EV-Kurs war, weil man die Dinger ja nicht benutzt. Ich konnte ihn dann immerhin dahingehend aufklären, dass die beim i3 sehrwohl regelmäßig (automatisch) benutzt würden. Fleckig sind sie halt trotzdem.

Beeindruckt war ich vom Ablauf der Bremsenprüfung. Sein Taschencomputer, der mit der OBD-Buchse verbunden war, hat ihm Schritt für Schritt erklärt, wie man für die Hinterradprüfung den Wagen in den Testmodus versetzt. Da gibt es extra einen Modus, der noch Schleichfahrt ermöglicht, aber dennoch den Motor hinreichend vom Antrieb abkoppelt. Witzig. Hat auch alles sofort geklappt. Und am Ende war es noch billiger als die Motorradprüfung ;-)

PS: Das mit dem Rex sollte natürlich trotzdem nicht so sein. Das wird BMW hoffentlich inzwischen besser können...
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Re: Drei Jahre i3: Der erste Tüv

Beitragvon kitchenman » Mo 20. Feb 2017, 20:48

Auch ich bin in 2 Wochen mit dem ersten TÜV dran. Der TÜV-Leiter hat mich schon angesprochen. Er möchte unbedingt die Untersuchung machen und er hat auch nichts dagegen wenn er mal ne Probefahrt machen kann. :D
Habe den ersten zugelassenen i3 im Landkreis.
Gruß
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Re: Drei Jahre i3: Der erste Tüv

Beitragvon TOMbola » Mo 20. Feb 2017, 22:10

Als ob es irgendwas besonderes wäre ein Fahrzeug nach gerade einmal drei Jahren ohne Mängel doch den TÜV zu bringen. Das schafft jeder Dacia problemlos nach 10 Jahren!
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Re: Drei Jahre i3: Der erste Tüv

Beitragvon MineCooky » Di 21. Feb 2017, 06:28

TOMbola hat geschrieben:
Als ob es irgendwas besonderes wäre ein Fahrzeug nach gerade einmal drei Jahren ohne Mängel doch den TÜV zu bringen. Das schafft jeder Dacia problemlos nach 10 Jahren!


Ich würde nicht sagen das das jeder schafft ;) Aber hast schon recht, zB der Smart kam auch ohne Beanstandungen durch und ich muss ehrlich sagen "Ich wäre denen aufs Dach gestiegen wenn nicht".
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Re: Drei Jahre i3: Der erste Tüv

Beitragvon Gulfoss » Di 21. Feb 2017, 06:49

Sollten Störungen in der Abgasregelung nicht von der Motorkontrollleuchte abgefangen/angezeigt werden?
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Re: Drei Jahre i3: Der erste Tüv

Beitragvon TomZ » Di 21. Feb 2017, 08:21

TOMbola hat geschrieben:
Als ob es irgendwas besonderes wäre ein Fahrzeug nach gerade einmal drei Jahren ohne Mängel doch den TÜV zu bringen. Das schafft jeder Dacia problemlos nach 10 Jahren!


Ich muss dich enttäuschen, da fallen gar nicht so wenig durch - meist aber durch Anwenderfehler - falsche Rad/Reifen Kombination, beschädigte Reifen, nicht gewartete Bremsanlage etc... gibt es eine eigene Statistik die den Werken vorgelegt wird - da sind natürlich (aus Werkssicht) nicht selbst verschuldete Mängel besonders ärgerlich, da die trotzdem in die Gesamtzahl zählen.
ex: i3 60 Ah BEV 07/14
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Re: Drei Jahre i3: Der erste Tüv

Beitragvon kitchenman » Mi 29. Mär 2017, 17:09

so , war gerad beim Tüv mit meinem i3 , 3 Jahre und 56000km .
Der Leiter vom TÜV hat mich zweimal gefragt wann ich komme und er selber möchte das Auto abnehmen.
Hat dann auch geklappt. Er hat sich riesig gefreut und durfte erstmal ne Probefahrt machen.
Die TÜV-Prüfung war kein Problem.
Allerdings sind ihm 2 Sachen aufgefallen:
- die Bremsscheiben sind fleckig, nicht dramatisch aber es könnte sein das sie nach 5-7 Jahren erneuert werden müssen.
- die Manschetten um die vorderen Stoßdämpfer haben Risse und lösen sich.

Ansonsten alles gut .
viele Grüße
Stefan
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